Martina Meier - Tysja

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Als die kleine Hexe Tysja das Haus ihrer Tante Trine erbt, beginnt für sie eine spannende Zeit. Denn die Tante hat ihr auch noch zwei Hausgenossen an die Seite gestellt – den Raben Gwendolin und die Spinne Amalia.Und die beiden wissen eine Menge über die kleine Hexe mit den roten Haaren, viel mehr, als Tysja anfangs zu glauben vermag …

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„Autsch“, schrie der so Traktierte auf, gab dem Raben noch einen Nasenstülpser auf den Schnabel und setzte ihn schließlich auf dem Küchentisch ab, wo Gwendolin sofort begann, die wirklich allerletzten Krümel aufzupicken.

Tysja und Amalia hatten das Geschehen bis zu diesem Zeitpunkt fassungs-, vor allen Dingen aber sprachlos verfolgt.

„Potzblitz“, entfuhr es nun der kleinen Hexe. Ungläubig rieb sie sich die Augen. „Na, das ist mir ja eine merkwürdige Erbschaft.“

Amalia sagte nichts.

„Alles erledigt“, resümierte nun der beflissene Notar, dem dieser unsägliche Dienst aufs Auge gedrückt worden war. „Meine Damen, Gwendolin, ich empfehle mich.“

Dann drehte er sich auf dem Absatz um und ward plötzlich nicht mehr gesehen. Ganz so, als hätte er sich von einem Augenblick zum nächsten in Luft aufgelöst.

„Was war das denn für ein Abgang?“, hörte man nach einer ganzen Weile auch Amalia wieder.

Und zum Raben gewandt sagte sie: „Lange nicht gesehen, schwarz Gefiederter.“

Der so Angesprochene aber machte keine Anstalten, sich mit einer der beiden Hausbewohnerinnen zu unterhalten. Er war wohl noch immer beleidigt, pickte aber weiter die Krümel vom Tisch und brummte etwas vor sich hin, was aber weder Tysja noch Amalia genau verstanden, das sich aber so wie „So was nennt man nun Brotzeit“ anhörte.

„Du alter Meckerer“, griff Amalia den Raben an, „du musst es ja nicht essen.“

Immerhin war sie es gewesen, die das Frühstück aufgetischt hatte, und dafür schon ziemlich früh aus den Federn gekrochen war.

„Verdammich noch mal, Ruhe hier“, entfuhr es jetzt Tysja. Sie wurde selten böse, aber wenn es dann doch einmal geschah, dann suchte der so Gescholtene besser einmal das Weite, denn Madam Fliegendreck konnte schon ganz schön ungemütlich werden.

„Das hier ist mein Haus. Ich habe euch nicht eingeladen, bei mir zu wohnen. Wenn ihr es doch wollt, dann vertragt euch gefälligst!“

Gwendolin und Amalia schauten erst sich, dann Tysja erschrocken an. Wie konnten einer so kleinen, freundlich drein blickenden Person nur solch unsanfte Worte entgleiten, schienen sie sich zu fragen. „Ganz der Fritz“, bemerkte nun Gwendolin in Richtung Amalia, „ganz der Fritz.“

Und das waren die ersten verständlichen Worte, die der Rabe in seinem neuen Zuhause von sich gab.

„Ja, ja, die Fliegendrecks“, ließ sich nun auch Amalia vernehmen, „wenn die mal sauer werden, dann ist mit denen nicht gut Kirschen essen.“

„Ich verdrücke mich jetzt“, sagte Amalia noch, „nach dem Essen muss ich ein wenig ruhen.“

Dann kroch sie von dannen und nahm ihren Lieblingsplatz hinterm Küchenschrank ein.

Das Testament der Tante Trine Da hinterm Küchenschrank hat Amalia schon - фото 2

*

Das Testament der Tante Trine

„Da hinterm Küchenschrank hat Amalia schon immer gern gesessen“, lachte der Rabe urplötzlich auf. „Da kann sie nämlich im Verborgenen alles mit anhören, was hier in der Küche gesprochen wird, und ist trotzdem unsichtbar. Aber das alles kannst du ja nicht wissen.“

„Nein, das kann ich nicht“, entfuhr es der kleinen Hexe, der ihr plötzlicher Wutausbruch von vorhin schon wieder leidtat. „Überhaupt habe ich nicht den leisesten Schimmer, was hier überhaupt vorgeht.“

„Nun, da kann ich dir weiterhelfen“, antwortete Gwendolin, „ich kenne die ganze Geschichte in- und auswendig.“

Und dann legte er los, ohne dass Tysja auch nur noch ein Wort sagen musste.

Erzählte von Tante Trine, die viele Jahre lang im Ausland gelebt hatte und erst kurz vor ihrem Tod nach Hexenhausen zurückgekehrt war. Berichtete von den vielen Reisen, die er, Gwendolin, gemeinsam mit der Tante unternommen hatte.

„Die Trine nämlich hat es verstanden ihr Leben zu genießen“, sprach er wehmütig. „Die hatte nichts übrig für diesen ganzen Firlefanz, für all das, was ihr hier so Familie nennt. Nur mich mochte sie stets um sich haben, wir waren wirklich gute Freunde.“

Natürlich erzählte der Rabe auch von Trines letzten Tagen.

„Sie ahnte, dass ihr nicht mehr lange Zeit bleiben würde.“ Gwendolin war bei dem Gedanken an sie den Tränen nahe. „Dann hat sie sich deiner erinnert“, sagte er zu Tysja und blickte ihr in die Augen. „Du bist ihre Großnichte. Dein Vater war der Sohn ihrer Schwester Mimi. Sie hat dich aber nur einmal gesehen, vor vielen Jahren, als du noch eine sehr sehr kleine Hexe warst.“

Und natürlich hatte sich Trine Wackerzahn auch des Hauses erinnert, das sie in der Dümpelgasse in Hexenhausen besaß.

So war sie kurz vor ihrem Ableben zu Notar Rechtsprecher gegangen, den sie noch aus ihrer Jugendzeit kannte, hatte ihm das Testament, mit dem sie ihrer Nichte das Haus vermachte, und den Raben in die Hand gedrückt, ihm kurz die Anweisung gegeben, beides Tysja auszuhändigen, und war dann, auf der Stelle und ohne weitere Ankündigung einfach tot umgefallen.

Nun hatte Notar Rechtsprecher nicht nur die leidvolle Aufgabe, die Großnichte ausfindig zu machen und ihr vom Tod der Tante zu berichten, nein, er musste auch noch dafür sorgen, dass Trine Wackerzahn auf würdevolle Weise sein Büro verlassen konnte. Denn so eine tote Hexe macht sich wirklich nicht gut in einer anständigen Rechtsanwaltskanzlei. Und die Entsorgung musste auch noch möglichst schnell vonstattengehen, denn die Tage waren warm und irgendwann einmal beginnt auch die sauberste tote Hexe an, unangenehm zu riechen.

Trine Wackerzahn fand schließlich ihre letzte Ruhestätte auf dem heimischen Friedhof, auf dem extra für die vielen in der Stadt lebenden guten Hexen ein Bereich abgeteilt worden war. Denn, so sagten die Bewohner von Hexenhausen, bei denen ginge es nicht immer ganz so mit rechten Dingen zu.

Gwendolin und der Notar hatten Trine die letzte Ehre erwiesen. Sonst war niemand zu der Beerdigung erschien. Wie auch, es wusste ja keiner, dass die alte Lady zum Sterben in die Stadt zurückgekehrt war. Aber hätten sie es gewusst, die Hexenhauser, na, das ist eine andere Geschichte ...

*

Kleine Hexerei mit Folgen

Im Laufe von Gwendolins Erzählung erfuhr Tysja nun auch, dass der Rabe der Familie Wackerzahn schon viele Jahrzehnte lang eng verbunden war. Ja, dass er sogar schon Trines Mutter, und deren Mutter und wiederum deren Mutter fest zur Seite gestanden hatte.

„Hier muss wohl alles und jeder Hunderte von Jahren alt werden“, dachte die kleine Hexe, die gerade einmal 80 Lenze zählte – und so in Hexenkreisen fast noch ein „Küken“ war.

„Das nicht gerade“, griff Gwendolin den Gedanken Tysjas auf, den diese aber nicht laut geäußert hatte. „Aber alt sind in deiner Familie alle geworden.“

Machte eine kurze Pause und fügte hinaus: „Alle, mit Ausnahme deiner Eltern.“

Tysja wollte hier einhaken, denn sie wusste nicht viel über Vater und Mutter, war noch zu klein gewesen, als diese starben, doch der Rabe blockte sofort ab und ließ sie gar nicht erst zu Wort kommen.

„Ich bin jetzt auch müde“, sagte er, „ich muss mich mal ein Stündchen aufs Ohr legen, war anstrengend heute für mich.“

Gwendolin gähnte laut und vernehmlich, flatterte aus der Küche hinaus, den Flur entlang und dann in den ersten Stock hinauf.

„Ich nehme wieder mein altes Zimmer“, hörte Tysja ihn noch krächzen, dann verschwand er in einem der oberen Zimmer, schloss die Tür ein wenig lautstark hinter sich und Tysja, die kleine Hexe, war das erste Mal seit zwei Tagen wieder einmal alleine.

„Da hab ich mir ja zwei merkwürdige Hausgenossen angelacht“, schmunzelte sie. „Zwei ganz merkwürdige Genossen.“

Sie ging zum Ofen, der auch ein Erbstück der Tante war, setzte einen Kessel mit Wasser auf, holte einen Beutel Pfefferminztee aus dem schwarzen Koffer und brühte sich eine leckere Tasse Tee auf.

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