Martina Meier - Tysja
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Dabei schwang sie wieder den Zauberstab durch die Luft, der noch immer ein ganz klein wenig krumm aussah, und verteilte ein wenig Sternenstaub aus einem Streuer, den sie mit der linken Hand aus der linken Hosentasche gezogen hatte – und der wie ein ganz normaler Salzstreuer aussah.
„So“, sagte sie, „das soll’s gewesen sein.“
Sie hatte den Satz noch nicht ganz ausgesprochen, da standen vor ihr die einst winzig kleinen Gegenstände, die sie aus dem alten Koffer geholt und auf dem Boden ordentlich aufgebaut hatte, in voller Größe vor ihr.
Die Spinne oben auf der Lampe staunte nicht schlecht. Auch wenn sie mit allerlei Hexerei vertraut war, hatte sie doch noch nie gesehen, wie eine echte Hexe umzieht. So was kommt nämlich tatsächlich nur sehr sehr selten vor. Denn fühlt sich eine Hexe an einem Ort so richtig sauwohl, dann verlässt sie ihn kaum jemals freiwillig.
In dem kleinen Zimmer bauten sich nun nach und nach zwei Stühle, ein Tisch, Bettdecke und -kissen, drei Tassen, vier Becher, sieben Gabeln, zwei Messer, vier Teller, zwei kleine und zwei große für Suppe oder Brei, und ein Regenschirmständer auf.
„Mehr brauche ich zum Leben nicht“, strahlte Tysja nach getaner Arbeit und lud zugleich Amalia ein, an ihrem Tisch, den sie inzwischen fein säuberlich gedeckt hatte, Platz zu nehmen.
Aus ihrem schwarzen Koffer, in den sie noch einmal ziemlich tief hineinkriechen musste, holte Tysja nach und nach ein Brot, einen Käse und eine Flasche Holunderbeersaft hervor. Dann ließen es sich Hexe und Spinne schmecken.
„Hmmm, dein Käse, ein Gedicht“, bemerkte Amalia, die natürlich immer nur ganz wenige kleine Krümel zu sich nehmen konnte. „Einfach köstlich. So etwas Gutes habe ich schon seit vielen Jahren nicht mehr gegessen.“
Die beiden so unterschiedlichen Zeitgenossen hatten binnen kürzester Zeit Freundschaft geschlossen. Es war, als würden sie sich bereits seit langer Zeit kennen.
Mit einem kleinen Rülpserchen beendete die kleine Hexe das abendliche Mahl, denn längst war es draußen dunkel geworden.
„Jetzt will ich erst einmal zu Bett gehen“, sagte sie, „es war schon ein ziemlich anstrengender Tag. Morgen werden wir dann sehen, was wir hier noch erledigen müssen.“
Sie gähnte laut, kratzte sich hinterm Ohr und schlich zu dem Bett, das am Morgen noch mit einer dicken Staubschicht bedeckt gewesen war, jetzt aber himmlische Träume versprach.
„Gute Nacht“, rief sie Amalia zu und war keine zwei Minuten später eingeschlafen.
Auch Amalia, die Spinne, die schon viele Jahre in diesem Haus lebte, zog sich an ihren Lieblingsort zurück.
Dass beide an diesem Abend vergaßen, die Zähne zu putzen, ist hier wahrscheinlich weniger von Belang. In dieser Nacht träumte Tysja von Spinnen und Hexenbesen, von Notaren, alten Decken und einem wunderbaren Leben, das vor ihr lag.
*
Ein Morgen voller Überraschungen
Ein neuer Morgen war angebrochen, die kleine Hexe erwachte. Langsam wurde ihr bewusst, wo sie sich befand.
„Na klar“, dachte sie, „ich bin ja in meinem neuen Haus in der Dümpelgasse 7.“ Sie schlug die Bettdecke zurück, schlüpfte in ihre kleinen lilafarbenen Hexenpantoffeln mit den goldenen Schnallen, die sie am Vorabend noch ordentlich vor ihrem Bett abgestellt hatte, und ging in die Küche.
Wie überrascht war sie, als sie hier einen gedeckten Tisch vorfand, und was noch viel schöner war: duftenden, frisch aufgebrühten Kaffee. Dann erinnerte sich Tysja an ihre neue Freundin und rief: „Amalia, wo steckst du denn?“
„Hier“, kam die Antwort prompt zurück, „hier hinter der Zeitung. Ich habe mir schon einmal erlaubt Frühstück zu machen und den Tisch mitsamt dem Geschirr und den vielen kleinen Köstlichkeiten in die Küche zu bringen.“
„Perfekt“, freute sich Tysja, „so kann meinetwegen jetzt jeder Tag beginnen.“
Die beiden ließen es sich an diesem Morgen so richtig gut gehen, sie frühstücken sehr ausgiebig. Neben Brot und Käse, beides hatte die kleine Hexe ja schon am Vorabend aus dem Koffer geholt, gab es jetzt auch noch selbst gekochte Erdbeermarmelade mit Pfirsichstückchen, Orangensaft und Honig.
„Man gönnt sich ja sonst nichts“, strahlte Tysja Amalia an, die ob der herrlichen Dinge, die sich da auf dem Frühstückstisch wieder fanden, sprachlos geworden war.
Kaum hatte Tysja den letzten Schluck Kaffee getrunken und sich den letzten Krümel des leckeren Brotes mit Marmelade vom Mundwinkel gewischt, da klingelte es an der Haustür.
„Wer kann das sein?“, fragte sie mit einem Blick auf Amalia. „Ich habe noch keinem meine neue Adresse gegeben.“
Doch die Freundin zuckte nur mit den Schultern. „Gäste habe ich schon lange nicht mehr empfangen. Keine Ahnung, wer das ist.“
Zum Überlegen blieb nicht lange Zeit, denn der ungeduldige Besucher hatte bereits ein zweites und sogar ein drittes Mal geläutet.
Tysja ging zur Tür und öffnete.
Wie erstaunt war sie, als vor der selbigen ein von einem Fuß auf den anderen tretender Notar Rechtsprecher stand.
„Guten Morgen“, sagte er, wartete gar nicht erst die Antwort der kleinen Hexe ab, sondern drängte an ihr vorbei ins Haus.
Anscheinend kannte er sich hier gut aus, denn ohne nach dem Weg zu fragen, ging er schnurstracks in die Küche, wo er von Amalia mit den Worten „Na, du alter Rechtsverdreher, lebst du auch noch“, empfangen wurde.
Offensichtlich kannten sich die beiden gut, denn Notar Rechtsprecher konterte gleich in Amalias Richtung: „Hallo Amalia, lange nicht gesehen. Ich dachte schon, dich hätten längst die Vögel gefressen.“
Nachdem nun die Begrüßung mehr oder weniger herzlich ausgefallen war, ließ sich der Notar auf einen Stuhl fallen, um sofort wieder aufzuspringen. Dann tischte er sein Anliegen auf. „Tysja“, begann er, „als wir gestern miteinander gesprochen haben, da habe ich etwas ganz Wichtiges vergessen.“
Und das war ihm peinlich, denn Notar Rechtsprecher sammelte nun mit der rechten Hand die Krümel vom Tisch ein, die dort noch von dem ausgiebigen Mahl lagen, und friemelte mit der linken Hand in seinem spärlichen Haar.
„Etwas ganz Wichtiges“, betonte er nochmals und warf Tysja, die am Küchentisch Platz genommen hatte, einen vielsagenden Blick zu.
„Etwas ganz ganz Wichtiges“, fügte er hinzu und trat wieder ungeduldig von einem Fuß auf den anderen.
„Machen Sie es doch nicht so spannend“, Tysja konnte es vor lauter Neugier kaum noch aushalten.
Die Tante Trine, so begann der Notar endlich, hatte Tysja nicht nur das Haus hinterlassen, sondern auch noch einen Mitbewohner.
„Ach, das weiß ich doch schon“, freute sich die kleine Hexe und warf Amalia, die inzwischen zur Küchenlampe emporgekrochen war und sich dort niedergelassen hatte, einen freundlichen Blick zu.
„Nein“, schüttelte Rechtsprecher den Kopf. „Es handelt sich nicht um Amalia, sondern um Gwendolin, Trines Raben.“
Und den hatte der Notar gleich mitgebracht. Er fasste in seine Jackentasche, die, wie Tysja und Amalia, die bei der Nennung des Namens Gwendolin leicht gehüstelt hatte, erst jetzt bemerkten, ziemlich ausgebeult war.
In der Jackentasche steckte der gefiederte Freund.
Diesem aber widerstrebte es offensichtlich, die warme Behausung zu verlassen, denn Hand und Rabe schienen im Verborgenen der Jacke einen kleinen Kampf auszutragen.
„Manchmal ist er ein wenig stur“, stieß der Notar in Tysjas Richtung hervor, „aber wirklich nur manchmal.“
„Stur, stur“, krächzte es aus der Jackentasche, „stur ist hier nur eeeiiiner.“
Dann hatte Gwendolin den Kampf verloren. Notar Rechtsprecher hob das Tier siegessicher empor, doch konnte es sich Gwendolin nicht verkneifen, den Mann, der ihn in diese unmögliche Situation gebracht hatte, noch einmal kräftig in den Finger zu zwicken.
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