Pinsel Pinsel Man braucht zum Tafelzeichnen so viele Pinsel, wie man Farben hat. In unserem Fall also sechs Stück. Empfehlenswert ist aber, ein oder zwei Pinsel mehr in Reserve zu haben. Hin und wieder malt man mit Öl oder anderen Stoffen auf die Tafel (siehe Kapitel „Pimp your Tafelbild“ ). Die Farbpinsel bleiben dann sauber und einsatzbereit. Pinsel gibt es in jeder Ausführung und Größe. Am besten eignen sich runde Borstenpinsel. Sie unterscheiden sich in ihrer Größenbezeichnung und Form. Die Größen 16 und 18 eignen sich am besten. Der Pinselhals aus Metall sollte um die 1,0-1,2 cm breit sein. Man kann auch Borstenpinsel mit breitem, flachem Hals benutzen, allerdings kann man mit dem rundem Hals gleichmäßigere Linien ziehen. Ansonsten unterscheiden sie sich nur in der Liniendicke. Ganz wichtig ist, darauf zu achten, dass man einen Pinsel mit langem Stiel (25-30 cm) kauft. Ein solcher Pinsel kostet je nach Qualität zwischen 1 und 2 Euro. Da es sich um einen Standardpinsel handelt, findet man ihn in vielen Bastelläden. Praxistipp Es ist ratsam, immer mal wieder die Schnäppchenaugen offen zu halten, denn auch die großen Discounter bringen in regelmäßigen Abständen Pinselsets für Acrylfarben ins Angebot. Da kann man dann sehr günstig zuschlagen und sich ein breites Sortiment anschaffen. Die Pinsel sollten groß genug sein, damit deine Bilder auch aus einiger Entfernung noch gut zu erkennen sind. Deshalb ist beim Pinselkauf darauf zu achten, dass die Pinsel in einem gewissen Verhältnis zur Tafel stehen. Bei einer kleineren Tafel sollten lieber kleinere Pinsel verwendet werden. Ich habe grundsätzlich einen großen Vorrat an Pinseln in meinem Materialkoffer. Mehrere Größen und Arten von Pinseln sowie ein paar Ersatzpinsel sind immer vorhanden. Gerade zum Vorbereiten der Tafelbilder ist ein wenig mehr Auswahl hilfreich, um Details besser malen zu können. Bei der „Performance“ an der Tafel sollten allerdings höchstens ein oder zwei Standardpinsel benutzt werden. Mit Details kann man sich während der Verkündigung nicht mehr aufhalten. Dazu aber später mehr.
Farbkasten und Materialkiste
Headset
Elementare Bausteine der Tafelbilder
Grundelemente
Rahmen
Buchstaben
Personen
Farben
Formen
Weitere Grundelemente
Aufklebbare Elemente
Entstehungen
Weiterführende Elemente
Emotionen und Gefühle (Smileys)
Gegensätze
Schriftsymbole
Textrahmen
Galerie der Begriffe
Praktische Hinweise, Tipps und Tricks zur Umsetzung
Tipps für Übungen
Entwicklung eines Tafelbilds
Grundlagen
Unterschiede im Aufbau des Tafelbilds für die Altersgruppen 3–6 und 7–12 Jahre
Vom Text zum Tafelbild
Vom fertigen Tafelbild zum Startbild
Letzte Vorbereitungen, bevor es wirklich losgeht
Mal- und Erzähltechnik
Storybook
Textsicherheit
Vorzeichnen
Masterplan
Schlussbild vor Augen
Trockenübungen
Setting
Einstiegssätze
Wenig Farbwechsel
Handarbeit
Positionierung
Umgang mit der Schrift
Erst malen, dann reden
Kinder einbeziehen
Umgang mit Fehlern
Freies Erzählen
Nach der Verkündigung
BEISPIELGESCHICHTEN
Einleitung
Gott redet zu Samuel
Die Magd von Naaman („Maya“)
König Josia
Der Schatz im Acker
Petrus geht auf dem Wasser
Die Hochzeit zu Kana
Die Frau am Jakobsbrunnen
Paulus und Silas im Gefängnis
Jeremias Rettung aus der Zisterne
Eine Lektion über Türen
Das Evangelium
PIMP YOUR TAFELBILD
Exkurs: Dinge anbringen
Der Flanell-Effekt
Der Doppeltes Bild-Effekt (Variante 1)
Der Doppeltes Bild-Effekt (Variante 2)
Der Zieh-Effekt
Der Klapp-Effekt
3D-Elemente
Der Goldfarbe-Effekt
Der Öl-Effekt
Der Pflaster-Effekt
Der Rubbellos-Effekt
Der Stempel-Effekt
Der Feuerwerk-Effekt
Der Kreide-Effekt
Der Wachs-Effekt
Der Magnet-Effekt
Der Schablonen-Effekt
Der UV-Effekt
Exkurs: Experimentiertafel
Der Luftballon-Effekt
Der Wasser-Effekt
Der Kosmetiktücher-Effekt
Der Schnur-Effekt
Der Licht-Effekt
ANHANG
Bauanleitung für eine eigene Tafel
Literaturtipps
Die Autoren
Über Open Air Campaigners
Persönliche Erfahrungen
Da Mika Sinn und Carolin Bader immer auf ihre persönlichen Methoden und Erfahrungen zurückgreifen, ist es sicher spannend zu wissen, wer welches Kapitel geschrieben hat. Dazu ist immer zu Beginn das Kürzel (MS) bzw. (CB) eingefügt.
Zu diesem Buch können einzelne Vorlagen unter www.ejw-buch.de/shop/sketchboard-malend-erzahlen.htmlals digitale Daten heruntergeladen werden. Der Kauf des Buches berechtigt zum Downloaden, Ausdrucken, Kopieren und Verwenden dieser Daten, sofern sie zur Vorbereitung und Durchführung der Inhalte dieses Buches verwendet werden. Eine Vervielfältigung, Verwendung oder Weitergabe darüber hinaus ist ohne Erlaubnis ausdrücklich nicht gestattet.
Sketchboardpainting ist kreative Verkündigung
(CB) Was ist „Sketchboardpainting“ eigentlich genau? Das „Sketchboard“ ist eine große Zeichentafel. Sie besteht aus einem Holzbrett und einer Art Staffelei, auf der das Holzbrett steht. Auf dieser Tafel wird gemalt („painting“) – und zwar während der Verkündigung. Unter „Sketchboardpainting“ versteht man also die Kunst des Malens auf einer Tafel während des Erzählens. Man spricht auch von „Tafelzeichnen“ (Methode), „Tafelbild“ oder „Tafelzeichnung“ (gemaltes Bild) und „Tafelbotschaft“ (Zusammenspiel von Bild und Erzählung).
Anfangs sind auf dem Tafelbild verschiedene Kästchen, Formen, Flächen und Striche zu sehen. Sie wecken die Neugier der Zuhörer und Zuhörerinnen, was daraus wohl entstehen wird. Vom eigentlichen Bild lässt sich zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht viel erkennen. Die vorbereiteten Elemente auf dem Tafelbild ermöglichen es dem Verkündiger / der Verkündigerin, durch einfache Pinselstriche Dinge auf dem Tafelbild erscheinen zu lassen. So wird während des Erzählens das vorbereitete Bild Stück für Stück zu einem fertigen Gesamtbild. Ein besonderes Erkennungsmerkmal des Sketchboardpainting ist die sogenannte Negativschrift. In vorbereiteten Kästchen entstehen durch wenige Striche Buchstaben. Sie ist ein zentrales Element in jedem fertigen Bild und bringt den Inhalt der Botschaft nochmals auf den Punkt. Alles, was man für eine solche Tafelbotschaft braucht, sind eine Tafel, Pinsel, Farben, ein bisschen Kreativität und ein Herz für die Verkündigung.
So ist das Tafelzeichnen immer ein großes Highlight, da viele es noch nicht kennen oder zumindest noch nicht oft gesehen haben. Aber auch bei einer regelmäßigen Anwendung in einer Gruppe wird diese Methode durch die Vielzahl an Möglichkeiten nicht langweilig.
Verkündigung mit dem Sketchboard
Das Tafelzeichnen eignet sich optimal, um Kindern auf kreative Weise von Gott, Jesus und der Bibel zu erzählen. Dabei ist natürlich wichtig, dass die Botschaft, das Evangelium, im Mittelpunkt steht. Das Tafelbild soll nur ein Hilfsmittel sein, um die beste Botschaft der Welt in das Leben und den Alltag der Kinder zu transportieren.
Da sich die Methode vor allem für die Arbeit mit Kindern eignet, sprechen wir im Folgenden nur noch von Kindern als Zuhörern – grundsätzlich lassen sich die Erklärungen aber natürlich auch auf andere Altersgruppen übertragen.
Fünf Vorteile der Verkündigung mit einem Tafelbild auf einen Blick:
Neugier: Das vorbereitete Tafelbild an sich weckt die Neugier der Kinder schon, bevor es überhaupt losgeht. Alle wollen wissen, was aus dem angefangenen Bild entsteht, und sind sicher bis zum letzten Pinselstrich gespannt dabei, wenn dieses Geheimnis gelüftet wird.
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