Erin Lenaris - Die Ring Chroniken 1

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Die Ring Chroniken 1: краткое содержание, описание и аннотация

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Wie schmerzhaft sind Lügen?
Was, wenn du sie fühlen könntest?
Von ihnen umringt wärst?
Die 16-jährige Emony verfügt über eine Gabe: Sie kann Lügen erkennen. Doch diese Fähigkeit bringt sie in Gefahr, als sie ihre Heimat, die
lebensfeindliche Rauring-Wüste, verlässt. Denn es gibt nur eine Möglichkeit, der mörderischen Hitze und dem quälenden Durst zu
entkommen – Emony muss eine Ausbildung bei dem Unternehmen beginnen, das die weltweite Wasserversorgung kontrolliert.
Rasch kommt sie dahinter, dass ihr Arbeitgeber die Wüstenbewohner betrügt. Der einzig ehrliche Mensch scheint ihr Ausbilder Kohen zu sein, für
den sie bald mehr empfindet. Kann sie ihm im Kampf gegen den übermächtigen Gegner vertrauen?
Und sind die Lügen noch viel größer als vermutet?

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So ergeht es mir immer, wenn ich Lügen höre.

Das war früher brandgefährlich für mich und meine Eltern. Schon am ersten Schultag habe ich der scheinheiligen Lehrerin auf den Kopf zugesagt, dass sie lügt. Als sie mich mit zuckersüßen Belehrungen ruhigstellen wollte, brach mein Jähzorn durch. Schreiend stampfte ich mit den Füßen auf und wurde vorzeitig heimgeschickt. Am nächsten Tag musste ich zum Psychotest. Beim Gedanken daran rast mein Puls heute noch. Mein Vater hat dafür mit mir geübt und geübt, bis ich die richtigen Antworten ruhig aufsagen konnte. Zumindest daheim in der Wohnung hat es geklappt. Beim Test lief es trotzdem nur mäßig. Der Sondertrakt für Verrückte blieb mir erspart, doch der Schulleiter empfahl Heimunterricht. Das war eine schwere Aufgabe für meinen Vater, der nach seinen Nachtschichten als Schweißer an der Pipeline immer völlig erschöpft war. Manchmal ist er vor den Lehrbüchern eingeschlafen.

Ich betrachte meine Fingernägel. Die sind die größte Gefahr, wenn mich der Kratzzwang überfällt. Sie müssen immer schön rund und glatt gefeilt sein. Dennoch ist die Haut an meinem Hals schuppig und rau, an den frischen Kratzwunden schmerzhaft entzündet.

Der Arzt diagnostizierte Ignigitis, die „Feuerkrankheit“. Daraufhin folgten endlose Allergietests, die allesamt kein Ergebnis brachten. Ich hätte denen schon erzählen können, was mir fehlt: Ich bin allergisch gegen Lügen.

Oder ich bin wirklich verrückt.

2. Kapitel

Beim Blick auf die Uhr schrecke ich auf. Schon so spät! Ich muss noch am Sammelpunkt Wasser holen. Schnell halte ich meinen Rauring an das Lesegerät neben unserem Nachrichtenschirm, um unseren Kontostand aufzurufen. Er ist auf dreißig Liqui gefallen. Ich lade den ganzen Betrag auf meinen Ring.

Danach nehme ich Mutters rostbraunen Schutzoverall vom Haken. Der steife Kunststoffanzug widersetzt sich hartnäckig, als ich meine Beine hineinzwänge und die Arme in die engen Ärmelschläuche winde. Ich ruckle an dem verrosteten Reißverschluss, bis er sich knirschend bewegt. Die klobigen Stiefel reichen mir bis zum Knie. Sie miefen ekelhaft, aber sie sind notwendig. Ich könnte schließlich auf eine Sandviper treten. Früher, als es hier noch geregnet hat, lebten diese Giftschlangen in Büschen und Wäldern. Heute dagegen verhalten sich sie entsprechend ihrem Namen. Sie graben sich in den Sand ein, um auf Springmäuse zu lauern. So sind sie praktisch unsichtbar, können jedoch pfeilschnell zubeißen. Ihre Opfer sterben binnen weniger Minuten.

Aufmerksam klappe ich die Knieverstärkung des Anzugs über die Stiefelschäfte, klette sie fest und ziehe die Handschuhe an. Jetzt ist das Ganze auch skorpiondicht. Fehlt nur noch die Schutzbrille. Zum Schluss klappe ich die Kapuze hoch und zurre sie am Kinn zusammen. Das hasse ich, weil ich durch die dicke Plastikplane kaum etwas höre. Ich fühle mich taub, wie unter einer Taucherglocke. Aber ohne Kopfbedeckung verfilzen meine Haare komplett.

Mit dem Wasserkanister stapfe ich zur nächsten Schleuse, die an die Oberfläche führt. Ich lasse die Innentür hinter mir zugleiten und passe auf, dass sie dicht abschließt. Danach betätige ich den Öffner für das schwere Außentor. Sofort fährt mir heißer Staub in die Lunge.

Trocken huste ich. Ein Staubsturm! Das hat mir gerade noch gefehlt. Hastig krame ich in der Tasche des Anzugs nach dem Atemschutz. Ich drücke ihn auf meinen Mund und binde ihn mit zitternden Fingern fest, bevor mir die Luft ganz wegbleibt.

Der Tag hat kaum begonnen, aber die Kälte der Nacht ist bereits verpufft. In einer halben Stunde wird die Hitze unerträglich sein. Wir leben schließlich im Kontinentalland mit seiner Steppenwüste, die sich vom dreißigsten bis zum sechzigsten nördlichen Breitengrad rund um den Globus zieht. Dieser Wüstenring ist so lebensfeindlich, dass wir ihn Rauring nennen, wie unseren Registerarmreif. Raues Klima, raues Leben.

Der böige Westwind heult mir um die vermummten Ohren. Mit aller Kraft stemme ich mich dagegen und schwanke dennoch wie eine Betrunkene. An der Oberfläche ist es hier echt nicht auszuhalten. Weiter südlich, in der Region, die wir Unland nennen, soll es noch schlimmer sein. Dort kann man selbst unter der Erde nicht mehr wohnen.

Mit meinen schweren Stiefeln stampfe ich in die Richtung, wo der Tankwagen sein muss. Normalerweise könnte man am Ende des Tals den Kraftwerksturm 48Delta erspähen, wo sie rund um die Uhr nach Gas bohren, heute allerdings kann man bloß ein paar Meter weit schauen. Staub, Sand und Erde prasseln gegen den Synthetikstoff meiner Kapuze.

Der Staub ist eine echte Plage.

Er ist einfach überall. Er kriecht durch die trübe Schutzbrille meiner Mutter, die bei mir nicht richtig sitzt. Schleicht sich unter die Kapuze, egal, wie eng ich sie festknote. Krallt sich in die Haare und schleift jeden Glanz heraus, bis sie matt und strohig sind. Und alles knackt und knirscht.

Vor dem Tankwagen stehen die Wasserholer bereits Schlange. Als ich dran bin, öffne ich den Klettverschluss am rechten Handgelenk, schiebe den Stoff zurück, bis mein Rauring freiliegt, und halte den Register-Chip zum Bezahlen an den Scanner. Was, zwanzig Liqui? Gestern hat die Ration noch achtzehn gekostet. Da wurde Sarks Preiserhöhung blitzschnell umgesetzt. Noch mehr Ärger steigt in mir hoch, sobald ich bemerke, dass der Kanister nicht ganz bis zum Strich aufgefüllt ist. Aber Reklamieren bringt nichts. Schlecht eingeschenkt wurde hier schon immer.

Auf dem Rückweg spüre ich plötzlich eine Hand auf der Schulter. Eine vermummte Gestalt winkt mit ihren Händen vor meinem Gesicht herum. An der plattgedrückten blonden Strähne, die aus der Kapuze lugt, und dem fröhlichen Funkeln in den Augen, die unter der Schutzbrille herausblitzen, erkenne ich Felix Omen, meinen besten Freund aus dem Nachbartrakt. Er ruft irgendetwas, doch wegen des fauchenden Sturms kommen bei mir nur dumpfe Laute an.

„Was?“ Ich deute auf meine verdeckten Ohren.

Felix lehnt sich ganz nahe zu mir und schreit gegen den Wind an. „Der – Theorietest. – Hast – du – auch – bestanden?“

Ich nicke und hebe einen behandschuhten Daumen hoch. Felix ballt eine Siegerfaust und streckt mir die Hand entgegen. Als ich einschlage, kann ich mir das breite Grinsen unter den Lamellen seines Mundschutzes lebhaft vorstellen.

Gemeinsam laufen wir weiter. Der Wasserkanister hat meinen rechten Arm schon so lang gezogen, dass ich die Seite wechseln muss. Felix lässt sich von der Anstrengung nichts anmerken und nutzt seine freie Hand für allerlei pantomimische Darstellungen. Er kann einfach nie den Mund halten. Wenn er wie jetzt mal für kurze Zeit nicht quatschen kann, ist das eine richtige Qual für ihn. Also redet er sozusagen mit den Händen. Er deutet einen schwirrenden Kopf und ein explodierendes Gehirn für den Theorietest an und streckt sich zu einer Heldenpose, vermutlich im Takt der WERT-Fanfare.

„Ziemlich überdreht“, stoße ich seufzend hervor. Er kann mich ja nicht hören.

Überaktiv steht in seinem Gesundheitspass. Die Ärzte empfehlen Medikamente, aber die nimmt Felix nicht, denn seine Eltern stehen voll und ganz hinter ihm. „Unser Felix ist schon richtig, so wie er ist“, sagt seine Mutter immer, wenn sich jemand über ihn beschwert.

Jetzt stellt sich Felix auf die Zehenspitzen und reckt das Kinn. Ich erkenne die gestelzte Gestik von Senator Sark. Felix beugt sich zu mir, seine Finger krabbeln von meinen Ohren über meine Arme herunter. Er spielt damit auf das Lügenfeuer an und fragt, ob es bei Sarks Auftritt erneut entflammt ist. Ich nicke.

Wenigstens einer versteht mich.

Endlich taucht die Silhouette unseres Siedlungshügels im Staubwirbel auf. Wir marschieren auf das Tor in seinem Nordhang zu und betreten zusammen mit drei anderen die Schleuse. Nachdem sich die schwere Tür geschlossen hat, bläst uns der Reinigungsföhn an. Wie schwerfällige Tänzer drehen wir uns vor dem kräftigen Luftstrom, klopfen den Staub aus unseren Schutzanzügen und trampeln den Sand aus dem Profil unserer Stiefel.

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