Erin Lenaris - Die Ring Chroniken 1

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Die Ring Chroniken 1: краткое содержание, описание и аннотация

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Wie schmerzhaft sind Lügen?
Was, wenn du sie fühlen könntest?
Von ihnen umringt wärst?
Die 16-jährige Emony verfügt über eine Gabe: Sie kann Lügen erkennen. Doch diese Fähigkeit bringt sie in Gefahr, als sie ihre Heimat, die
lebensfeindliche Rauring-Wüste, verlässt. Denn es gibt nur eine Möglichkeit, der mörderischen Hitze und dem quälenden Durst zu
entkommen – Emony muss eine Ausbildung bei dem Unternehmen beginnen, das die weltweite Wasserversorgung kontrolliert.
Rasch kommt sie dahinter, dass ihr Arbeitgeber die Wüstenbewohner betrügt. Der einzig ehrliche Mensch scheint ihr Ausbilder Kohen zu sein, für
den sie bald mehr empfindet. Kann sie ihm im Kampf gegen den übermächtigen Gegner vertrauen?
Und sind die Lügen noch viel größer als vermutet?

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Kurz danach war er tot.

Es passierte bei den Wartungsarbeiten an den Pipelines, die das kostbare Wasser aus dem Norden zu uns ins Kontinentalland bringen. Mein Vater und seine Kollegen hatten gerade die Schweißnähte eines Segments geprüft. Todmüde stiegen sie zu Schichtende in ihr Shuttle, zogen den Anlasser – und wurden von einer Fahrzeugbombe in tausend Stücke gerissen. Terroristen. Nur ein Splitter vom Rauring meines Vaters war noch zu finden.

Die Nachricht von seinem Tod hat meine Mutter förmlich versteinert. Nicht bloß innerlich, auch ihrem Äußeren merkt man das an. Ihre Gesichtszüge wurden hart und ihre Stimme spröde. Früher, als sich lebhafte Lachfältchen statt scharfer Sorgenfurchen in ihrem Gesicht abzeichneten, wollte ich so elegant und schön sein wie sie. „Du siehst deiner Mutter immer ähnlicher“ war das ultimative Kompliment für mich. Jetzt jagen mir solche Sprüche eine Heidenangst ein. Meine Mutter will keine Musik mehr hören, keine Geschichten, einfach gar nichts mehr. Der Psychologe gab ihr zur Trauerbewältigung ein Notizbuch, in das sie schöne Erinnerungen an den Verstorbenen schreiben sollte. Meine Mutter fand das absurd, deshalb habe ich das Buch an ihrer Stelle vollgeschrieben.

Ich verdränge die bedrückenden Gedanken und setze mich vor den gläsernen Zimmermonitor, der an der Wand gegenüber vom Esstisch hängt. Die Ergebnisse der Theorieprüfung müssten jeden Moment da sein. Dann erfahre ich, ob ich die erste Runde des WERT-Aufnahmetests geschafft habe. Unruhig klopfe ich mit dem Rauring auf die Tischplatte, bis sich der Bildschirm mit einem lauten Summen einschaltet und die offizielle Sprecherin der Nordregierung erscheint.

Silvy Gold macht ihrem Namen alle Ehre. Sie trägt ihr goldblondes Haar aufwendig hochgesteckt, eine schimmernde Strähne quer über die Stirn gekämmt. Wahrscheinlich braucht sie literweise Haarspray, um den Schwung jedes Mal so perfekt hinzukriegen. Und erst das Make-up! Ihr kohlschwarzer Lidstrich ist ein kleines Kunstwerk, ihr makelloses Gesicht einfach beneidenswert. Dennoch ist sie mir irgendwie unheimlich. Sie spricht die Nachrichten schon, solange ich denken kann, allerdings scheint sie nie zu altern.

Silvy lächelt. „Guten Morgen und herzliche Grüße von WERT. Bitte identifiziere dich“, ertönt es aus ihrem vollkommenen Mund.

Ich klacke meinen Rauring gegen das Lesegerät neben dem Bildschirm.

„Vielen Dank. Wir haben dich identifiziert. Emony Keller, Siedlung 4823, Registernummer 4823371. Die Ergebnisse deiner Theorieprüfung liegen vor.“

Mein Puls hämmert.

An Silvys Miene ist nicht abzulesen, wie der Test für mich gelaufen ist. Diese Frau befasst sich nicht näher mit dem, was sie sagt. Sie leiert jeden Satz im gleichen Tonfall und mit ihrem Einheitslächeln herunter, egal, ob es sich um die Ehrung eines verdienten Bürgers oder um eine Katastrophe handelt. Man hat keinen Schimmer, was einen erwartet.

„Liebe Emony, ich habe gute Nachrichten für dich. Mit deinem Ergebnis von siebenundachtzig von hundert möglichen Punkten bist du zum praktischen Test zugelassen.“

Erleichtert atme ich aus. Mein Kopf fühlt sich seltsam leicht an.

„Herzlichen Glückwunsch im Namen der WERT-Gesellschaft. Bitte warte auf weitere Anweisungen.“ Silvy lächelt noch einmal, bevor ihr Bild verschwindet. Wer sonst noch bestanden hat, verrät sie natürlich nicht. Das ist typisch. Über die offiziellen Nachrichten erfahren wir Siedlungsbewohner kaum etwas voneinander. Klatsch und Gerüchte verbreiten sich dagegen wie ein Lauffeuer, trotz der vielen Spitzel, die Unruhestifter anschwärzen.

Also warten. Warten, warten.

Meine Fingerspitzen klopfen einen Zweivierteltakt, der bald in wildes Trommeln übergeht. In meinem Kopf überschlagen sich die Gedanken. Der Theorieteil war machbar. Tektonik, Bodenphysik, Kontrolltechnik. Nicht, dass mich das interessiert hätte, doch Zahlen und Fakten kann ich mir einbläuen. Die praktischen Prüfungen sind was ganz anderes. Da geht es richtig zur Sache. Wer es schafft, weiß vorher keiner. Letztes Jahr wurde Borg abgelehnt. Borg, der einarmige Klimmzüge machen konnte oder im Handstand die Treppen runterlief. Durchtrainiert und siegessicher trat er an, am Boden zerstört kehrte er zurück. Seitdem ist er nicht mehr der Gleiche. Maya haben sie erstaunlicherweise genommen. Sie, die beim Laufen über ihre eigenen Füße fällt, stolperte geradewegs ins Adoptenprogramm. Angeblich wegen ihrer psychischen Qualitäten. Gehorsam, Linientreue und absolute Zuverlässigkeit. Alles Eigenschaften, die mir komplett fehlen.

Die Fanfare für politische Eilmeldungen reißt mich aus der Grübelei. Das allgegenwärtige WERT-Emblem mit der Nordhalbkugel, aus der unten Steckerkontakte wachsen, taucht auf dem Bildschirm auf. Dann wird der Monitor schwarz, und aus der Dunkelheit erscheint das fleischige Gesicht von Santos Sark. Die Kamera fährt langsam zurück, um den Energie-Senator und WERT-Direktor in ganzer Größe zu zeigen. Wie immer steht der mächtigste Mann der Welt, das spärliche steingraue Haar schnurgerade über den Kopf gebürstet, hinter einem Rednerpult und schaut staatstragend in die Kamera.

„Liebe Bürgerinnen und Bürger. Heute wende ich mich mit einer wichtigen und besorgniserregenden Mitteilung an Sie. Letzte Nacht wurde erneut ein Anschlag auf die Wasserversorgung im Kontinentalland verübt. Die Nord-Süd-Pipeline Nummer zweiundvierzig wurde dabei schwer beschädigt, zwanzigtausend Kubikmeter Wasser gingen verloren.“

Neben Sark erscheinen Fotos der beschädigten Pipeline, auf der die Terroristen ihr Erkennungszeichen hinterlassen haben. Sie machen aus dem Stecker-Symbol von WERT einen furchterregenden Schlangenkopf, verwandeln seine gelben Kontinente in stechende Augen und seine Metallkontakte in blitzende Giftzähne. Das Bild sprühen sie auf Wasserleitungen, Schleusentüren und Lüftungsaggregate. Wir waren da, sagen sie damit. Ihr seid nirgends sicher.

„Solche Anschläge führen zu Wasserknappheit, daher ist die Erhöhung der Literpreise unumgänglich“, erklärt der Senator. Ich mag seine Stimme nicht. Sie klingt irgendwie glitschig, wie der giftige Schleim, den ich jede Woche aus den Leitungen der Hydrokulturanlage herauskratzen muss. Als Sarks schmierige Worte in mein Bewusstsein kriechen, beginnen meine Ohren unangenehm zu kribbeln. Es ist, als würden mir Ameisen in die Gehörgänge kriechen. Ich balle die Fäuste zur Verteidigung gegen die fiktiven Krabbeltiere.

„Die bestmögliche Versorgung des Kontinentallands ist bei WERT unsere absolute Priorität, deshalb trifft uns dieser perfide Anschlag zutiefst.“ Mich dagegen treffen Sarks Worte wie eine neue Ameisenattacke. Die imaginären Insekten beißen sich an meinen Ohrläppchen fest, versenken ihre Zangen in meiner Haut, spritzen ihr brennendes Gift in die Wunden und hinterlassen rote Flecken.

„Aber – wir – sehen – nicht – tatenlos zu“, spricht Sark weiter. Seine Stimme jagt die Ameisen von meinem Hals über die Schultern bis zu meinen Händen hinunter. Es sticht und juckt zum Verrücktwerden.

„Der Mensch kommt bei uns immer zuerst, daher werden wir alle verfügbaren Ressourcen einsetzen, um die Versorgungslücke zu schließen“, verkündet der Senator. Sein Mund verzieht sich zu einem Lächeln, das allerdings nur die untere Gesichtshälfte erreicht. Sarks Augen strahlen Kälte aus und übermitteln eine andere Botschaft: Überheblichkeit, Verachtung, Bedrohung. So empfinde ich es zumindest.

„Unsere Tankwagen sind bereits zu den Siedlungen 4800 bis 4900 unterwegs. Bis Ihre Wohnungen wieder direkt beliefert werden können, erhalten Sie Ihre Tagesrationen bei den Sammelpunkten an der Oberfläche.“

Stocksteif sitze ich da. Der Juckreiz und Kratzzwang wird unerträglich. Doch ich darf mich nicht kratzen. Nicht kratzen. Nicht. Kratzen. Nicht … Ich reibe über die wunden Stellen an meinem Hals.

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