„Leg dich auf den Tisch.“
Sie erhob sich, drehte sich um und beugte sich nach hinten, bis ihre Schultern die Tischplatte berührten. Dabei lösten sich ihre Zehen vom Boden. Ein Stuhl stand nah genug, dass sie ihre Füße darauf abstellen konnte und ihr Rücken sich lang an das polierte Holz der Tischfläche schmiegte. Seine Hand strich warm über ihren Bauch, dann beugte er sich über sie und umschloss ihre linke Brustwarze mit seinen Lippen.
Unwillkürlich zog sie die Luft ein.
Bisher hatten die Männer, die das entsprechende Extra gezahlt hatten, ihre Brüste mit einer fordernden Gier bearbeitet, die immer etwas Widerliches an sich gehabt hatte. Seine Berührungen hingegen waren sanft und zärtlich. Seine Zunge liebkoste die empfindliche Haut, seine Lippen drückten zarte Küsse auf die weichen Hügel und sie fühlte das Pochen anschwellen, das sich während des ganzen Essens schon zwischen ihren Beinen bemerkbar gemacht hatte.
Nach einer Weile stummer Zuwendung richtete er sich auf und wandte sich um. Ihr Blick folgte ihm zum Buffet und als er zurückkam, hielt er ein silbernes Kännchen in der Hand, von dem sie wusste, dass es flüssige Sahne enthielt. Die Sahne war so kalt, dass das Metall beschlagen war.
Kara musste lächeln. Das also war das zweite Dessert.
Als die kalte Sahne auf ihre Haut tröpfelte, wölbte sie sich ihm unwillkürlich entgegen, und er begann erneut, ihre Brüste zu lecken. Die Schamlosigkeit seiner Küsse ließ ihren Atem stocken, die fettige Creme machte seine Berührungen noch erregender, das Sehnen zwischen ihren Beinen wurde beinahe schmerzhaft. Verstohlen hob sie mit der Linken den Rock, um sich selbst Linderung zu verschaffen.
„Untersteh dich“, raunte er, die Lippen noch immer auf ihrer Haut. Er hob den Kopf, nur leicht, und sie sah sein graues Auge glitzern. „Leg die Arme über den Kopf.“
Sie gehorchte zögernd.
Die Erkundungsreise seiner Zunge wurde nun weiträumiger, umschloss Bauch und Arme, sogar die Achseln, bei deren Berührung Kara ein überraschter Laut entfuhr.
Die duftende Sahne, von der er mehrfach nachgegossen hatte, bedeckte seine Lippen und sein Kinn und so ziemlich ihren gesamten Oberkörper. Er hielt ihr sein Gesicht hin. „Mach mich sauber!“
Gehorsam hob sie den Kopf und leckte die Milch von seinem rauen Kinn und den Lippen, die er geschlossen hielt, als respektiere er die Regel der Huren, mit einem Freier niemals einen Kuss zu tauschen. Die Sahne war gezuckert und schmeckte köstlich. Verstohlen züngelte Kara zu der bronzenen Platte auf seiner Wange hinüber, versuchte, ihre Zunge darunter zu schieben, doch das Metall saß fest und unverrückbar.
Schließlich ging er um den Tisch herum und spreizte ihre angewinkelten Beine. Sie schloss die Augen, erwartete sehnsüchtig das Eindringen seines steifen Gliedes, doch stattdessen spürte sie voller Überraschung erneut seine Zunge. Seine Lippen umfassten ihr pulsierendes Knötchen wie zuvor ihre Brustwarzen. Er saugte sanft daran, ließ ab, begann erneut. Kara stöhnte auf und als er sich schließlich aufrichtete, wimmerte sie vor Lust. Dann zuckte sie zusammen, als er den letzten Rest der kalten Sahne auf ihre Schamlippen träufelte. Wieder beugte er sich zu ihr hinunter und seine Zunge wanderte durch die Schluchten und Spalten, die seine Finger sachte auseinander zogen. Die Empfindungen waren unglaublich, und als er tiefer in sie hinein züngelte, zog sich alle Wahrnehmung zusammen auf das eine, glühende Zentrum ihrer Lust. Ihre Schenkel zitterten, ihre Hüfte hob sich ihm entgegen und ihr Höhepunkt näherte sich wie eine gewaltige Welle.
Doch bevor diese Welle sie erreicht hatte, ließ er erneut von ihr ab.
„Nein!“, rief sie und wollte sich aufrichten. „Bitte!“
„Bleib liegen“, war seine Antwort. Sein scharfer Blick genügte und sie ließ sich zurück fallen. Ohne Vorwarnung glitt er in sie hinein. Seine Hände warm um ihre Hüften, sein erigierter Penis in ihrem Leib ritt er sie, bis sie sich stöhnend auf dem Tisch wand und das silberne Kännchen scheppernd zu Boden wischte.
Noch nie hatte ein Mann ihre Lust so sehr geschürt und befriedigt. Selbst während Vince’s Werbung um sie, die nicht lange angehalten hatte, war seine eigene Befriedigung immer das eindeutig vorrangige Ziel ihrer Vereinigungen gewesen. Niemals wäre ihm eingefallen, sie mit seiner Zunge zu verwöhnen. Obgleich er seinerseits diesen Dienst von ihr gerne und oft eingefordert hatte.
Wie anders war dieser Mann, der jetzt in einem Sessel vor dem Kamin saß, die Füße auf einen Hocker gelegt, und eine Zigarette rauchte. Kara füllte sein Glas mit Whiskey und brachte es ihm. Er schaute zu ihr auf und lächelte, als er die Menge der goldenen Flüssigkeit sah.
„Du meinst es gut mit mir.“
Sie hatte die Schnüre des Kleides wieder angelegt, aber nicht mehr so eng gezogen, sodass sich in dem Ausschnitt links und rechts die Rundungen ihrer Brüste zeigten. Sie setzte sich vor ihm auf den Boden, zog ihm Schuh und Strumpf aus und begann damit, seinen rechten Fuß zu massieren. Er beobachtete sie gedankenverloren.
„Du hast keine Angst vor mir“, stellte er fest.
Sie wollte ehrlich antworten und horchte einen Moment lang in sich hinein. „Nein“, sagte sie dann.
„Obwohl du weißt, dass ich dich umbringen werde?“
Sie zuckte die Schultern, während sie den Schuh von seinem anderen Fuß zog. „Vielleicht werden Sie mich töten. Aber Sie werden mir nicht wehtun.“
Sie hörte ihn leise lachen. „Bist du dir sicher?“
„Ja“, sagte sie, ohne weiter nachzudenken. Dann stockten ihre Bewegungen und sie schaute zu ihm auf. „Darf ich auch etwas fragen?“
„Sicher“, antwortete er lächelnd.
„Warum verbergen Sie sich vor mir?“
Er wusste sofort, was sie meinte, und das Lächeln verschwand aus seinem Gesicht. Im Bad hatte er sie von hinten genommen und dann, am Tisch, wieder so, dass sie keinen Blick auf das Körperteil hatte werfen können, das sie verwöhnt hatte.
„Ich verberge mich nicht“, antwortete er.
„Doch, das tun Sie.“
Wieder bildete sich die unwillige Falte auf seiner Stirn. „Widersprich mir nicht!“
Eine Weile war es still zwischen ihnen. Sie nahm ihre Tätigkeit wieder auf, zog ihm den verbliebenen Strumpf aus. Er hatte wohlgeformte Füße, kräftig und dennoch feingliedrig, wie seine Hände, doch auf dem linken Fuß erkannte sie ebenfalls die Spuren des Feuers. Ob seine gesamte linke Körperhälfte so entstellt war? Verbarg er deshalb vor der Hure gerade das Körperteil, das andere Männer vor ihr so gerne präsentierten? Schließlich brach sie das Schweigen. Schüchtern blickte sie zu ihm auf.
„Ich hatte mein zweites Dessert noch nicht.“
Er schwieg, überrascht. Dann sagte er: „Du willst mich sehen? Dann komm näher.“
Kara schob den Hocker zur Seite, setzte sich zwischen seine Beine. Er hielt die Zigarette in der einen Hand, den Whiskey in der anderen und machte keine Anstalten, etwas davon abzulegen. So griff Kara selbst nach dem Gürtel, öffnete die Schnalle, langsam, spürte dabei seinen Blick auf sich. Sie öffnete seine Hose, Knopf für Knopf und wappnete sich innerlich gegen den Anblick, doch als sie es dann sah, erwies sich diese Vorsicht als unnötig.
Die Haut seiner linken Hüfte war vernarbt, und was immer diese Verletzung hervorgerufen hatte, es hatte auch seinen linken Hoden und einen Teil des Penis in Mitleidenschaft gezogen. Doch da war nichts, was sie als abstoßend empfunden hätte. Sie beugte sich vor und drückte einen zärtlichen Kuss auf die empfindliche Haut.
Die Reaktion war prompt. Spontan fing sie an, die Reste der Sahne und ihrer eigenen Wollust von dem Schaft zu lecken. Nicht lange und er streckte sich ihr steif entgegen.
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