Eva Ashinze - Winterthur 1937

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Winterthur 1937: краткое содержание, описание и аннотация

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Der historische Kriminalroman führt ins Winterthur des Jahres 1937. Die politische Lage in der Schweiz ist von Unsicherheiten geprägt. Man geht gegen Faschisten und Kommunisten vor, unterhält gleichzeitig diplomatische Beziehungen zu Deutschland und zu Russland – nicht zuletzt aus wirtschaftlichen Gründen. Beim Fussballländerspiel Schweiz–Deutschland vom 2. Mai kommt es zu Auseinandersetzungen zwischen deutschen Fans und Einwohnern des Winterthurer Quartiers Töss. Kurz darauf wird ein Deutscher ermordet aufgefunden. Macht jemand gezielt Jagd auf deutsche Staatsbürger? Den Polizisten öffnen sich unerwartet Abgründe. Nichts ist, wie es scheint. Eva Ashinze hat diesen spannenden Roman in Zusammenarbeit mit dem Historiker Miguel Garcia geschrieben.

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«Puls gefühlt, Atemtest gemacht», brummt er und schüttelt ungläubig den Kopf. «Sieht doch jeder Lappi, dass der hier mausetot ist.» Er schaut in den Himmel; mittlerweile sind dunkle Wolken aufgezogen. «Ich muss mich ranhalten. Wenn es erst anfängt zu regnen, wird es schwierig mit der Sicherung allfälliger Spuren.»

Wunderlin nickt zustimmend. «Was könnt ihr uns über den Toten sagen?», richtet er das Wort an Tschopp.

«Männlich, siebenundvierzig Jahre alt.» Tschopp steht nun neben seinen beiden schweigsamen Uniformierten, die Hände in den Hosentaschen vergraben. «Laut seinen Papieren handelt es sich um Ottmar Ritter.»

«Deutscher.»

«Deutscher», bestätigt Tschopp. «Lebt seit knapp acht Jahren in der Schweiz, wenn man auf die Erstausstellung des Ausweises abstellt.»

«Verheiratet?»

«Zu weiteren Abklärungen sind wir noch nicht gekommen», sagt Tschopp abwehrend.

«Er trägt einen Ehering», wirft Emil ein und deutet auf die linke Hand des Toten.

Wunderlin beugt sich vor, betrachtet den schmalen, goldenen Ring. «Dann gibt es wohl eine Ehefrau. Vielleicht auch Kinder.» Wunderlin starrt einen Moment düster vor sich hin, zieht an seiner Zigarette.

«Kannst du mir mal zur Hand gehen, Kern? Ich will ihn anheben. Vielleicht finden wir etwas unter ihm.» Hess hat die Kamera weggelegt, nimmt Gummihandschuhe aus dem Untersuchungskoffer und zieht sie über. «Nein, warte. Ich sichere erst das hier.» Er verstaut vorsichtig ein rotes Stückchen Stoff, das neben dem Toten gelegen hat, in einer Papiertüte.

«Ein Nazifähnchen», meint Wunderlin. «Ob das was zu bedeuten hat?»

«Dafür seid ihr zuständig. Ich untersuche es nur auf Fingerabdrücke oder sonstige Spuren.» Hess schaut zu Tschopp. «Ist das Spital avisiert?»

Der nickt. «Er wird dort zur Obduktion erwartet. Sobald ihr durch seid, bieten wir die Sanität auf, die ihn hinbringt.»

«Na, dann komm, Kern», fordert Hess Emil auf.

Der drückt seine Zigarette aus und wickelt den Stummel sorgfältig in sein Taschentuch, schliesslich will er den Tatort nicht kontaminieren. Dann kniet er neben Hess auf den Boden.

«Greif ihn auf der anderen Seite.»

Emil macht, was Hess ihm aufträgt, vermeidet, so gut es geht, den Blick auf den Kopf des Mannes, der vor ihm auf dem Boden liegt.

«Und jetzt halt ihn so.» Hess fotografiert den Boden unter dem Toten. «Er hat sich übergeben.» Hess legt die Kamera zur Seite, nimmt mit behandschuhten Händen eine Probe des gelblichen Erbrochenen, das halb eingetrocknet ist. «Kurz vor seinem Tod, nehme ich an.»

Die Leiche ist schwer, viel schwerer als Emil gedacht hat. Seine rechte Hand rutscht ab, kommt auf die blutgetränkte Schulter zu liegen. Der Stoff der Jacke fühlt sich feucht an von Blut und anderen Flüssigkeiten. Emil schnauft schwer. Er schliesst für einen kurzen Moment die Augen, wünscht sich an einen anderen Ort. Er riecht den blumigen Bauernjasmin, den knoblauchigen Bärlauch. Frühlingsdüfte. Und den metallischen Geruch von Blut, den stechenden Gestank des Erbrochenen.

«Halt noch einen Moment fest.» Emil öffnet die Augen. Hess tastet den Boden mit den Händen ab. «Nichts. Du kannst ihn jetzt zurücklegen. Vorsichtig!» Emil macht wie geheissen. Schweisstropfen stehen auf seiner Stirn.

«Ist dir etwas aufgefallen?», fragt Wunderlin.

«Die Finger sind gekrümmt, die Handflächen und Nägel voll Erde. Sieht fast so aus, als habe er sich mit den Fingern in den Boden gekrallt.» Hess deutet auf die Fingerspitzen des Toten. «Und dann das Erbrochene. Üblicherweise erbricht man sich nicht mehr, wenn man einen derartigen Schlag auf den Schädel bekommen hat. Man ist sofort tot.»

«Bist du sicher, dass es ein Schlag auf den Schädel und kein Sturz auf einen Stein oder etwas Ähnliches war?»

Hess zuckt mit den Schultern. «Ein Schlag mit einem stumpfen Gegenstand kann von einem Sturz mit starker Kopfverletzung kaum unterschieden werden. Aber nach einem Sturz auf den Hinterkopf läge der Tote nicht in Bauchlage. Ausserdem fehlt hier eine harte Oberfläche, auf der er hätte aufschlagen können.» Er tastet den Boden ab. «Alles weich.» Er schaut sich um. «Da ist auch kein Sockel oder Stein in der Nähe.»

«Vielleicht war er nach dem Sturz noch am Leben, hat sich gedreht, ist ein paar Meter weit gekrochen», wirft Tschopp ein.

Hess mustert ihn mit offensichtlicher Geringschätzung. «Unwahrscheinlich», murmelt er. «Oder sehen Sie eine Blutspur?»

«Tschopp, wann und von wem wurde die Leiche gefunden?», geht Wunderlin dazwischen.

«Die Meldung kam kurz nach sieben von …»

Tschopp nickt einem seiner Uniformierten zu, der übernimmt. «Sophie Burger. Küchenhilfe im Bürgerheim. Sie wohnt im Schöntal, also ist sie vermutlich von da gekommen.» Der Uniformierte deutet mit dem Arm Richtung Lokomotivfabrik.

«Vom Weg aus ist die Leiche nicht zu sehen», unterbricht Wunderlin ungeduldig. «Was hat sie veranlasst, hinter die Büsche zu schauen?»

«Sie wollte Bärlauch pflücken für die Kartoffeln am Mittag. Dabei ist sie auf den Toten gestossen.»

Hess hat mit der Untersuchung der Umgebung begonnen, hebt nun ein paar lose, abgeschnittene Bärlauchblätter auf. «Passt», meint er. «In der Panik hat sie die dann fallenlassen.»

«Wo ist die Zeugin jetzt?»

«Oben.» Tschopp nickt Richtung Pfrundhaus. «Der Heimleiter kümmert sich um sie. Heute ist wohl nichts mit Bärlauchkartoffeln.» Niemand reagiert auf seinen lauen Scherz.

Wunderlin klatscht in die Hände. «Also gut. Kern, wir machen uns auf die Suche nach der Zeugin. Hess, bist du fertig mit dem Toten?»

«Kann abtransportiert werden. Die Kleidung hole ich später im Spital. Während ihr euch im Pfrundhaus herumtreibt, schaue ich mir die Umgebung an. Spuren zu sichern wird schwierig auf der Wiese, aber ich steche hier die Erde aus.» Er deutet auf die Stelle unter dem Kopf des Toten. «Hoffentlich haben die Regenwürmer noch nicht das ganze Blut gegessen.»

Emil verspürt eine Welle der Übelkeit; er atmet tief durch, versucht sich nichts anmerken zu lassen.

«Und ich fertige eine Blutskizze an. Eines kann ich euch bereits sagen: Derjenige, der Ritter den Schädel eingeschlagen hat, wird mit Sicherheit auch etwas vom Blut des Opfers abbekommen haben.» Hess nimmt Zeichenpapier aus seinem Koffer.

«Ihr habt’s gehört», sagt Wunderlin zu Tschopp und seinen ihm Unterstellten. «Sanität benachrichtigen und ab zur Sektion mit ihm. Ab jetzt übernehmen wir.» Er überlegt es sich anders. «Tschopp, lassen Sie einen Ihrer Männer hier, bis ich eine Ablösung organsiert habe. Allenfalls kommt der Täter zurück, um Spuren zu legen oder zu verwischen. Dann soll er uns nicht durch die Lappen gehen.»

5Zwanzig Minuten später verlassen Wunderlin und Emil das Bürgerheim über die Eingangstreppe, die auf den gekiesten Vorplatz führt. Es hat zu nieseln begonnen.

«Neues haben wir nicht erfahren», meint Emil.

«Es geht nicht immer um das, was gesagt wird, Kern», sagt Wunderlin. «Du musst auf die Zwischentöne achten. Auf das Ungesagte.» Er bleibt auf der letzten Stufe der Treppe stehen, schaut auf die Uhr. «Nach zehn. Zeit für eine kleine Stärkung.» Er zieht einen Flachmann aus der Tasche, hält ihn Emil hin. Der schüttelt den Kopf. Er könnte zwar eine Stärkung gebrauchen, denkt dabei aber an das Butterbrot, das er auf dem Posten hat liegen lassen.

Wunderlin nimmt einen grossen Schluck, schraubt den Deckel wieder zu. «Der Heimleiter ist die ganze Zeit um uns herumgewuselt. Der magere Spitzbart wollte uns keine Sekunde mit Sophie Burger allein lassen. Ist dir das nicht aufgefallen?»

Emil hat sich nichts dabei gedacht, schliesslich hatte Frau Burger einen Schock erlitten.

«Vielleicht wollte er hören, was sie uns zu sagen hatte. Ist übrigens auch ein Deutscher, der Heimleiter.»

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