Marion Petznick - Das Böse ruht nie
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Nach etwa einer halben Stunde erkannten sie die ersten Häuser von Wiethagen. Als die näher heranrückten, liefen ihre Füße automatisch weiter. Fast waren sie am Ausgangspunkt ihres Ausfluges zurückgekehrt. Allerdings jetzt kraftlos und ohne jeden Schwung. Nicht zu vergleichen mit Theas Freude noch am Morgen.
Thea klingelte an der erstbesten Haustür. Kurz schilderte sie die Lage, ohne zu viele Details zu verraten, erfuhren die Leute, wie wichtig es war, dass sie die Polizei anrufen musste. Der Hausherr erkannte sofort die Brisanz und reichte ohne große Fragen sein Handy weiter. Thea hielt innerlich bebend den Hörer fest in der Hand und wählte zitternd die 110. Voller Ungeduld musste sie warten, eh sie zum Kriminalkommissariat Rostock durchgestellt wurde. Endlich meldete sich eine kraftvolle Frauenstimme am anderen Ende der Leitung. Die Frau am Apparat hörte Thea aufmerksam zu und leitete sie ohne noch einmal nachzuhaken sofort weiter.
Hauptkommissar Heilmeyer und sein Team waren mit den speziellen, nichtalltäglichen Delikten beschäftigt. Deshalb wurde er als erster aus der Zentrale benachrichtigt. Er nahm relativ schnell den Anruf entgegen. Sofort spürte er, dass es sich bei der Anruferin um eine ernstzunehmende Nachricht handeln könnte.
Plötzlich war ich allein. Wochenlang konnte ich nicht mehr denken und schon gar nicht etwas fühlen. Ich grübelte, ob ich im Verlies überhaupt weitermachen sollte. Lange Zeit war mir nur noch kalt. Ich verkroch mich unter der Erde und konnte nichts anfangen mit dem, was ich vorfand.
Im Moment geht es wieder los. Die Zweifel sind zurück. Ich zweifle an allem, doch vor allem daran, welchen Sinn die Arbeit in der Höhle macht. Warum hattest du mich in dieses verdammte Verlies geführt und mir das Versprechen abgerungen, alles fertigzustellen. Ich war viel zu jung, um zu begreifen, was das für mich bedeuten würde.
Inzwischen ist aus deinem Plan längst auch mein Plan geworden. Ich muss das jetzt zu Ende bringen. Und ich werde dir beweisen, dass ich stärker bin als du je geglaubt hattest. Staunen sollst du!
Hier schreibe ich alles für dich auf. Mit jeder Zeile sollst du blasser werden, wenn du liest, was du mir angetan hast. Erst, wenn du mir gegenüberstehst, werde ich endlich loslassen können:
Mutter hatte früh Geld für mich angelegt. Das reichte eine Zeitlang, um einigermaßen über die Runden zu kommen. Inzwischen musste ich diese blödsinnige Arbeit in der Hohen Düne annehmen. Obwohl ich mit fünf Kollegen zusammenarbeite, ist meine Einsamkeit geblieben. Menschen bedeuten mir, seitdem ich allein lebe, sowieso gar nichts mehr. Die Chaträume, die ich jeden Tag besuche, helfen mir zwar zu vergessen, dass ich allein bin. Doch ich finde im Internet immer seltener etwas, das mich antreibt. Hier fragt mich wenigstens keiner, was ich mache und wer ich bin. Das ist gut, denn mein Wissen soll geheim bleiben. Die Nähe zu den Menschen ist mir regelrecht zuwider. Du sollst wissen Vater, dass ich unser Geheimnis behüte, dieses Versprechen hattest du mir bereits als Kind abgerungen.
Seit knapp einem Jahr arbeite ich inzwischen in der Putzkolonne im Yachthafen Hohe Düne. Dabei muss ich einen Riesenaufwand betreiben, um überhaupt dort hinzukommen. Und das alles für einen Job, der so eintönig ist. Die Arbeit wäre besser zu ertragen, wenn die Kollegen mich in Ruhe lassen würden. Sie quälen mich mit ihrer dämlichen Fragerei. Mein Schweigen macht sie noch neugieriger. Diese Schwätzer machen sich nur wichtig. Wenn meine Kollegen wüssten was ich …? Staunen würden die. Ich arbeite ja nur, weil die Arbeit gut bezahlt wird, alles andere interessiert mich nicht. In der Nacht schon mache ich mich auf den Weg zum Yachthafen, um tagsüber studieren zu können. Wenn ich morgens von der Schicht zurück bin, wartet immer noch die einzige Aufgabe auf mich, die meinem Leben lange Zeit wenigstens einen Sinn gab. Aber dieses Tempo werde ich nicht bis zum Ende durchhalten. Die nächtliche Arbeit im Wechsel mit dem Studium verlangt mir so viel ab. Bereits eine Stunde vor dem Feierabend werde ich unruhig, kann das Ende der Nachtschicht kaum erwarten. Zu Hause angekommen, beginnt sofort die nächste Schicht. Seit Tagen bin ich beunruhigt. Im Haus gegenüber hat sich etwas verändert. Dort brennt ständig Licht. Wenn ich frühmorgens nach Hause komme, fühle ich mich beobachtet. Jeden Morgen! Das macht mich nervös. Manchmal sehe ich ein trübes Gesicht im bläulichen Schein des flimmernden Bildschirms. Ob der Fernsehapparat aus Gewohnheit läuft? Aber nicht nur der Fernseher, auch die Lampen brennen tagelang. Warum leuchtet alles? Glauben sie dadurch mehr Sicherheit zu bekommen? Das ist Selbstbetrug! Ich kann sie zu jeder Zeit ungestört beobachten. Aber sie mich auch. Tun sie das? Ich muss aufpassen. Erstaunlich, als ich heute nach Hause kam, wirkte das Licht nicht so grell wie an den anderen Tagen und ich hatte mich dabei ertappt, dass es mir warm und vertraut erschien. Ein Gefühl, das ich mal kannte, aber längst vergessen hatte.
Graal-Müritz, Strand
Kaum hatte Lisa den Strand erreicht, fühlte sie sich ohne ihre Strandmuschel der gleißenden Sonne erbarmungslos ausgeliefert. Das gesamte Strandequipment mitzuschleppen, hätte nur den Rahmen gesprengt. Für die wenigen Stunden reichten ihr das große Strandtuch und etwas zu trinken. Wenn die Sonne den Sand erst richtig aufheizte und man sich die Füße darin verbrannte, half sowieso nur eine Abkühlung im Meer. Bei den Temperaturen gab es auf der Welt keinen besseren Fleck, dachte sie sich und lag inzwischen entspannt auf ihrer kleinen Decke und hatte sich eingerichtet. Mit blinzelnden Augen nahm sie ein paar Schäfchenwolken am leuchtend blauen Himmel wahr. Nie besuchte sie einen anderen Strand als den in Graal-Müritz. „Strand der guten Träume“, nannte sie ihn, wenn sie von den Touristen mal nach einem idealen Strand gefragt wurde. Bisher fand sie an der gesamten Ostseeküste keinen besseren. Wenn ihr Lieblingsplatz am Rande der Dünen frei war, dann brauchte sie nichts anderes mehr.
Am Strandaufgang 10 hatte sie heute sogar noch freie Platzwahl. Im Gegenteil, der gesamte Strandabschnitt sah relativ leer aus. Sie wählte immer den Aufgang 10. Hierher verirrten sich selten mal Touristen. Der Strandaufgang wurde vor allem von den Einheimischen des Ortes genutzt und war ohne Fahrrad nur aufwendig zu erreichen. Den Mehraufwand nahm Lisa gern in Kauf. Dafür konnte sie ohne quietschende Kinder und lärmende Jugendlichen relaxen und entspannt den tanzenden Wellen zusehen. Bei ihrem intensiven Job machte ein Strandtag am schnellsten ihren Kopf frei. Und einen klaren Kopf brauchte sie im Moment dringend.
Seit gestern quälte sie die Frage, ob das geplante Jura-Studium überhaupt das Richtige für sie sei. Ihr Vater kreiste bei dem Gedanken immer wieder in ihrem Kopf herum. Das hing mit ihrer Studienbewerbung zusammen. Eigentlich glaubte sie, den Konflikt mit ihm hinter sich gelassen zu haben. Doch das Gegenteil schien der Fall zu sein.
Plötzlich lautes Geschrei in der Nähe zwischen Strandaufgang 10 und 11. Lisa schoss aus der Rückenlage hoch, um zu sehen, was los war. Ein Mann, der mit dem Rücken zu ihr stand, warf Brotstücke in die Luft. Mit jedem Wurf begann das zänkische Schreien zwischen den lauernden Möwen. Aufgebläht und laut flogen die geschickten Fänger mit ihrer Beute davon. Andere flogen hinterher und versuchten ihnen den Brocken abzujagen. Lisa betrachtete skeptisch das Spektakel am Strand. Ganz nebenbei stellte sie fest, dass der Typ sich sehen lassen konnte. Eine sportliche Figur und das lange Haar lässig und ungekämmt. Selbst aus der Entfernung gefiel ihr, was sie sah. Dazu der knackige, gut gebräunte Körper, der nur von einer knappen Badehose verdeckt wurde. Aber Lisa war nicht in der Stimmung sich beeindrucken zu lassen. Er war zwar durchaus ihr Typ, auch zählte er nicht mehr zum jungen Semester, was sie mochte. Immerhin hatte er es geschafft, die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Dabei entging ihr auch nicht, dass er von seinem Platz aus ständig in ihre Richtung stierte, auch wenn er sich hinter einer Zeitung versteckte. Offenbar war das mit den Möwen nur ein Versuch gewesen, sie anzubaggern. Lisas Lust auf einen Strandflirt hielt sich in Grenzen, lapidare Gespräche wären das Letzte was ihr an diesem Tag fehlte. Ihre letzte Beziehung lag länger als zwei Jahre zurück. Bereits kurze Zeit später fühlte sich die Trennung richtig gut an. Der Mann, den sie kürzlich im Internet kennengelernt hatte, der reichte ihr voll und ganz. Vielleicht würde irgendwann mehr daraus, möglich wäre es, dachte sie bei sich. Lisa spürte auf einmal Wut in sich aufsteigen, denn das Geschrei wurde schriller. Die Möwen nervten inzwischen so sehr, dass diese Wut in ihr hochkroch und sich breit machte. Ein „Füttern verboten“-Spruch hing längst auf ihren Lippen. Sie besann sich schnell wieder und fragte sich, warum sie sich mit dem anlegen sollte? Der würde sich am Ende etwas darauf einbilden und hielt den Vorwurf womöglich für eine Anmache. Abrupt drehte sie sich vom kreischenden Spektakel ab. Sollte der doch seinen Spaß haben, sie jedenfalls wollte ihren freien Tag einfach nur in Ruhe genießen! Schnell schien der Mann vergessen und in ihrer bequemen Seitenlage fand sie zum Ursprung ihrer Gedanken zurück. Sie hatte es geschafft, die Greifswalder Uni wollte sie tatsächlich immatrikulieren. Was für ein Wahnsinn! Vor einem Jahr hatte sie sich für den Studiengang ‚Jura‘ mit den Schwerpunkten Kriminologie und Strafrechtspflege beworben und in dieser Woche hatte sie die Zusage bekommen. Also würde sie sich in den nächsten Jahren mit Wirtschaft, Gesellschaft, Recht herumschlagen müssen. Polizeidienst ade! Ihr Ziel rückte in greifbare Nähe. Sie konnte es selbst kaum glauben, denn das Prozedere der Bewerbung verlief ohne irgendwelche Probleme. Klar, sie hatte hart gearbeitet und es wurde ihr nichts geschenkt. Vielleicht waren ja ihre langen Praxiserfahrungen ausschlaggebend. Die schriftlichen Tests hatte sie sich allerdings einfacher vorgestellt. Die Prüfungskommission sprach von mehr Bewerbern als sonst. Womöglich sollte nur die Quote stimmen und sie hatten deshalb eine Frau gewählt? Unsinn, dachte sie wieder, warum bin ich nicht stolz auf mich, anstatt mich in diesen Selbstzweifeln zu verlieren. Genau wie damals als sie noch zu Hause wohnte. Warum holte sie jetzt ihre Vergangenheit wieder ein?
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