Marion Petznick - Das Böse ruht nie

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Um dem Meer nah zu sein, zog Lisa Liebich von Rostock nach Graal-Müritz. Viele Jahre arbeitete sie als Polizistin, jetzt plant sie beruflich eine neue Herausforderung anzunehmen. Die Nachricht, dass ihre Jugendfreundin Sarah tot in der Rostocker Heide aufgefunden wurde, wirbelt ihre Pläne heftig durcheinander. Die Polizistin will sich unbedingt an der Suche nach dem Täter beteiligen. Eine Soko wird gegründet, die den Namen der Blume trägt, die eines der Markenzeichen des Täters zu sein scheint.

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Inzwischen hatte Lisa sich an die Hitze gewöhnt. Sie genoss es, dass ein paar Wolken die Sonne durchkreuzten. Doch, wie meist am Strand störten ihre langen Haare und sie drehte sie gekonnt zu einem Zopf nach oben. Dann drehte sie sich entspannt zu den Dünen um, lauschte dem Wind und hörte den Wellen zu, wie sie miteinander stritten.

Der Wechsel von Sonne, Wind und Wolken lösten in ihr ein wohlig schauriges Gefühl aus. Sie dachte an früher und überlegte, ob sie etwa mit dem Studium ihrem Vater beweisen wollte, dass mehr in ihr steckt. Früher, als sie noch zu Hause wohnte, debattierte er ständig vehement gegen ihren Berufswunsch. Er sagte zwar, Polizistin sei ein gefährlicher Job. Meinte aber, dass er für seine Tochter ganz andere Pläne hätte. Irgendwann sollte sie seinen Platz im Gericht einnehmen. Das schien für ihn so gut wie sicher. Ein juristischer Beruf war das erklärte Muss für seine einzige Tochter. Denselben Weg wie er sollte sie wenigstens einschlagen. Bis vor einem Jahr leitete er die Staatsanwaltschaft am Rostocker Gericht. Man kannte ihn. Aber hatte er auch Gelegenheit sich bei Entscheidungen ihres Studienplatzes einzumischen? Ob er seine Beziehung genutzt hatte? Lisa würde das wohl kaum erfahren. Kindheitserinnerungen tanzten vor ihren Augen. Sie sah das ernste Gesicht des Vaters. Wie streng er war, ständig verunsicherte er sie mit seinen überdurchschnittlichen Erwartungen. Damit erreichte er nur das Gegenteil. Sie fühlte sich oft klein und unsicher. Es gab eine Zeit, in der sie sich überhaupt nichts zutraute. Die Mutter dagegen hielt immer zu ihr. Sie unterstützte sie jedes Mal, wenn es mal brenzlig mit ihm wurde. Doch ihre Mutter war es auch, die davon sprach, wie sehr sie ihrem Vater ähnelte.

Nur weil er ständig an ihr nörgelte, machte sie auch nicht gleich das Abitur, obwohl die Lehrer sie drängten. Damit wollte sie seiner Bevormundung entkommen. Später holte sie das Abitur an der Abendschule nach. Und nun? Jede andere hätte diesen Bescheid mit tausend Luftsprüngen begrüßt. Sie dagegen jammerte auf hohem Niveau. Hatte er sich etwa doch eingemischt? Lisa setzte sich auf und starrte den langsam ziehenden Wolken hinterher. Als ob dort eine Antwort auf ihre Zweifel zu finden wäre. Etwas wollte sich in ihr aufbäumen. Oder eine innere Stimme rief ihr zu: „Von meinem Vater brauche ich keine Unterstützung. Ich schaffe das allein! Das werde ich ihm jetzt erst recht beweisen!“

Inzwischen war wieder Ruhe am Strand eingekehrt. Der Möwenfütterer hatte sich verflüchtigt, ohne dass sie es bemerkt hatte. Ihre Gelassenheit schien tatsächlich zurückgekommen zu sein. Dieser Strandtag war dafür genau richtig. Sie stand auf und schaute sich zufrieden in der Gegend um. Dabei fiel ihr auf, dass für Mitte August relativ wenig Leute am Strand lagen. War die Mittagszeit schuld oder die heiße Sonne? Ein kleiner Appetit machte sich inzwischen auch bei ihr bemerkbar. Sicher hatten sich auch die meisten hier in den Schatten verkrochen oder waren zum Essen unterwegs.

Im selben Moment ertönte ein schrilles Geräusch über der Ostsee. Ein Heli kreiste relativ flach, als wollte der Pilot die Haare der Leute am Strand zählen. Das laute Brummen schmerzte geradezu in ihren Ohren. Ihr entging die Suchkamera nicht. War etwa jemand verunglückt? Bestimmt was anderes, überlegte sie. Bei dem seichten Wellengang verunglückte niemand. Obwohl die Strömung an den Buhnen immer wieder unterschätzt wurde. Außerdem suchte der am Strand und nicht auf dem Wasser.

Sie beobachtete den Heli noch eine Weile, fand aber keinen plausiblen Grund. Vielleicht war das Ganze belanglos und ein Fotograf schoss schöne Sommerbilder vom Strand, beruhigte sie sich. Doch auch ihre Phantasie brachte sie nicht weiter. Wer weiß, wie lange das hier weiterging. Ruhe würde sie bei dem Krach auch keine mehr finden. Sie beschloss, den Vormittag besser im Café Inkognito mit einem Latte Macchiato zu beenden. Das wäre perfekt zum Abschluss dieses Strandtages.

Zwar wollte Lisa den ganzen Tag am Strand bleiben, aber zu ihren großen Stärken gehörte es flexibel zu sein. Schnell verstaute sie ihre Sachen in der riesigen Strandtasche und zog sich nebenbei an. Beim Packen fiel ihr nebenan eine Decke auf. Dort lagen jede Menge Frauensachen. Seit Stunden kümmerte sich niemand darum. Zurück blieb selbst eine Handtasche. Lisa schaute auf den Strand. Alle Strandläufer, die sie erkennen konnte, waren angezogen. Sie fragte sich, ob wieder nur ihre blühende Phantasie schuld an den Gedanken war oder die Sachen hatten wirklich mit der Suche des Hubschraubers zu tun. Sofort verwarf sie die Idee und hielt sie für absurd. Warum sollte ausgerechnet in ihrer Nähe ein Unglück passieren, das wäre zu viel des Zufalls.

Bepackt mit Decke und Strandtasche lief Lisa zu Fuß zum etwas weiter entfernten Mittelweg. Dort gab es weit und breit den einzigen offiziellen Parkplatz. Kaum war sie dort angekommen, wurde sie von einer dicken Staubwolke eingenebelt. Ein Auto raste heran, nur schwach schimmerte die blaue Farbe eines Polizeifahrzeuges durch die Staubwolke. Sie staunte nicht schlecht, als sie feststellte, dass ihre Kollegen im Anmarsch waren. Der Fahrer hatte ein derart rasantes Tempo drauf, dass der aufgewirbelte Staub ihr fast den Atem nahm. Genau vor ihren Füßen blieb der Fahrer stehen. Dabei gaben die Reifen einen letzten quietschenden Ton von sich.

Zwei Mann saßen im Wagen. Lisa erkannte sofort den Fahrer, sie wusste, dass seine Dienststelle in Sanitz war. Ein paar Mal waren sie sich während Weiterbildungen in Güstrow begegnet. Der Blonde schien sich genauso an sie zu erinnern. Er ließ die Scheibe des Wagens herunter und grüßte betont freundlich: „Hallo Lisa, so ganz allein am Sonntag unterwegs?“

Lisa ignorierte die Frage. „Was ist denn bei euch los? Erst der Heli da oben und jetzt ihr im Eiltempo.“

„Eine Frau aus der Nähe von Rostock wird vermisst. Unser Revier ist bei der Suche eingeteilt. Fast alle von uns sind dabei, Anweisung vom großen Chef. Aber wenn du mich fragst, ich glaube nicht an eine Entführung. Obwohl in diese Richtung ermittelt wird.“

„Wahrscheinlich ein übereifriger Fehlalarm, bei dem viel Wind gemacht wird, weil Druck von Oben kommt“, meinte der andere im Wagen sarkastisch.

„Garantiert nur eine harmlose Beziehungskiste und wir müssen mit voller Besetzung dranbleiben. So ein Einsatz ist zwar mal was anderes, doch an einem Sommertag wäre mir weniger Hektik etwas lieber“, meinte der Blonde etwas pikiert.

„Was hast du? Kommt selten genug vor, dass wir in dieser Ecke mal im Einsatz sind“, griente der andere im Wagen gelassen. „Wir wissen bisher nur, dass von der Frau seit über 24 Stunden jede Spur fehlt. Jeder Versuch, sie zu erreichen, schlug wohl fehl. Sie hatte eine Verabredung nicht eingehalten, telefonisch ist sie auch nicht mehr zu erreichen. Als in der Nacht nur der AB ansprang, gab der Ex der Vermissten die Vermisstenanzeige auf. Er gab weiter an, dass er bereits überall nach ihr gesucht hätte und sie eigentlich zuverlässig sei.“

„Indirekt meinte er sogar, dass man ein Verbrechen nicht ausschließen sollte.“

„Wir sind jetzt seit 8 Uhr auf den Beinen. Die Frau ist wie vom Erdboden verschluckt. Meine Schicht ist seit einer halben Stunde vorbei. Anstatt bei meinen Kids zu sein, heißt es Doppelschicht schieben und nur, weil der Alte von ganz Oben so ein ‚Gefühl‘ hat.“

Der andere verdrehte nur die Augen: „Wir werden erst mal alle Strände bis Dierhagen abklappern. Vielleicht finden wir was Auffälliges. Eine Frau löst sich schließlich nicht in Luft auf oder wird vom Erdboden verschluckt.“

„Hunderte Partner werden täglich verlassen, weil einer von ihnen die Nase voll hat. Wenn keine Kinder darunter leiden müssen? Ist doch okay, wenn man rechtzeitig einen Schlussstrich zieht.“

„Du sprichst wohl aus Erfahrung“, antwortete lächelnd der Dunkelhaarige.

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