Marion Petznick - Das Böse ruht nie

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Um dem Meer nah zu sein, zog Lisa Liebich von Rostock nach Graal-Müritz. Viele Jahre arbeitete sie als Polizistin, jetzt plant sie beruflich eine neue Herausforderung anzunehmen. Die Nachricht, dass ihre Jugendfreundin Sarah tot in der Rostocker Heide aufgefunden wurde, wirbelt ihre Pläne heftig durcheinander. Die Polizistin will sich unbedingt an der Suche nach dem Täter beteiligen. Eine Soko wird gegründet, die den Namen der Blume trägt, die eines der Markenzeichen des Täters zu sein scheint.

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Der Hauptkommissar wusste aus seiner langen Erfahrung, dass diese Geschichte im Wald etwas anderes, nichts Alltägliches bedeutete. Das hatte auch nichts mit dem zu tun, womit sie sich in letzter Zeit rumzuschlagen hatten. Der Tod eines Menschen gehörte in eine ganz andere Liga. Seine Anspannung merkten ihm seine Mitarbeiter nun auch deutlich an. Wie immer, wenn es um die Suche nach Vermissten ging. Die Fahndung warf mehr Fragen als Antworten auf. Nach außen wirkte der Chef dennoch cool. Meist, so auch jetzt, blieb er in der Lage, seine Gefühle bestmöglich zu verbergen. Sein Vollbart kam ihm dabei zur Hilfe und nur seine blassblauen Augen verrieten ihn. Seit er vor zwei Jahren geschieden wurde, hatte nur noch sein Job oberste Priorität. Die vielen Überstunden waren der Grund für die Trennung von seiner Frau, trotzdem machte er genauso weiter. Der Job war das Einzige, das ihm geblieben ist.

Jens stoppte plötzlich den Wagen. Sie waren da. Der vom Ehepaar beschriebene Fundort passte genau zu dem, was sie sahen. Eine kleine Schneise wies den Weg zwischen etwa zwei Meter hohem Farn. Von hier aus war es schwierig mit dem Auto weiterzufahren.

Sie ließen mich damals schon nicht los, die Dämonen von früher. Ich versuchte sie zu verdrängen, aber in all den Jahren ist mir das nie geglückt. Im Gegenteil, die fiesen Gesichter sind inzwischen selbst ein Teil von mir geworden. Auch wenn sie sich ständig verändern. Beim ersten Mal bekam ich einen heftigen Druck im Kopf und starke Schmerzen setzten ein. Anschließend erschienen diese fratzenhaften Gesichter, ohne Ankündigung machten sie sich vor meinen Augen breit. Es sind so viele. Dazwischen immer Bilder aus meiner Kindheit. Meine Vergangenheit werde ich nie mehr loswerden. Vergessen, wie sollte ich? Das ist der Teil von dir, das Böse.

Seit einiger Zeit sind sie wieder da, die grausamen Bilder von damals, ganz nah schleichen sie sich an mich heran. Wie ein Geschwür, das wächst und sich vermehrt. Ich habe Angst, dass ich daran ersticke. Meine Erinnerungen lassen sich nicht einfach verdrängen. Einfach vergessen? Nein, die Erinnerung an diese Zeit wird bleiben, nicht einmal verblassen wird sie. Das ist deine dunkle Seite Vater, die in mir fortlebt.

Ich weiß, dass du mein Leben zerstört hast. Damals war ich naiv, hatte gar nichts verstanden. Je öfter ich daran zurückdenke, desto deutlicher begreife ich, was du mir angetan hast, ich fühle mich so elend dabei. Deine widerlichen Intimitäten, dein Streicheln. Gern würde ich die Erinnerung an deine Berührungen und deine Worte aus dem Gedächtnis reißen. Aber der Film läuft wieder und wieder vor meinen Augen ab. Bilder mit monsterartigen Wesen. Sogar mein Gesicht schwillt an und verschwimmt zu einer dieser Masken. Eine Maske, vor der ich mich selbst fürchte. Schreckliche Gestalten erscheinen, wenn ich die Augen geschlossen halte. Unter den furchteinlösenden Gestalten bist immer auch du. Du zerrst mich aus meinem Bett. Du tust mir weh. Ich weiß nicht mehr, bist du es oder ein anderer. Eine dürre Gestalt mit verzerrter Visage greift nach mir.

Immer derselbe Alptraum! Immer wieder dieser Alptraum. Danach wälze ich mich von einer auf die andere Seite und finde keinen Schlaf.

Salzige Tränen laufen über mein Gesicht, ich kann nicht mehr aufhören zu weinen. Ein Traum? Ich kann Traum und Wirklichkeit nicht mehr unterscheiden. Zu oft sind sie da, selbst am Tag kommen sie. Was wollen sie mir sagen?

Rostock, Polizeirevier – Am Hafen

Lisa wartete voller Spannung darauf, endlich eine Antwort auf ihre Fragen zu erhalten. Ihr Chef im Polizeirevier am Hafen hielt sich noch immer bedeckt. Bis jetzt wusste sie noch nicht, ob die vermisste Frau tatsächlich ihre ehemalige Freundin ist. Offenbar verheimlichte der Chef ihr etwas, das konnte sie genau an seinen unruhigen Bewegungen erkennen. Immerhin kannten sie sich viele Jahre. In diesem Moment surrte erneut im Nebenraum ein Faxgerät. Wenig später reichte die Sekretärin ein Schreiben an den Chef rein. Der las sofort und Lisa entging nicht, dass sein Gesicht ernster wurde. Er wollte seine Kollegin nicht länger zappeln lassen und fasste die neuen Informationen kurz zusammen: „Hier steht es schwarz auf weiß, eben wurde eine Frau in der Rostocker Heide tot gefunden. Alles deutet darauf hin, dass Sarah Niemann die Tote ist. Damit stellen wir in unserer Dienststelle die Suche nach der Frau ein.“

Lisa sackte mit jedem Wort ihres Vorgesetzten in sich zusammen. Sie kämpfte gegen ihre Tränen an. Nur mit Mühe konnte sie den Worten ihres Chefs noch folgen.

„Eins noch, es ist erwiesen, dass die Frau tatsächlich die Sarah ist, die Sie kennen. Jeder Irrtum ist ausgeschlossen.“ Der Chef schaute auf seine Mitarbeiterin, ehe er weitere Details preisgab: „Ein Ehepaar fand die Vermisste heute Morgen in einem Waldstück. Hauptkommissar Heilmeyer und sein Trupp sind am Fundort, um den Fall zu untersuchen. Damit ist unsere Beteiligung erledigt und Sie können Ihre restlichen freien Tage nutzen, um sich von dem Schrecken erst einmal zu erholen.“

„Wie? Freie Tage?“ In ihrem Gesicht war jeglicher Ausdruck erloschen. Ratlos schaute sie auf ihren Chef.

Der senkte verlegen den Blick und sprach mehr zu sich selbst: „Ich kann mir vorstellen, wie es in Ihnen aussieht. Oft merken wir erst, wenn es zu spät ist, wie wichtig eine Person für uns war.“ Der Chef hatte Lisas wunden Punkt getroffen.

„Was kann ich tun?“, fragte sie hilflos.

„Am besten sprechen. Wenn es Ihnen hilft, vertrauen Sie mir Ihre Gedanken an.“

Lisa konnte ihrem Vorgesetzten gar nicht mehr richtig zuhören, sondern fing automatisch an zu erzählen. Während ihre Tränen sich nicht mehr aufhalten ließen. Flüsternd kamen nur leise Worte aus ihr heraus: „Sarah kenne ich ja bereits seit der frühen Schulzeit. Damals waren wir fast jeden Tag nach der Schule zusammen. Wir waren uns nah. Na ja, so nah wie Kinder sich eben sein konnten, wenn sie sich bereits in der Buddelkiste kennengelernt hatten. In den letzten Jahren hatten wir uns aus den Augen verloren. Eine Freundschaft, die so lange bestand, vergisst man aber nicht einfach. Die Erinnerung wird wohl ewig bleiben. Jetzt aber muss ich unbedingt wissen, was wirklich im Wald passierte.“ Intensiv überlegte sie in diesem Moment, wie sie ihren Chef dazu bewegen konnte, ihr zuzustimmen, um am Sucheinsatz bei der Kripo dabei sein zu können. Trotz ihrer Nähe zu Sarah musste er verstehen, dass sie gerade deshalb bei der Suche nach ihrer ehemaligen Freundin dabei sein musste.

„Die Suche nach dem Täter ist jetzt das Letzte, was ich für Sarah tun kann. Verstehen Sie das?“

Der Mann schaute auf Lisa und meinte verlegen: „Hm, ja, doch. Klar, versteh ich Sie.“ So aufgewühlt hatte er seine Kollegin noch nie erlebt. Und er wiederholte: „Natürlich kann ich das verstehen. Ihre Reaktion ist völlig natürlich! Aber nicht zu schnell! Wir können nicht den zweiten vor dem ersten Schritt machen. Sie wissen wie bei uns die Uhren ticken. Wir haben hier unsere speziellen Aufgaben und die Kripo eben ganz andere. Denken Sie beispielsweise an die ungeklärten Wohnungseinbrüche, die hier auf dem Tisch liegen! 1413 Wohnungseinbrüche allein in unserem Bundesland und das in einem Jahr. Das bedeutet allein in Rostock, eine Zunahme von 10 %. Unsere Aufklärungsquote liegt gerade mal bei 50 %. Wir sollten dort anpacken, wo unsere Kompetenzen liegen.“

Lisa, die sich einigermaßen beruhigt hatte, hörte ihrem Chef aufgewühlt zu, hüllte sich aber weiter in Schweigen. Auf einmal sprach sie ganz sachlich: „Ihren Äußerungen gibt es rational nichts entgegenzusetzen. Schließlich arbeite ich seit vielen Jahren hier und kenne die Problematik. Wenig Leute, keine modernen Arbeitsmittel und ein hoher Krankenstand.“

„Nicht nur das! Sie wissen, die neueste Zivilisationskrankheit Burnout macht auch vor unseren Beamten nicht halt. Mit anderen Worten, es fehlt an allen Ecken und Kanten. Ihnen dürfte klar sein, dass Sie mit der Nähe zum Opfer sowieso als befangen gelten. Eine Mitarbeit an diesem Fall kann allein aus diesem Grund schwierig werden. Im Augenblick ist ja nicht einmal klar, ob es tatsächlich Mord war. Vielleicht war es ein Freitod?“

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