Marion Laging - Soziale Arbeit in der Suchthilfe

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Suchthilfe und Suchtprävention sind zentrale Tätigkeitsfelder für Fachkräfte der Sozialen Arbeit. Das Wissen um Suchtgefährdung und der fachliche Umgang mit missbrauchenden und abhängigen Menschen sind angesichts der Risiko-Klientel in vielen Bereichen der Sozialen Arbeit (z.B. der Wohnungslosenhilfe, Jugendhilfe) wesentlicher Bestandteil des Berufsprofils. Das Buch ist angelegt als systematisches Grundlagenwerk zur Sozialen Arbeit in der Suchthilfe und Suchtprävention. Es entfaltet die Theorie und die relevanten Wissensbestände in enger Ausrichtung auf ihre Bedeutung für die Bewältigung beruflicher Anforderungen und stellt die dafür notwendigen Handlungskonzepte anschaulich vor.

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3.3.4 Risiken und Folgeschäden

LSD bringt für entsprechend veranlagte Personen eine Psychosegefahr mit sich, die dann als schizophrene Psychose auch eigenständig weiter verlaufen kann. Weitere anhaltende Folgen des LSD-Konsums können Angststörungen und depressive Störungen sein (Scherbaum 2017: 131). Eine körperliche Abhängigkeitsgefahr besteht nicht, eine psychische Abhängigkeit ist möglich. Aufgrund der tiefgreifenden Veränderungen während des LSD-Rausches möchten die meisten Konsumenten und Konsumentinnen aber LSD nicht im Anschluss an einen Rausch wieder gebrauchen (Kuntz 2007: 130).

3.4 Ecstasy

3.4.1 Hintergrund

Die deutsche Firma Merck erhielt im Jahr 1912 ein kaiserliches Patent auf die Substanz Methylendioxymethamphetamin (MDMA), der Ausgangssubstanz für Ecstasy, über dessen Wirkung und mögliche Anwendungsgebiete zunächst jedoch nichts bekannt war. Weitere Forschungen wurden aus Kostengründen bald eingestellt. Das US-amerikanische Militär interessierte sich in eigenen, geheimen, Forschungsvorhaben in den 1950er Jahren des vorvergangenen Jahrhunderts für MDMA. In den 1970er Jahren wurde Ecstasy durch die US-amerikanischen Psychiater Shuglin und Nichols beschrieben, die einen Einsatz der Substanz in psychotherapeutischen Settings sahen. In den 1980er Jahren wurde MDMA bereits in vielen psychotherapeutischen Praxen in den USA eingesetzt, fand aber auch als Rauschmittel auf Partys zunehmende Beliebtheit. Ecstasy fand seinen Weg zurück nach Europa über amerikanische Touristen auf Ibiza (Daumann und Gouzoulis-Mayfrank 2015: 36). Im Jahr 1985 wurde Ecstasy auch in den USA illegal (ebenda). Seit Mitte der 1990er Jahre sind verschiedene Abkömmlinge des ursprünglichen MDMAs auf dem Markt (ebenda), die, sobald die chemische Struktur identifiziert ist, ebenfalls dem Betäubungsmittelgesetz unterstellt werden.

3.4.2 Substanz und Konsumformen

Ecstasy wird üblicherweise in Tablettenform konsumiert. Die Tabletten weisen unterschiedliche Farben und Prägungen auf, die aber keine verlässlichen Hinweise auf ihre Dosierung oder ihre Inhaltsstoffe bieten (Scherbaum 2017: 65; Daumann und Gouzoulis-Mayfrank 2015: 45). Nicht selten finden sich unter gleich aussehenden Tabletten Imitate mit anderen Inhaltsstoffen, allerlei Streckstoffe, aber auch ungestreckte Tabletten mit zum Teil sehr hohen MDMA-Dosen (Daumann und Gouzoulis-Mayfrank 2015: 45).

Es haben sich zwei unterschiedliche Anwendungskontexte entwickelt: Zum einen wird Ecstasy als Partydroge konsumiert, zum anderen in kleineren Gruppen, um den gemeinsamen Umgang vertieft zu erleben (Scherbaum 2017: 65).

3.4.3 Wirkung

Zu den zentralen erwünschten Wirkungen von MDMA zählen Antriebssteigerung, Euphorisierung, Gefühlsintensivierung, insbesondere in Bezug auf Liebe, Zuneigung, Mitgefühl (Scherbaum 2017: 67; Kuntz 2007: 121). Hiermit verbunden sind eine erhöhte Kommunikationsbereitschaft, eine vermehrte Introspektionsfähigkeit und ekstatisch-mystische Verschmelzungserlebnisse bei gleichzeitiger Steigerung des Selbstwertgefühls (Daumann und Gouzoulis-Mayfrank 2015: 68; Kuntz 2007: 121). Jedoch scheinen die psychotropen Effekte auch bei gleicher Dosis und Substanz stark zu variieren (Daumann und Gouzoulis-Mayfrank 2015: 70), wobei der individuellen Erwartungshaltung, Stimmung, aber auch den Umgebungsfaktoren wie etwa der jeweiligen Atmosphäre eine hohe Bedeutsamkeit zukommen (Scherbaum 2017: 66).

3.4.4 Risiken und Folgeschäden

Bereits der Konsum von Ecstasy an sich ist – auch wegen der letztendlich unbekannten chemischen Zusammensetzung der jeweiligen Pillen – mit Risiken für schwerwiegende körperliche Komplikationen belastet. So kann es beispielsweise zu einer lebensbedrohlichen Erhöhung der Körpertemperatur kommen. Weitere Folgen des Ecstasykonsums können akutes Leberversagen, Herz-Rhythmus-Störungen, bedrohliche Blutdrucksteigerung, Hirnblutungen sowie epileptische Krampfanfälle sein (Scherbaum 2017: 69; Daumann und Gouzoulis-Mayfrank 2015: 71ff).

Nach Abklingen des Rausches kommt es bei Konsumenten und Konsumentinnen, die häufig und bereits länger konsumieren, oftmals zu depressiv gefärbten Nachphasen mit Ängstlichkeit, Erschöpfung und Kopfschmerzen bis zu fünf Tagen (Scherbaum 2017: 68).

Eine körperliche Abhängigkeit ist bei Ecstasy wenig wahrscheinlich, jedoch sind Symptome der Postaktphase (s. o.) und Entzugssymptomatik schwer voneinander zu trennen (Hoch et al. 2012: 138; Scherbaum 2017: 69).

Bei Ecstasykonsumenten und -konsumentinnen finden sich zwar vermehrt Symptome wie Depressivität, Ängstlichkeit, Impulsivität, Emotionalität sowie ein generell erhöhtes Beschwerdeniveau; Untersuchungen weisen jedoch darauf, dass psychische Störungen eher als begünstigend für den Konsum zu sehen sind – und nicht umgekehrt (Daumann und Gouzoulis-Mayfrank 2015: 75). Dies schließt aber natürlich nicht aus, dass der Ecstasykonsum dazu beitragen kann, dass psychische Probleme sich durch den Ecstasykonsum verfestigen und verstärken.

Es gilt mittlerweile als gesichert, dass Ecstasykonsumenten und -konsumentinnen unter einer Beeinträchtigung ihrer kognitiven Leistungen leiden; besonders betroffen ist hier das Gedächtnis und das Lernen, während Aufmerksamkeit und Vigilanz weniger betroffen sind. Unklar ist, inwieweit sich die kognitiven Beeinträchtigungen bei Abstinenz zurückbilden können (Daumann und Gouzoulis-Mayfrank 2015: 76f; Scherbaum 2017: 68).

3.5 Kokain

3.5.1 Hintergrund

Kokain wird aus den Blättern des Kokastrauches gewonnen. Man geht davon aus, dass der Kokastrauch bereits in vorkolumbianischer Zeit, eventuell sogar schon vor 5000 v. Chr. im heutigen Peru als Kulturpflanze angebaut und genutzt wurde. Als heilige Pflanze war er zunächst vornehmlich den Priestern und dem Adel vorbehalten, die die Blätter im Rahmen ritueller Feste konsumierten (Geschwinde 2013: 474; Scherbaum 2017: 108). Zurzeit der Eroberung Perus durch die Spanier war der Konsum allerdings im Volk schon weit verbreitet. Im Umgang mit der Kokapflanze zeigten die Spanier eine Doppelmoral: Auf der einen Seite verboten sie vor ihrem christlichen Hintergrund Anbau und Konsum, auf der anderen Seite wurden Minenarbeiter und Sklaven von den Spaniern sogar mit Kokablättern entlohnt, um so über die gesteigerte Arbeitskraft höhere Profite aus Plantagen und Bergwerken zu erwirtschaften (Geschwinde 2013: 474; Scherbaum 2017: 108).

In der Mitte des 19. Jahrhundert wurde Kokain erstmalig chemisch isoliert und im Jahr 1863 durch die deutsche Firma Merck auf den Markt gebracht. Kokain fand zum einen Verbreitung als Arzneimittel, beispielsweise bei Husten, Depressionen und Entzündungen, aber auch in der Lokalanästhesie. Zum anderen wurde es damals als Zusatzmittel bei Erfrischungsgetränken wie Coca-Cola eingesetzt, wo es auch namensgebend war (Scherbaum 2013: 108; Geschwinde 2013: 474f).

Sigmund Freud, der selbst auch Kokain konsumierte, empfahl zeitweise Kokain als ein Mittel gegen die Entzugserscheinungen des Morphinismus und beim Alkoholentzug – diese Behandlungsart wurde jedoch sehr schnell wegen Erfolglosigkeit wieder aufgegeben (Geschwinde 2013: 476). Im Ersten Weltkrieg wurde Kokain u. a. zur Steigerung der Risikobereitschaft von deutschen und französischen Jagdfliegern konsumiert, später von Radrennfahrern als Dopingmittel bei der Tour de France eingesetzt (Geschwinde 2013: 475).

Kokain wird als Modedroge häufig mit den 1920er Jahren in Verbindung gebracht. Damals kam Kokain aus den Heeresbeständen des Ersten Weltkrieges, wo es zur Lokalanästhesie eingesetzt wurde, in großen Mengen auf den illegalen Markt. Als »Champagner- und Künstlerdroge« war Kokain in dieser Zeit allerdings weitgehend auf die »Bohème« in Großstädten wie Berlin oder Paris beschränkt. Mit der Wirtschaftsdepression endete diese »Kokain-Welle«. Seit 1925 ist Kokain in Deutschland verboten (Geschwinde 2013: 476f; Thoms 2012: 161).

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