Hans Fallada - Hans Fallada – Gesammelte Werke

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Hans Fallada (21. Juli 1893–5. Februar 1947), eigentlich Rudolf Wilhelm Friedrich Ditzen, war ein deutscher Schriftsteller. Sein nüchterner, objektiver Stil, in dem er seine fiktionalen Berichte über meist scheiternde Gestalten verfasste, macht ihn zu einem der wichtigsten Vertreter der «Neuen Sachlichkeit».Zu seinen wichtigsten Werken zählen: «Jeder stirbt für sich allein», «Der Trinker», «Wer einmal aus dem Blechnapf frisst», «Ein Mann will nach oben», «Kleiner Mann – was nun?» und «Der eiserne Gustav» – diese Werke, neben vielen anderen, finden Sie auch auch in dieser Sammlung.Null Papier Verlag

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57

Eine Än­de­rung in mei­nem Ver­hält­nis zum Arzt trat erst ein, als er mich ei­nes Ta­ges zu ganz un­ge­wohn­ter Stun­de, näm­lich am frü­hen Nach­mit­tag, in mei­ner Zel­le auf­such­te. Ich hat­te ge­ra­de ge­raucht, was auf den Ar­beits­zel­len ver­bo­ten ist, aber, ob­wohl die Luft noch von Ta­baks­rauch er­füllt war, mach­te er kei­ne Be­mer­kung dar­über, so streng er sonst auf die Be­fol­gung der Haus­ord­nung sah. Er trug an die­sem Tage nicht sei­nen hel­len Ärz­teman­tel und war auch nicht von sei­nem ewi­gen Schat­ten, dem Ober­pfle­ger, be­glei­tet.

Ei­nen Au­gen­blick sah Dr. Stie­bing auf mei­ne Ar­beit und frag­te dann et­was zer­streut: »Nun, wie kom­men Sie mit der Bürs­ten­ma­che­rei zu­recht, Som­mer?«

»Ganz gut, Herr Me­di­zi­nal­rat«, ant­wor­te­te ich. »Ich glau­be, der Ar­beits­in­spek­tor ist zu­frie­den mit mir.«

Er nick­te, wie­der recht zer­streut, mei­ne gu­ten Ar­beits­leis­tun­gen schie­nen ihn nicht wei­ter zu in­ter­es­sie­ren. Er griff in sei­ne Ta­sche, nahm eine sil­ber­ne Zi­ga­ret­ten­do­se her­aus und tat nun et­was, was mich völ­lig über­rasch­te, ja bei­na­he um­warf: Er bot mir die Dose an. »Bit­te schön, Herr Som­mer!«

Ich sah ihn un­gläu­big an, ein fei­nes, dün­nes Lä­cheln lag auf sei­nem Ge­sicht, als er sag­te: »Sie dür­fen sich ru­hig eine neh­men, Som­mer, wenn Ihr Arzt sie Ih­nen an­bie­tet.« Er gab mir so­gar zu­erst Feu­er und stand dann einen Au­gen­blick be­hag­lich rau­chend un­ter dem hoch an­ge­brach­ten Zel­len­fens­ter, schwei­gend. Dann sag­te er: »Ich habe ges­tern ein­mal aus­führ­lich mit Ih­rer Frau über Sie ge­spro­chen, Herr Som­mer. Ich hat­te sie ge­be­ten, ein­mal bei mir vor­bei­zu­kom­men, und ges­tern war sie bei mir.«

Ich ant­wor­te­te ihm nicht, ich sah ihn nur an, mein Herz klopf­te stark. Dass die­ser Mann ges­tern erst mit Mag­da zu­sam­men ge­we­sen war, das be­weg­te mich, das er­schüt­ter­te mich sehr. Ich konn­te nicht re­den, ich glau­be, ich zit­ter­te am gan­zen Lei­be.

»Ja«, sag­te der Arzt nach­denk­lich. »Ich habe mir von Ih­rer Frau noch ein­mal al­les im Zu­sam­men­hang er­zäh­len las­sen, vom ers­ten An­fang Ih­rer Ehe an bis zu je­nem un­se­li­gen Abend. Ein Psych­ia­ter hört ja vie­les aus den Wor­ten von An­ge­hö­ri­gen her­aus, was sie selbst nicht ah­nen.«

Eine Wel­le zor­ni­gen Un­muts woll­te sich wie­der in mir er­he­ben. ›Al­so auch Mag­da hast du über­lis­ten wol­len und wahr­schein­lich über­lis­tet‹, dach­te ich. ›Mag­da ist ja so harm­los, die hat kei­ne Ah­nung, was für ein Mann du bist!‹ Aber die Wel­le ver­ebb­te wie­der.

Er sag­te: »Ich habe im Gan­zen kei­nen un­güns­ti­gen Ein­druck nach die­sem Be­richt Ih­rer Frau. Ich hal­te es wirk­lich für mög­lich, dass wir es mit Ih­nen noch schaf­fen, Som­mer. Sie ha­ben eine sehr tap­fe­re und tüch­ti­ge Frau …«

Wie­der ein Ge­fühl der Ab­wehr in mir: Es wäre mir lie­ber ge­we­sen, wenn der Me­di­zi­nal­rat nicht ge­ra­de das Wort »tüch­tig« im Zu­sam­men­hang mit Mag­da ge­braucht hät­te.

»Ja, Som­mer, ich kann heu­te na­tür­lich noch nichts End­gül­ti­ges sa­gen, ich möch­te Sie hier noch ein paar Wo­chen wei­ter be­ob­ach­ten. Aber wenn Sie sich wei­ter ru­hig und flei­ßig ver­hal­ten und wenn nichts Be­son­de­res vor­kommt …«

»Es wird nichts Be­son­de­res vor­kom­men, Herr Me­di­zi­nal­rat!«, rief ich er­regt aus. »Ich will hier wei­ter ganz still und flei­ßig le­ben …«

Der Arzt lä­chel­te wie­der, selbst in die­ser Mi­nu­te, da er sehr gü­tig zu mir war, moch­te ich die­ses über­le­ge­ne Lä­cheln nicht. »Nun«, mein­te er, »hier hal­ten wir Ih­nen ja auch alle Ver­su­chun­gen fern, Som­mer! Hier sich zu be­wäh­ren, be­deu­tet nicht viel. Sie müs­sen si­cher sein, dass Sie auch drau­ßen al­len Ver­su­chun­gen wi­der­ste­hen kön­nen, be­son­ders dem Al­ko­hol …«

»Ich wer­de nie wie­der Al­ko­hol trin­ken«, ver­si­cher­te ich. »Das habe ich mir schon lan­ge vor­ge­nom­men. Nicht ein­mal ein Glas Bier. Ich wer­de ganz ab­sti­nent le­ben, das kann ich Ih­nen fest ver­spre­chen, Herr Me­di­zi­nal­rat.«

»Ach, Som­mer«, sag­te der trü­be, »ver­spre­chen Sie mir bes­ser nichts! Was, glau­ben Sie, be­kom­me ich für Ver­spre­chun­gen zu hö­ren, wenn die Leu­te aus die­sem Bau her­aus wol­len?! Und ein Vier­tel­jahr drau­ßen, vier Wo­chen erst drau­ßen, sind die Ver­spre­chun­gen ver­ges­sen, und der eine stiehlt wie­der, und der an­de­re trinkt. Nein, auf Ver­spre­chun­gen gebe ich nichts – da bin ich schon zu oft her­ein­ge­fal­len.«

»Aber ich habe mich wirk­lich ge­än­dert«, sag­te ich und konn­te zum ers­ten Mal frei mit dem Arzt spre­chen. »Ich habe doch frü­her nie ge­glaubt, dass mir das pas­sie­ren könn­te. Ich habe ge­glaubt, ich könn­te mir fast al­les er­lau­ben, und Mag­da hat mich auch ver­wöhnt. Aber nun habe ich ge­se­hen, was aus mei­ner Trin­ke­rei ge­wor­den ist, und das wird mir für ewi­ge Zei­ten eine Leh­re sein. Wenn ich in der Ver­su­chung an die Wo­chen und Mo­na­te in die­sem Hau­se zu­rück­den­ke …« Ich schau­der­te.

Der Me­di­zi­nal­rat sah mich auf­merk­sam an. »Das war ein­mal ehr­lich ge­spro­chen, Som­mer«, sag­te er dann. »Wenn die­ses Er­leb­nis einen sol­chen Schock in Ih­nen her­vor­ge­bracht hat, dass er Sie ganz vom Al­ko­hol ab­ge­bracht hat, dann könn­te man es wohl wirk­lich wa­gen. Aber Sie müs­sen nun auch se­hen, in­ner­lich Ihr Ver­hält­nis zu Ih­rer Frau in Ord­nung zu brin­gen. Sie sind ein sehr leicht ge­kränk­ter Mensch, Herr Som­mer, aber ich muss Ih­nen doch ein­mal ganz of­fen sa­gen, dass Ihre Frau in Ih­rer Ehe die Füh­ren­de und Über­le­ge­ne ist. Sie ist Ihr gu­ter Geist ge­we­sen; als Sie von Ih­rer Frau ab­fie­len, fie­len Sie selbst. Ge­wöh­nen Sie sich doch an den Ge­dan­ken, dass Ihre Frau nur das Bes­te von Ih­nen will, ord­nen Sie sich ihr ein biss­chen un­ter … Das hat gar nichts Verächt­li­ches an sich, des­we­gen sind Sie noch lan­ge kein Pan­tof­fel­held. Es ist nur gut, wenn sich der Schwä­che­re vom Stär­ke­ren be­schir­men und füh­ren lässt …«

So re­de­te der Me­di­zi­nal­rat noch lan­ge auf mich ein. Es war mir nicht ganz leicht, ihm ohne al­len Wi­der­spruch zu­zu­hö­ren. Denn ganz so, wie er es schil­der­te, war es ja doch nicht. Ge­wiss war Mag­da tüch­tig, aber ich hat­te doch, seit wir das Haus be­sa­ßen, das Ge­schäft ganz gut al­lei­ne, ohne sie füh­ren kön­nen. Ge­wiss war es in der letz­ten Zeit nicht mehr so gut wie frü­her ge­gan­gen, aber das hat­te an an­de­rem ge­le­gen, an ein paar un­glück­li­chen Zu­fäl­len, nicht an mei­ner Lei­tung. Aber im­mer­hin, wenn ich da­durch aus die­sem ver­fluch­ten Hau­se kam, woll­te ich mich auch dar­ein­fin­den. Moch­te Mag­da also die Füh­ren­de sein, ich woll­te ihr schon kei­ne Schwie­rig­kei­ten ma­chen. So schwieg ich, und es söhn­te mich mit mei­ner neu­en Stel­lung zu Mag­da ja auch der Ge­dan­ke aus, dass sie so gut zum Arzt von mir ge­re­det hat­te. Sie lieb­te mich eben doch!

»Also«, schloss schließ­lich der Arzt, »ich habe Ih­nen noch nichts Fes­tes ver­spro­chen, das kann ich ja auch gar nicht. Ich wer­de in – sa­gen wir – drei oder vier Wo­chen mein Gut­ach­ten er­stat­ten, dann wird das Ge­richt den Ter­min an­set­zen, Sie wer­den eine klei­ne Stra­fe er­hal­ten, viel­leicht vier Wo­chen, viel­leicht nur vier­zehn Tage …«

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