Hans Fallada - Hans Fallada – Gesammelte Werke

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Hans Fallada (21. Juli 1893–5. Februar 1947), eigentlich Rudolf Wilhelm Friedrich Ditzen, war ein deutscher Schriftsteller. Sein nüchterner, objektiver Stil, in dem er seine fiktionalen Berichte über meist scheiternde Gestalten verfasste, macht ihn zu einem der wichtigsten Vertreter der «Neuen Sachlichkeit».Zu seinen wichtigsten Werken zählen: «Jeder stirbt für sich allein», «Der Trinker», «Wer einmal aus dem Blechnapf frisst», «Ein Mann will nach oben», «Kleiner Mann – was nun?» und «Der eiserne Gustav» – diese Werke, neben vielen anderen, finden Sie auch auch in dieser Sammlung.Null Papier Verlag

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›Dort oben wer­de ich also hau­sen, viel­leicht Wo­chen und Wo­chen‹, dach­te ich, und Angst über­fiel mich. Jetzt hät­te ich mei­nen Beglei­ter ger­ne vie­les nach den Ein­rich­tun­gen und Ge­wohn­hei­ten ei­nes sol­chen Ge­fäng­nis­ses ge­fragt, aber da­für war es nun zu spät: Schul­ze drück­te auf einen Klin­gel­knopf, eine große Ei­sen­tür tat sich auf, und ein blau Uni­for­mier­ter be­grüß­te Schul­ze mit Hand­schlag und mich mit ei­nem küh­len prü­fen­den Blick.

»Eine Ein­lie­fe­rung, Karl«, sag­te Schul­ze. »Die Pa­pie­re kom­men heu­te Nach­mit­tag noch von der Staats­an­walt­schaft.«

»Stel­len Sie sich mal da­hin­ten hin!«, sag­te der Uni­for­mier­te zu mir, und ich stell­te mich ge­hor­sam an den mir be­foh­le­nen Fleck. Die bei­den Uni­for­mier­ten flüs­ter­ten mit­ein­an­der und sa­hen da­bei ein paar­mal auf mich hin, ein­mal hör­te ich auch das Wort »Mord­ver­such« – es schi­en aber kei­nen be­son­de­ren Ein­druck zu ma­chen.

Dann rief mir Schul­ze aus der Fer­ne zu: »Also hal­ten Sie die Ohren steif, Som­mer«, und die Tür schlug hin­ter ihm zu; er war in die Frei­heit zu­rück­ge­gan­gen, und mir war trotz al­lem, als hät­te ich einen Freund ver­lo­ren.

»Kom­men Sie mal mit«, sag­te der Uni­for­mier­te nach­läs­sig und führ­te mich in eine Bü­ro­stu­be, in der aber nie­mand war. »Le­gen Sie mal al­les hier auf den Tisch, was Sie in den Ta­schen ha­ben!«

Ich tat es, es war we­nig ge­nug: ein Schlüs­sel­bund, ein Ta­schen­mes­ser, ein ziem­lich schmut­zi­ges Ta­schen­tuch.

»Ist das al­les, was Sie ha­ben? Kein Geld? Na, dann hal­ten Sie mal die Arme hoch.«

Ich tat es und wur­de nun von oben bis un­ten ab­ge­fühlt, nach ver­bor­ge­nen Ta­schen­in­hal­ten ver­mut­lich.

»Na gut«, sag­te der blau Uni­for­mier­te dann. »Ich wer­de Sie erst ein­mal in die Elf le­gen, der In­spek­tor ist jetzt nicht hier, es ist Mit­tags­pau­se.«

Ich frag­te höf­lich, ob ich nicht auch ein Mit­ta­ges­sen ha­ben kön­ne. Ich habe noch kei­nes be­kom­men.

»Es­sen ist vor­bei«, ant­wor­te­te er kühl. »Es ist nichts mehr da.«

»Aber ich habe auch kein Früh­stück be­kom­men!«, rief ich er­regt. Bis­her war mein Hun­ger nach Es­sen nicht ge­ra­de sehr groß ge­we­sen, jetzt aber merk­te ich ihn ge­wal­tig. Ich fühl­te mich in mei­nen Rech­ten ge­kränkt: Auch ein Ge­fan­ge­ner muss es­sen!

»Umso bes­ser wird Ih­nen das Abendes­sen schme­cken«, ant­wor­te­te er un­ge­rührt. »Also kom­men Sie!«

Er führ­te mich einen Gang ent­lang, durch ein Ei­sen­git­ter hin­durch, eine Trep­pe hin­auf, durch eine ei­ser­ne Tür. Ich sah einen lan­gen Gang, düs­ter, mit vie­len ei­sen­be­schla­ge­nen Tü­ren, mit Rie­geln und Sch­lös­sern, und wie­der eine Trep­pe hin­auf, wie­der eine Ei­sen­tür – im­mer muss­te der Mann auf­schlie­ßen und zu­schlie­ßen und tat es so selbst­ver­ständ­lich … Mir aber leg­te es sich auf die Brust: Alle die­se Tü­ren, die jetzt zwi­schen mir und der Au­ßen­welt la­gen, sie brach­ten es mir so recht deut­lich zu Be­wusst­sein, wie sehr ich ge­fan­gen war, wie schwer es wie­der sein wür­de, in die Frei­heit zu kom­men. Vom ers­ten Au­gen­blick an spür­te ich die Wahr­heit des Sat­zes, den ich spä­ter so oft im Ge­fäng­nis hör­te: »Du kommst so leicht hin­ein und so schwer hin­aus.«

Mein Füh­rer war vor ei­ner ei­ser­nen Tür ste­hen ge­blie­ben, die eine wei­ße »11« trug. Hier hin­ter also soll­te ich hau­sen. Er schloss auf, und hin­ter der Tür zeig­te sich eine zwei­te Tür. Auch sie wur­de auf­ge­schlos­sen.

»Ge­hen Sie rein«, sag­te mein Beglei­ter un­ge­dul­dig, und ich trat ein. Von ei­nem schma­len Bett er­hob sich eine ge­wal­ti­ge Ge­stalt, ein großer Mann er­heb­li­chen Um­fangs, mit ei­ner blon­den Glat­ze und ei­ner Bril­le.

»Ein biss­chen Ge­sell­schaft?«, frag­te er. »Na, das ist schön. Wo­her kommst du denn?«

Ich war so ver­blüfft, dass ich in der Zel­le einen Ge­fähr­ten ha­ben soll­te, dass ich es erst viel spä­ter merk­te: Der Schlie­ßer war ge­gan­gen und ich end­gül­tig und un­wi­der­ruf­lich ein­ge­schlos­sen.

»Setz dich man, da auf den Sche­mel«, sag­te der Di­cke. »Ich hau mich noch ein biss­chen aufs Bett. Es ist zwar ver­bo­ten, aber der Fer­mi sagt nichts. Fer­mi ist der, der dich eben rauf­ge­bracht hat.«

Ich setz­te mich auf den Sche­mel und starr­te den auf dem Bett lie­gen­den Mann an. Er trug Zi­vil wie ich, einen einst­mals wohl sehr ele­gan­ten An­zug von ei­nem gu­ten Schnei­der, der jetzt aber recht zer­drückt und auch fle­ckig war.

»Sind Sie auch ein Ge­fan­ge­ner?«, frag­te ich schließ­lich.

»Das will ich mei­nen!« lach­te der Di­cke. »Denkst du, ich sit­ze hier zur Er­ho­lung in die­sem Bun­ker? Üb­ri­gens kannst du ru­hig ›du‹ zu mir sa­gen, wir nen­nen uns hier alle ›du‹. – Ja«, fuhr er fort und reck­te sich stöh­nend, »ich sit­ze hier schon elf Wo­chen im Bau, aber denkst du, ich habe schon eine An­kla­ge? Nicht die Boh­ne! Die Brü­der las­sen sich Zeit, ih­ret­we­gen kannst du hier ver­fau­len und ver­schim­meln, des­we­gen ge­hen die nicht einen Schritt schnel­ler. Was hast du denn aus­ge­fres­sen?«

»Der Staats­an­walt hat mich we­gen Mord­ver­such an mei­ner Frau ver­haf­tet«, ant­wor­te­te ich mit be­schei­de­nem Stolz. Und setz­te schnell hin­zu: »Aber das stimmt nicht. Da­von ist kein Wort wahr.«

Wie­der lach­te der Di­cke. »Na­tür­lich ist es nicht wahr«, lach­te er. »Hier drin sit­zen über­haupt nur Un­schul­di­ge – wenn du die Leu­te fragst.«

»Bei mir ist es aber wirk­lich wahr«, ver­si­cher­te ich. »Ich habe mei­ne Frau nie er­mor­den wol­len, wir ha­ben uns nur ein biss­chen ge­strit­ten.«

»Na ja«, sag­te der Di­cke. »Mit der Zeit wirst du dir schon die Brust frei­quas­seln; je­der, der das Sit­zen nicht ge­wohnt ist, fängt mit der Zeit an zu quas­seln. Pass dann nur auf, mit wem du re­dest, die meis­ten wol­len sich lieb Kind beim In­spek­tor ma­chen, hin­ter­brin­gen ihm al­les – und schon bist du drin.« Er sah mich aus sei­nen klei­nen Au­gen zwi­schen Fett­wüls­ten hin­durch treu­her­zig an und mein­te: »Bei mir aber kannst du of­fen re­den, ich bin eine See­le von ei­nem Men­schen, ich bin stie­kum.«

»Was sind Sie?«

»Stie­kum, das sagt man hier für Dicht­hal­ten. Ich quat­sche nicht, ver­stehst du?«

»Ich habe aber wirk­lich nichts zu ge­ste­hen«, ver­si­cher­te ich wie­der.

»Na, das wer­den wir ja noch er­le­ben«, sag­te der Di­cke ge­müt­lich. »Vi­el­leicht hast du Schwein, und der Un­ter­su­chungs­rich­ter ist dei­ner Mei­nung und er­lässt kei­nen Haft­be­fehl ge­gen dich.«

»Ich bin doch schon vom Staats­an­walt selbst ver­haf­tet.«

»Das hat gar nichts zu sa­gen«, be­lehr­te mich der Di­cke. »Erst kommst du mor­gen oder über­mor­gen vor den Un­ter­su­chungs­rich­ter. Der ver­nimmt dich, und wenn er dei­ner An­sicht ist, bist du wie­der frei …«

»Und das stimmt wirk­lich?«, frag­te ich auf­ge­regt. »Ich kann noch frei­kom­men?«

»Na­tür­lich kannst du das, aber oft er­eig­net sich das nicht ge­ra­de. Na, wir wer­den es ja er­le­ben.« Und er dehn­te sich wie­der be­hag­lich.

Mich be­rausch­te die Aus­sicht auf die viel­leicht nahe Frei­heit, ich stand auf und lief ge­dan­ken­voll in der Zel­le hin und her. Wenn Mag­da güns­tig für mich aus­sag­te, wür­de ich frei­kom­men. Und sie wür­de güns­tig für mich aus­sa­gen, ich fühl­te das. Und selbst wenn sie noch zor­nig auf mich war, nie konn­te sie sa­gen, dass ich sie hät­te er­mor­den wol­len. Das hat­te ich nie ge­wollt. Dun­kel kam mir in Erin­ne­rung, dass ich et­was ge­sagt hat­te wie: »Heu­te Nacht kom­me ich und er­mor­de dich«, aber das war doch nur be­trun­ke­nes Ge­re­de ge­we­sen, das galt nicht.

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