Gottfried von Straßburg - Tristan und Isolde

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Die Erzählung von Tristan und Isolde ist neben der vom Gral oder der von König Artus und seiner Tafelrunde einer der Stoffe, die von der erzählenden Literatur des europäischen Mittelalters häufig bearbeitet wurden. Zahlreiche Dichter unterschiedlicher Volksliteraturen besonders in Frankreich und Deutschland haben ihr dichterisches Können an der Gestaltung dieses spannungsreichen Stoffes erprobt.

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Doch so daß Keines sich versah

Was mit dem andern Theil geschah.

So hatten diese Beiden sich

Zu gleicher Zeit einmüthiglich

Einander in den Sinn genommen.

Da war zu Herzen Herz gekommen:

Sie lag auch ihm im Herzen

Mit den gleichen Schmerzen,

Die sie um seinetwillen trug.

Weil er aber nicht genug

Gewissheit mocht erlangen,

Womit sie war befangen,

Ob mit Haß ob mit Minne,

So musten seine Sinne

Im Meer des Zweifels schwanken.

Ihm schwankten die Gedanken

Bald hinab und bald hinan.

Jetzt fürwahr wollt er hindann,

Dann wollt er plötzlich wieder her;

So hatt er sich zuletzt so sehr

Verstrickt in seinem Sinnen,

Er konnte nicht von hinnen.

Der gedankenvolle Riwalin,

Ein Beispiel ist an ihm verliehn,

Daß der minnende Muth

Gleich dem freien Vogel thut,

Der frei auf manchem Zweig sich wiegt

Und jetzt auf den geleimten fliegt.

Wenn er nun verspürt den Leim,

So flög er gerne wieder heim:

Da klebt er mit den Füßen schon;

Er regt die Schwingen, will davon

Und rührt an keinem Ort das Reis,

Wärs noch so linde, noch so leis,

Der ihm nicht neue Lähmung schafft.

So schlägt er dann aus aller Kraft

Her und hin und hin und her,

Bis er mit seiner Gegenwehr

Sich selbst zuletzt besiegt und fängt

Und fest geleimt am Zweige hängt.

Ganz in derselben Weise thut

Des Jünglings unbezwungner Muth:

So der in Liebessorgen kommt

Und Liebe Wunder an ihm frommt

Durch süßer Schmerzen Kunde,

So will der Schmerzlichwunde

Zu seiner Freiheit wieder:

Doch wieder zieht ihn nieder

Der süße Leim der Minne,

Er verfängt sich so darinne,

Daß er sich mit allem Fleiß

Nicht hin noch her zu helfen weiß.

So war es Riwalin ergangen,

Also hatte sich verfangen

In der Minne Leim sein Sinn

Zu seiner Herzenskönigin.

Ihn brachte die Verwirrung

In wunderliche Irrung,

Da er nicht wuste, ob ihr Muth

Ihm übel wolle oder gut:

Er erkannte weder dieß noch das,

Ihre Minne nicht, noch ihren Haß.

Nicht Trost noch Zweifel hielten Stand;

Er wollte fort, und war gebannt.

So zogen Trost und Zweifel ihn

Ohne Ende her und hin:

Trost sagt' ihm Minne , Zweifel Haß .

Dieser Zwist bewirkte das:

Er konnte mit Vertrauen,

Auf keins von beiden bauen,

Auf Haß noch auf Minne.

So schwebten seine Sinne

In einem unsichern Port.

Trost trieb ihn her und Zweifel fort:

Kein Verlaß war an den zwein,

Sie stimmten niemals überein.

Wenn Zweifel kam und er erfuhr,

Ihn haße seine Blanscheflur,

So wankt' er und beschloß zu gehn;

Sogleich kam Trost und ließ ihn sehn

Ihre Gunst und süßes Minneglück:

Das bracht ihn wieder ihr zurück.

So konnt er sich nicht rühren mehr,

Er wuste weder hin noch her.

Je stärker er entgegen rang,

Je fester ihn die Minne zwang.

Je heftiger er sich entwand,

Je enger schlang die Minn ihr Band.

So trieb es Minne mit ihm lang,

Bis doch der Trost den Sieg errang,

Den Zweifel endlich ganz vertrieb

Und Riwalin gewiss verblieb,

Seine Blanscheflur die minne ihn.

Da war sein Herz und all sein Sinn

Allein auf sie gerichtet

Und aller Streit geschlichtet.

Da nun die süße Minne

Sein Herz und seine Sinne

Ganz unterthänig sich gemacht,

Da hätt er doch sich nicht gedacht,

Daß so viel Leid und Wehe

Aus Herzelieb entstehe.

Als er, was ihm mit Blanscheflur

Geschehen war und widerfuhr,

Von Anbeginn betrachtete,

Genau auf Alles achtete,

Ihre Schläfe, Stirne, Lockenhaar,

Ihren Mund, ihr Kinn, ihr Wangenpaar,

Den freudenreichen Ostertag,

Der lachend ihr im Auge lag,

Da kam die rechte Minne,

Die Befeurerin der Sinne,

Und facht' ihr Sehnsuchtsfeuer an,

Das Feuer, das ihm lodernd brann

Im Herzen, und zur Stunde

Ihm gab gewisse Kunde,

Was für ein schmerzlich Wehe

Aus Liebesleid entstehe.

Denn ihm begann ein neues Leben,

Das Leben war ihm neu gegeben:

Er verwandelte darin

Ganz seine Sitte, seinen Sinn,

Und ward zumal ein andrer Mann

Denn Alles was er jetzt begann

War ein so wunderlich Betragen,

Mit Blindheit schien er oft geschlagen;

Seine angebornen Sinne,

Die waren von der Minne

So verwildert und verstört,

Als hätten sie ihm nicht gehört.

So schwächten ihn die Schmerzen:

Lachen aus vollem Herzen

Wie sein Brauch gewesen war,

Das verlernt' er ganz und gar.

Schweigen und in Sorgen schweben

War hinfort sein bestes Leben;

Denn all sein Sinn, all seine Kraft

Lag in seines Kummers Haft.

Auch verschonte Liebesschmerz

Nicht der jungen Blanschflur liebend Herz:

Sie war auch mit demselben Schaden

Durch ihn, wie er durch sie, beladen.

Die gebieterische Minne

War auch in ihre Sinne

Allzu stürmisch gekommen,

Und hatt ihr mit Gewalt genommen

Schier alle Ruh und ebnes Maß.

Seit die Liebe sie besaß

War gegen sich und vor der Welt

Ihr Betragen ganz entstellt.

Die Freuden, die sie sonst geletzt,

Die Scherze, die sie sonst ergetzt,

Die däuchten sie nun widerlich.

Ihr ganzes Leben fügte sich

Nur allein nach dem Gebot

Ihrer bittersüßen Herzensnoth.

Doch wieviel ihr junger Muth

Von Sehnsucht litt und Liebesglut,

Sie wuste doch nicht was ihr war.

Denn jetzt zuerst ward sie gewahr,

Was für ein schmerzlich Wehe

Aus Herzeleid entstehe.

Oft sprach sie zu sich selber noch:

»O weh, mein Gott, wie leb ich doch!

Wie und was ist mir geschehn?

Hab ich doch manchen Mann gesehn,

Von dem mir nie ein Leid geschah;

Und seit ich diesen Mann ersah,

So wird mein Herz mir nimmermehr

So frei und fröhlich als vorher.

Dieß Sehn, das ich an ihm gethan,

Davon allein hab ich empfahn

Nahegehnden Leids genug.

Mein Herz, das niemals Schmerz ertrug,

Das ist davon versehret;

Es hat mir ganz verkehret

So die Seele wie den Leib.

Soll aber einem jeden Weib,

Die ihn höret oder sieht,

Von ihm geschehn wie mir geschieht,

Und ist das ihm angeboren,

So ist viel Schönheit hier verloren,

Es ist ein unheilvoller Mann.

Wenn er aber zaubern kann,

Und durch seine Zauberlist

Dieß Wunder mir geschehen ist

Und diese wunderliche Noth,

So wär er sehr viel beßer todt,

Und sollt ihn nie ein Weib mehr sehn.

Gott! Wie ist mir von ihm geschehn,

Und geschieht mir stündlich schlimmer!

Gewiss, ich sah doch nimmer

Ihn oder einen andern Mann

Mit feindlichen Augen an,

Und trug auch Niemanden Haß.

Wie denn verschuldet hätt ich das,

Daß mir von Jemand Leid geschähe,

Auf den ich gerne freundlich sähe?

»Was schelt ich doch den guten Mann?

Unschuldig ist er wohl daran,

Was mir für Herzeleid geschah,

Und noch geschieht seit ich ihn sah,

Weiß Gott, es wird daran allein

Das eigne Herz mir schuldig sein.

Viel Andre kamen auch dahin:

Verschuldet Er es, daß mein Sinn

Vor den Andern allen

Auf Ihn allein verfallen?

Denn als so manches edle Weib

Seinen kaiserlichen Leib

Rühmte, und ich überall

Seinen Preis wie einen Ball

Hin und wieder hörte schlagen,

Und so viel zu seinem Lobe sagen,

Und selbst mit Augen an ihm fand

Was man ihm Lobes zugestand,

Und was er Preisliches besaß

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