Gottfried von Straßburg - Tristan und Isolde

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Die Erzählung von Tristan und Isolde ist neben der vom Gral oder der von König Artus und seiner Tafelrunde einer der Stoffe, die von der erzählenden Literatur des europäischen Mittelalters häufig bearbeitet wurden. Zahlreiche Dichter unterschiedlicher Volksliteraturen besonders in Frankreich und Deutschland haben ihr dichterisches Können an der Gestaltung dieses spannungsreichen Stoffes erprobt.

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Von Gesinde noch von Gästen

Ward so wonniglich wohl nie

Geherbergt, als sie lagen hie.

Die Hüll und Fülle war bereit

Wes man bedarf zur Lustbarkeit

An Gewand und guter Speise;

Ein Jeder hatte weise

In der Heimat sich bedacht.

Auch ließ mit königlicher Pracht

Sie König Mark versorgen:

Sie genoßen ohne Sorgen

Hier der schönen Frühlingszeit.

So begann die Lustbarkeit,

Und was der schaubegierge Mann

Nur zu schauen Lust gewann,

Das war zu schauen Alles da:

Man sah da was man gerne sah.

Die sahn nach schönen Frauen,

Die giengen Tanzen schauen,

Die sahen Buhurdieren,

Die andern Tiostieren:

Wozu das Herz Verlangen trug,

Das fand sich Alles da genug.

Denn Alle, die da waren

Von freudereifen Jahren,

Die flißen sich im Wechselstreit

Zu Freuden bei der Lustbarkeit.

Und König Mark, der gute,

Der höfsche, hochgemuthe,

Hätt er auch nicht alle Macht

Verwandt auf seines Festes Pracht,

So ließ er doch hier schauen

Ein Wunder aller Frauen,

Seine Schwester Blanscheflur,

Eine Magd, so schön, als nur

Ein Weib auf Erden ward gesehn.

Ihrer Schönheit muste man gestehn,

Sie sehe kein lebendger Mann

Mit inniglichen Augen an,

Der nicht darnach in seinem Sinne

Fraun und Tugend höher minne.

Die selge Augenweide,

Die machte auf der Haide

Fröhlich manches junge Blut,

Manch edles Herze hochgemuth.

Auch sah man auf der Auen

Noch viel so schöne Frauen,

Daß Jede nach der Schönheit Schein

Eine reiche Köngin mochte sein.

Es musten Alle, die sie sahn,

Frischen Muth davon empfahn:

Viel Herzen wurden freudenreich.

Hiemit begann der Buhurd gleich

Von Gesind und Gästen.

Die Kühnsten und die Besten,

Die ritten auf und ab die Bahn;

Der edle Marke stäts voran

Und sein Geselle Riwalin,

Und seiner Ritter viel um ihn,

Die all beflißen waren,

Im Spiel so zu gebahren,

Daß es ihm Ehre brächte

So oft man des gedächte.

Manch Ross im Ueberkleide

Von Tuch und halber Seide

Ersah man auf dem Flecke;

Manche schneeweiße Decke,

Oder gelb, roth, braun, grün oder blau;

Andre trugen sie zur Schau

Aus edler Seide wohlgewirkt,

Andre vielfach ausgezirkt,

Getheilt, gestreift, bordieret,

So oder so verzieret.

In Waffenröcken zeigten sich

Die Ritter, schön und wonniglich,

Geschlitzt als wärs zerhauen.

Auch ließ der Frühling schauen,

Daß er Marken günstig war;

Denn Viele trugen in der Schar

Kränzlein aus der Blumen Pracht,

Die er zur Steuer ihm gebracht.

In solchem wonnevollen Mai

Begann das wonnige Turnei.

Oft wirrte sich das Doppelheer,

Es warf sich hin und warf sich her:

Das trieben sie so lang und viel

Bis dahin sich zog das Spiel,

Wo Blanscheflur die süße,

Die ich ein Wunder grüße,

Mit andern schönen Frauen

Da saß, es anzuschauen,

Wie sie so herrlich ritten,

Mit so kaiserlichen Sitten,

Daß manches Aug es gerne sah.

Doch was von Andern auch geschah,

Doch wars der höfsche Riwalin,

Und so geziemt' es sich für ihn,

Der vor der ganzen Ritterschaft

Das Beste that mit seiner Kraft.

Auch nahmen sein die Frauen wahr,

Und sprachen, daß in all der Schar

Niemand nach Rittersitte

So behend und herrlich ritte.

Sie lobten was man an ihm sah.

»Seht«, sprachen sie, »der Jüngling da,

Das ist ein wonnevoller Mann!

Wie wonnig steht ihm Alles an

Was er begeht, wie er sich hält.

Wie ist sein Leib nach Wunsch bestellt,

Wie fügen sich mit gleichem Scheine

Seine kaiserlichen Beine!

Den Schild, wie trägt er ihn so eben

Wie festgeleimt sieht man ihn schweben.

Wie ziemt der Schaft in seiner Hand!

Wie herrlich sitzt ihm sein Gewand;

Wie steht sein Haupt, wie glänzt sein Haar.

Süß ist sein Gebahren gar,

Voll Seligkeit sein ganzer Leib.

O, wohl ist das ein selig Weib,

Die ihm ihr Glück soll danken.«

Wohl merkte die Gedanken

Blanscheflur die gute:

Sie trug in ihrem Muthe

Wohl vor den Andern allen

An ihm ihr Wohlgefallen.

Sie hatt ihn sich ins Herz geschloßen,

Er war ihr in den Sinn geschoßen:

Er trug auf hohem Throne

Das Scepter und die Krone

In ihres Herzens Königreich,

Ob sie ihr Geheimnis gleich

Vor der Welt so gut verbarg,

Daß des Niemand hatt ein Arg.

Als das Kampfspiel war gethan,

Die Ritter schieden von dem Plan

Und sich ein Jeder kehrte,

Wohin ihn Laune lehrte,

Der Zufall bracht es da so mit,

Daß Riwalin zur Stelle ritt,

Wo Blanscheflur die schöne saß.

Da sprengt' er näher durch das Gras,

Und als er ihr ins Auge sah,

Gar minniglich begann er da:

»Ah! Dê vous sal, la belle!«

»Merzi«, dit la Püzelle,

Und sprach beschämt entgegen:

»Gott, der Heil und Segen

In die Herzen flößt mit voller Flut,

Der flöß euch Heil in Herz und Muth

Und halt euch hochbegnadet,

Meinem Recht unbeschadet,

Das ich an euch fordern kann.« –

»Ach Süße, was verbrach ich dann?«

Fiel höfisch Riwalin ihr ein.

Sie sprach: »An einem Freunde mein,

Dem besten, den ich je gewann,

An dem habt ihr mir Leid gethan.«

Ach Himmel, dacht er da bei sich,

Was will sie sagen? Was hab ich

Begangen wider ihre Huld?

Wes giebt mir die Holde Schuld?

Er wähnte, daß er etwa Wen

Der Ihren, diesen oder den,

Unwißend, ohne Vorbedacht,

Zu Schaden bei dem Spiel gebracht,

Und deshalb ihm die Hehre

Erzürnt und abhold wäre.

Nein, der Freund, nach dem er frug,

Das war ihr Herz, in dem sie trug

Um seinetwillen Ungemach:

Das war der Freund, von dem sie sprach.

Weil er sich des nun nicht versann,

Als ein höfischer Mann

Sprach er inniglich zu ihr:

»Ich will nicht, Schöne, daß ihr mir

Haß und argen Willen tragt:

Ist es so wie ihr mir sagt,

So richtet selber über mich:

Was ihr gebietet, thu ich.«

Die Süße sprach: »Um den Verstoß

Ist noch mein Zorn nicht allzu groß;

Ich lieb euch auch darum nicht sehr:

Versuchen will ich euch vorher,

Wie ihr mir wollt zu Buße stehn

Für das Leid, das mir von euch geschehn.«

Da neigt' er sich und wollt hindann.

Und sie, die Schöne, seufzt' ihn an

Gar insgeheim, indem sie sprach

Aus inniglichem Herzen: »Ach,

Mein lieber Freund, Gott segne dich!«

Da zuerst entspann es sich

Mit Gedanken her und hin.

Von dannen eilte Riwalin

Vor Minnen ohne Sinne;

Zu sinnen trieb ihn Minne

Was Blanscheflur ihm schmolle

Und ihm mit Grolle wolle.

Ihren Gruß, ihr Wort erwog er nun,

Ihr Seufzen, Segnen, all ihr Thun

Ward in Betracht genommen.

Schon hatt er Muth bekommen,

Ihr Seufzen, ihren süßen Segen,

Zu seinen Gunsten auszulegen.

Er glaubt' es wahrlich klar zu sehn,

Sie wären beide geschehn

Aus anders nichts als Minne.

Das entzündet' ihm die Sinne,

Daß sie hinwieder fuhren

Und nahmen Blanschefluren

Und entführten sie sogleich

In Riwalinens Herzensreich

Und krönten festlich sie darin

Ihm zu einer Königin.

Ja, Blanscheflur und Riwalin,

Der König, die süße Königin,

Theilten unter sich gar gleich

Ihrer Herzen zwiefach Königreich!

Das ihre fiel an Riwalin;

Der Blanscheflur ward seins verliehn,

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