Bettina Ehrsam - Rosa-weiße Marshmallows
Здесь есть возможность читать онлайн «Bettina Ehrsam - Rosa-weiße Marshmallows» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.
- Название:Rosa-weiße Marshmallows
- Автор:
- Жанр:
- Год:неизвестен
- ISBN:нет данных
- Рейтинг книги:5 / 5. Голосов: 1
-
Избранное:Добавить в избранное
- Отзывы:
-
Ваша оценка:
- 100
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
Rosa-weiße Marshmallows: краткое содержание, описание и аннотация
Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Rosa-weiße Marshmallows»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.
Rosa-weiße Marshmallows — читать онлайн ознакомительный отрывок
Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Rosa-weiße Marshmallows», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.
Интервал:
Закладка:
„Das ist genug.“ Lisa entwand ihm die Flasche und stellte sie weg. Ihre Finger waren klebrig. Nirgendwo war eine Serviette.
„Lisa?“
Sie schreckte hoch und schaute in Agnes’ bernsteinfarbenen Augen. Sie glühten beinahe orange. „Wie bitte?“ Lisa wischte ihre Finger an der Hose sauber. Die Pancakes waren mittlerweile kalt geworden.
„Ob alles in Ordnung ist?“
„Ja, danke. Alles bestens. Bin nur müde, das ist alles.“ Sie unterdrückte ein Gähnen.
Kevin kam in die Küche gerannt. „Wo ist BigWam?“, fragte er außer Atem. „Ich hab’ ihn überall gesucht.“
Lisa spitzte die Ohren.
„Das weiß ich nicht“, sagte Agnes mit so unbekümmerter Stimme, dass Lisa sich beinahe verschluckt hätte.
Kevin ließ die Schultern hängen und trottete davon.
„Du weißt doch“, rief sie ihm hinterher, „er kommt und geht, wie er will.“
Der nächtliche Ausflug in den Stall hatte Lisa nicht mutiger gemacht. Sonst wäre sie jetzt aufgesprungen und hätte Agnes zur Rede gestellt. War schon irgendwie traurig. Sie kratzte mit der Gabel im Teller herum und leckte die Zinken ab. Sobald sie am Abend allein mit BigWam am Feuer sitzen würde, würde sie ihn fragen, was genau letzte Nacht los gewesen war. Sie würde ihm gestehen, dass sie im Stall gelauscht hatte. Vermutlich würde er mehr wissen wollen, und sie würde ihm erklären müssen, dass sie aus einem unerklärlichen Impuls heraus gehandelt hatte. Er würde sie auslachen, und sie würde auch lachen. Dann würde er ihr die Aura schließen. Sie lächelte vor sich hin. Wenn diese einmal geschlossen wäre, würde sie sich nie mehr hilflos fühlen. Sie blickte zu Agnes. Sie stand bei der Spüle und wusch den Lappen aus.
„Wann denkst du, dass BigWam zurückkommt?“, fragte sie.
„Herrgott, ich weiß es nicht. Ist er überhaupt weg? Warum fragen mich immer alle, wo BigWam ist? Er macht, was er will. Ich weiß es einfach nicht.“ Agnes zog die Schürze aus, warf sie achtlos in die Ecke und schmetterte beim Hinausgehen die Tür zu.
„Reagiert sie immer so heftig, wenn man sie nach BigWam fragt?“ Lisa blickte zu Roy.
Roy zog die Schultern hoch. Er hatte Ahornsirup am Kinn und auf dem T-Shirt.
Gewissenhaft hatte sie die Pflanzen gewässert. Nun ließ es sich viel leichter jäten. Lisa kniete in ihrem Beet. Der vertraute Geruch feuchter Erde stieg ihr in die Nase. Tief sog sie die Luft ein.
Die letzten beiden Tage war sie nach dem Hühnerfüttern mit Agnes’ altem Rad direkt zum See gefahren; mit dabei waren Badezeug und Buch. Sie konnte sich kaum auf die Lektüre konzentrieren, machte sich Gedanken über ihre Zukunft und dachte viel zu viel an Tom. Nie wusste sie, wo er war, und wenn sie ihn antraf, sprach er kein Wort. Statt froh zu sein, dass er nichts von ihr wollte, war sie traurig und enttäuscht. Sie konnte nicht anders, sie hatte es versucht. Nur Roy wollte abends beim gemeinsamen Lesen wissen, wo sie gewesen war.
Dave und Agnes waren auf einmal wie verwandelt. Ein Keil trennte die beiden. Lisa hatte erst gedacht, es sei wegen des Bebens, das, ausgelöst durch BigWams Verschwinden, durch die Familie ging. Aber es war nicht deswegen. Es war etwas anderes, das konnte sie spüren.
Sie stützte sich mit der einen Hand auf dem Boden ab, mit der anderen hackte und schaufelte sie unermüdlich die widerspenstigen Wurzeln bis tief in die Erde frei. Nichts gab ihr ein so befreiendes Gefühl wie der Moment, in dem sie eine Wurzel komplett in der Hand hielt.
Von Zeit zu Zeit stand sie auf, klopfte die Erde von den Händen, legte sie in den Rücken, streckte sich durch und atmete tief ein. Sie genoss das Gefühl, wenn das Blut wieder frei zirkulieren konnte. Dann kniete sie sich wieder hin und arbeitete weiter.
Da war etwas – eine kleine Bewegung. Auf Händen und Knien blickte sie hoch. Sie wusste nicht, wie lange er schon am Gartenzaun gestanden und sie beobachtet hatte. Tom schob langsam seinen Hut aus dem Gesicht. Diese vertraute Bewegung zog ihr das Herz zusammen. Sie setzte sich auf die Fersen. Den Schmerz in den Knien beachtete sie nicht. Er stand da und schaute sie aus schmalen Augen an. Es war geradezu lächerlich, wie ihr Herz jetzt flatterte und ihr den Hals eng machte. Und wie erleichtert sie war, als er zu sprechen begann. Sie kannte sich selbst kaum noch.
„Na? Heute mal wieder zu Hause?“
„Hast du mich vermisst?“, fragte sie und hoffte, dass ihre Stimme nicht zu freudig klang.
„Ich gehe auf die Weide.“
„Mach das“, sagte sie.
„Du kommst mit“, sagte er und machte ihr ein Zeichen, ihm zu folgen.
Wie sehr sie sich eine Gelegenheit wie diese gewünscht hatte. Doch das wollte sie ihm nicht zeigen. Sie nahm ihren Hut ab und legte ihn auf den Boden. Mit dem Handrücken trocknete sie sich scheinbar gleichgültig ihre feuchte Stirn. „Warum?“, fragte sie.
„Ich brauche deine Hilfe“, sagte er und ging davon.
Ächzend kam sie hoch und schüttelte ihre Beine aus. Sie kribbelten, als würden tausend Ameisen an ihnen hoch- und runterkrabbeln. Der Wind blies ihr eine Strähne ins Gesicht. Sie klopfte ihre schmutzigen Hände an der Hose ab und begutachtete ihre einst gepflegten, blassen Finger. Die Nägel waren abgebrochen und kurz. Dreck hatte sich daruntergeschoben. Die einstmals weiche Haut war rissig und rot geworden, und plötzlich schämte sie sich für ihre ungepflegten Hände. Sie wickelte die störrische Strähne um den saubersten Finger und zog das Haar langsam hinters Ohr. Beim Wasserhahn wusch sie sich die Finger sauber. Sollte sie ihn auf die nächtliche Begegnung im Flur ansprechen und ihm erklären, dass sie mitten in der Nacht eine gefühlte Ewigkeit halb nackt im Stall gesessen hatte und deswegen etwas durcheinander gewesen war ...?
„Kommst du endlich?“, hörte sie ihn rufen.
Als sie um die Ecke kam, saß er bereits im Fahrzeug. Das Fenster war heruntergelassen, sein Ellbogen hing heraus. Rasch stieg sie ein.
„Was brauchst du so lang?“
Er fuhr viel zu schnell auf dem holprigen Weg. Auf der Ladefläche schepperten die Werkzeuge und die Holzpfähle. Eine Rolle Stacheldraht rutschte hin und her und verkratzte das Metall.
Lisa saß auf dem Beifahrersitz und klammerte sich mit einer Hand am Türgriff und mit der anderen am Armaturenbrett fest. Konzentriert fixierte sie vor sich die beiden braunen Spuren im satten Gras. Tom hatte sie vorhin angelächelt, ihre Wangen waren deswegen heiß geworden. Sie versuchte sich einzureden, dass er ihr gleichgültig wäre; doch die Hitze in ihrem Gesicht ließ sich nicht vertreiben.
„Wir sind da“, sagte er, stoppte den Wagen und stieg aus.
Lisa folgte ihm. Er warf ihr ein paar klobige Handschuhe zu.
„Hast du keine kleineren?“
„Nein, habe ich nicht. Komm her. Du musst das für mich halten.“ Er nahm einen der Pfähle von der Lade und rammte ihn mit Wucht in den Boden.
„Ich soll dir helfen, den Zaun zu reparieren? Da hast du wahrlich die Goldrichtige ausgesucht“, bemerkte sie sarkastisch. „Wäre BigWam nicht geeigneter als ich?“ Sie stapfte durch das feste Gras.
„Schon, ich weiß nur nicht, wo der Kerl steckt. Er wusste doch, dass wir heute den Zaun reparieren wollten. Das ist eigentlich nicht seine Art, einen hängen zu lassen.“ Tom schnallte sich den Werkzeuggürtel um. „Wo ist dein Hut geblieben?“, fragte er.
Lisa griff sich an den Kopf. „Hättest du mich nicht so gehetzt. Ich habe ihn bei den Blumen liegen lassen.“
„Damit du keinen Sonnenstich kriegst“, sagte er und stülpte ihr seinen über den Kopf.
Freute sie sich jetzt tatsächlich wie ein Teenager, dass sie seinen Hut tragen durfte? „Wie lange dauert das Reparieren?“ Sie achtete darauf, dass ihre Stimme normal klang.
„Warum? Hast du noch was vor? Sonnenbaden am See?“
Читать дальшеИнтервал:
Закладка:
Похожие книги на «Rosa-weiße Marshmallows»
Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Rosa-weiße Marshmallows» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.
Обсуждение, отзывы о книге «Rosa-weiße Marshmallows» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.