Clara Viebig - Elisabeth Reinharz' Ehe. Es lebe die Kunst!

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Es ist auf dem großartigen Empfang des Bankiers Mannhardt, dass die junge Elisabeth Reinharz, die erst seit kurzem – aus der Provinz kommend – allein in Berlin lebt, eine ihrer Novellen zum Besten geben darf. Die Reaktion darauf ist positiv, aber noch verhalten. Es bedarf schon ihres ganzen Einsatzes in der Folgezeit, ihre Werke bei Redakteuren und Verlegern unterzubringen. Gleichzeitig beginnt aber der eine oder andere, sich für Elisabeth zu interessieren, was das Leben für sie nicht einfacher macht. Es vergeht noch einige Zeit, bis sie den richtigen Weg für ihr Leben gefunden hat.-

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Wer hätte bei Herrn Kistemacher das vermutet! Elisabeth fühlte sich angeheimelt, sie taute auf und erzählte lebhaft; dann las sie einige Stellen aus ihrer Novelle vor. Sie las mit glühenden Wangen, sie fühlte noch einmal alles mit.

„Und meinen Sie, dass es so geht? Dass ich’s so einreichen kann? Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir offen Ihr Urteil sagten.“ Erwartungsvoll sah sie Herrn Kistemacher an.

Er hielt ihr lächelnd die Hand hin. „Also Kollegin! Das darf ich schon sagen, ohne mich zu überheben. Ich finde die Novelle sehr gut. Ich würde ja einiges noch anders gemacht haben, aber ich will Ihnen jetzt nicht mehr den Kopf warm machen. Kommen Sie ein andermal lieber vorher zu mir, wir besprechen dann das Ganze miteinander. Warum haben Sie eigentlich nicht daran gedacht, den Helden lieber ...“

„Lass mich doch auch mal was sagen, Hans“, rief Frau Julie dazwischen. „Ich finde die Geschichte entzückend, ganz entzückend! Schade, dass ich nicht mit ganz ungeteilter Aufmerksamkeit zuhören konnte! — Scheusslich, nicht mehr zu brauchen!“ Der Strumpf flog in den Korb. Dann streichelte sie Elisabeth. „Wie nett, dass Sie’s uns zuerst gezeigt haben! Kommen Sie nur zu jeder Zeit und holen Sie sich unseren Rat. Sie schreiben reizend. Die Muttergefühle der Anna sind grossartig geschildert. Wo Sie das nur her haben? Als ob Sie viere gehabt hätten wie ich. Die Szene mit dem kranken Kind ist ganz graulich, ein Glück, dass es am Schluss gesund wird, sonst wäre die ganze Geschichte verfehlt gewesen. Nein,“ sie sprang auf, „nun hole ich aber ein Schlückchen Wein, darauf müssen wir anstossen!“

„Also Sie meinen, es ist gut?“ sagte Elisabeth, froh wie ein Kind.

„Vortrefflich!“ Kistemacher drückte ihr warm die Hand. „Sie sind ein grosses Talent. Dacht’ ich’s doch gleich, als ich Sie das erstemal sah, dass in Ihnen was steckt. Es wird mir eine Freude sein, Ihnen zur Seite zu stehen. Durch meinen Beruf komme ich mit vielen Menschen in Berührung. Ich kenne ein paar Redakteure — sehr genau, wir stehen sehr freundschaftlich —, denen werde ich von Ihnen erzählen!“

„Weisst du was, Hans?“ Frau Kistemacher war Feuer und Flamme. „Du bist immer so anständig und behandelst sie zu Künstlerpreisen, nun können sie auch was nehmen!“

„Werden sie auch, beruhige dich.“ Kistemacher rieb sich die Hände. „Das nächste Manuskript bringe ich Ihnen mit Leichtigkeit unter, mein liebes Fräulein!“

Frau Julie lachte, fasste Elisabeth um die Taille und drehte sich wirbelnd mit ihr herum. „Ich freue mich, ich freue mich riesig! Eine berühmte Schriftstellerin! Und wir haben auch was dazu getan, Sie berühmt zu machen.“

„Ja, es war gut, dass Sie zu uns gekommen sind“, sagte Kistemacher. „Soll ich Sie jetzt auf die Redaktion begleiten? Es ist Ihnen gewiss angenehmer.“

„Nein, das kannst du nicht, Hans. Du weisst, die Kinder kommen gleich nach Hause, und ich muss in die Markthalle, ich kann sie nicht erwarten. Nehmen Sie’s nicht übel, Fräulein Elisabeth, ein andermal recht herzlich gern. Ich begleite Sie auch gern mal!“

So ging Elisabeth allein.

Sie war hastig gelaufen, nun zögerte sie auf der Treppe. Sie nahm Stufe um Stufe, vorsichtig wie ein Lahmer.

Da war ein langer Gang; am Ende eine Tür mit einem Schild:

Redaktionsbureau.

Bitte eintreten ohne Anklopfen.

Sollte sie, sollte sie nicht? Ihr Herz pochte.

Unten im Kellerraum sausten die Maschinen. Ein dumpfes, unheimliches Surren; eine beklommene, von Druckerschwärze durchschwängerte Luft. Arbeiter mit berussten Gesichtern eilten über die Treppe, bleiche Mädchen in grossen Schürzen, Setzer mit wichtiger Miene und abgespannten Zügen.

Es war höchste Zeit, sonst ging der Doktor fort. Ihr Finger krümmte sich, näherte sich der Tür und schnellte wieder zurück.

Eintreten ohne Anklopfen.

Ein tiefer, zitternder Atemzug — endlich drückte sie die Klinke nieder. Nun war sie drinnen. Kein Mensch drehte sich nach ihr um, sie sassen alle mit dem Rücken gegen die Tür. Die Federn kritzelten.

Sie räusperte sich. „Ist Herr Doktor Bolten zu sprechen?“ fragte sie schüchtern.

„Nein, der Doktor ist jetzt nicht zu sprechen“, sagte eine Stimme aus irgendeiner Ecke.

„Bitte, wann kann ich ihn denn sprechen?“ Sie sagte es sehr enttäuscht; nun hatte sie den Gang gewagt, und nun war er umsonst. Das Manuskript in der Hand brannte sie. Wieder ein Tag verloren auf dem Weg zum Stern! „Ich muss ihn sprechen!“

Einer der Herren wandte sich jetzt nach ihr um und musterte sie von Kopf bis zu Füssen. „Sie bringen wohl ein Manuskript? Wir bitten, die Manuskripte per Post einzusenden und Marken zur eventuellen Rücksendung gleich beizufügen. Doktor Bolten lässt sich nicht sprechen.“

Sie drehte verlegen und unschlüssig die Papierrolle in ihren heissen Händen. Staub lag auf ihren Schuhen, auf ihrem Kleid. Staub, Staub fiel nieder von der Decke dieses Raumes und sank schwer auf ihre Seele.

Der Herr lächelte flüchtig, diese grauen Mädchenaugen blickten so betrübt. „Haben Sie irgendeine Empfehlung?“ fragte er freundlicher.

„Die habe ich!“ Sie atmete auf. „Ich kenne den Herrn Doktor. Frau Leonore Mannhardt schickt mich.“

„Darf ich um Ihre Karte bitten?“ Der Herr machte eine Verbeugung.

Sie zog, ungeschickt vor Hast, ihr Visitkartentäschchen heraus.

Der Herr ging ins Nebenzimmer. Die Federn kritzelten. Sonst kein Laut.

Elisabeth wartete. Ihr Herz schlug hart — Hammerschläge —, sie glaubte, man müsse sie hören. Sie presste das Manuskript, dass es knitterte. Fünf Minuten vergingen; zehn Minuten.

Jetzt knarrte die Tür. „Herr Doktor lässt bitten.“ Eine einladende Handbewegung, und sie stand drinnen im Allerheiligsten.

Bolten sass an dem grossen, grünen Diplomatenschreibtisch, das Gesicht der Eintretenden zugekehrt. Stösse von Manuskripten türmten sich rechts und links von ihm auf, auf dem Schreibtisch, auf dem Boden; hinter ihm noch ein Regal voll. Es roch nach vergilbtem Papier und nach Tinte.

Der Doktor schwitzte, sein Gesicht war gerötet, die Haare standen ihm zu Berge.

„Verzeihen Sie, ich bin sehr beschäftigt, ich habe noch Dringendes zu erledigen.“ Er zog seine Uhr heraus und legte sie vor sich auf den Tisch. „Womit kann ich Ihnen dienen? Ich lese die letzte Korrektur zu dem grossen Roman unserer Rosen, die Fahnen müssen heute noch in die Druckerei. Donnerwetter, schon so spät?“ Er nahm die Feder zur Hand und verfolgte die einzelnen Zeilen auf dem langen Papierstreifen. „Bitte, sprechen Sie nur!“

„Frau Mannhardt sagte mir ... sie wollte ... sie hat mit Ihnen gesprochen.“

„Ja, richtig!“ Er entsann sich. „Habe schon das Vergnügen gehabt.“ Er warf die Feder hin. „Ä, sind die Kerle unaufmerksam, wieder dieselbe Geschichte gemacht! Zum Verrücktwerden!“ Er drückte anhaltend auf den Knopf der elektrischen Leitung. „Verzeihen Sie!“ Noch ein Druck auf den Knopf. „Hört denn keiner?“

Der junge Herr von nebenan stürzte herein.

„Warum hören Sie denn nicht? Schicken Sie mal den Faktor herauf; er darf nicht Weggehen, ehe ich ihn gesprochen habe. Der Esel! — So,“ er nahm wieder die Feder, „hier Absatz. „Wie oft soll ich das bemerken! Stehe ganz zu Diensten, Fräulein — Fräulein Reinhof, nicht wahr?“

„Reinharz.“

„Reinhart, richtig!“ Er fasste sich an die Stirn. „Es geht einem so viel durch den Kopf. Ja, ja, entsinne mich, weiss alles: Novelle vorgelesen, mir empfohlen, geben Sie her!“ Er nahm ihr ohne weiteres das Manuskript aus der Hand.

Ihre Finger gaben es ungern frei, ihr war auf einmal, als möchte sie es lieber behalten, als sei es ein Tropfen eigenen Blutes.

Er wog es in der Hand, dann blätterte er darin. „Ziemlich lang! Über dreitausend Druckzeilen.“ Sich halb umdrehend, warf er es auf das Regal hinter sich. „Werde Ihnen schreiben.“

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