Hans Leip - Brandung hinter Tahiti

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Der Band versammelt drei Erzählungen Leips um Schifffahrt und Matrosenleben – das große Thema des aus Hamburg gebürtigen Autors. «Der Untergang der Juno» erzählt von Steuermann William Mackay, der mit dem Erlangen des Kapitänspatents zugleich seine große Liebe verliert. «Die Bergung» handelt vom schweren Leben auf dem Hochseeschlepper «Tiger», das für den Kapitän auch eine starke Belastung seiner jungen Ehe bedeutet, und «Die Brandung hinter Tahiti» berichtet davon, wie der Pariser Arzt Dr. Glenn und die bezaubernde junge Lanette dem Südseezauber erliegen – aber auch der Liebe … Hier ist Leip ganz in seinem Element und das spürt der Leser auf jeder Seite!-

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Mit Teakholz und zwei Passagieren ab Rangun

Des Osten Schelle

bestürmt die Welle,

die faßt des Schiffes Spant und Want

in ihre hohle Hand.

Sie hebt es milde

zum Taggefilde,

daraus die Sonne Blumen bricht

und in die Rahen flicht.

Du, der verborgen

befiehlt dem Morgen,

führ uns aus unserer Dunkelheit

in Deine helle Zeit!

Sie rauchten und tranken. Kein Wort unterbrach für eine Weile das Summen und Tupfen der herbstmatten Fliegen am Fenster. Durch die gewölbten Scheiben sah man den langen Hafenschlund hinab bis weithin auf die Reede hinaus, wo die Masten der Flotte mit den segellosen Rahen wie ein kahler Hochwald ragten. Durch die Tür drang brausend wie ferne Brecher der Lärm der Schankstube.

Der junge Parish musterte den Seemann voller Ungeduld, seine Lippen zitterten. Er hielt es nicht mehr aus. Mit einem knirschenden Ruck schob er die Aniskringel von sich fort und fragte trockenen Mundes: »Und die Juno

Mackay hob den Blick nicht. Er schnippte mit dem Finger an einem zu ihm hingerollten Kringelkrumen. Seine Stimme war langsam, als er sagte: »Gut, so will ich denn von der Juno erzählen. Verzeihen Sie aber, wenn ich mein Gedächtnis durch ein paar Zitate ergänze, aus Briefen an meinen Vater.«

Er gönnte sich noch einen Schluck (Herr Parish schenkte ihm ermunternd frisch ein), wischte sich verloren den Mund, heftete den Blick auf eine buntbemalte Haubenschachtel, die auf dem Schrank stand, zog einen ledernen Umschlag aus der Rocktasche und entnahm ihm ein Päckchen beschriebener Blätter, in die er, halb lesend, halb erzählend, ab und zu hineinsah.

»Es war also voriges Jahr, am 29. Mai 1795, einem Sonnabend. Ich hatte das Schiff, auf dem ich vorher angestellt war, aus guten Gründen verlassen, da ich dort nicht weiterkommen konnte, und nahm in Rangun den Posten eines Zweiten Offiziers auf der Juno unter Käpitän Bremner an. Das Schiff hatte eine gehörige Ladung Teakholz eingestaut, für Madras bestimmt. Es war 450 Tonnen groß, dreimastig, ein Vollschiff von gutem Aussehen. Bei näherer Betrachtung aber fand ich leider, daß es zu einer vernünftigen Seereise vorerst tüchtiger Überholung bedurft hätte, vor allem das Tauwerk. Ich sagte das dem Kapitän, der aber meinte, die Compagnie würde ihm die großen Unkosten verübeln. Noch sei ja nichts passiert, und bis Madras, von Hinterindien also quer durch die Bucht von Bengalen nach der koromandelschen Küste Vorderindiens, runde eintausend Seemeilen, das würden wir wohl noch gut bewältigen.

Die Besatzung bestand aus dreiundfünfzig Mann, hauptsächlich Laskars, wie die eingeborenen Seeleute in Indien heißen, und nur wenige Europäer. Dazu kamen noch einige Malaien, die sich die Reise durch Arbeit an Bord verdienen mußten, und eben vor Abfahrt noch des Kapitäns junge Frau mit ihrem Mädchen, einer Weißen, die nicht schlechter als sie selber angezogen ging. Diese beiden Frauen waren sozusagen unsere Passagierinnen, und wir behandelten sie mit Achtung. Zuerst, als noch alles gutging, waren sie meistens an Deck und sahen der entschwindenden Küste nach, den vielen kleinen Holzhäusern, die wegen der oftmals überhohen Flut auf Pfählen stehen, und der alten Fortmauer, die in der flachen Gegend gewaltiger aussieht, als sie nahebei ist.

Anfangs hatten wir gutes Wetter und waren zu Späßen aufgelegt, da es uns in der Sumpfhitze an Land nicht gefallen hatte und die frische Seebrise uns guttat. Der Erste Steuermann, mein Vorgesetzter zwar, aber von Anfang an freundlich, flüsterte mir hinter der Hand zu, die Zofe des Kapitäns sehe aus wie die Galionsfigur. Nun kann man wohl sagen, daß unsere Galionsfigur, die ich mir vom Pier aus lange betrachtet hatte, nicht übel wirkte. Kurz und gut, die Dame hieß von dem Augenblick an bei uns Europäern, den Kapitän eingeschlossen, Fräulein Juno, während ihr wirklicher Name Emma Sanders lautete. An die Kapitänsfrau hingegen wagte sich unsere Laune nicht; sie war eben die Frau des Kapitäns, da gab es nichts zu scherzen, und damit basta. Im ganzen befanden sich zweiundsiebzig Menschen an Bord, die – außer den Weißen – größtenteils an Deck schliefen.

Wir segelten mit der ersten Ebbe los, bei fünf bis sieben Faden Wasser. Und ein paar Stunden lang ging alles vorzüglich. Dann gerieten wir auf eine Untiefe von weniger als vier Faden. Wir merkten es rechtzeitig, da wir das Lot nicht ruhen ließen, und drehten sogleich ab. Die Strömung aber ist unberechenbar in jener Mündung des Rangunflusses; das Schiff trieb auf eine Sandbank. Wir machten, was an Manövern geraten war, stauten alles ins Hinterschiff, um vorne flottzukommen, vergebens; warfen dann die beiden kleinen Notanker aus, um ein weiteres Auftreiben zu verhüten; eine Zeitlang hielten sie auch, dann brach ein Tau in dem reißenden Ebbstrom, und der andere Anker wurde glatt vom Schiff mit fortgeschleift. Nun warfen wir den großen Anker, der hielt besser, und zogen uns daran sachte wieder in die Rinne zurück.

Inzwischen war es aber tiefste Ebbe geworden. Wir zweifelten nicht, mit der Flut loszukommen, wenn wir nur vermeiden konnten, daß der Kahn sich bei dem elend niedrigen Wasser gänzlich festsetze. Übel war vor allem, daß wir mächtig Schlagseite kriegten; die Juno wurde in dem seichten Rinnsal überaus topplastig, und wir waren gezwungen, die obersten Rahen und auch die Bramstengen herunterzuholen, um sie aufzurichten; wahrhaftig ein ärgerliches Geschäft. Mit der Flut aber wurden wir Gott sei Dank wieder flott, nahmen den Anker auf und rutschten gut in die offene See hinaus. Und da kein Wasser ins Schiff drang, glaubten wir gern, es habe keinen größeren Schaden genommen.

Der Wind war gut und so weit achterlich, daß es für die Damen an Deck erträglich war. Sie machten aber nicht viel Gebrauch von der Promenade und hielten sich meistens in ihrer Kajüte auf; Kapitän Bremner erzählte dem Ersten und mir, die wir zusammen aßen, Fräulein Juno sei auf Spekulation nach Birma oder Bengalen gefahren.«

Nun, das war damals häufiger der Fall. Bei der letzten Reise nach Europa im ostindischen Konvoi, die er mitgemacht, seien an zwanzig Mädchen wieder mit zurückgekommen, die sich sowohl in Vorder- als Hinterindien, in Bombay, Kalikut, Madras, Patna, Rangun, Pagu und so weiter nicht hätten an den Mann bringen können. »Ein seltsamer Zufall allerdings bei der ständigen Nachfrage.«

Parish kniff ein Auge: »Ei«, nickte er, »das ist das Geheimnis des plötzlichen unabsetzbaren Überangebots mitten im Mangel, unberechenbar wie eine Fallbö.« Und er zeigte Neigung, noch mehr über jenes weibliche Gegenstück seines neuerlichen Frachtgeschäftes zu erfahren.

Mackay streifte den jungen Herrn David mit stillem Blick und legte sich die Worte säuberlich zurecht: »Den reichen Engländern und Holländern dort fehlt es sicher nicht an schönen Sklavinnen oder zumindest Aufwärterinnen. Aber der europäische Mensch braucht auch Geist und Seele und Bildung jener Art, von der Asien nichts weiß, so daß ein Weißer sie dort bald entbehrt. Darum wächst der Wert der Europäerin in diesem Weltteil. Und kann sie sich entschließen, hier auf gut Glück zu heiraten, so harren alsbald neun bis zwölf Zofen ihrer Winke. Man hebt sie aus dem Bett, kleidet sie an, schlägt ihre Haare in Locken, empfängt ihre Befehle fürs Haus, bringt ihr den Tee und fragt, ob man Besuch zulassen solle. Sie braucht keinen Schritt zu gehen, keine Hand zu rühren, man liest ihr die Wünsche von den Augen ab.

Und das habe unsere Passagierin ausgeschlagen? fragte Herr Wäde, unser Erster Steuermann, ganz ungläubig. Sie werde ihre Gründe gehabt haben, erwiderte Bremner. Denn eins müsse man ja mit in Kauf nehmen: den Mann. Und die reichen Kaufleute in Indien seien recht häufig vom Klima verdorben, dem Trunk verfallen und in der Gesittung verroht. Trotzdem solle es ein gutes Geschäft für manche Kapitäne sein, Europäer der Niederlassungen mit weißen Frauen zu versorgen. Man kann sich denken, von welcher Sorte diese Mädchen im allgemeinen sind. Aber manchmal sei ihr Ruf unbescholten. Und er lege für Fräulein Sanders die Hand ins Feuer. Er habe Kapitäne gekannt, die Auftrag hatten, Mädchen von gutem Namen und guter Erziehung und von möglichster Schönheit in Europa zu suchen, natürlich gegen hohe Vergütung und mit allen Schikanen, durch Zeitungsaufrufe und dergleichen. Einen seiner besten Freunde baten einmal zwei Faktoreibeamte in einer englischen Ansiedlung, ihnen zwei anständige Mädchen aus England mitzubringen. Und das gelang unserem Freiwerber. Die Mädchen waren wirklich hübsch, und es wurden glückliche Ehen, und alle vier blieben gut befreundet.«

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