Markus Baum - Eberhard Arnold
Здесь есть возможность читать онлайн «Markus Baum - Eberhard Arnold» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.
- Название:Eberhard Arnold
- Автор:
- Жанр:
- Год:неизвестен
- ISBN:нет данных
- Рейтинг книги:3 / 5. Голосов: 1
-
Избранное:Добавить в избранное
- Отзывы:
-
Ваша оценка:
- 60
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
Eberhard Arnold: краткое содержание, описание и аннотация
Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Eberhard Arnold»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.
Eberhard Arnold — читать онлайн ознакомительный отрывок
Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Eberhard Arnold», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.
Интервал:
Закладка:
Seit seinem Eintritt hat sich die örtliche DCSV-Gruppe stetig und kräftig entwickelt. „Als ich nach Halle kam, war in der D.C.S.V. ein Durcheinander ohnegleichen“, schrieb Eberhard Arnold später; „Gott gab Gnade, den Geist Jesu zur Herrschaft zu bringen und das Fremde und Unklare zurückzudrängen. Wunderbare, herrliche Dinge haben wir erlebt. Aber nicht ich war es, auch nicht sonst einer, sondern der Herr und Sein Geist“. Seine Reife und sein Einsatz in der örtlichen DCSV sprach sich herum. Binnen kurzer Zeit wurde er auch in den nationalen DCSV-Vorstand berufen als „studentisches Mitglied“. Er fand sich dort in einer Runde mit dem Grafen von Pückler, dem Methodistenprediger Theophil Mann, der zu der Zeit DCSV-Sekretär war, dem Wuppertaler Pastor Paul Humburg, dem baptistischen Reiseprediger Ludwig von Gerdtell und anderen.
Ludwig von Gerdtell kannte er schon aus der Zeit, als dieser gerade DCSV-Sekretär geworden war. Im Jahr 1902 hatte eine Vortragswoche Gerdtells in Breslau eine kleine Erweckung unter Gymnasiasten ausgelöst. Von Gerdtell, elf Jahre älter als Eberhard Arnold, war ein brillanter, kraftvoller Redner, von Haus aus Jurist, reiste aber mit populär aufgemachten geistlichen Vorträgen durchs Land. Er lehnte die Kindertaufe ab, geißelte die Staatskirche und scheute auch die offensive Auseinandersetzung mit der modernen Naturwissenschaft nicht. Er legte Wert auf gepflegte Umgangsformen, konnte aber unvermittelt sprachlich ausfällig und verletzend werden und machte gerne Pointen auf Kosten anderer. Das sicherte ihm über viele Jahre ein aufmerksames Publikum. Karl Heim bewunderte ihn: „Mit der Logik eines Advokaten wird die Wahrheit des Anspruchs Jesu bewiesen. Dazwischen Zeugnisse von fulminanter Kraft“, so schrieb Heim 1906. Der Mann war so rigoros in seinem Reden, freilich auch so konsequent in seiner Lebensgestaltung – das konnte auf einen jungen Mann mit ganz ähnlicher geistiger Schärfe nicht ohne Eindruck bleiben. Und so finden wir Eberhard Arnold in der folgenden Zeit immer wieder in der nächsten Umgebung Ludwig von Gerdtells. Im DCSV-Vorstand schloß er sich öfters dessen Haltung an. Vom Sprachstil von Gerdtells, von der Argumentationsweise hat er sich manches angeeignet. Zeitweise nannte er ihn gar seinen „besten Freund“. Wenn er Karl Heim bei aller Verbundenheit „zu weich und als Christ zu nachgiebig“ fand, dann mag das daran liegen, dass er an Ludwig von Gerdtell zur selben Zeit Entschlossenheit und kompromisslose Härte um der Wahrheit willen sah. Aber eben: Wahrhaftigkeit ohne Liebe, Entschiedenheit bis zur Rechthaberei – so empfanden es andere. Ausgerechnet der scharfsinnige Student mit seinem feinen Gespür für Echtes und Unechtes soll das nicht bemerkt haben? Manches an dieser Beziehung bleibt rätselhaft.
Von Gerdtell sah seine Berufung in der „Arbeit unter den Gebildeten“. Evangelium für die gebildete Oberschicht, für Reiche und Einflussreiche – Eberhard Arnold konnte sich persönlich vom Erfolg dieser Strategie überzeugen. Vor Weihnachten 1906 und dann noch einmal Anfang 1907 hielt Ludwig von Gerdtell in Halle zwei spektakuläre Vortragsreihen, von Karl Heim und Eberhard Arnold maßgeblich mit vorbereitet. Seine Themen waren zum Beispiel „Das Sühnopfer Christi“ oder auch „Kann der moderne Mensch noch an die Auferstehung Jesu glauben?“ Unter Leuten aus dem gebildeten Bürgertum löste er damit eine regelrechte Erweckung aus. Die Hallischen Tageszeitungen merkten zwar nur kurz auf und gingen rasch zur Tagesordnung über: Die „russischen Wirren“, der Burenkrieg, Kaisers Geburtstag, die bevorstehende Reichstagswahl, die deutsche Flotte, und was man von den Sozialdemokraten zu erwarten habe. In den Gemeinschaften allerdings lieferten die Vorträge noch auf Monate Gesprächsstoff; die gedruckten Manuskripte wurden von Hand zu Hand gereicht. Es bildeten sich Bibelgesprächskreise und Gebetskreise in den Privathäusern prominenter Hallenser.
Bernhard Kühn und das Allianzblatt
Die Gemeinschaft an der Alten Promenade wurde zu einem Brennpunkt dieser Bewegung. Versammlungssaal war das umgebaute Atelier des Kunstmalers Sallwürk. Möglicherweise hat Eberhard Arnold diese Gemeinschaft gegründet oder zumindest mitgegründet, jedenfalls hat er dort nachweislich über mehrere Jahre verantwortlich mitgearbeitet.
Häufiger Gast in dieser Gemeinschaft war Bernhard Kühn, Sekretär des Evangelischen Allianzhauses in Bad Blankenburg. Kühn war ein einfacher Mann, äußerlich klein und verwachsen, alles andere als ein Intellektueller, aber mit einer enormen Ausstrahlung. Er redigierte das „Evangelische Allianzblatt“, das Sprachrohr des Allianzhauses. Die Auflage des „Allianzblattes“ war nicht riesig – 1907 etwa 4.000 Exemplare. Außerdem war das Blatt in jüngster Zeit umstritten, denn Kühn stammte aus der freien Brüderbewegung, ließ jedes Verständnis und Einfühlungsvermögen für die Landeskirche vermissen und teilte forsch Kritik nach allen Seiten aus. Trotz alledem, vielleicht auch gerade deswegen war das „Evangelische Allianzblatt“ eine erstrangige Kanzel und wurde überall im Land in Gemeinschaftskreisen und Pfarrhäusern aufmerksam gelesen.
Ob sich Eberhard Arnold selbst angeboten hat oder ob ihn jemand empfohlen hat, ist nicht von Belang. Bernhard Kühn öffnete ihm das „Allianzblatt“ und darf damit für sich in Anspruch nehmen, ein fruchtbares und vielseitiges publizistisches Talent geweckt zu haben.
Auf den ersten Blick
Am 4. März 1907 – einem Montag – hielt Eberhard Arnold eine Bibelarbeit im Haus der Frau Oberstabsarzt Else Baehr, einer energischen, umtriebigen Gemeinschaftschristin. Mit welchen Erwartungen ist er wohl dorthin gegangen? Vielleicht schon ein wenig in Abschiedsstimmung. Die Hallenser Zeit war fast abgelaufen; eine Woche später würde er sich exmatrikulieren; das nächste Semester wollte er wieder zuhause in Breslau studieren. Im April stand noch eine studentische Arbeitskonferenz der DCSV-Kreisleiter an, bei der er den Vorsitz führen sollte. Dann würde er die Zelte abbrechen. – An diesem Abend sprach er über einen Abschnitt aus dem zehnten Kapitel des Hebräerbriefs.
Emmy von Hollander, 1907
Es waren etwa 25 Besucher im Raum, darunter Karl Heim, das Ehepaar Sallwürk, eine Frau Generalmajor von Borke, ein Bergwerksdirektor Sievert und verschiedene andere Notabeln, die durch von Gerdtells Vorträge „erweckt“ worden waren. Die Bibelarbeit des angehenden jungen Theologen war sehr eindringlich und persönlich. „Er sprach mit einer solchen Feuerkraft und Glut und Überzeugung, dass er nach der Versammlung ganz belagert war, und jeder ihn fragte, ob er Missionar werden wollte (...). – Ich hatte so etwas noch nie in meinem Leben gehört und erlebt“, schrieb eine Augen- und Ohrenzeugin – eine Krankenpflegerin, die in einem Diakoniekrankenhaus in Salzwedel arbeitete und eigentlich nur auf Urlaub bei ihren Eltern in Halle war. Eberhard Arnold hatte sie schon bemerkt, als er den Salon betrat, und hatte sich bei dem Gedanken ertappt: „So muss meine Braut sein.“ Die junge Frau hieß Emmy von Hollander. Das erfuhr er aber erst einige Tage später.
Emmy Monika Else von Hollander war, als Eberhard Arnold sie erstmals traf, eine attraktive Erscheinung: mit selbstbewusster Haltung, mit blonden Naturlocken, die sich nur widerwillig – der Zeit und Konvention entsprechend – hochstecken ließen, und mit einem offenen, geraden Blick aus auffällig blauen Augen. Geboren am 25. Dezember 1884 in Riga, war sie in Jena und seit 1897 in Halle aufgewachsen. Geistliches Leben hatte sie fasziniert, seit sie durch eine Freundin in die Familie des Pastors Meinhof eingeführt worden war, der das Pfarramt an der Hallenser St. Laurentius-Kirche ausübte. Als Jugendliche beschäftigte sie sich mit Zinzendorf und der Geschichte der Herrnhuter Brüdergemeine. Sie vertiefte sich in alte und neuere geistliche Lieder; auch sie las mit Begeisterung Thomas von Kempens „Nachfolge Christi“. Mit 17 war sie als Schwesternschülerin in die Diakonissenanstalt im Hallenser Stadtteil Giebichenstein eingetreten. Mit 19 arbeitete sie eine Zeitlang als Kinderpflegerin im Haushalt der Pastorenfamilie Freybe in Stappenbeck bei Salzwedel. 1905 war sie Probeschwester im Hallenser Diakonissenmutterhaus geworden, war aber schon zum Jahresende von Krankheit geschwächt und innerlich entmutigt wieder ausgetreten. Seit Februar 1906 hatte sie durch Vermittlung des Pastors Freybe im Johanniter-Krankenhaus in Salzwedel gearbeitet. Sie übte ihren Beruf gern und mit Hingabe aus. Allerdings war sie im Beruf und in der Familie früh und oft mit Leiden und Tod konfrontiert worden und sah sich dadurch gezwungen, über den manchmal rätselhaften Willen Gottes, über seine Barmherzigkeit und über die Begrenztheit des Lebens nachzudenken. „Was mich beunruhigte, war, dass ich etwas Trennendes zwischen Gott und mir empfand“, berichtet sie über diese Zeit; „ich konnte es nicht begreifen, wie der reine und heilige Gott solch unheilige Menschen sich erwählt hat, und fand keine wirkliche Lösung dieser Frage.“
Читать дальшеИнтервал:
Закладка:
Похожие книги на «Eberhard Arnold»
Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Eberhard Arnold» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.
Обсуждение, отзывы о книге «Eberhard Arnold» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.