Markus Baum - Eberhard Arnold
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Durch seinen Vater ist Eberhard Arnold auf einen anerkannten Gelehrten aufmerksam gemacht worden, der über die Geschichte der mährischen Täuferbewegung Jakob Hutters geforscht hatte: den Grazer Geschichtsprofessor Johann Loserth. Eberhard Arnold hat Loserths zweiteiliges Buch über den „Anabaptismus in Tirol“ in der Bibliothek des Vaters vorgefunden. Er erwähnt eine Diskussion mit dem Vater über Loserths Anerkennung der mährischen Wiedertäufer als „gute treue Menschen reiner Sitte und strenger Jesusliebe“. Das Wissen und die Eindrücke, die Eberhard Arnold bei diesen Gesprächen und der entsprechenden Lektüre gewonnen hat, haben mit längeren Unterbrechungen, im Abstand von jeweils sechs bis sieben Jahren, entscheidend weitergewirkt (drei Jahrzehnte später hat er selbst wissenschaftlichen Austausch mit Prof. Loserth gepflegt). Im Augenblick sorgte die Entdeckung der täuferischen Geschichte lediglich dafür, dass dem jungen Mann Zweifel an der preußischen Staatskirche kamen, die seinem Vater so unendlich viel bedeutete. Damit wird ein paradoxer Zug an der Beziehung zwischen Eberhard und Carl Franklin Arnold erkennbar: Sie fanden und verstanden sich im gemeinsamen glühenden Interesse an der Geschichte der Christenheit, zugleich setzten sie sich in der Bewertung dieser Geschichte immer weiter voneinander ab.
Auszeit
Missionseifer, seelsorgliche Arbeit an den Kameraden und Altersgenossen, Redetalent, Heilsarmee hier und Bibelkreis da – das ging auf die Dauer spürbar auf Kosten der Schule. Clara Arnold schreibt, ihr Bruder habe der Schule Gleichgültigkeit und sogar passiven Widerstand entgegengebracht. Rein rechnerisch ergibt sich jedenfalls aus den bekannten Lebensdaten, dass Eberhard Arnold in den Jahren nach dem 16. Geburtstag ziemlich gebummelt hat. Die Eltern überzeugten ihn, dass er sich endlich auf das Abitur konzentrieren müsse (gleichwohl stand er auch später stets zu seinem missionarischen Engagement in den Jahren von 1900 bis 1904: „Ich kann nie bereuen, für Jesus an Seelen gearbeitet zu haben, und muss es festhalten, dass es Sein Auftrag war und Sein Geist, der mich dazu trieb …“). Die vertraute Umgebung, die vielen Verpflichtungen und Kontakte in Breslau konnten da nur hinderlich sein. Eberhard Arnold wurde im niederschlesischen Städtchen Jauer in Pension gegeben und erwarb dort am königlichen Gymnasium in den ersten Wochen des Jahres 1905 das Reifezeugnis. Er war nun 21 Jahre alt.
1Thomas a Kempis, „Von der Nachfolge Christi“, Erstes Buch.
2Möglicherweise steht „v. Gürten“ für Ludwig von Gerdtell, und Eberhard Arnold hat den Namen bewusst verfremdet. Dann müsste die Episode ins Jahr 1902 datiert werden, und von Gerdtell hätte Eberhard Arnold den ersten Impuls zur Beschäftigung mit den Wiedertäufern gegeben. Die Beschreibung „von Gürtens“ trifft jedenfalls in wesentlichen Zügen auf L. v. G. zu: strikter Anabaptismus, Geringschätzung der Reformatoren, Berufung auf das Urchristentum. – Viele Jahre später schrieb Arnold in einem Brief: „Mir ist deutlich geworden, dass unsere erste Breslauer Zeit viel Gewaltsames und Vergewaltigendes, Unfreies und menschlich ichbetontes Gerede in ihren Ausdrücken enthielt. Gerdtell hat das nicht erkannt.“
3Anders als Luther, Calvin und Zwingli haben einige Reformatoren die Kindertaufe als unbiblische und irreführende Praxis verworfen und stattdessen die „Glaubenstaufe“ Erwachsener gefordert. Da bis dahin praktisch jedes Kind getauft worden war, mussten Menschen, die die Glaubenstaufe an sich vollziehen ließen, mit dem Vorwurf leben, zweimal oder „wieder“ getauft zu sein. Die „Wiedertäufer“ wurden sowohl von der katholischen als auch von den neugegründeten lutherischen und reformierten Kirchen radikal verfolgt. Dennoch konnten sich Täufergemeinden vor allem in den Niederlanden (Mennoniten), in der Schweiz und in Mähren halten.
II.
Ohne Überzeugung
Wenn es nach Eberhard Arnolds Wunsch gegangen wäre – er hätte gerne Medizin studiert, träumte von einem selbstlosen Beruf im Dienst der Barmherzigkeit. Leib- und Seelsorge Hand in Hand: seit ein paar Jahren hatte er insgeheim solche Vorstellungen entwickelt und gepflegt. Den Eltern hatte er diese Gedanken nie offenbart; sie stellten inzwischen eigene Überlegungen an, und die gingen in eine andere Richtung.
So fiel der frisch dekorierte Abiturient aus allen Wolken, als ihm der Vater am Abend nach der Prüfung im versammelten Familienkreis eröffnete, er freue sich darauf, den eigenen Sohn an der theologischen Fakultät unter seinen Zuhörern zu sehen. Der suchte mühsam nach Argumenten, wandte ein, er fühle sich nicht zum Theologen berufen, er wisse es schon jetzt, dass er nie Pastor werden könne, aber als Mediziner werde er Tüchtiges leisten.
Carl Franklin Arnold wischte die Wünsche und Bedenken seines Sohnes vom Tisch. Er wollte wenigstens einen seiner Söhne an der Theologischen Fakultät sehen, nachdem Hermann, der Erstgeborene, bereits Jurist geworden war. Er verwies auf den großen Einfluss, den ihm der Dienst auf der Kanzel sichern werde, und auf die lange Kette von Theologen und Pastoren unter den Vorfahren. Und schließlich das vernichtende Argument: das Medizinstudium dauere lang und sei kostspielig, Eberhard habe bereits unnötig viel Zeit an der Schule verbummelt. Fazit: „Du studierst Theologie!“ – Ende der Debatte.
Die DCSV
So fand sich Eberhard Arnold im Sommersemester 1905 als Theologiestudent an der Universität Breslau wieder. Glücklich war er nicht, dabei traf er unter den Kommilitonen genügend andere, die mit ihm die Liebe zu Jesus und den Willen zur bedingungslosen Nachfolge teilten. Sammelpunkt für die jungen bekennenden Christen an der Universität war die Breslauer Sektion der Deutschen Christlichen Studenten-Vereinigung, abgekürzt DCSV 4. Dort trafen sich Studenten verschiedener Fakultäten mehrmals wöchentlich zu Bibelstunden, besprachen alltägliche Erlebnisse, teilten Freuden und Sorgen. Eberhard Arnold fühlte sich wohl in diesem Kreis, brachte aber nicht das Feuer und Engagement auf wie zuletzt im Bibelkreis und in der Heilsarmee. Er war mit sich unzufrieden, fühlte sich innerlich leer, ärgerte sich über unnütze Debatten und Nichtigkeiten und verzweifelte fast an der Ungeduld, mit der es ihn zu den Armen und Verlorenen hinzog.
Bestätigt fühlte sich Eberhard Arnold durch einen Brief des greisen Heilsarmeegründers und -generals William Booth 5. Zwischen Juni 1902 und November 1904 war Booth fünfmal zu evangelistischen Einsätzen (Heilsarmeejargon: „Feldzüge“) in verschiedenen Städten Deutschlands gewesen. Wer ihn wo und wann auf den jugendlichen Eiferer mit der missionarischen und seelsorglichen Begabung aufmerksam gemacht hat, ist nicht mehr auszumachen. Im bewussten Brief jedenfalls hat Booth Eberhard Arnold aufgefordert, in den Dienst der Heilsarmee zu treten.
In einer Aussprache mit den Eltern spielte dieser Brief dann auch eine Rolle, aber er machte auf Carl Franklin und Elisabeth Arnold nicht denselben Eindruck wie auf ihren Sohn. Sie zeigten Verständnis für seine innere Zerrissenheit und seine Selbstzweifel und legten ihm nahe, er möge keine voreiligen Entschlüsse fassen, sondern erst einmal zur DCSV-Konferenz fahren und seine Situation dort mit Freunden beraten.
Die 15. Allgemeine Christliche Studentenkonferenz fand Anfang August 1905 in Wernigerode statt. Eberhard Arnold reiste hin zusammen mit Clara (die somit die Gründungsversammlung der „Deutschen Christlichen Vereinigung studierender Frauen – DCVSF“ erlebte – vier Jahre, nachdem sich die ersten deutschen Universitäten für Frauen geöffnet hatten). Anders als die Blankenburger Allianzkonferenzen, die bereits damals regelmäßig 1.500 und mehr Besucher anzogen, waren die DCSV-Konferenzen familiär und überschaubar: mal 180, mal 250 Teilnehmer aus allen Ecken Deutschlands. Eberhard und Clara tauchten ein in eine herzliche, offene Atmosphäre. Clara Arnold schreibt später von „begeisterter Jesusliebe“, von „tiefer Einheit der Gesinnung“. Hier hörten die Geschwister Ansprachen von General von Viebahn und erlebten den DCSV-Vorsitzenden und Mitgründer Graf Pückler. Hier hat sich Eberhard Arnolds Lebensweg erstmals mit dem von Karl Heim gekreuzt: Heim hielt in Wernigerode ein beeindruckendes Referat zum Thema „Bilden ungelöste Fragen ein Hindernis für das Glaubensleben?“ Noch mehr Gesprächsstoff lieferte ein Gast aus Übersee: der Evangelist R. A. Torrey aus Chicago. Er sprach enthusiastisch über „Die persönliche Erfahrung von der Kraft des Heiligen Geistes“ und von der Erfahrung der „Geistestaufe“ und würzte sein Referat mit beeindruckenden, leider kaum nachprüfbaren Anekdoten aus dem Leben Dwight L. Moodys. Clara Arnold erwähnt Torrey nicht ausdrücklich, bezeugt aber mit vielen anderen Teilnehmern der Konferenz, man habe „die Gegenwart des Heiligen Geistes deutlich spüren“ können. Eberhard Arnold hat Torreys Büchlein „Wie erlangen wir die Fülle der Kraft?“ noch Jahre später sehr geschätzt und weiterempfohlen („Torrey ist in der Tat sehr gut“).
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