Markus Baum - Eberhard Arnold

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"Seit der Zeit Jesu haben kleine Gruppen ernsthafter Christen versucht, der Ethik der Bergpredigt entsprechend zu leben. Während viele Christen diese Ethik einer zukünftigen Welt zuschreiben, haben andere die Überzeugung vertreten, dass Jesus seinen Jüngern aufgetragen hat, sie hier und jetzt umzusetzen. Die Lebensgeschichte eines dieser Menschen liegt hier vor uns. Es ist nicht das Anliegen des Buches, den Menschen Eberhard Arnold zu verherrlichen. Vielmehr legt es Zeugnis ab von Gottes Treue und Gottes Handeln in der Geschichte." Jim Wallis im Vorwort

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All diese Eindrücke und der Zuspruch jüngerer und älterer DCSV-Genossen halfen Eberhard Arnold, die Unzufriedenheit zu vertreiben und das freudlose Dasein der vergangenen Monate zu beenden. Einige Wochen auf der Nordseeinsel Langeoog im Anschluss an die Konferenz taten das Übrige. Mit Billigung der Eltern setzte er sich von der Familie ab und konnte mit der Natur, mit sich und mit Gott allein sein. Am Ende war er noch immer nicht überzeugt von einer Berufung zum Theologiestudium, aber zumindest bereit, dem Wunsch der Eltern zu folgen und das Studium entschlossen voranzutreiben.

Halle

Halle an der Saale im November 1905: eine stolze, geschichtsbewusste Stadt. Eine blühende Stadt. Dreieinhalb Jahrzehnte Frieden und rasante wirtschaftliche Entwicklung und wilhelminische Architektur. Besonders nach Norden hin hat sich die Stadt entwickelt: breite Straßen, schattige Alleen, großzügige Bürgerhäuser, helle Fassaden, Stucksimse und Kapitelle und mächtige Fensterfronten, wohin man sieht. Entlang der Großen Ulrichstraße haben sich noble Geschäfte angesiedelt. Handel und Gewerbe blühen; die Anzeigenseiten des „Hallischen Tagblattes“ und anderer Zeitungen zeugen davon.

Auch kulturell ist das Angebot beachtlich. Um die Aufmerksamkeit der 2.000 Studenten in der Stadt werben etwa ein Dutzend studentische Verbindungen, darunter auch ein paar „christliche“ Korporationen, gerade noch einmal so viele evangelische und katholische Jünglings- und Jungfrauenvereine, der Christliche Verein junger Männer, der Jugendbund für Entschiedenes Christentum, verschiedene Turn- und Brauchtumsvereine, politische Clubs und Vaterlandsvereinigungen. Und natürlich gibt es auch im Umfeld der Königlichen Universität Halle-Wittenberg eine DCSV-Gruppe. Dort taucht der Name Eberhard Arnold erstmals in einer Mitgliedsliste im November 1905 auf. Im Wintersemester 1905/06 studierte er also in der Saalestadt. Auf der Matrikelbescheinigung („Album Nr. 1132/05“) hat er penibel mit eigener Hand als Anschrift vermerkt: „Albrechtstraße 13“.

Albrechtstraße 13, dritte Etage: das war das Domizil von Heinrich Voigt, Elisabeth Arnolds jüngerem Bruder. Ein Gelehrter wie aus dem Bilderbuch: Doktor der Theologie, Gastmitglied der k. u. k. Wissenschaftsakademie in Prag, seit 1894 in Halle mit einer außerordentlichen Professur für Kirchengeschichte. Ein schnurriger Junggeselle, menschenscheu, lärmempfindlich und nervenschwach, aber mit einem innigen Glauben und mit goldenen Fingern. Klavier und Harmonium, Gluck, Mendelssohn und Schubert, Choräle der Reformationszeit und die „Hymns“ der englischen Erweckungsbewegung halfen ihm über die Einsamkeit hinweg. Und nun sollte ihm der Neffe Gesellschaft leisten.

Eberhard Arnold wohnte hier in jeder Hinsicht günstig. Gleich um die Ecke in der Geiststraße lag das Vereinslokal des CVJM, wo sich seit Anfang 1906 die DCSV traf, immer donnerstagabends um halb neun. Über die Friedrichstraße waren es fünfzehn Minuten Fußmarsch bis zur Universität und zehn Minuten bis zum Stadtmissionshaus „Rosenthal“ am Weidenplan, eine Querstraße hinterm Theater. Etwas unangenehmer war die Tatsache, dass die Wohnung des Onkels keine offene Tür hatte wie das elterliche Haus in Breslau. Heinrich Voigt war im Wintersemester 1905/6 von der Fakultät beurlaubt, schrieb an einem Buch über „Die ältesten Berichte über die Auferstehung Jesu Christi. Eine historisch-kritische Untersuchung“ und hätte sich lebhaften Besuchsbetrieb wohl verbeten. Abends war es ihm ganz angenehm, dass der Neffe als Gesprächspartner und Spielpartner für Schach und Halma zur Verfügung stand. Eberhard Arnold musste dann wohl oder übel sein eigenes Programm opfern, und die Kommilitonen zogen ohne ihn los.

Erste studentische Arbeitskonferenz der DCSV unter Vorsitz von Eberhard Arnold - фото 4

Erste studentische Arbeitskonferenz der DCSV unter Vorsitz von Eberhard Arnold (obere Reihe, 5. von links), 1907

Hinsichtlich des Studiums waren Nähe und Rat des Onkels Gold wert. Eberhard Arnold belegte neben den theologischen Fächern auch Vorlesungen in Philosophie. Das erwies sich später als entscheidend fürs wissenschaftliche Überleben. Bei den Professoren Uphues und Ebbinghaus hörte er Logik, Philosophiegeschichte und Psychologie. In seinem Stammfach Theologie profitierte er vor allem von dem Kirchengeschichtler Prof. Loofs und natürlich von Heinrich Voigt. Dogmatik und Systematische Theologie hörte er bei den einflussreichen Professoren Kähler und Lütgert. Außerdem darf man nicht vergessen, dass Eberhard Arnold auf Schritt und Tritt den wissenschaftlichen Spuren seines Vaters begegnete. In der Bibliothek der theologischen Fachschaft prangt der Name Carl Franklin Arnold heute noch auf einem halben Dutzend Buchrücken. Für den studierenden Sohn eine ständige Herausforderung und auch eine Hypothek: bewusst oder unbewusst haben ihn seine Lehrer wohl immer am Vater gemessen.

Unter den mehr als 300 Theologiestudenten der Fachschaft standen ihm zweifellos die Freunde aus der DCSV am nächsten. Da finden sich Namen wie Hermann Schafft und Friedrich Siegmund-Schultze, den Eberhard Arnold noch aus der Breslauer Schulzeit kannte – Leute, die auch später noch eine Rolle in seinem Leben spielen würden. Aber auch unter den anderen Studenten, die keinen ausgesprochen erwecklichen oder Gemeinschafts-Hintergrund hatten, pflegte er Bekanntschaften. Zu Paul Tillich beispielsweise: mit ihm zusammen hörte Eberhard Arnold dieses eine Semester lang Theologie, dann liefen die Wege auseinander, um sich erst nach vielen Jahren wieder zu kreuzen.

Das Schlesische Konvikt

Zu Beginn des Sommersemesters 1906 hatte das mönchische Leben im Haushalt Heinrich Voigts ein Ende. Die Eltern hatten bei den wenigen Besuchen in Breslau aus Eberhard Arnolds Berichten herausgehört, dass er sich nach jüngerer und lebhafter Gesellschaft sehnte. Die fand sich im Stift der Schlesischen Evangelischen Kirche, Wilhelmstraße 10. Das klotzige Gebäude grüßt Besucher und Passanten noch heute mit dem in Stein geschnittenen Satz aus Psalm 27: „Herr, weise mir deinen Weg, und leite mich auf ebener Bahn.“ Hier hatten einige schlesische Theologiestudenten Quartier, auch einige aus der DCSV. Manche fühlten sich von der Hausordnung eingeengt, empfanden die Atmosphäre als spießig. Für Eberhard Arnold dagegen war das Leben im Schlesischen Konvikt eine Art Befreiung. Inspektor des Konvikts war im übrigen Dr. Karl Heim.

Karl Heim, wiewohl auch nur etwa zehn Jahre älter als die jungen Studenten, war für viele eine Art Vaterfigur. Zumal für die DCSVer: sie fanden bei ihm ihre geistliche Linie, ihre Sprache. Noch 1898 war er selbst im Vorstand der Hallenser DCSV-Gruppe; von 1899 bis 1902 war er hauptamtlicher Reisesekretär der DCSV gewesen. Seine geistliche Autorität stand außer Frage. Im Konvikt ergaben sich reichlich Gelegenheiten zum Austausch; hier wurde der Grundstein für eine dauerhafte, wenn auch nicht allzu innige Freundschaft gelegt. Eberhard Arnold und Karl Heim haben sich in den folgenden Jahren manche Auseinandersetzung geliefert, haben über die notwendigen Folgen aus ein und denselben geistlichen Erkenntnissen gestritten, haben ganz unterschiedliche Wege eingeschlagen. Dennoch hat Karl Heim stets am Schicksal Eberhard Arnolds Anteil genommen, bis zu dessen Lebensende.

Wachsende Verantwortung in der DCSV

Mit Beginn des Semesters, am 26. April 1906, war Eberhard Arnold zum Vorsitzenden der Hallenser DCSV gewählt worden. „Die Ehre Jesu, unsres Königs, ist es, die wir vertreten wollen in der Studentenwelt“, sagte er in seiner Antrittsrede; „Er ist allein der feste rettende Grund für die ankerlosen Wracks, die von den Meinungen und Strömungen der Gegenwart hin und her geworfen werden (...). – Ihn wollen wir hineinstellen mitten in die Welt, die Ihn verlacht und für abgetan erklärt. (...) Wir wollen kein Konventikel sein noch werden, sondern eine missionierende Macht für alle Kreise unserer Universitäten. (...) Jesus allein! ist die Devise unserer Vereinigung. Wir wissen, dass wir uns nicht mehr selbst gehören, sondern dass Er uns Gott erkauft hat mit seinem Blut!“

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