Markus Baum - Eberhard Arnold
Здесь есть возможность читать онлайн «Markus Baum - Eberhard Arnold» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.
- Название:Eberhard Arnold
- Автор:
- Жанр:
- Год:неизвестен
- ISBN:нет данных
- Рейтинг книги:3 / 5. Голосов: 1
-
Избранное:Добавить в избранное
- Отзывы:
-
Ваша оценка:
- 60
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
Eberhard Arnold: краткое содержание, описание и аннотация
Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Eberhard Arnold»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.
Eberhard Arnold — читать онлайн ознакомительный отрывок
Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Eberhard Arnold», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.
Интервал:
Закладка:
Schließlich sah er gar im „Lügensystem“ der Landeskirche „den tückischsten Feind apostolischen Christentums“ 7. Wohlgemerkt – sein Argwohn galt der Institution, dem menschengemachten Gebäude, nicht generell den Vertretern und Angehörigen der Kirche: „Natürlich verkenne ich nicht die Ehrlichkeit und gesegnete Gotteskindschaft mancher Kirchenmänner ...“ Deshalb auch: „Ich würde gern den Austritt aus der Kirche vermeiden (...). Aber sooft ich mein Gewissen und die Schrift frage, lässt mir meine Erkenntnis keinen anderen Ausweg“ (13. September). Für einen Moment liebäugelte er mit dem Gedanken, einer Baptistengemeinde beizutreten, „da ihr Bekenntnis, weniger ihr Leben, sehr meinem Ideal entspricht“. Wenige Tage später nahm er davon schon wieder Abstand. Warum? Emmy hatte ihn darauf aufmerksam gemacht, dass die Baptistengemeinden die Glaubenstaufe kategorisch bei jedem Mitglied forderten. Dadurch wurden sie in seinen Augen zur „Sonderpartei“. Seine Meinung: „Wir wollen nur eins betonen in Zeit und Ewigkeit: Jesus Christus! Jesus allein! Er als Herr und Gott in alle Konsequenzen hinein. Dazu gehört die Taufe, beim einzelnen aber nur bei entsprechender Erkenntnis.“
Irritierte Eltern
In diesem Sinn schrieb er am 16. September „An die Eltern von Hollander: (...) Die Tauffrage ist auch bei mir akut geworden. (...) Gegen meine frühere Meinung habe ich die wissenschaftliche Überzeugung erlangt, dass das Urchristentum und Neue Testament nur die Taufe der Gläubiggewordenen kennt. Im Zusammenhang damit ist mir die systematische Unwahrhaftigkeit unserer großen Volkskirchen (...) so zwingend zu Bewusstsein gekommen, dass ich die Landeskirche verlassen muss. Mein Ideal ist (...) der Zusammenschluss aller wahren Christen zu dem ausschließlichen Zweck des Glaubensgehorsams gegen Jesus. Ich schließe mich daher keiner Denomination an und bleibe mit den vielen aufrichtigen und wahrhaft christlichen Persönlichkeiten in der Landeskirche wie in allen Freikirchen aufs engste verbunden.“ Er bat „um Nachsicht mit Emmy und mir, die wir wirklich nur schweren Herzens die Tradition durchbrechen, weil wir es müssen“. Ähnlich, allerdings knapper und schlichter, schrieb Emmy von Hollander nach Hause.
Die Antwort der Eltern fiel „sehr lieb, aber schroff entschieden“ aus. Johann Heinrich von Hollander erkannte die Gewissensbindung seiner Tochter und seines Schwiegersohnes grundsätzlich an, verband dieses Zugeständnis aber mit Auflagen. Wie schon von Emmys Schwester Else verlangte er auch von ihr selbst ein Jahr Warte- und Bedenkzeit bis zur Taufe. Härter noch: er forderte, sie müsse ihr Urteil ganz selbstständig bilden und dürfe deshalb in diesem einen Jahr nicht mit ihrem Verlobten zusammenkommen. Die Korrespondenz müsse auf je zwei Briefe wöchentlich eingeschränkt werden. – Von Eberhard Arnold verlangte er außerdem das erste theologische Examen, bevor die Verlobung öffentlich publik werden dürfe.
Elisabeth Arnold nahm die Ankündigung ihres Sohnes anfangs nicht sonderlich ernst. Carl Franklin Arnold war überhaupt erst nach einigen Tagen länger zu sprechen und war dann „über alles Erwarten lieb und geduldig“, als ihm Eberhard Entschluss und Beweggründe eröffnete. Seine Bedenken betrafen vor allem das Studium: er hielt es für ausgeschlossen, dass sein Sohn als „Wiedertäufer“ zum Examen zugelassen würde.
Bei den Hollanders fühlte sich Eberhard Arnold mit der Zusage des Abschlusses im Wort. Die Einwände seines Vaters interpretierte er so, dass ihm das 1. Theologische Examen nicht verwehrt werden konnte, solange er nicht aus der Landeskirche austrat oder die Gläubigentaufe an sich vollziehen ließ. Er fand sich rasch damit ab, Taufe und Kirchenaustritt auf die Zeit nach dem Examen zu verschieben. Emmy wollte hinsichtlich des Zeitpunktes ihrer Taufe kein Versprechen abgeben. Hinsichtlich des eingeschränkten Briefwechsels willigten beide ein, für den Augenblick jedenfalls. Sie vermieden es, sich dem einjährigen Besuchsverbot ausdrücklich zu unterwerfen, wollten aber auch nicht direkt dagegen verstoßen. Immer unter dem Vorbehalt, dass „Gott es nicht deutlich anders zeigen würde.“
Trennung
„Der Weg des völligen Glaubensgehorsams muss auch für die Unsern das Beste sein, was wir ihnen geben können. Wir wollen umso mehr beten für die Unsern und liebevoller als je sein“, hatte Eberhard Arnold an Emmy von Hollander vor Ausbruch des Konflikts geschrieben. Wie schwer es beiden fallen würde, die Liebe zu den verständnislosen Eltern zu bewahren, sollte sich rasch herausstellen.
Emmy verbrachte das zweite Halbjahr 1907 überwiegend in einem Pfarrhaushalt in Brumby. Das Verhältnis zu den Pfarrleuten war gut, aber nicht besonders herzlich. Man gewährte ihr (und sie gewährte sich) kaum eine Stunde Pause. Ihre natürlich übersprudelnde Frömmigkeit war der Pfarrfrau manchmal peinlich; sie hatte das Gefühl, sich verstellen zu müssen. Dazu kam nun das unvermeidliche Rätseln, manchmal auch ansatzweise Empörung über die Haltung der Eltern, insbesondere des Vaters: Eberhard Arnold stellte bald fest, dass sein sonst so fröhliches „Amselchen“ nicht mehr singen konnte.
Ihm ging es im Grunde auch nicht viel besser: die Sehnsucht wuchs ins Unerträgliche. Mehrmals musste er in Briefen gestehen, dass er drauf und dran war, sich in den nächsten Zug zu setzen; mehrmals spielte er in Gedanken Treffpunkte und -Termine durch, um sich und ihr solche Überlegungen sofort wieder zu verbieten: „Für unser Wiedersehen habe ich die freudigsten Hoffnungen. – Am 17. oder 24. kannst Du doch unmöglich nach Charlottenburg? Ich rede Dir gar nicht zu. Nach meiner Meinung solltest Du ein Jahr warten (...). Aber lass meine Meinung bitte in solchen Gewissensfragen nicht zu viel gelten ...“ Kommt dazu, dass er die Verfügung der Schwiegereltern vor seiner Familie verheimlicht hatte. Folge: schon bei harmlosen Neckereien der nichtsahnenden Mutter oder der Geschwister verlor er die Fassung, Türen knallten – „ich sehe furchtbar finster aus, wenn ich böse bin. Ich war glücklich, als Jesus und alle mir vergeben hatten“. Kurzum: beide empfanden die Trennung als kaum erträgliche, sinnlose Folter. Die Eltern von Hollander waren aber auch nicht völlig herzlos und litten selbst unter der Entfremdung. Spätestens seit Mitte November hatten die Brautleute Grund, auf ein Wiedersehen zu Weihnachten zu hoffen. Die Zeit bis dahin war noch lang genug. Der Breslauer Hauptbahnhof sah jedenfalls am 22. Dezember 1907 nachmittags – „Ankunft 1.45“ – zwei überaus glückliche Menschen, die sich viel zu sagen hatten. Von da an war der Bann gebrochen; die beiden trafen sich der Entfernung wegen selten genug, aber mit befreitem Gewissen. Die überstandenen „Kränkungen, Verletzungen und Taktlosigkeiten, Anfeindungen usw.“ verstanden sie im Nachhinein als „Stäubchen in der Sonne (...) – Unser Licht kann keiner absperren, weil es Oberlicht ist.“
Prinzipienstreit im DCSV-Vorstand
Die zwangsweise Trennung war nicht der einzige Schatten, der sich über das zweite Halbjahr 1907 legte. Ungemach bahnte sich auch im DCSV-Vorstand an. „Es ist eine starke Strömung gegen von Gerdtell, Oestreicher, Still und mich im Entstehen wegen unserer Entschiedenheit“, schrieb Eberhard Arnold Ende Juli an Emmy. Der Anlass: Ludwig von Gerdtell war am Rande der Weltbund-Konferenz der christlichen Studentenbünde in Japan mit DCSV-Sekretär Theophil Mann aneinandergeraten. Mann hatte bezweifelt, dass der 2. Petrusbrief zu Recht dem Neuen Testament zugerechnet wird. Von Gerdtell witterte Verrat an der sogenannten „Basis“ der DCSV und wollte mit Hilfe seiner Freunde im Vorstand eine Erklärung einbringen, die jedes Vorstandsmitglied auf die Anerkennung der ganzen Heiligen Schrift ohne Wenn und Aber verpflichten sollte. – Die alljährliche Studentenkonferenz in Wernigerode verlief noch harmonisch und ermutigend. In der abschließenden Vorstandssitzung allerdings wurde die bewusste Erklärung mit einer Stimme Mehrheit verworfen. Am Rand der Blankenburger Allianzkonferenz Ende August kamen Eberhard Arnold und von Gerdtell überein, beim nächsten Vorstandstreffen die Sache noch einmal ultimativ zur Sprache zu bringen. Eberhard Arnold setzte eine Protesterklärung auf, dass „von einigen Vorstandsmitgliedern die absolute Autorität der Schrift angetastet worden“ sei. „Wenn die Schrift nicht ist, was zwischen den beiden Deckeln steht, wenn der 2. Petrusbrief von einem Betrüger verfasst sein kann, wenn der Kritik von uns keine bestimmten Schranken gesetzt werden, so führt unser dann bloß noch formales Festhalten an der Basis zu einer Unaufrichtigkeit und Heuchelei, die den Geist Gottes von unserer Arbeit fortscheuchen muss.“
Читать дальшеИнтервал:
Закладка:
Похожие книги на «Eberhard Arnold»
Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Eberhard Arnold» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.
Обсуждение, отзывы о книге «Eberhard Arnold» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.