Jan Mohnhaupt - Auf der Kippe

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Der frühere Stürmer Michael Tönnies litt jahrelang an einer unheilbaren Lungenkrankheit. Erst der ausdauernde Einsatz zahlreicher MSV-Fans konnte ihn dazu ermutigen, sich einer überlebenswichtigen Lungentransplantation zu unterziehen. Der Journalist Jan Mohnhaupt hat nun in enger Zusammenarbeit mit Michael Tönnies dessen ungewöhnliche Lebensgeschichte aufgeschrieben. Michael Tönnies hat eine Profikarriere gelebt, wie es sie heute nicht mehr gibt. Samstags in der Bundesliga Fußball spielen, anschließend 'steil gehen': 'Ich bin in Kneipen groß geworden', sagt Tönnies. Von Ernährungsplänen hielt er nichts. In die Geschichte der Bundesliga ist er dennoch eingegangen, als er im August 1991 beim 6:2-Sieg des MSV Duisburg gegen den Karlsruher SC drei Tore in fünf Minuten schoss. Nach seiner Karriere ist Tönnies abgestürzt: Kneipe, Scheidung, 80 Zigaretten am Tag, Lungenemphysem. Heute ist er Stadionsprecher beim MSV und hat den Weg zurück ins Leben gefunden, auch dank der MSV-Fans.

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»Der Micha kann ein ganz Großer werden«, sagt Fischer zu dessen Vater. »Er hat nur ein Problem: Er raucht zu viel.«

Michael Tönnies genießt die Vorzüge, die er als Profi hat. Auch wenn er nicht spielt, freut er sich auf die Auswärtsfahrten mit Schalke. Das ist ein anderes Reisen als in den Auswahlmannschaften, denn als Profi wohnt er in richtigen Hotels und muss sich das Zimmer nur mit seinem Mannschaftskollegen Thomas Kruse teilen. Außerdem ist er danach schnell wieder zu Hause.

»Kruse, bist du fit?«

Auf den Auswärtsfahrten zocken die Stammspieler um Fischer und Rüssmann im Bus Karten. Im Bundesligaskandal Anfang der siebziger Jahre haben sie noch ein Spiel für 2.300 Mark pro Mann verschoben, jetzt gehen solche Einsätze beim Kartenspielen drauf. Die Cleveren kassieren, die Opfer müssen blechen. Auch Trainer Ivica Horvat zockt mit und wird öfters von seinen Spielern abgezogen.

Michael Tönnies gewöhnt sich an sein Reservistendasein; nach den Spielen geht er feiern – steil gehen nennt er das. Dann ist es auch ganz egal, ob sie gewonnen haben oder nicht, ob er gespielt hat oder nicht. Oft kommt er erst frühmorgens nach Hause, und manchmal schafft er nicht mal das.

»Micha, fang mal an, Kaffee zu trinken, du musst gleich zum Training«, sagt Uli, der meistens mit dabei ist, wenn Michael steil geht.

Aber der bestellt noch zwei Bier und schmeißt wieder einen Fünfer in den Spielautomaten. Bis es irgendwann zu spät ist, um nach Hause zu gehen. Er muss von hier aus zum Training fahren.

»Komm mit«, sagt er zu Uli, »allein trau’ ich mich nicht dahin.«

Beim Warmlaufen hält er sich einige Meter hinter den anderen Spielern, damit keiner seine Alkoholfahne riecht.

In der Woche vor dem Pokalspiel gegen den VfB Stuttgart im September 1978 hat er das Gefühl, dass es diesmal so weit sein könnte. Horvat lässt im Training oft Sturm gegen Abwehr spielen. Die Stammspieler erkennt man an den gelben Leibchen. Und nun hat Michael Tönnies auch eines bekommen. Im Trainingsspiel ist er jedoch zu nervös. Ihm unterlaufen einige taktische Fehler, sodass Horvat es sich noch einmal anders überlegt.

»Tänis, bis du fit?«, fragt Horvat am Ende der Mannschaftbesprechung vor dem Pokalspiel gegen den VfB Stuttgart.

Michael antwortet erschrocken. »Ja.«

68 Minuten sind im Parkstadion gespielt – die Stuttgarter haben kurz zuvor zum 2:2 ausgeglichen –, als Trainer Horvat Michael Tönnies einwechselt.

»Ich war sehr, sehr nervös. Das war ein anderes Bankdrücken als sonst. Aber als ich auf dem Feld stand, war die ganze Anspannung auf einmal weg. Ich war sofort im Spiel, hatte gleich einige gute Aktionen und habe das Siegtor mit vorbereitet.«

Eine Woche später kommt er auch im Ligaspiel gegen die Stuttgarter zum Einsatz. In seiner ersten Saison bei den Profis spielt er insgesamt fünfmal für Schalke. Außerdem läuft er noch für die Amateurmannschaft auf, die er zum Aufstieg in die Verbandsliga schießt.

Lernen und leiden unter Lorant

Nach vier Niederlagen in Folge wird Ivica Horvat bereits im März 1979 entlassen, auf ihn folgt Gyula Lorant. Als Spieler war Lorant Teil der ungarischen Nationalmannschaft, die 1954 im WM-Finale gegen Deutschland 2:3 verlor. Anschließend vermittelte ihm Bundestrainer Sepp Herberger einen Platz an der Sporthochschule in Köln. Als Trainer führte Lorant als erster die Raumdeckung in der Bundesliga ein. Seine Trainerprüfung an der Sporthochschule Köln musste er allerdings wiederholen, weil er im Fach Psychologie durchgefallen war. Auch Michael Tönnies lernt bald die zwei Seiten des neuen Trainers kennen:

»Beim Training saß Lorant meistens auf der Tribüne und qualmte Zigarre, während sein Co-Trainer Dietmar Schwager das Training unten auf dem Platz leitete. Irgendwann, wenn er zu Ende geraucht hatte, kam er herunter und machte selbst ein paar Übungen vor. Das waren dann aber auch Übungen, wo man sagen musste, mein lieber Schwager! Da hat er gezeigt, was er drauf hat. Im taktischen Bereich habe ich von ihm am meisten gelernt. Aber wenn er einen nicht leiden konnte, hat er versucht, denjenigen aus dem Kader zu kriegen. So wie Jürgen Sobieray. Lorant hat ihn vor dem Training auf den Platz geschickt und ihn Eckbälle schießen lassen – ohne sich warm zu machen, nur mit dem Außenrist. Nach der dritten Ecke hatte der ›Sobbi‹ einen Muskelfaserriss und fiel für sechs Wochen aus.«

»Dalli!«, schreit Lorant, wenn er seine Spieler antreiben will. Wenn er mit der Leistung unzufrieden ist, sagt er: »War nicht schlecht – war ganz schlecht.« Um die Ausdauer zu trainieren, lässt er die Spieler einmal mit Eisenstollen um den Platz laufen – denn diese tragen sie auch am Wochenende. Nur dass sie dann auf dem Rasen des Parkstadions und nicht wie auf der harten Aschenbahn der Glückauf-Kampfbahn laufen müssen. Doch Lorant ist das egal.

»Dalli!«

Nach mehreren Runden bricht Michael Tönnies ab, weil er die Schmerzen nicht mehr aushält; seine Füße sind wundgelaufen.

»Trainer, ich kann nicht mehr«, sagt er zu Lorant und zeigt ihm die blutigen Blasen an seinen Füßen.

»Dann läufst du die letzten Runden barfuß«, befiehlt ihm Lorant.

Lorant hat ihn sogar mal geschlagen: Michael Tönnies ist im Zweikampf von Abwehrspieler Bernd Thiele gefoult worden und krümmt sich am Boden. Als er gerade wieder hochkommen will, spürt er plötzlich einen Schlag im Nacken und hört Lorant von hinten zischen: »Steh auf, dalli!«

Doch schon bald kann er sich ein bisschen von Lorants Training erholen, denn er wird zur Bundeswehr einberufen – und als Profifußballer kommt man in die Sportfördergruppe. Zuerst geht es für sechs Wochen zur Grundausbildung nach Budel in den Niederlanden.

»Danach mussten wir nur jeden Montag nach Duisburg zum Wedaustadion. Außer mir waren unter anderem noch Thomas Allofs von Fortuna Düsseldorf, der Handballtorwart Stefan Hecker und Eiskunstläufer Rudi Cerne dabei. Alle standen in Grüppchen herum – die Fußballer, die Handballer – jede Sportart für sich. Nur Rudi stand alleine da, weil er der einzige Eiskunstläufer war. Wir Fußballer haben dann unter Auswahltrainer Toni Pointinger trainiert und ab und zu am Dienstag ein Spiel gehabt. Ansonsten habe ich den Rest der Woche mit den Profis trainiert. Offiziell war ich zwar in der Ruhrlandkaserne in Essen-Kupferdreh stationiert, aber ich musste nie dort schlafen, ich hatte dort nur einen Schrank auf der Stube.

Einmal hat es mich jedoch erwischt. Ich wurde zum Bereitschaftsdienst eingeteilt und sollte übers Wochenende bleiben, um den Hof zu fegen. Auf der Stube habe ich einen gefragt, ob er meine Bereitschaft übernehmen könnte. ›Ich geb’ dir ’n Fünfziger dafür‹, hab ich ihm gesagt. Er war einverstanden. Zum Glück ist das nicht aufgeflogen. So waren die 50 Mark gut investiert und ich war nach zwei Stunden schon wieder zu Hause. Ich bin sogar befördert worden, zum Obergefreiten, glaube ich, auf jeden Fall hatte ich danach zwei Balken auf der Schulter. Aber das war auch nur eine Frage der Zeit, bis man befördert wurde, dagegen konnte man gar nichts machen.

Irgendwann haben die von der Kaserne bei mir angerufen: ›Hör mal, du musst deine Kohle abholen, die liegt hier rum.‹ Ich habe 300 Mark im Monat bekommen, im Ausland sogar das Doppelte. So etwas hatten die auch noch nicht erlebt, denn die anderen Rekruten waren darauf angewiesen, die hatten kaum was, aber ich bekam noch die vollen Bezüge bei Schalke.«

Neun Spiele in drei Jahren

Auch Lorant hält sich nicht lange beim FC Schalke, nach weniger als zehn Monaten wird er entlassen. Unter ihm hat Michael Tönnies nur zweimal gespielt, doch auch der neue Trainer, Fahrudin Jusufi, setzt ihn kaum ein. In den nächsten beiden Jahren kommt er nur noch viermal zum Einsatz. Wenige Tage vor seinem 21. Geburtstag im Dezember 1980 steht er beim 0:2 gegen den 1. FC Kaiserslautern von Beginn an auf dem Platz. Zur Halbzeit nimmt ihn Jusufi raus. Von nun an wird er Michael Tönnies nicht mehr einsetzen. Selbst nachdem sich Mittelstürmer Klaus Fischer das Schienbein gebrochen hat und zehn Monate ausgefallen ist, kommt Michael Tönnies, der einstige Überflieger, nicht mehr zum Zug.

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