Jan Mohnhaupt - Auf der Kippe

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Der frühere Stürmer Michael Tönnies litt jahrelang an einer unheilbaren Lungenkrankheit. Erst der ausdauernde Einsatz zahlreicher MSV-Fans konnte ihn dazu ermutigen, sich einer überlebenswichtigen Lungentransplantation zu unterziehen. Der Journalist Jan Mohnhaupt hat nun in enger Zusammenarbeit mit Michael Tönnies dessen ungewöhnliche Lebensgeschichte aufgeschrieben. Michael Tönnies hat eine Profikarriere gelebt, wie es sie heute nicht mehr gibt. Samstags in der Bundesliga Fußball spielen, anschließend 'steil gehen': 'Ich bin in Kneipen groß geworden', sagt Tönnies. Von Ernährungsplänen hielt er nichts. In die Geschichte der Bundesliga ist er dennoch eingegangen, als er im August 1991 beim 6:2-Sieg des MSV Duisburg gegen den Karlsruher SC drei Tore in fünf Minuten schoss. Nach seiner Karriere ist Tönnies abgestürzt: Kneipe, Scheidung, 80 Zigaretten am Tag, Lungenemphysem. Heute ist er Stadionsprecher beim MSV und hat den Weg zurück ins Leben gefunden, auch dank der MSV-Fans.

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Aber dennoch und nach anderthalb Jahren Arbeit: Er hat es durchgezogen. Und was am Ende dieser Odyssee und Tortur steht, ist ein Buch, das von den vergangenen Zeiten erzählt, als so mancher Fußballer noch in der Halbzeit zur Schachtel Kippen griff, und die Fans einem solchen Kerl schließlich das Leben retteten, auch wenn dieser längst nicht mehr vor den Ball trat. Dass dieses Fußballmärchen nun der Nachwelt erhalten bleibt, ist Jans großer Verdienst und dafür gebührt ihm Lob und Respekt. Das hast du gut gemacht, Junge!

Und jetzt berichte uns von deiner Reise und erzähle uns die Geschichte des Michael Tönnies, aber tue mir einen Gefallen: Ruf hier nie wieder an! Ich kann das alles nicht mehr hören über Horst Hrubesch und die Mandeln, über Oliver Kahn und den Hattrick und vor allem über … Aber lesen Sie einfach selbst.

Michael Wildberg, Duisburg, im März 2015

Prolog

Sein Spiel meines Lebens

»Drei Tore innerhalb von fünf Minuten, ein lupenreiner Hattrick! Wann hat’s das zum letzten Mal gegeben? Wir haben nachgefragt beim Sportinformationsdienst – die suchen immer noch.«

Ulli Potowski: Anpfiff – Die Fußballshow, 27. August 1991

Wenn ich an Duisburg denke, denke ich an Michael Tönnies und Giraffen. Mit fünf sah ich sie zum ersten Mal im Duisburger Zoo. Ich hatte sie für riesig gehalten, doch dann staunte ich, wie groß sie wirklich waren. Mit sieben sah ich ihn zum ersten Mal im Duisburger Wedaustadion. Ich hatte ihn für den besten Stürmer gehalten, doch dann staunte ich, wie gut er wirklich war. In Duisburg habe ich das Staunen entdeckt.

Als Michael Tönnies und ich uns zum ersten Mal gegenübersitzen, schaut er mich mit weit aufgerissenen Augen an – als sei er es, der nicht fassen kann, dass wir hier zusammensitzen. Er hat dieses kindliche Staunen in seinen Augen.

»Noch Kaffee?«, fragt er. Seine Stimme klingt belegt und irgendwie blechern. Sein Arm zittert, als er die Kaffeekanne anhebt.

An diesem Mittwochmittag im Sommer 2013 in Essen-Schonnebeck schließt sich also der Kreis. Hätte mir damals jemand vorausgesagt, dass ich mal mit dem Helden meiner Kindheit im Wohnzimmer seiner Eltern sitzen und Kaffee trinken würde, hätte ich mich wohl aufgeregt – wieso sollte ich jemals etwas anderes trinken als Fanta?!

Es war ein Dienstagabend im Sommer 1991, als ich ihn zum ersten Mal gesehen habe: Mein Vater fährt mit mir im Zug nach Duisburg. Sonst besuchen wir hier immer nur Verwandte von ihm. Sie kommen fast nie zu uns, sie sind alle schon alt. Ich glaube, in Duisburg leben nur alte Menschen. Aber heute Abend besuchen wir sie nicht, heute geht mein Vater zum ersten Mal mit mir zum MSV. Er kommt aus Meiderich, genau wie der MSV. Der MSV ist sein Lieblingsverein. Und der beste Spieler vom MSV ist Michael Tönnies. Ich habe gehört, dass er am liebsten Pommes isst, genau wie ich. Er trägt einen Schnurrbart und hinten die Haare etwas länger, damit sieht er aus wie die Männer vom Campingplatz bei meinen Großeltern.

Die Spieler vom MSV heißen »Zebras«, weil sie Trikots mit Streifen tragen. Das sind die schönsten Trikots der Bundesliga, sagt mein Vater. Auf die Trikots freue ich mich am meisten.

Michael Tönnies ist unterwegs auf der Autobahn 59, zusammen mit seinen Mannschaftskollegen Dirk Bremser und Patrick Notthoff. Richtung Wedaustadion. Notthoff und Bremser sind beste Freunde. Zwei, die nichts auseinanderbringen kann. Sie unterhalten sich über die Noten im kicker , während Michael Tönnies am Steuer sitzt und schweigt. Belangloses Zeug, denkt er. Noten interessieren ihn nicht, Zeitung liest er nur noch selten, denn so kriegt er es auch nicht mit, wenn die Journalisten ihn mit einer Karre Sand vergleichen. Langsam müsste er mal wieder treffen, alle warten auf sein zweites Tor. In den vergangenen drei Spielen hat er keins mehr geschossen.

Dirk Bremser wohnt in Bochum, Michael Tönnies in Essen. Anfangs haben sie sich in Gelsenkirchen-Heßler getroffen, und von da aus sind sie dann gemeinsam weiter nach Bottrop gefahren, um Patrick Notthoff abzuholen. Aber weil Michael Tönnies mit Bremser nicht so kann, treffen sie sich mittlerweile erst in Bottrop bei Notthoff. Von Bottrop nach Duisburg, da macht man eigentlich keine Fahrgemeinschaft, das sind nur drei Ausfahrten, zehn Minuten – eigentlich Blödsinn, hat sich Michael Tönnies am Anfang gedacht. Er wollte dazu aber nix sagen. Also beteiligt er sich weiterhin an der Fahrgemeinschaft und schweigt.

Die Flutlichtmasten. Das muss es sein, das Wedaustadion. Mein Vater und ich gehen über einen Parkplatz und hören in der Ferne ein Rauschen. Durch ein Gittertor und dann eine Treppe hinauf geht es auf die Haupttribüne. Mit jeder Stufe wird das Rauschen lauter. Oben angelangt schlägt es mir um die Ohren. Es sind die Fans vom MSV. Sie singen, schreien, ich kann sie nicht verstehen – nur dieses wilde Rauschen. Auf dem Rasen schlagen die Spieler Flanken, rennen hin und her oder schießen aufs Tor. Ich bin traurig, weil sie doch keine gestreiften Trikots anhaben, nur weiße T-Shirts mit einem bunten Muster auf der Brust. Und wo ist eigentlich Michael Tönnies? Da! Er schießt – Tor!

Rrrchd – Michael Tönnies liebt dieses Geräusch, wenn der Ball ins Tornetz prallt, er kennt es ganz genau, das gibt es nur einmal. Aus allen Geräuschen würde er es heraushören.

Heute bisse gut drauf, sagt er sich, als er vom Rasen zurück in die Kabine trabt. Noch mal umziehen, noch ein paar Worte vom Trainer. Aber der sagt eh nie viel.

Der Trainer vom MSV heißt Willibert Kremer. Als mein Vater in Meiderich zur Schule ging, hatte er bei ihm Sportunterricht, bei einem richtigen Bundesligatrainer. Meine Sportlehrerin macht sonst nur Mathe und Kunst.

Die Aufstellung ertönt, der Stadionsprecher liest über Lautsprecher die Vornamen der Spieler vor und die Fans schreien dann den Nachnamen. Die hören sich lustig an: NAIHÜSS! GIELCHEN! PUTZAMMZISS! Mein Vater hat mir erzählt, wenn der Willibert Kremer sich die Aufstellung überlegt, geht er im Duisburger Wald hinterm Zoo spazieren. Bestimmt weiß er das, weil Kremer mal sein Sportlehrer war.

»Nummer zeehn …« Der Stadionsprecher quakt wie eine Ente: »… Michaeel …«

»TÖNNJESS!«

Boah, war das laut!

In den Katakomben unter der Haupttribüne hört Michael Tönnies von all dem nichts. Und das ist auch besser so, denn er ist ohnehin schon nervös genug. Heute bisse gut drauf, sagt er in Gedanken zu sich selbst. Heute machse zwei.

Kurz bevor die Spieler rausgehen, zieht er sich noch einmal zurück, geht vorbei am Duschtrakt, wo sein Mitspieler Ewald Lienen auf einer Isomatte liegt. Lienen hat die Augen geschlossen. Autogenes Training, Atemübungen – so entspannt er sich vor dem Spiel.

Ach, der meditiert wieder, denkt sich Michael Tönnies im Vorbeigehen. Für ihn ist das nix, er geht lieber aufs Klo noch schnell eine Kippe rauchen. Nur ein paar Züge – das beruhigt ihn.

Dann pfeift der Schiri.

Michael Tönnies wirft die Zigarette ins Klo, zieht ab und geht zurück. Im Kabinengang warten schon seine Mitspieler, aufgereiht daneben die Gegner. Eisenstollen klicken unruhig auf dem Boden.

»Meine Herren«, sagt Hartmut Strampe, der Schiri. Er ist jünger als so mancher Duisburger Spieler hier im Gang; es ist sein erstes Spiel in der 1. Bundesliga. Dann laufen sie raus. Das Rauschen wird lauter. Michael Tönnies spürt es am ganzen Körper, als er über die Tartanbahn auf den Rasen läuft, mitten hinein.

Zum Glück haben sie doch noch die richtigen Trikots angezogen. Mehr habe ich mir gar nicht gewünscht. Wenn der MSV jetzt auch noch gewinnt …

Um 19:30 Uhr pfeift Schiedsrichter Hartmut Strampe an. Es ist der 27. August 1991. Sechster Spieltag. MSV Duisburg gegen den Karlsruher SC. In einer Viertelstunde wird Michael Tönnies unsterblich sein.

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