Anny von Panhuys - Um Gold und Glück

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Wie viel kann man für das eigene Glück riskieren? Mit dieser Frage beschäftigt sich dieser liebevoll geschriebene Roman von Anny von Panhuys. Die junge, hübsche Trude Berger kann sich mit dem Nähen von Kleidungsstücken für die Nachbarschaft gerade so über Wasser halten. Gerne würde sie hübsche Kleider und teuren Schmuck tragen. Doch das ist ein Traum, den sie sich wohl niemals wird erfüllen können. Oder vielleicht doch? Durch eine Verwechslung gelangt Trude an einen Brief, der eigentlich für ihre Mitbewohnerin Charlotte Bürger bestimmt ist. In diesem Schreiben bietet Charlottes wohlhabender Vetter der Cousine im Namen ihres Onkels an, zu ihnen zu ziehen. Denn Charlottes Cousine ist verstorben und der Onkel wünscht sich Charlotte als nahe Verwandte und Trost bei sich. Doch Trude will der Mitbewohnerin dieses Glück nicht gönnen und schmiedet einen Plan: Sie such die Familie auf und gibt nun sich selbst als Charlotte Bürger aus. Wird dieser Betrug auffliegen? Ein spannender Roman, der uns zeigt, dass das Glück jedem gehört und am Ende doch immer das Gute und die Liebe siegt.-

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Lothar Bürger aber erzählte von daheim, schilderte das Vaterhaus, lockte immer von neuem mit beredten Worten. Manchmal war es Trude, als könne sie sich gar nicht wehren gegen die lockenden Reden ihres Begleiters. Immer wieder mußte sie sich klarmachen, daß alles, was Lothar Bürger sprach, ja gar nicht für sie bestimmt war.

Und dann saß sie in der Nische eines vornehmen Weinlokals, kosende Musik erklang gedämpft. Wein wurde gebracht, glühte purpurn im Glase, und das Essen mundete ihr, wie nie etwas zuvor. Beim zweiten Glas Wein überfiel sie eine tolle Stimmung. Es war eine Art Galgenhumor. Sie dachte nichts weiter, als daß sie die paar erschwindelten Glücksstunden ausnützen und sich vorläufig nicht mehr den Kopf damit belasten wollte, was nachher werden würde. Sie war schon zweiundzwanzig Jahre und hatte noch so wenig vom Leben gehabt, während sie sich doch von je danach gesehnt mit heißer, wilder Sehnsucht. Und Lothar Bürger gefiel ihr immer besser. Beim dritten Glas meinte er, so nahe Verwandte müßten sich eigentlich duzen.

Sie fand das jetzt ganz in der Ordnung, lachte mit blitzenden Zähnen: „Lothar, du bist der netteste Mensch, den ich kenne, ohne dich würde ich vielleicht mein Lebelang nicht erfahren haben, wie es in einem schicken Restaurant aussieht und wie fein es da schmeckt. Bei Frau Klockow gibt es abends meistens Schmalzstullen mit ein paar dünnen Wurstscheiben, und Sonnabends Bratkartoffel mit Ei. Danach leckt man sich dann noch die Finger ab.“

Er lachte, fand sie drollig. Er hatte beobachtet, daß sie sich gut beim Essen benahm, und freute sich darüber. Ihre Allgemeinbildung schien ja etwas stark vernachlässigt. Aber sie hatte wohl nur eine einfache Schule besucht. Durch seine Erkundigungen wußte er, sie erteilte Klavierstunden und nahm Gesangsunterricht. Er stieß mit ihr an.

„Nun wir uns so gut angefreundet haben, Lottchen, brauche ich mich wohl auch nicht mehr davor zu fürchten, daß du bei deinem ‚Nein‘ von vorhin bleibst. Morgen reden wir ganz vernünftig über deine Übersiedlung zu uns. Vielleicht kannst du mich gleich, wenn ich abreise, begleiten. Deine Klavierschüler müssen sich halt über deinen etwas plötzlichen Fortgang trösten.“

Trude Berger, die jetzt ihren Hut und ihre Jacke abgelegt hatte, schob sich das leicht gelockte Haar aus der Stirn, blickte ihn groß an. „Meine Klavierschüler?“ sagte sie wie fragend. „Wie kommst du denn darauf, daß ich Klavierschüler habe?“

Sie richtete sich mit einem Ruck gerade empor. Beim Himmel, da war sie ja im Begriff, sich zu verplappern! Sie war ja Charlotte Bürger. Sie nickte Lothar zu. „Ich habe in der letzten Zeit die meisten meiner Schüler verloren, die Leute haben jetzt so wenig Geld.“

Er sah sie ernst an. „Arme Lotte, da hast du vielleicht gar Not leiden müssen?“

„Nicht zu knapp, Lothar. Ich sage dir, wenn man so Naht auf Naht macht, eine immer nach der anderen, und man kommt doch auf keinen grünen Zweig ...“

Er unterbrach sie. „Was redest du denn da von einer Naht nach der anderen? Wir sprachen doch von deinen Klavierstunden.“

Trude Berger riß sich abermals zusammen. Trinken durfte sie nichts mehr, sonst verriet sie sich doch noch selbst. Sie schaute an ihm vorbei. „Ach, das ist so ’ne Berliner Redensart. Naht auf Naht machen, heißt Stunde auf Stunde geben.“

„So, so!“ Er schüttelte den Kopf. „Eine sehr komische Bezeichnung ist das dafür.“

Die Erklärung leuchtete ihm nicht ein. Er dachte, die hübsche, blonde Cousine sei keinen Wein gewöhnt und habe einen kleinen Schwips. Er bestellte Kaffee. Der würde ihr den Kopf wieder klarer machen. Und dann wollte er sie mit dem Auto heimbegleiten. Aber entzückend sah sie aus mit den vom Wein geröteten Wangen, den leuchtenden Augen.

Die Musik spielte einen modernen Tanz. Trudes Oberkörper wiegte sich leicht im Rhythmus der Musik, die ganze schlanke Person sprühte von Lebenslust.

Lothar sann, wie falsch ihn doch sein Gewährsmann, der ihm die Auskunft über seine Cousine gegeben, unterrichtet hatte. Charlotte sollte eine sehr ernste Natur sein, während er fand, daß sie ziemlich fidel sei und sich anscheinend für Tanzmusik mehr interessierte als für ihre Gesangsstudien, denn sie hatte noch keine Silbe davon erwähnt. Jedenfalls, jetzt hatte sie einen kleinen Schwips, den sie erst ausschlafen mußte, ehe er Wichtiges mit ihr besprechen konnte. Aber der kleine Schwips kleidete sie.

Nach dem Kaffee half er ihr in die Kostümjacke, und sie lehnte sich dabei ein wenig an ihn. Die Erkenntnis durchzuckte ihn, daß ihm Charlotte sehr gefiel. Wer weiß, wie das noch alles kam, wenn sie erst ein Weilchen in dem hübschen Heim bei seinem Vater und ihm lebte. Sie würde vor allem dort Gelegenheit haben, die Lücken in Ihrer Bildung auszufüllen.

Trude Berger saß dann wieder neben ihm im Auto, aber dieser Wagen war geschlossen, und Trude lachte etwas gezwungen: „Nun werde ich zu Mutter Klockow gebracht, und morgen ist Aschermittwoch, der Karneval ist vorbei.“

Lothar Bürger amüsierte sich. Die Weinstimmung machte seine hübsche Cousine jetzt sentimental, wie es schien. „Höre, Mädel, rede nicht solchen Unsinn! Morgen ist kein Aschermittwoch, sondern morgen werden wir uns, wenn du durchaus nicht willst, daß ich mir dein Heim einmal ansehe, wieder treffen und sehr ernst miteinander alles, was nun mit dir geschehen soll, festlegen. Du wirst dich gründlich ausschlafen wollen, und ich schlage vor, du holst mich vielleicht um elf Uhr vom Hotel ab.“ Er lachte. „Bist du um elf Uhr nicht dort, dann hole ich dich, Lotte.“

Trude Berger sagte zu allem: „Ja.“ Sie sehnte sich jetzt nach ihrem unfreundlichen, kleinen Stübchen. In ihren vier Wänden konnte sie wenigstens ruhig überlegen, denn in ihrem Kopfe sah es kunterbunt aus. Sie riß sich aber so viel zusammen, um sich keine Blöße mehr zu geben wie vorhin. Sie bat: „Laß das Auto nicht direkt vor meiner Haustür halten.“

Sie spähte durch die Scheiben und wünschte schon eine Straßenecke vorher auszusteigen. Er begriff das nicht.

„Es darf doch alle Welt wissen, daß ich dein Cousin bin. Auch wohnst du ja nicht mehr lange in der Gegend.“

Trude Berger wehrte ab. „Du weißt ja nicht, wie klatschsüchtig die Weiber in diesem Viertel sind.“

Lothar Bürger nahm die ihm entgegengestreckte Hand. „Wirst ja bald in eine andere Umgebung kommen. Übrigens ist es noch nicht zehn Uhr.“

Sie sagte hastig: „Dann ist das Haus noch offen, und ich brauche nicht aufzuschließen.“ Ehe er noch etwas zu erwidern vermochte, war sie schon davongerannt.

„Ein komischer Zwickel ist deine Cousine,“ lächelte er in sich hinein. Aber sie gefiel ihm, und er freute sich auf das Wiedersehen morgen. Er wollte ihr beweisen, daß morgen noch nicht Aschermittwoch war. Die Wirtsmadame schien ja ein leibhaftiger Drache zu sein, vor dem die hübsche, blonde Lotte einen Heidenrespekt hatte. Denn immer, wenn er erwähnt hatte, sie in ihrer Wohnung aufsuchen zu wollen, war sie sofort ganz verdattert.

Er fuhr mit dem Auto in sein Hotel und saß dann in der Ecke, wo Trude Berger noch kurz zuvor gesessen. Ihm war es, als sei noch ein leichter Hauch des billigen Parfüms, das ihrem Kleid entströmte, in den Polstern hängengeblieben. Morgen wollte er ihr ein Fläschchen guten Wohlgeruch schenken. Ihre großen, blauen Augen konnten so froh aufblitzen. Und das wollte er sehen. Es gab wohl überhaupt eine Menge, was er ihr schenken könnte. Was Luxus war, das wußte sie ja nicht. „Armes Ding!“ dachte er und sog den Hauch des billigen Parfüms ein.

III

Trude Berger hatte das Haus noch offen gefunden. Sie tastete sich die zwei Treppen empor, schloß leise die Korridortür auf und gelangte in ihr Zimmer, ohne jemand zu begegnen. Sie atmete auf, als sie sich in ihrem eigenen kleinen Heim befand. Schnell war das Gas entzündet, und danach blickte fich Trude Berger in dem Raum um, als wäre sie lange, lange von hier fern gewesen. Der Hut flog auf den nächsten Stuhl, die Jacke folgte. Dann nahm sie den kleinen Spiegel von der Wand, besah sich darin wie eine Fremde, mit einer Art von Neugier.

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