Anny von Panhuys - Um Gold und Glück

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Wie viel kann man für das eigene Glück riskieren? Mit dieser Frage beschäftigt sich dieser liebevoll geschriebene Roman von Anny von Panhuys. Die junge, hübsche Trude Berger kann sich mit dem Nähen von Kleidungsstücken für die Nachbarschaft gerade so über Wasser halten. Gerne würde sie hübsche Kleider und teuren Schmuck tragen. Doch das ist ein Traum, den sie sich wohl niemals wird erfüllen können. Oder vielleicht doch? Durch eine Verwechslung gelangt Trude an einen Brief, der eigentlich für ihre Mitbewohnerin Charlotte Bürger bestimmt ist. In diesem Schreiben bietet Charlottes wohlhabender Vetter der Cousine im Namen ihres Onkels an, zu ihnen zu ziehen. Denn Charlottes Cousine ist verstorben und der Onkel wünscht sich Charlotte als nahe Verwandte und Trost bei sich. Doch Trude will der Mitbewohnerin dieses Glück nicht gönnen und schmiedet einen Plan: Sie such die Familie auf und gibt nun sich selbst als Charlotte Bürger aus. Wird dieser Betrug auffliegen? Ein spannender Roman, der uns zeigt, dass das Glück jedem gehört und am Ende doch immer das Gute und die Liebe siegt.-

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Lothar Bürger betrachtete das wechselnde Mienenspiel auf dem hübschen Gesicht, das er sehr reizvoll fand. „An was denken Sie, Cousine Lotte? Ich darf Sie doch so nennen? Eigentlich darf ich es doch, nicht wahr? Wir sind doch so nahe verwandt, wenn wir uns auch heute erst kennenlernen.“

„Sagen Sie zu mir, was Sie wollen,“ erwiderte sie mit gequältem Lächeln.

Was kam es darauf an, wie er sie nannte? Heute nannte. Nur jetzt nannte. Denn bald würde sie wieder zu Hause sein und beim Licht der summenden Gaslampe Naht auf Naht an irgendeinem armseligen, billigen Fummel nähen. Heute abend schon, und morgen vormittag wieder, und auch am Nachmittag und so weiter Tag für Tag, Woche für Woche. Vielleicht lernte sie dann Sonntags beim Tanz irgendeinen biederen Handwerker kennen und ward seine Frau. So sah ihre Zukunft aus. Diese Stunde hier in dem eleganten Café würde dann ihre schönste und beste Erinnerung sein fürs ganze Leben. Sie hob den Kopf. Deshalb aber wollte sie diese Stunde auch ausnützen, wollte die Rolle, in die sie sich gesteckt, bis zu Ende spielen. Lothar durfte nicht wissen, wie schlecht sie war.

Der Mann sprach lebhaft auf sie ein. „O, liebste Cousine Lotte, Sie werden sich wirklich sehr wohl bei uns fühlen, wir wohnen herrlich. Das Dörfchen, in dem unsere Fabrik liegt, wird von hohen Felswänden vor allzu rauhen Stürmen geschützt, und wir fahren oft nach Dresden oder nach Wien, damit wir auch Großstadtluft atmen, Theatervorstellungen und Konzerten beiwohnen können. Wir haben allerdings auch daheim nette, liebe Geselligkeit. Warten Sie nur ab, Cousinchen, Sie werden sich sehr wohl bei uns fühlen. Zur Zeit ist’s ja ziemlich still und kalt im Hause, weil mein Schwesterchen gestorben ist, aber gemütlich und traulich wird es wieder werden, wenn Sie bei uns sind. Vater und ich brauchen jemand, der unserem Daheim wieder Sonnenschein gibt. Es ist so traurig, wenn man nur auf bezahlte Hände angewiesen ist.“ Er unterbrach sich. „Aber unser Kaffee wird kalt, weil ich plausche und plausche.“ Er schob den mit einer reichen Auswahl versehenen Kuchenaufsatz näher an Trude Berger heran. „Bitte, essen Sie doch, Cousinchen.“

Trude naschte gern, aber ihr Geldbeutel gestattete ihr nicht oft, sich etwas Gutes zu gönnen. Die Törtchen lachten sie an, und sie nahm sich einen glänzenden Mohrenkopf auf das Tellerchen, vergaß über dem süßen Genuß für ein Weilchen alle Seelennöte von vorhin und konnte nicht widerstehen, auch noch einen zweiten Mohrenkopf zu nehmen. Der Kaffee regte sie an, erfrischte sie, die sie an Frau Klockows Zichorienbrühe gewöhnt war.

Lothar Bürger hatte heimlich beobachtet, wie gut es dem blonden Mädel schmeckte, und er dachte ein bißchen gerührt, daß Lotte wohl nicht häufig eine Konditorei oder ein Café besuchen könnte. Man sah es ja ihrer netten, aber billigen Kleidung an, wie genau sie rechnen mußte. Sie würde entzückend aussehen in gut sitzenden, eleganten Kostümen, durchzuckte es ihn. Der Gedanke reizte ihn. Ein Vergnügen mußte es sein, diesem einfachen Geschöpf einen geschmackvollen, mondänen Rahmen zu geben.

Sie schien sehr schüchtern, denn es war schwer, sie zum Plaudern zu bringen. Es wollte ihm gar nicht recht gelingen.

Aber gerade jetzt begann die neben ihm Sitzende zu sprechen. Sie sprach hastig, als vermöge sie ihm gar nicht rasch genug zu sagen, daß sie eigentlich heute nur gekommen sei, um ihm mitzuteilen, sie könne und wolle das Angebot seines Vaters nicht annehmen. Habe sie sich so lange ohne Verwandtschaft behelfen müssen, brauche sie jetzt auch keine mehr, und man dürfe ihr auf keinen Fall mehr schreiben, das bitte sie sich besonders aus. Das störe sie, bringe ihr nur Unruhe.

Lothar Bürger machte ein sehr betroffenes Gesicht. Auf so eine radikale Abfertigung war er nicht im mindesten gefaßt gewesen. Er fand im ersten Moment gar keine Erwiderung. Dann aber drang er in sie. Mit Bitten und Zureden, mit Fragen. Weshalb sie so unversöhnlich sei? Dabei legte er seine Hand auf die ihre. Sie fühlte den warmen Druck seiner nervigen Finger, als er sagte: „Sie dürfen mich so nicht abspeisen, ich dulde es nicht, gebe es nicht zu. Recht haben Sie in einer Beziehung, wir hätten uns eher um Sie kümmern müssen, aber wir sind alle Menschen mit Fehlern und Schwächen, und Sie sehen so — nun, so lieb und herzig aus, daß die Unversöhnlichkeit einfach nicht zu Ihnen paßt. Bitte, vergessen Sie doch das Unrecht, das Ihnen angetan ward, und überlassen Sie Vater und mir das Gutmachen.“

Trude Berger atmete gepreßt. „Ich kann es nicht, es ist unmöglich. Nie mehr will ich etwas davon —“

Sie stockte, und Angst drückte ihr die Kehle zu. Hätte sie nur den unglückseligen Brief nicht unterschlagen!

„Liebes Cousinchen, ich glaube wirklich nicht an Ihre Unversönlichkeit, irgendein anderer Grund bewegt Sie zu Ihrem Entschluß.“ Seine Finger strichen leicht über ihre Hand. „Seien Sie offen zu mir, ich will versuchen, Sie dann zu verstehen!“

Trude Berger schüttelte den Kopf. „Das werden Sie nicht, und es hat darum keinen Zweck. Aber jetzt muß ich fort. Doch wiederhole ich Ihnen, ich will nicht, daß Sie oder Ihr Vater mir jemals wieder schreiben, ich will gar nicht für Sie existieren.“

Lothar Bürger zog seine Hand zurück. „Ich bedaure unendlich, liebe Cousine, daß Sie uns endgültig so schroff zurückweisen, und muß mich vorläufig damit bescheiden. Ich sage vorläufig, betone es noch, denn nun haben Sie mich gespannt gemacht zu erfahren, warum Sie anders sprechen, als Sie möchten. Ich habe den bestimmten Eindruck, irgendetwas verhindert Sie, Ihrem Wunsche zu folgen und zu uns zu kommen.“

Trude Berger war ganz benommen vor Angst. Lothar Bürger hatte unheimlich scharfe Augen. Er würde Erkundigungen einziehen, um zu erfahren, worauf sie ihn gespannt gemacht, wie er sich ausdrückte. Ein Besuch von ihm bei Frau Klockow förderte dann ihren dummen Schwindel zutage. Sie entgegnete fast heftig: „Sie sollen sich nicht mehr um mich kümmern, es soll Ihnen gleich sein, warum ich Ihres Vaters Anerbieten nicht annehme.“

Lothar Bürger blickte sie mitleidg an. „Irgendetwas stimmt da nicht bei Ihnen, Cousine Lotte, vielleicht kann ich Ihnen helfen, oder —“ unwillkürlich schob sich eine kleine Pause ein — „oder haben Sie jemand lieb, der Sie verhindert, zu uns zu kommen?“

Trude Berger fand jetzt ein Lächeln.

„Ich habe niemand lieb, und mich hat auch niemand lieb.“

War es nicht, als löse sich der angespannte Zug, der noch eben um den Mund Lothar Bürgers gelegen?

„Nun, dann ist ja alles gut, dann werden wir schon einig werden, Cousinchen,“ sagte er fast weich. „Wir müssen noch viel darüber reden. Ich gebe mich mit Ihrem Nein einfach nicht zufrieden. Aber ich schlage vor, wir begeben uns jetzt wo anders hin. Ich erinnere mich von früher noch an ein paar nette, kleine Weinlokale hier in Berlin. Wir essen in einem davon, und vorher fahren wir ein halbes Stündchen durch die Luft.“

Trude versuchte abzulehnen.

Doch die braunen Augen baten so dringend, der Männermund sprach: „Wenn Sie ausrücken, bin ich morgen früh in Ihrer Wohnung, um Ihnen aufs neue den Wunsch meines Vaters zu wiederholen.“

In Trude Bergers Ohren klang das wie eine Drohung. Ein einziger Besuch Lothar Bürgers bei Frau Klockow genügte, sie in die größten Unannehmlichkeiten zu stürzen. Sie folgte dem hochgewachsenen Manne in das vom Hotelboy herbeigewinkte Auto, schämte sich ihrer billigen Kleidung, als der Boy vor ihr den Schlag öffnete. Sie war erst ein einziges Mal in ihrem Leben eine ganz kurze Strecke im Auto gefahren, nun geschah es zum zweiten Male.

Die Herbstluft war heute lau, es fuhr sich gut durch die abendlich erleuchteten Straßen. Bequem schmiegte sich Trude Berger in die Kissen, und ein Gefühl von wohligem Geborgensein überkam sie. O, war das prächtig, so dahinzugleiten, vorbei an den hastenden oder langsam des Weges trollenden Menschen! Andere Autos fuhren vorüber, in vielen saßen hochelegante Damen, in kostbare Mäntel gehüllt. Sie beneidete alle, die sorglosere Tage hatten als sie, die sich kaufen konnten, was sie begehrten, die sich schmücken durften und den Neid, den fressenden Neid, an dem sie krankte, wohl gar nicht kannten.

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