Anny von Panhuys - Um Gold und Glück

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Wie viel kann man für das eigene Glück riskieren? Mit dieser Frage beschäftigt sich dieser liebevoll geschriebene Roman von Anny von Panhuys. Die junge, hübsche Trude Berger kann sich mit dem Nähen von Kleidungsstücken für die Nachbarschaft gerade so über Wasser halten. Gerne würde sie hübsche Kleider und teuren Schmuck tragen. Doch das ist ein Traum, den sie sich wohl niemals wird erfüllen können. Oder vielleicht doch? Durch eine Verwechslung gelangt Trude an einen Brief, der eigentlich für ihre Mitbewohnerin Charlotte Bürger bestimmt ist. In diesem Schreiben bietet Charlottes wohlhabender Vetter der Cousine im Namen ihres Onkels an, zu ihnen zu ziehen. Denn Charlottes Cousine ist verstorben und der Onkel wünscht sich Charlotte als nahe Verwandte und Trost bei sich. Doch Trude will der Mitbewohnerin dieses Glück nicht gönnen und schmiedet einen Plan: Sie such die Familie auf und gibt nun sich selbst als Charlotte Bürger aus. Wird dieser Betrug auffliegen? Ein spannender Roman, der uns zeigt, dass das Glück jedem gehört und am Ende doch immer das Gute und die Liebe siegt.-

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Trude Bergers sehr hübsches, nur zu stuben-blasses Gesicht konnte einen fast tückischen Ausdruck annehmen. Sie verbarg den Brief in einem verschließbaren Köfferchen, wo sie Familienpapiere und ein paar ärmliche Schmucksachen aufhob, dann riegelte sie die Tür wieder auf.

Eben hörte sie Frau Klockow von ihrem Ausgang zurückkommen. Im nächsten Augenblick saß sie schon wieder an der Nähmaschine, säumte ein blauwollenes Kinderkleid. Und während die Maschine ihren einförmigen Singsang ertönen ließ, spann Trude Berger sich in allerlei Träume ein, was sie tun würde, wenn der eigenartige Brief für sie bestimmt gewesen wäre.

Sie sah sich in einem eleganten Hause, in prachtvollen Kleidern, sah Brillanten an ihren Fingern funkeln. Natürlich, vor allem würde sie sich schmücken und eine Rolle zu spielen versuchen, wenn sie reich wäre. „Kleider machen Leute!“ pflegte ihre Mutter immer zu sagen, die auch ihr Lebelang nicht aus dem muffigen Gemüsekeller in der Langen Straße herausgekommen war, bei der die Ablagestelle für allen Klatsch und Tratsch der Straße gewesen.

Der Vater war lange vor der Mutter gestorben. Er hatte sich zu Tode getrunken.

Trude Berger atmete bedrückt. Erst war sie Dienstmädchen gewesen, und dann, als sie vor einem Jahre majorenn geworden, hatte sie sich selbständig gemacht. Die Herrschaft, bei der sie von ihrem sechzehnten bis einundzwanzigsten Jahre gewesen, hatte sie nähen lernen lassen, und die Frauen dieser Gegend waren zufrieden mit ihrem Können, das besseren Ansprüchen nicht standzuhalten vermocht hätte.

Starker Kohlgeruch füllte mit einem Male das Zimmerchen, er drängte sich durch die Türspalte, durch das Schlüsselloch, und Trude schüttelte sich wie in einem Anfall von Ekel. Fast jeden Tag gab es Kohl zum Mittag, ihr graute schon davor. Rotkohl, Weißkohl, Wirsing oder Kohlrüben. Ihr Magen sehnte sich nach einem in Butter gebratenen Beefsteak, aber ihr Geldbeutel reichte nur dazu, die Kost zu bestreiten, die Frau Klockow ihren Mietern vorzusetzen pflegte.

Sie wollte versuchen, aus dieser Kohldunstatmosphäre herauszukommen. Vielleicht gelang es ihr, als Probierdame unterzuschlüpfen. Sie hatte eine schlanke, gute Figur. Ein Mannequin konnte es zu etwas bringen. Man hatte Gelegenheit zu zeigen, daß man hübsch gewachsen war und ein nettes Gesicht hatte.

Klavierspiel begann. Trude Berger hob ein wenig den Kopf. Ah, Lotte Bürger war nach Hause gekommen. Eben setzte ihre glockenklare Stimme ein, sang ein Lied vom Glück und von der weiten Welt. Trude Berger lächelte spöttisch, dachte, wenn die andere ahnte, wie nahe ihr das Glück gewesen und wie nahe die Aussicht, ein Stückchen von der weiten Welt kennenzulernen. Wenn Frau Klockow nicht einholen gegangen wäre, hielten die schmalen Finger Lotte Bürgers jetzt wohl den Brief, den sie nun unterschlagen, weil sie es nicht ertrug, daß jemand aus ihrer Nähe der Armut so plötzlich entrann.

Die glockenklare Stimme jubelte, und Trude Berger hatte halb wie im Unterbewußtsein das Gefühl, diese Stimme blieb nicht in den Umkreis des östlichsten Ostens von Berlin gebannt, die schmetterte wohl einmal in den lichtdurchfluteten Sälen vieler großen Städte.

Sie empfand das nur instinktiv, denn sie verstand nichts von Musik.

Eine bellende Glocke raste auf, verstummte jäh, hatte aber den Gesang zum Schweigen gebracht. Trude Berger legte lässig die Näharbeit beiseite. Es hatte zum Mittagessen geläutet, und Frau Klockow liebte es nicht, lange auf ihre „Pensionäre“ zu warten, wie sie die drei bei ihr wohnenden Mieterinnen nannte.

Trude besah sich in dem kleinen, stumpfen Spiegel, der über dem Waschständer hing, und lächelte sich an. Große, tiefblaue Augen hatte sie, und mattblondes Haar legte sich leichtwellig um das blasse Gesicht, darin der Mund ein wenig zu üppig und rot stand. Die schmalen Brauen über den Augen waren sehr dunkel. Trude färbte sie immer noch etwas mit einem frischabgebrannten Streichholz nach. Sie dachte flüchtig in einer kleinen Aufwallung von Eitelkeit, daß vielleicht doch noch irgendwo ein besonderes Glück auf sie wartete, weil sich einem hübschen Mädchen immer mehr Glücksmöglichkeiten bieten als einem häßlichen. Sie zupfte ein wenig an ihrem Haar und betrat einige Sekunden später die sogenannte „Berliner Stube“, in der auch während der Tagesmahlzeiten Licht brennen mußte.

Lotte Bürger saß schon an ihrem Platz, auch die bucklige Buchhalterin Fräulein Merkel. Trude grüßte: „Mahlzeit!“ Die beiden brummten gleichfalls: „Mahlzeit!“

Charlotte Bürgers etwas großzügiges Gesicht zeigte den Ausdruck starker, unverhüllter Freude. Trude Berger stellte das mit Bestürzung fest. Sollte Charlotte Bürger noch auf irgendwelche andere Weise eine Mitteilung von ihrem Cousin aus Frankfurt erhalten haben oder er seinem Briefe auf dem Fuße gefolgt sein und sie gar schon gesprochen haben? Das Gesicht war ja wie in Glückseligkeit getaucht. Sie konnte sich eine Frage nicht verkneifen.

„Man meint, Sie hätten das große Los gewonnen, Fräulein Lotte, so strahlen Sie!“

Die bucklige, ältliche Buchhalterin zeigte eine grämliche Miene. „Blödsinn, so glücklich auszusehen, daß es jedem auffällt. Es freut sich doch keiner ehrlich mit, man fordert dadurch nur Neid und Bosheit heraus.“

Trude fühlte sich unwillkürlich getroffen. Sie erwiderte mit etwas gequältem Lächeln: „Selbsterkenntnis ist auch was wert! Ich jedenfalls freue mich immer mit, wenn ich sehe, jemand hat was Gutes erlebt.“

„So siehst du aus!“ höhnte die leicht etwas giftig werdende Verwachsene.

Trude Berger warf den Kopf ein wenig zurück. „Wenn Sie schlecht gelaunt sind, Fräulein Merkel, gönnen Sie wenigstens anderen die gute Laune. Jedenfalls habe ich Fräulein Lotte noch nie so strahlend gesehen wie heute.“ Sie machte ein schelmisches Gesicht. „Gewiß haben Sie sich heimlich verlobt, Fräulein Lotte. Gestehen Sie es nur ein!“ Sie mußte wissen, ob Charlotte Bürger nun auch ohne den von ihr unterschlagenen Brief zu ihrem Glücke kam.

Die dicke Frau Klockow erschien mit einer großen Schüssel Wirsingkohl auf einem Tablett. Sie ging sofort wieder, holte einen Teller mit gekochtem Rindfleisch, das in sehr dünne Scheiben geschnitten war. Sie nahm am oberen Ende des Tisches Platz, faltete die fetten Hände, plapperte automatisch:

„Komm, Herr Jesu, sei unser Jast,

und sejne, was du uns bescheret hast!“

Der Kohl dampfte, er war noch zu heiß, man mußte mit dem Beginn des Essens warten. Nur Frau Klockow tat es nicht. Sie pustete sehr energisch auf den großen Suppenlöffel, mit dem sie den Kohl zum Munde führte.

Charlotte Bürger bemerkte, wie Trude Bergers Augen auf ihr ruhten. Sie hielt es für Teilnahme an ihrer so offen zur Schau getragenen Freude und nickte ihr zu.

„Ich wurde heute von meiner Gesanglehrerin sehr gelobt. Sie versprach mir, den berühmten Opernsänger Norbert Hermanek auf mich aufmerksam zu machen. Sie meint, er würde bestimmt meine weitere Ausbildung übernehmen, und das bedeute für mich eine sichere, große Zukunft.“ Ihre klaren, grauen Augen leuchteten. „Soll ich mich da nicht freuen, Fräulein Trude?“

„Natürlich!“ antwortete anstatt der Gefragten die Buchhalterin, und ihr schmallippiger Mund war hämisch verzogen. „Dadurch ist ja der Auftakt zur großen Laufbahn gegeben, und die Hempel, Farrar oder Massary werden glücklich sein, sich Ihre Kolleginnen nennen zu dürfen. Unsereins hat dann natürlich kein Recht mehr, mit Ihnen zu sprechen. Oder schicken Sie uns armen Luders gelegentlich mal Freibilletts, wenn Sie in Gold und Brillanten schwimmen?“

Trude Berger dachte, daß die Verwachsene genau so ein Neidhammel sei wie sie selbst, begriff nur nicht, wie sie ihren Neid so deutlich merken lassen konnte. So dumm war sie nicht. Sie nickte Charlotte Bürger über den Tisch zu.

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