Thorsten Legat - Wenn das Leben foul spielt

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Er galt bei den Fans als Kultspieler mit einem Ruf wie Donnerhall. In ihrer Liste 'Die härtesten Hunde aller Zeiten' führte ihn die Zeitschrift '11Freunde' unangefochten auf Rang eins, und auch außerhalb des Fußballplatzes gab er sich nicht gerade zimperlich. Doch wenn Thorsten Legat jetzt zurückblickt, erscheint vieles in einem völlig neuen Licht. In seiner Autobiografie berichtet er erstmals von traumatischen Erlebnissen in der Kindheit: Er litt unter dem gewalttätigen Vater, einem alkoholabhängigen Bergmann, der ihn regelmäßig misshandelte. Diese Erfahrungen verfolgten Legat in seiner gesamten Karriere als Profispieler: In Fitnessstudios trimmte er sich zum Kraftpaket, auf dem Platz sah er Gegenspieler als Feinde, die er durch körperliche Aggressivität beeindruckte. Brutale Fouls, wie sie ihm das Leben spielte, hatte er nicht nötig: Der 'härteste Hund aller Zeiten' sah als Spieler keine einzige Rote Karte. Ein beeindruckendes Buch über eine außergewöhnliche Lebensgeschichte.

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Der ganze Hype, der um uns Fußballer gemacht wird, ist sicher vergleichbar mit der Situation, in der sich Popstars wiederfinden. Aber er trübt dir die Sinne für die Realität. Du musst schon sehr charakterfest sein, wenn du diese Glitzerwelt unbeschadet überstehen willst. Ich glaube, bei mir dauerte es etwa zehn Monate, in denen ich fast täglich verrücktspielte.

Es beginnt damit, dass du schon nach den ersten Auftritten in der Bundesliga behandelt wirst wie ein kleiner König. Alles, was du machst, ist toll – selbst, wenn es falsch ist. Das hat mit der normalen Welt nichts mehr zu tun. Das wusste ich eigentlich, aber welcher Mensch ist nicht anfällig, wenn er hofiert wird. Es gibt einen Spruch, der sich auch bei mir bestätigte: »Du kannst dich gegen alles wehren, nur nicht gegen Komplimente.«

Es ist kein Geheimnis, dass Erfolg die Menschen anzieht wie die Motten das Licht. Leute suchten meine Nähe, die ich nicht kannte, die sich aber wie alte Freunde gaben. Das hatte natürlich auch mit dem vielen Geld zu tun, über das ich, der arme Schlucker von gestern, plötzlich verfügen konnte. Immer wieder sprachen mich sogenannte Berater an. »Ich würde Sie gerne in Geldangelegenheiten beraten«, war so ein Satz, den ich sehr oft hörte. Einer dieser Typen wirkte seriös, doch ich traute dem Braten nicht. So vertraute ich mich Bekannten an, die sich mit Geldanlagen auskannten. Sie rieten mir, die Finger davon zu lassen. Also sagte ich ihm beim nächsten Mal: »Du machst dich besser aus dem Staub.«

Auch eine Folge der Prominenz Ich kam in den Genuss einer Homestory die ich - фото 21

Auch eine Folge der Prominenz: Ich kam in den Genuss einer Homestory, die ich lieber zu Hause bei meiner Mutter absolvierte als in meiner eigenen Wohnung.

Trotzdem – das viele Geld verführt. Ich weiß nicht, warum, aber ich fing an, Münzen in Spielautomaten zu stecken. In der Nähe des Bochumer Schauspielhauses gab es so ein kleines Casino. Die Daddelautomaten faszinierten mich und brachten mich dazu, manchmal bis in die Morgenstunden zu spielen. Irgendwann wurde es zur Sucht. Ich wollte nur noch spielen, wurde hektisch und nervös. Ich zog die Reißleine und stoppte diesen Irrsinn.

Dass ich rechtzeitig die Kurve gekriegt habe, lag an den ungewollten Erinnerungen an meine Kindheit, an den Ängsten, die mich immer mal wieder urplötzlich überkamen. Die Angst davor, alles zu verlieren und wieder mit nichts dazustehen – wie früher. Ich erinnerte mich, dass ich für meine Mama einkaufen ging und abgezähltes Geld mit auf dem Weg bekam. Ich kam an Geschäften vorbei, wo es Pommes gab oder Süßigkeiten. Ich hätte mir so gerne etwas davon gekauft, doch ich besaß selbst kein Geld. Das war schon heftig damals.

Und dann wurde ich Profi und schwamm sozusagen im Geld – kein Wunder, dass ich einen gewissen Nachholbedarf befriedigt habe. Mit der Zeit aber verflüchtigte sich diese Kirmeswelt, und ich begann, Dinge richtig einzuordnen. Schon die Erinnerung an die elenden Jahre meine Kindheit brachten mich bald dazu, mein Geld künftig zusammenzuhalten.

Als junger Mensch zahlte ich in vielerlei Hinsicht Lehrgeld. Aber wird man nicht aus Schaden klug?

Bochum, ich komm’ aus dir …

Als Herbert Grönemeyer das Lied über meine Heimatstadt Bochum herausbrachte, bekam ich beim Zuhören eine Gänsehaut. Er beschrieb meine Heimat, wie ich sie auch erlebt habe. »Bochum, ich komm’ aus dir, Bochum, ich häng’ an dir« – das war meine Hymne.

Wenn ich Titelgewinne als Maßstab anlege, dann habe ich natürlich in Bremen meine erfolgreichste Zeit als Bundesligaprofi erlebt. Im ersten Jahr Europapokalsieger, danach Deutscher Meister und DFB-Pokalsieger. Unglaublich. Wenn ich aber auf Kriterien wie Leidenschaft, Zusammenhalt, Fanunterstützung oder totales Engagement schaue, dann gibt es für mich nur den VfL Bochum.

Fünf Jahre durchlief ich die Jugendmannschaften. Zunächst spielte ich in der U17, der U18, dann in der U19, und in der Saison 1986/87 wurde ich zu den Profis berufen – natürlich von Hermann Gerland, der meine Entwicklung entscheidend prägte. Eines Tages, nach dem Abschlusstraining der A-Jugend, sagte Hermann zu mir: »Pass auf, Thorsten, du fährst heute nicht nach Hause. Du sitzt bei den Profis gegen Borussia Mönchengladbach auf der Bank.«

Mein erstes Spiel als Profi am 6. September 1986 – mit gerade einmal 17 Jahren – läuft noch heute vor meinem inneren Auge ab. Beim Stand von 1:1 gegen Borussia Mönchengladbach kam ich in der 69. Minute für Peter Knäbel ins Team. Ich gab mein Bestes und half mit, das Remis zu retten. Denn in der Schlussphase gingen meine Kollegen auf dem Zahnfleisch.

Meine Autogrammkarte aus der Saison 198889 Fußball in Bochum Grönemeyer - фото 22

Meine Autogrammkarte aus der Saison 1988/89.

Fußball in Bochum (Grönemeyer: »Du machst mit dem Doppelpass fast jeden Gegner nass …«) bedeutete für mich als Kind des Ruhrpotts Wohlfühlatmosphäre. Auch wenn wir fast immer gegen den Abstieg gespielt haben, der familiäre Charakter dieses Klubs und die unglaublichen Fans sorgten dafür, dass ich über einen möglichen Wechsel niemals nachdachte. Wenn es nach mir gegangen wäre, niemals hätte ich dem VfL Bochum den Rücken gekehrt.

Als ich in einer durchschnittlichen Mannschaft mehr und mehr in den Blickpunkt rückte, begannen andere Vereine ihre Fühler auszustrecken. Trotzdem kam ein Transfer für mich nicht infrage. Selbst als mein großer Mentor Hermann Gerland als Coach nach Nürnberg ging, kam ich nicht auf Abwanderungsgedanken. Im Gegenteil, ich verlängerte meinen Vertrag um zwei weitere Jahre und verzichtete damit auf viel Geld.

Ich erlebte fünf tolle Jahre in Bochum, aber immer war es mehr oder weniger ein Kampf ums Überleben. Platz 11, 12, 15, 16 und 14 – der VfL und ich blieben zwar in der Bundesliga, aber manchmal war es ganz schön knapp. Einmal, in der Saison 1989/90 mussten wir sogar nachsitzen. Zwei Endspiele gegen den Drittplatzierten der 2. Bundesliga, das war nichts für schwache Nerven.

Schon der letzte Spieltag war dramatisch gewesen. Wir lagen auf dem Relegationsplatz 16, und nur einen Punkt hinter uns lauerte Waldhof Mannheim. Bayer Uerdingen und Borussia Mönchengladbach hatten zwei Punkte mehr, ein Punktgewinn am letzten Spieltag würde sie also vor dem Abgrund retten. Der Zufall wollte es, dass diese beiden Mannschaften gegeneinander spielen mussten. Sollte eine von ihnen verlieren und wir unser Spiel gegen den Karlsruher SC gewinnen, dann wären wir gerettet. So weit die Theorie. In der Praxis aber sah es so aus, dass wir Karlsruhe zwar mit 2:0 schlugen, womit wir dem direkten Abstieg entgangen waren. Uerdingen und Mönchengladbach aber schlossen eine Art Nicht-Angriffspakt und halfen sich mit einem 0:0 gegenseitig.

Unser Gegner in der Relegation hieß Saarbrücken, und wir mussten zunächst ins Saarland reisen. Es war kein Riesenspiel im Ludwigspark, aber wir besaßen deutliche Vorteile. Dann gab es Mitte der zweiten Halbzeit Elfmeter für uns. Als keiner der etablierten Spieler schießen wollte, schnappte ich mir das Leder. Ich dachte, warum scheißen sich alle in die Hose? Ich legte den Ball auf den Punkt, nahm Anlauf und donnerte die Kugel mit links in die linke Ecke. Dann drehte ich eine halbe Runde durch den Strafraum und streckte die Hand Richtung Fans. Sie hatten mich in den Wochen zuvor mehrfach ausgebuht. Vielleicht waren meine Leistungen auch nicht immer gut, doch mein Herz schlug für Bochum, und ich hatte immer alles gegeben. Wie auch jetzt wieder: Als alle anderen von Muffensausen befallen waren, habe ich die Verantwortung übernommen. Nun feierten mich die Fans wieder. Später, als ich die Übertragung am Fernseher noch einmal sah, hörte ich den Reporter sagen: »Legat ist Lateinisch und heißt ›Bote‹. Und der Bote schickt den Ball ins richtige Eck.«

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