Pavel Kohout - Ich schneie

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Nach der «sanften Revolution» kehrt der Ökonomieprofessor Viktor Král aus dem Exil im fernen Kanada ins heimatliche Prag zurück, wo Ich-Erzählerin Petra Márová die große Liebe ihres Lebens bereits sehnlich erwartet und nun beide wieder zueinanderfinden. Doch das, womit andere Romane aufhören, ist hier erst der Anfang, denn jetzt scheint Viktor seine Vergangenheit einzuholen: Sein Name taucht in einem Agentenregister des untergegangenen kommunistischen Regimes auf. Als sich herausstellt, dass ein ehemaliger Major der Staatssicherheit, der ebenfalls in Petra verliebt ist, hinter dem Eintrag steckt, wirft das nur neue Fragen auf. Wer lügt, wer sagt die Wahrheit? In ihrer Suche nach der «wahren» Wahrheit dringt Petra immer tiefer in die Vergangenheit ein – eine Wahrheitssuche, die zugleich eine spannende Aufarbeitung der jüngeren politischen Geschichte Mitteleuropas und ihres beklemmenden Fortwirkens bis in die Gegenwart ist.-

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«Bis jetzt ist das keiner passiert, die ich kenn.»

«Es hat doch wohl gereicht, daß ein Zigeuner am Lenker saß. Den Umfragen nach überfallen einen in Prag heutzutage hauptsächlich die Zigeuner.»

«Aber nicht die Taxler.»

«Du weißt ganz genau, daß es so etwas wie ein erhöhtes Risiko gibt. Ein Mädchen kann doch heute nicht in der Nacht allein mit einem Zigeuner fahren, selbst wenn er ein Taxler ist, ist dir das auch jetzt noch nicht klar?»

«Ich weiß doch gar nicht, ob er ein Zigeuner war.»

«Jungfrau Maria, das hast du doch gesagt!»

«Na, ausgesehen hat er so, aber er kann auch n Jugo sein.»

«Egal, was er gewesen ist, wie ist es also passiert?»

«Na, er hat den Weg über Strahov-Hügel genommen, das macht n Fünfziger weniger, Mikan hat mir vor ihm n Hunderter gegeben, stimmts? Und wir haben uns ganz prima unterhalten.»

«Über was?» (Ich suchte einen Schlüssel zu dieser Ungeheuerlichkeit.)

«Über neue Diskos. Er hat mir gesagt, da gibts ne Superdisko in nem Zelt auf m Weißen Berg, ob wir dort nicht mal reinschauen wollten.»

«Und du?»

«Joo.»

«Bist du noch bei Trost gewesen?»

«Aber Mami, das war doch n normaler Junge! Und Mikan war wieder mal irre eifersüchtig auf einen da, wo wir waren, bestellte aus m nichts ne Droschke nach Hause, so hab ich null Bock auf ihn gehabt, stimmts?»

«Weiter! Was war mit der Diskothek?»

«Zu war sie. Und er hat gesagt, egal, fahren wir eben anderswohin! ist wieder n Stück runtergefahren, und auf einmal waren wir auf irgendnem unbebauten Weg, der war auf m Hang zwischen Gebüsch zu Ende, und ich sagte, du bist mir n schöner Kutscher, wenn du nicht mal Bescheid weißt.»

«Du hast ihn geduzt?»

«Sag ich doch, er war jung, keine fünfundzwanzig. (Wie mein Beißer ...!) Und hat mich auch geduzt.»

«Weiter, weiter!»

«Na, und da hat er gesagt, Wer hat dir gesagt, daß ich nicht Bescheid weiß? das hier ist meine Disko, da ist immer auf, dann schmiß er eine Kassette rein und sagte, Komm mit nach hinten aufs Parkett.»

«Da war ein Parkett?»

«Nee. Er meinte doch den Rücksitz. Und packte mich mit den Fingern am Ellbogen, kräftig waren die wie ne Kneifzange, aber ich hab trotzdem gesagt, Hör zu, zick nicht rum, da steh ich nicht drauf! und er, Komm schon, wirst sehn, ich hab lauter gute Beurteilungen, zick du lieber nicht rum, das tut dir sonst bloß weh. Na, da bin ich rübergestiegen und er mir nach.»

«Warum bist du nicht weggelaufen?»

«So schlau war er auch. Du bist garantiert nicht volljährig, hat er gegrinst, die Tür hat ne Kindersicherung. Na, und dann hat er mich, na ja.»

«Wie hat er ... (die Frage wollte erst nicht aus mir heraus, dann drängte sie sich aber doch aus Mund und Seele) wie hat er dich ausgezogen ...?»

«Na, er hat mich nur oben aufgemacht, den Slip hab ich mir lieber selber ausgezogen, ich hatte doch den neuen an (sie zeigte auf die Wäsche neben der Wanne), er hätte ihn kaputtgerissen, stimmts?»

«Hast du Schmerzen gehabt?»

«Nee, nur bißchen Angst, daß er vielleicht so n Kaputter ist, drum hab ich nicht rumgezickt, na, und er hat vor mir eigentlich nur angegeben, hat Eindruck machen wollen, war gleich fertig.»

Ich stieß die Frage hervor, die mich die ganze Zeit quälte.

«Hat er wenigstens aufgepaßt?»

«Wie?»

«Ich meine ... (Gott, wie sagt man das?) er ist doch hoffentlich am Schluß nicht bei dir geblieben ...»

Die Augen meines jungen Gatten blickten mich an, spöttisch, mitleidig.

«Mami, er hat mich doch vergewaltigt.»

«Ja, aber ... hatte er wenigstens einen Schutz?»

«Was für n Schu ... ach so! Du bist noch nie vergewaltigt worden, stimmts? (Ich muß blaß geworden sein, ich spürte, wie mir die Hände eisig wurden, und entdeckte plötzlich in ihren Augen eine ungewöhnliche Sorge.) Was ist dir, Mami?»

«Wenn aber nun was passiert ist, Gábi ...?»

«Was denn?»

Es rächte sich an mir, daß ich die Sexualerziehung meiner einzigen Tochter feige allen Winden überlassen habe, mir fehlte nicht nur das Elementarvokabular, sondern vor allem ihr Vertrauen. (Vor der Wanne kniend, begriff ich endlich, daß ich kein Kind mehr hatte. Ich faselte.)

«Du weißt doch, daß so was nicht ohne Folgen bleiben muß!»

«Joo. Drum nehm ich doch die Pille.»

Da fiel mir ein: Ich nicht!

2

Mich weckte das Telephon.

Seit zwei, als ich Gábi zu Bett gebracht hatte (sie fiel sogleich in Schlaf, der den Gerechten zugeschrieben wird, doch sie war es auch, sie konnte für mich das Vorbild einer unverlogenen Moral und gesunden Vernunft sein), versuchte ich vergebens meinem Bewußtsein zu entrinnen. So wach, als wäre es Mittag, schrieb ich ein paar verzweifelte Verse ins Tagebuch (‹Drei Paukenschläge / auf meine Seele / oh, Herr / laß Deine Schlegel nicht mehr fallen / denn vierter Schlag ist der / mit Schicksalskrallen›) und zog dann wieder einmal die Bilanz meines Lebens.

Ich fand keinen lichten Punkt darin. Die Jugend entschwunden, die Ehe begraben (das einzige, was mich nicht verdrießt), die Tochter ein unbekanntes Mädchen, das Talent vernachlässigt, der Fleiß faul geworden, der Job zum Vergessen (ein mieses Gehalt und geistige Onanie), und mein Liebster überläßt mich (am Ersten Mai, wenn Liebeszeit!) pollutionierenden Bürschlein, um Zeit für seine heilige Familie zu haben ... Moment, was wollte er eigentlich heut nacht von mir? Ich hatte ihn in den Wirbel unseres Mißgeschicks hineingezogen und ihn mit einem bloßen Ahoj! weggeschickt.

Bis zur Morgendämmerung dachte ich mir ein halbes Dutzend Gründe für seinen Besuch aus, vom herrlichsten, der mir gleich nach dem Anruf eingefallen war (Sie weiß alles, ich komme für immer zu dir zurück), bis zum katastrophalen (Sie weiß alles, wir müssen uns für immer trennen). Den Schlaf hatte ich abgeschrieben, und nach zwei Türkischen stieg ich vor Erregung wie Erschöpfung allmählich in einen Zustand der Schwerelosigkeit auf. Alles purzelte mir durcheinander, mit Sicherheit wußte ich nur, daß ich heute nicht zur Arbeit gehen würde.

Ich konnte Gábi nicht allein lassen, vielleicht finden wir gerade nach diesem Erlebnis eine gemeinsame Sprache und schieben die Trennung hinaus (mein Alter lauert nur darauf). Auch wollte ich nicht riskieren, so schnell mit meinem unmündigen Liebhaber zusammenzuprallen, noch hatte ich keine Idee, wie ich mich dann verhalten würde; soll ich den Blick über ihn wie über eine Landschaft gleiten lassen (damit ihm die Lust vergeht, sich mir zu nähern) oder ganz unpersönlich auf seinen Gruß antworten (damit er den Eindruck bekommt, er hätte mich gestern nur geträumt)? Vor allem aber wollte ich hier am Telephon warten, bei den Anzeigen rief mich der vorsichtige Viktor nie an, und bestimmt wird ihm der Gedanke kommen, daß ich bei der Tochter bleiben würde.

Mein Chef hatte am Telephon keinen Muckser getan, daß ich mir den heutigen Tag vom Urlaub abziehen müßte, offenbar glaubte er, ich strafte ihn für seine zudringliche Anmache auf dem Dampfer, und wollte keine weitere Lektion in katholischer Sittsamkeit provozieren; schließlich und endlich, erklärte er großzügig, sei ich stets vor ihm am Platz und ginge erst nach ihm heim (er ahnte nicht, daß ich die allgemeine Teuerung ausglich, indem ich während Gábinas Touren dort bei Berufswärme und Betriebslicht las und dichtete). Schließlich (seit Mitternacht der dritte Versuch) stieg ich in die Badewanne und schlief im Nu darin ein.

Diesmal rettete mich das Klingeln möglicherweise vor dem Ertrinken.

Gábinas Bekannte schliefen am Vormittag aus, meine wußten, daß ich auf Arbeit war, der Anrufer konnte also nur er sein. Ich dachte nicht ans Badetuch, hinterließ eine Wasserspur und machte auch den Hörer naß.

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