Aino Trosell - Eine grenzenlose Liebe

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Dies ist ein beindruckender Roman, in dem Aino Trosell das Schicksal ihrer Vorfahren aus der Sicht der Frauen erzählt. Eben war ihre eigene Tochter noch ein Kind und schon ist sie Erwachsen. Ihr steht die Welt offen. Doch ihren Vorfahren erging es anders. So zum Beispiel der Großmutter von Aino Trosell, welche sich als Magd bis zur Selbstverleugnung unterordnen musste. Oder Trosells Mutter, die einen Mann heiratete, den sie nicht liebte.Eine Familiengeschichte voll mit bewegender Frauenleben.Die schwedische Schriftstellerin Aino Trosell (geb. 1949) hat seit 1978 mehr als 15 Bücher in verschieden Genres geschrieben. Wohl am bekanntesten ist sie wegen ihrer Kriminalreihe um Siv Dahlin, welche sich immer und immer wieder in unbequeme Situationen um Verbrechen verwickelt.In ihren Romanen stellt Aino Trosell auf gesellschaftskritischer Weise die soziale Realität dar.Im Jahr 2000 hat sie mit ihrem Roman «Solange das Herz noch schlägt» den schwedischen Krimipreis gewonnen."Ein Buch, das man durchfliegt, um dann wieder an den Anfang zurückzukehren und es Seite für Seite aufs Neue zu genießen." – Smålandsposten"Es gibt Bücher, und es gibt Leseerlebnisse. EINE GRENZENLOSE LIEBE ist letzteres." – Folksbladet Norrköping-

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Die Sorge, die sie verspürte, können wir uns heute nicht vorstellen. Wenn ihre Bauersleute selbst kein Essen hatten, wie sollten sie dann auch noch sie ernähren? Sie hatten vom Saatgut gegessen und den Rest ungewöhnlich spät in die Erde gebracht. Die Saat war von schlechterer Qualität als üblich, aufgrund des anhaltenden Regens im vergangenen Jahr. Alles sah äußerst schlecht aus.

Noch wusste sie nicht, dass sich der Frost schon im August zurückmelden sollte. Kartoffeln und Getreide waren mit Ach und Krach in die Erde gekommen und begannen zu sprießen, als die ersten Frostnächte hereinbrachen. Die Blumen, an die man sich aus diesem Sommer am besten erinnerte, waren die Eisblumen an den Fensterscheiben. Seit Mensehengedenken hatte niemand Ähnliches erlebt.

Doch noch ist Sommer, ein sogenannter Sommer, und Eli weilt auf der Alm, ungemein einsam und ungemein hungrig. Sie denkt vor allem an Essen und hat das Wenige, was sie besitzt, weit weggepackt. Vor sich selbst weggepackt. Es muss lange reichen, muss eingeteilt werden. Sie darf nur einmal am Tag Grütze kochen, sonst verhungert sie, auf Hilfe kann sie nicht zählen, das weiß sie.

Und doch, es war gerade dieser Sommer, in dem sie ihre erste wahre Liebe erlebte! Es gibt sogar einen Namen, er hieß Martin Vold.

Seine Augen waren ihr gefolgt. Er war der Sohn eines Nachbarhofs, auch dieser ein einfacher Ziegenhof, aber Martin war schließlich dessen Erbe.

Die Eltern waren bereits mit Leuten übereingekommen, die sich in derselben Lage befanden, es stand fest, wer ihre Schwiegertochter wird. Martin wusste davon und begriff, dass es eine gute Partie war.

Dennoch aber heiratete er nie, auch das ist erwiesen, meine Großmutter begegnete ihm einmal, als er schon alt war, und da hat er es ihr erzählt.

Dass er nie geheiratet hat, hoffe und glaube ich, lag an diesem Sommer mit Eli. Warum aber hat er ihr dann nicht geholfen? War dennoch nicht genug Liebe vorhanden?

Wenn es nur das gewesen wäre. Für einen heutigen Menschen ist so etwas kein Problem, man nimmt, was man haben will, und folgt dem Gesetz des Herzens. Auch dann, wenn man Kinder hat, gibt es keine materiellen Hindernisse. Echten Hunger, von welcher Art auch immer, hat man nie erlebt.

Alles griff tiefer. War blutiger. Oft ging es ums nackte Leben, die Liebe kam zuallerletzt, sie war nicht von Belang.

Seine Augen waren ihr gefolgt.

Verstohlen hatte sie zurückgeschaut, doch miteinander geredet hatten sie fast nie. Der Bauernsohn und die arme Dienstmagd, wenn das jemand gesehen hätte, was hatten die beiden zu bereden? Nein, nur ab und zu ein paar Blicke, und Eli kannte ganz sicher ihren Platz, sie wagte nichts zu erhoffen.

Als sie aber auf die Alm gezogen war und er sie nicht mehr zu Gesicht bekam, wurde er ganz trübsinnig, die Farben verblassten, es gab nichts mehr, was ihm besonders wichtig war. Verblüfft verstand er, wie sehr ihm die tägliche Hoffnung fehlte, Eli auch nur flüchtig zu erblicken, selbst wenn es nur aus der Ferne war. Jetzt gab es diese Hoffnung nicht. Und er wurde nie mehr froh.

Das erste Mal, als er dort hinaufkam, tat er es mit einer annehmbaren Erklärung. Wie konnte die gelautet haben? Eine Ladung Vorjahresheu aus irgendeiner Scheune zu holen, falls da noch was zu finden war? In diesem Fall würde er es mit einem Strick zusammenbinden und auf dem Rücken des von ihrem Hof entliehenen Gauls hinuntertransportieren. Oder vielleicht reichte es ja nur zu einem Packen, den er selbst schultern könnte?

Sie hatte sich vollkommen einsam gefühlt, alles war so traurig und trist. Um sie nicht zu erschrecken, hatte er sich schon geraume Zeit vorher bemerkbar gemacht, und als sie sah, wer da kam, als sie ihn wiedererkannte – da musste Gott einen Blitz vom Himmel gesandt haben, ein Licht, es traf sie mitten ins Herz. Tränen brachen hervor.

Sie wischte sie verlegen mit der Schürze weg, umgeben von den Ziegen.

Er selbst war fast betäubt vor Angst, dass er etwas falsch machen könnte, doch ihre Geste überwand sein Zögern, er trat näher.

Seine Mutter, die ahnungslos war, welch Anliegen ihn in den Wald führte, hatte ihn reichlich mit Essen ausgestattet, er war schließlich ihr einziges Kind. Vielleicht gab es sogar etwas Kaffee? Ganz bestimmt Käse und Brot. Also war es völlig natürlich, dass er sie nun einlud, den Proviant mit ihm zu teilen.

Sie ließ sich nicht lange bitten, sie war hungrig. Gemeinsam betraten sie die Hütte, und Eli machte Feuer.

Er wollte sie nur ansehen. Und er konnte sich nicht sattsehen. Er vergaß das Essen. Sie bekam alles, was er hatte, er war völlig verzaubert.

Ja, aber, ein ganzes Fladenbrot? Und dann noch mit Käse?

Nimm nur. Ich habe schon gegessen, ganz bestimmt. Ich frene mich zu sehen, wie es dir schmeckt.

Du freust dich?

Sie lachte. Diese Freude konnte sie ihm leicht verschaffen. Sie lachte und schmatzte, aß und trank. Er saß einfach nur da.

Sie fand wohl, der Himmel habe ihn hergesandt, sie konnte sich den Bauch vollschlagen, es war einfach wunderbar.

Und sie mochte ihn ja schon länger, ihre Augen waren ihm heimlich gefolgt. Jetzt zeigte sich, dass er für sie genauso empfand. Es war sein Verdienst, dass sie essen durfte, bis die Wärme vom Magen sich im ganzen Körper ausbreitete und die Seele sich gleichsam streckte wie nach langer Erstarrung.

Den geringen Dienst, den er im Austausch erbat, den wollte sie ihm nicht verwehren. Sie war ja noch so jung, und das Kopftuch war nachlässig gebunden. Er bat darum, ihr Haar sehen zu dürfen.

Sie zögerte, aber nur kurz. Sie betrachtete sich eigentlich noch als Mädchen, das barhäuptig gehen durfte, jedenfalls im Haus.

Ein Meter Abstand war mindestens zwischen ihnen. Sie nahm das Kopftuch ab. Der Zopf, dick wie ein Tau, hing über die Schulter zur Taille hinunter.

Was, wenn man ihn gelöst sehen könnte? Er flüsterte.

Sie fühlte sich so froh und reich, die Euphorie, die vom Essen kam. Wenn das alles war, das konnte ja wohl nicht gefährlich sein? Lächelnd, als sei es nicht weiter ernst, nein, eher ein Scherz, flocht sie den Zopf auseinander, zog die Finger durch das dicke Haar, schüttelte den Kopf, und ein Schleier, von der Natur selbst geschaffen, wallte um ihre Schultern.

Er trat näher. Sie begriff, dass es geschah, doch kam es ihr dennoch richtig vor. Sie wartete. Sie wollte seine Hände fühlen. Wollte selbst, mit eigenen Händen. Die Blicke brannten, aber als er die Hand ausstreckte, wandte sie sich ab.

Es reichte.

Er stand auf, gedemütigt, rot im Gesicht und beschämt. Es war wohl an der Zeit zu gehen.

Da stand sie ebenfalls auf. Bereute, sich so unzugänglich gegeben zu haben.

Die Gefahr war doch vorüber. Sie aber reichte ihm erneut den Zündsatz, sagte, du gehst doch nicht etwa schon?

Da sah er sie an. Und dann streckte er wieder die Hand aus.

Und sie blieb stehen und erwiderte den Blick.

Die Hand war stark und warm, hatte Risse und Schwielen auf der Handfläche, sie empfand sie wie feinste Seide an der Wange.

Eli war ungestreichelt. Ihre Haut war ausgedörrt, und ihr Inneres bestand nur aus Mangel, sie hatte so wenig bekommen.

Sie dachte, es sei ein Missverständnis. Oder dass niemand je gefühlt hatte, was sie jetzt fühlte. Es konnte nicht falsch sein, sie meinte, was jetzt geschah, sei weitaus mehr von Gott als vom Teufel, wie immer gesagt wurde.

Ihre Aufgabe in diesem Augenblick war standzuhalten, nicht nachzugeben, das war völlig klar, als er unter der Kleidung nach ihr zu suchen begann.

Aber da sagte er voller Zärtlichkeit, ich verspreche dir, vorsichtig zu sein. Und sie glaubte ihm natürlich. Er konnte sie doch unmöglich hintergehen, er doch nicht. Sie verstand nicht genau, was er meinte, vermutete jedoch, dass nichts passieren würde, weil er das so gesagt hatte und auch sonst so überzeugend war.

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