Will Berthold - Nach mir komm ich

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Traumvillen, Hochseeyachten, Partys und Exzesse ohne Ende: Die Superreichen in den Steueroasen tun und lassen, wonach ihnen der Sinn steht. So auch Henry Kamossa, der so etwas wie den charismatischen Mittelpunkt dieser internationalen Szene darstellt. Kamossa scheint zu besitzen, was ein Mensch sich nur wünschen kann. Er kennt keine Skrupel und keine Spielregeln, und reitet auf einer Welle des Erfolgs durchs Leben. Bis jemand einen Mordanschlag auf ihn verübt. Denn offenbar verbirgt er ein dunkles Geheimnis, das er bisher gehütet hat wie seinen Augapfel. In der Stunde der Wahrheit bleibt ihm nichts anderes übrig, als sich den Schatten seiner Vergangenheit zu stellen, denn dort lauert jemand, der keine leeren Drohungen ausspricht: Er will Kamossa töten …-

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›Für die Katze im Sack?‹ fragte ich ihn.

›Es hat mich gefreut, Ihre Bekanntschaft zu machen‹, erwiderte er und erhob sich.

›Ein paar Fragen werde ich Ihnen schon noch stellen dürfern, hielt ich ihn auf und lenkte wieder ein, ›Sind wir das erste Verlagshaus, dem Sie das Manuskript anbieten?‹ ›Dafür verbürg ich mich. ‹

›Und warum kommen Sie zu uns?‹

›Sie sind in der Branche bekannt dafür, daß Sie vor hohen Honoraren nicht zurückschrecken. ‹

›Da täuschen Sie sich mal nicht‹, erwiderte ich. ›An welche Summe dachten Sie denn? ‹

›Ich hatte hohe Auslagen. Mindestens 100 000 Mark Vorschuß‹, versetzte der Mann in der Lederjacke, ›und dann gestaffelt, je nach Auflage, 12 bis 15 Prozent Tantieme gegen Verrechnung mit dem Vorschuß.‹

›Das ist verdammt viel‹, antwortete ich. ›Vor allem für einen Anfänger – aber darüber können wir später reden. ‹ Ich lehnte mich zurück, als müßte ich angestrengt nachdenken. Dann bot ich ihm eine Vier-Wochen-Option gegen 5 000 Mark Honorar an; danach sollte der endgültige Kaufpreis festgesetzt werden. Der Mann handelte mich auf eine Woche herunter und auf 10 000 Mark hinauf. Er gab sich naiv, aber er war gerissen. Um die Sache geheimzualten, tippte ich den Optionsvertrag selbst auf der Schreibmaschine. Beide Seiten verpflichten sich darin zu absoluter Verschwiegenheit. Falls wir uns mit dem Autor nicht einigen oder die Geheimhaltung verletzen, kann er aussteigen und das Manuskript anderweitig anbieten. Nach Ablauf der Optionszeit und bei gleichzeitiger Vorlage zumindest eines erheblichen Teilmanuskripts soll dann der endgültige Vertrag geschlossen werden.«

»Und wann läuft die Optionsfrist aus?« fragt Schmeißer.

»Am Freitag – übermorgen also. Ich ging mit dem Mann zur Kasse«, berichtet der Lektoratsleiter weiter, »um ihm die 10 000 Mark gleich auszahlen zu lassen. Wieder fiel mir auf, wie selbstverständlich ihm das alles war. Er gab sich für einen freien Journalisten aus, der unter anderem auch für den ›Spiegel‹ und für ›Visier‹ arbeitet, gute Verbindungen zu Archiven unterhält. Abermals musterte ich das blasse Gesicht, den Ziegenbart, die unordentliche Frisur, das offenstehende Hemd, die abgenutzte Lederjacke. Auf einmal wußte ich: Der Autor heißt nicht Hans-Peter Müller; es ist Peter Raguse.«

»Der Enthüllungsspezialist?« erwidert Lapinsky erschrokken. »Dann ist die Scheiße am Dampfen.«

Einen Moment lang wirkt selbst der unerschütterliche Schmeißer konsterniert. In bestimmten Industriekreisen ist Raguse so bekannt, daß an den Wänden der Personalabteilungen seih Foto als Warnung hängt. Er hatte sich mit falschem Namen und fingierten Papieren in ein Atomkraftwerk eingeschlichen, dort wochenlang gearbeitet und dann – gestützt auf Kantinengespräche mit gestreßten Mitarbeitern – in einem fundierten Bericht die Sicherheitsmängel enthüllt. Er hatte sich in einem Edelbordell als besserer Rausschmeißer anheuern lassen, um dann hinterher über die Extratouren und Zuwendungen der prominenten Gäste zu berichten. Immer mit demselben Trick war er als Gastarbeiter, als Krankenpfleger, als Tellerwäscher, als Taxifahrer, Ohrenbeichter und Privatpolizist aufgetreten. Immer in Verkleidung, unter falschem Namen und mit gefälschten Personalpapieren.

›Warum stellen Sie sich mir als Hans-Peter Müller vor, wenn Sie in Wirklichkeit Peter Raguse sind?‹ fragte ich den Enthüllungsspezialisten.

Er lächelte mir ohne eine Spur von Zerknirschung ins Gesicht. »Damit Sie sich nicht gleich in die Hose machen, Herr Doppelschmidt‹, erwiderte er. ›Hätte ich ernsthaft gewollt, daß Sie mich nicht erkennen, wäre mir das auch gelungene Er zündete sich eine Zigarette an, blies den Rauch aus wie jemand, der verärgert ist, daß er rückfällig wurde. ›Sicher möchten Sie mit mir nicht viel zu tun haben‹, grinste er frech. ›Aber Ihr Prinzipal denkt darüber vielleicht ganz andes.‹«

»Sie haben Kronwein gesagt, wer dieser angebliche Müller wirklich ist?« fragt Schmeißer.

»Das mußte ich tun. Dann habe ich mir im Archiv Material über den Enthüllungsspezialisten besorgt.«

»Wo ist das Material jetzt?«

»In meiner Schreibtischschublade.«

»Und der Optionsvertrag?«

»Ebenfalls bei mir unter Verschluß.«

»Und die Kopie des Manuskripts?«

»Ich habe keine gemacht«, beteuert Doppelschmidt.

»Lügen Sie mich doch nicht an!« erwidert Schmeißer. »Sie verabschieden sich jetzt von Ihren Kollegen, weil Sie müde sind. Dann fahren Sie im Verlag vorbei, holen sämtliche Unterlagen und kommen damit zu uns ins ›Hilton‹.«

»Mein Gott, Sie bringen mich um Kopf und Kragen!« Der Mann in der Klemme erfaßt die Situation richtig.

»Nun hören Sie mir mal gut zu, Doppelschmidt«, entgegnet der Pressechef. »Ihre Mitteilungen bleiben unter uns. Trotzdem sichern wir Sie ab. Falls Sie in Schwierigkeiten kommen sollten, erhalten Sie von uns Ihre Bezüge weiter, und zwar in doppelter Höhe. Und das so lange, bis Sie oder wir in einem anderen Verlagshaus eine mindestens gleichrangige oder bessere Position gefunden haben.«

Doppelschmidt nickt.

»Ich werde Ihnen das morgen schriftlich bestätigen.«

Der Verlagsmann verabschiedet sich offiziell. Lapinsky fordert den Wirt auf, ihm morgen die Rechnung zu schikken. »Ihr könnt noch tagen, so lange ihr wollt«, wendet er sich dann an die feuchtfröhliche Gesellschaft. »Es ist alles erledigt.«

»Eine verdammte Geschichte«, schimpft Lapinsky auf der Fahrt zum »Hilton‹. »Ein Schlimmerer als Raguse, dieses wildgewordene Trüffelschwein, hätte uns nicht in den Weg laufen können. Dem Kerl ist alles zuzutrauen.«

»Mir doch auch«, erwidert der Meister der Finten und Finessen.

Lapinsky lacht, mehr höflich als überzeugt. »Also«, kommt er zum Psychogramm des Verhaßten, »Raguse ist unbestechlich. Geld ist für ihn nur Mittel zum Zweck. Er wird von seinem Anwalt, einem früheren Klassenkameraden, blendend beraten. Zwar hat er bei einigen Prozessen schon Haare lassen müssen, aber aus mehr als einem Dutzend Scharmützeln ist er als der Sieger hervorgegangen.«

»Ein linker Spinner?« fragt Kamossas Mann fürs Grobe.

»Viele halten ihn dafür, aber das stimmt nicht. Er hat bei gewerkschaftseigenen Konzernen Mißstände aufgedeckt und ihre Manager rücksichtslos in die Pfanne gehauen. In einigen Großstädten wurde von ihm der Genossen-Filz schonungslos enthüllt. Wenn Sie mich fragen, ist er kein Roter, kein Grüner und schon gar kein Schwarzer.«

»Was dann?«

»Ein Jäger«, erwidert Lapinsky. »Und ein Fallensteller.«

Schmeißer ist längst nicht so optimistisch, wie er sich gibt. Allein was er vom Hörensagen über Raguse kennt, suggeriert ihm schlimme Vorahnungn. Am schwierigsten ist es immer, Kontrahenten hereinzulegen, die sich persönlich nichts aus Geld machen, ob sie nun Hohlköpfe oder Fanatiker sind.

»Zuerst einmal werden wir Kronwein das Manuskript wegnehmen«, sagt er.

»Das dürfte nicht schwierig sein.«

»Als nächstes brauche ich einen Verlag, an dem unser Konzern maßgeblich beteiligt sein müßte, um Raguse ein Superangebot zu unterbreiten.«

»Auf lange Sicht auch kein Problem.«

»Die lange Sicht endet morgen früh«, erwidert Schmeißer.

Noch bevor Doppelschmidt mit den Unterlagen im Hotel eintrifft, ruft Schmeißer in Ascona an und führt ein langes Gespräch mit Michael Budde.

»Hören Sie gut zu«, endet der Chefmanager des Konzerns schließlich und erteilt dem Spezial-Rechercheur präzise Anweisungen und weitreichende Vollmachten.

V

Noch immer ungläubig begreift Carlotta allmählich, daß ihr Mann diesmal nicht streunt, sondern putscht. Er hat es noch nie gewagt, über Nacht wegzubleiben, zumindest nicht ohne eine stichhaltige – oder wenigstens fingierte – Ausrede. Sie erinnert sich an seine Drohungen von gestern, aber sie nimmt sie nicht ernst. Schließlich kennt sie ihn gut genug, um zu wissen, daß er zu feige ist, ihr ins Messer zu laufen.

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