Will Berthold - Nach mir komm ich

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Traumvillen, Hochseeyachten, Partys und Exzesse ohne Ende: Die Superreichen in den Steueroasen tun und lassen, wonach ihnen der Sinn steht. So auch Henry Kamossa, der so etwas wie den charismatischen Mittelpunkt dieser internationalen Szene darstellt. Kamossa scheint zu besitzen, was ein Mensch sich nur wünschen kann. Er kennt keine Skrupel und keine Spielregeln, und reitet auf einer Welle des Erfolgs durchs Leben. Bis jemand einen Mordanschlag auf ihn verübt. Denn offenbar verbirgt er ein dunkles Geheimnis, das er bisher gehütet hat wie seinen Augapfel. In der Stunde der Wahrheit bleibt ihm nichts anderes übrig, als sich den Schatten seiner Vergangenheit zu stellen, denn dort lauert jemand, der keine leeren Drohungen ausspricht: Er will Kamossa töten …-

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Carlotta sitzt mit dünner Bluse und gutsitzenden Shorts auf der Terrasse ihres Gartens, ohne dem strahlenden Morgen etwas abzugewinnen, wiewohl sie sonst eine Naturschwärmerin ist. Der Lago ist fast so blau wie die Azurfarbe des Himmels. Auf seiner Oberfläche betrachtet sich die Sonne eitel wie im Spiegel. Ein Boot schneidet ihren Pausbakkenkopf, die Wellen werden zu Lachfältchen. Die oberen Häuser auf der weit weniger zersiedelten Ostseite des Lago wirken wie Falkennester. Eine Dampflock schnaubt der italienischen Grenzstation Dirinella entgegen.

Carlotta sieht es, ohne es zu bemerken, heute blicklos für das Spiel der Farben und des Lichts; sie hört nicht das Summen fleißiger Bienen und das Rascheln geschäftiger Eidechsen. Die Dressurleine, an der sie sonst den Eheflüchtling hält, ist gerissen. Die Knute der Dompteuse hängt unbenutzt im Schrank.

Es ist schon neun Uhr. Ihre Vermutung, Hans-Georg könnte sich nach München abgesetzt haben, verdichtet sich bei ihr zur Gewißheit. Trotz aus Feigheit: Je länger er sich auf Abwegen herumtreibt, desto länger wird er sich winden, seiner Frau wieder unter die Augen zu treten und die Bestrafung auf sich zu nehmen.

Carlotta kämpft mit sich und ruft dann doch in ihrer Münchener Privatvilla an. Niemand geht an das Telefon, nicht einmal der Hausmeister. Die Wütende wählt den Verlag, verlangt ihre Sekretärin erfährt daß sie sich heute freigenommen hat. Schließlich bekommt sie einen ihrer Hauptspitzel aus der Direktionsetage ans Telefon.

»Ich ruf gleich zurück«, verspricht der Mann hastig und legt auf. Carlotta begreift, daß er das Gespräch – aus Angst vor Mithörern – außer Haus führen wird.

»Ich rufe von der Tankstelle aus an«, meldet er sich zehn Minuten später. »Nein, gnä Frau, Ihr Mann ist nicht aufgetaucht. Er wird auch nicht erwartet. Er meldet sich nur ab und zu telefonisch.«

»Was steckt hinter diesem außergerichtlichen Vergleich mit Frau Melber?« fragt sie ihren Vertrauensmann direkt.

Er schweigt hörbar. »Es ist so schlimm, daß ich es Ihnen gar nicht sagen möchte«, beginnt er zögernd.

»Wieso?« fragt die Anruferin mit vibrierender Stimme. »Hört jemand mit?«

»Das nicht, aber …«Carlottas Günstling weiß, daß es keinEntrinnen gibt, und so schildert er die Szenen nach dem morgendlichen Posteingang.

»Und warum hat meine Sekretärin gekündigt?« fragt sie erregt.

»Wohl aus dem gleichen Grund«, antwortet der Spitzel. »Frau Melber hat ihr gezeigt, daß etwas zu holen ist, da ist sie zum gleichen Anwalt gegangen. Den Rest können Sie sich denken, gnä Frau. Es tut mir wirklich leid, aber …«

»Schon gut«, entgegnet Carlotta schrill. »Rufen Sie mich bitte an, falls mein Mann in München auftauchen sollte.«

Sie legt auf, starrt blind in die Sonne, bis ihr die Augen tränen. Der Zorn drückt ihr die Kehle zu, sie atmet schwer, entschlossen, sich grausam zu rächen. Einen Moment lang gaukelt ihr die Rachsucht blutrünstige Bilder vor: Sie sieht Hans-Georg auf den Knien vor ihr liegen, um Gnade winselnd. Aber sie weiß, daß sie ihn diesmal ganz anders fertigmachen muß.

Die Untätigkeit, zu der sie verdammt ist, droht Carlotta um den Verstand zu bringen. Gewaltsam zwingt sie sich, über das, Nächstliegende hinaus zu denken und alle Waffen zu sortieren, die sie gegen Hans-Georg verwenden kann. Es ist ein ganzes Arsenal, ausreichend für ein regelrechtes Overkilling. Gegen diese Übermacht kann der Eheflüchtling allenfalls schmutzige oder scheinheilige Tricks einsetzen, die bereits im Vorfeld scheitern müssen. In jedem Fall kann Carlotta die Scheidung verhindern – aber will sie das? Soll sie eine Ehe fortsetzen, die seit Jahren im Grunde nur davon lebt, daß sie marode ist – ein Zustand, der jetzt den Siedepunkt erreicht hat? Vielleicht, überlegt Carlotta, kommt sie weit besser weg, wenn sie in eine endgültige Trennung einwilligt, freilich zu ihren Bedingungen. Sie wäre dann frei, unabhängig, steinreich und eine noch immer attraktive Frau.

Fast wohllüstig genießt sie im voraus ihre Rache, eine unerbittliche Nemesis, die sich schon im Gerichtssaal sieht: nicht als Denunziantin, sondern als tapfere Frau, die, an einen Unhold gebunden, jahrelang schweigend durch die Hölle gegangen ist, zu anständig, um sich gegen ein Monster zu wehren.

Carlotta sonnt sich in diesem Moment vor dem Scheidungsrichter: eine kultivierte Dame, weit jünger als nach der Geburtsurkunde, in einem eleganten Pariser Kostüm, dessen Farben genau auf ihre Augen abgestimmt sind, Augen, die schimmern wie Eis im Föhn.

Sie wird so im Blickpunkt stehen, bemitleidet und doch bewundert, eine Frau, die mit der Preisgabe schrecklicher Einzelheiten noch immer zurückhält und sie nur unter Drängen des Richters mit leiser Stimme vorbringen kann, immer davor schaudernd, daß sie den einstmals Geliebten vernichten muß – und dafür mit einer Millionenabfindung belohnt wird. Bis dahin ist freilich ein weiter Weg – falls er überhaupt beschreitbar ist, denn wenn sie den Verleger ruiniert, gefährdet sie auch ihre Alimentation.

Carlotta ist so in Rage, daß sie einen Sofort-Triumph braucht, wie immer er aussehen mag. Dabei unterläuft ihr eine typisch weibliche Reaktion: Sie sucht im Telefonbuch die Nummer der Bau-und Kunstschreinerei Marazzo heraus, läutet sie an, fragt nach dem Chef und wird mit Giorgio, dem Junior, verbunden.

»Frau Konsul Kronwein«, meldet sie sich. »Sie kennen mich doch?«

»Aber ja, Madame. Leider nur aus der Ferne. Ich gehöre _ schon lange zu Ihren Bewunderern«, antwortet er in einem Deutsch, das sein italienischer Akzent so pikant macht. »Was kann ich für Sie tun?«

»Kommen Sie doch bitte heute vormittag bei mir vorbei«, erwidert Carlotta. »Ich habe eine eilige Arbeit für Sie.«

»Sie haben Glück, Madame«, behauptet Juwelen-Olgas fleißiger Adonis. »Ich bin im Moment gerade frei,«

Zehn Minuten später fährt er in Moscia vor, in blauen Jeans und rotem, bis zum Nabel offenem Hemd, das keinen Zweifel über den durchtrainierten Körper aufkommen läßt. Er betrachtet Carlotta ungeniert, entwaffnend, unverschämt – nicht wie eine Auftraggeberin, sondern eher wie ein Draufgänger eine Frau betrachtet, über die er herfallen möchte.

»Worum handelt es sich?« fragt Giorgio und bombardiert Carlotta mit Kobaltblitzen.

»Sie haben Ihr Handwerkszeug dabei?«

»Ja – im Wagen. Worum handelt es sich eigentlich?«

»Kommen Sie!« fordert ihn Carlotta auf.

Sie geht in den ersten Stock voraus, öffnet die Tür zu ihrem Schlafzimmer, dem Schauplatz ehelicher Zweikämpfe mit seinen Dressuren und Blessuren. Die Folterkammer ist ausgesprochen feminin – mit großen Wandspiegeln bestückt, alles rund und weich, in Weiß und Rosa, die Gardinen wie der falsche Baldachin über einem wertvollen Renaissancebett aus massivem Holz mit kunstvollen Schnitzereien aus der Zeit der Borgias, der Medicis, der Giftmörderinnen, der Condottieri, der berühmten Maler und der verlotterten Päpste.

»Sägen Sie es auseinander!« befiehlt Carlotta mit rauher Stimme. »Und zwar genau in der Mitte.«

»Was soll ich tun?« fragt Giorgio verständnislos.

»Auseinandersägen«, wiederholt sie.

»Warum?«

»Das geht Sie nichts an«, weist ihn Carlotta zurecht. »Tut mir leid, Madame, das kann ich nicht tun. Es ist einfach nicht zu verantworten, ein so schönes Stück zu ruinieren.« Er vergewissert sich: »Es ist doch echt?«

»Sogar mit Zertifikat.«

»Dann ist es doch mindestens 30 000 Franken wert und steht unter Denkmalschutz.«

»50 000«, verbessert ihn die Frau auf hohen Absätzen, die ihre Beine verlängern. »Mindestens.« Für Carlotta ist ein Handwerker als Mann uninteressant, aber sie stellt fest, daß er nicht nach Schweiß riecht, sondern nach einem herben Gesichtswasser duftet, auch keine dreckigen Fingernägel hat und keinerlei beflissene Unterwürfigkeit zeigt.

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