Will Berthold - Nach mir komm ich

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Traumvillen, Hochseeyachten, Partys und Exzesse ohne Ende: Die Superreichen in den Steueroasen tun und lassen, wonach ihnen der Sinn steht. So auch Henry Kamossa, der so etwas wie den charismatischen Mittelpunkt dieser internationalen Szene darstellt. Kamossa scheint zu besitzen, was ein Mensch sich nur wünschen kann. Er kennt keine Skrupel und keine Spielregeln, und reitet auf einer Welle des Erfolgs durchs Leben. Bis jemand einen Mordanschlag auf ihn verübt. Denn offenbar verbirgt er ein dunkles Geheimnis, das er bisher gehütet hat wie seinen Augapfel. In der Stunde der Wahrheit bleibt ihm nichts anderes übrig, als sich den Schatten seiner Vergangenheit zu stellen, denn dort lauert jemand, der keine leeren Drohungen ausspricht: Er will Kamossa töten …-

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Die beiden rasen aufeinander zu wie zwei Schiffe, die zusammenstoßen müssen. Dann dreht sich der Ozean im Orkan, immer schneller, immer stürmischer. Der Drang nimmt ihnen das Gehör, in ihren Köpfen rauscht das Blut, Carlotta bläst dem Mann die schweißnassen Haare aus der Stirn. Crash.

Die Explosion zerreißt sie in kleine Stücke. Dann erst merken sie, daß sie überlebt haben.

»Du hast geschrien, daß man es drei Häuser weit hören mußte«, sagt Giorgio belustigt. »Bist du erotisch so unterernährt?«

»Wir müssen verrückt sein«, erwidert sie lachend.

Er betrachtet ihre zerzausten Hare, den verschmierten Lippenstift, das aufgelöste, verschwitzte Gesicht. »Mit deinem Mann ist wohl nicht viel los?« fragt er.

»Ein Schlappschwanz in jeder Hinsicht«, entgegnet Carlotta. »Dafür ist mit dir etwas los. Leider bist du viel zu jung für mich.«

»Nur einer Stradivari kannst du solche Klänge entlokken«, entgegnet Giorgio lächelnd. »Außerdem bist du sechzehn Jahre jünger als Olga.«

»Wenn sie es erfährt, bist du deine Aufträge los.«

»Und wenn schon«, erwidert Giorgio. »Wir haben Hochkonjunktur. Ich muß so viele Absagen erteilen, weil meine Kapazität nicht ausreicht.« Mit dem Zeigefinger fährt er an Carlottas Lippen entlang. »Wirst du deinem Mann etwas erzählen über unsere Kissenschlacht?«

»Das wird schon das Hausmädchen besorgen, falls er sich hier noch einmal blicken läßt.« Carlotta macht sich von ihm frei, steht auf. »Und was sagst du deiner Glitzer-Olga?«

»Weiß ich noch nicht«, erwidert er unbekümmert. »Vielleicht, daß sie mir zu geizig ist oder zu dick.«

Sie geht ins Bad. »Wenn du duschen willst, Giorgio« –, sie deutet auf die andere Seite –, »dort ist eine Kabine.«

Er läßt den kalten Strahl auf die Haut prasseln und lächelt dabei wie ein Kater, der ein ganzes Mäusenest ausgehoben hat. Er trocknet sich ab, legt sich ein Handtuch als Lendenschurz um, kommt zurück.

»Laß dich einmal richtig ansehen«, sagt Carlotta bewundernd. »Du bist wirklich gut gewachsen. Warum bist du so stark, so männlich?«

»Ich rauche nicht, ich trinke nicht. Ich brauche keinen Joint und keine Droge. Ich hab nur eine Leidenschaft, l’unica passione«, fällt er ins Italienische, »Chiavare …«

»Chiavare?« fragt sie.

»Fare l’amore«, erwidert er, »faire l’amour, making love.« Er bläst ihr die Haare aus der Stirn. »Zu deutsch: Bummbumm machen.«

Er steht vor einem großen Wandspiegel, legt die Arme um Carlotta, zieht sie an sich. Sie stellt fest, wie sein Verlangen zurückkehrt.

»Bist du verrückt, Giorgio?« fragt sie. »Wir haben einen halben Wald gefällt, und du greifst schon wieder nach der Axt.« Carlotta wehrt ihn ab und deutet auf das Bett. »Nach dem Vergnügen an die Arbeit.«

»Und wo sollen wir künftig unsere Weltreise fortsetzen?«

»Es gibt noch genug Betten im Haus.«

»Aber kein so herrliches«, versetzt er.

»Heißt das, daß du wiederkommen willst?«

»Heute abend schont, antwortet er. »Wir sind jetzt zumindest schon in Zürich. Dort besteigen wir das Flugzeug und starten nach Timbuktu.«

»Warum nach Timbuktu?«

»Weil es da besonders toll zugeht.«

Carlotta hat nichts dagegen. Es wird einen Skandal geben, in und um Ascona, aber es ist ihr gleichgültig. Wenn es Hans-Georg erfährt, um so besser. Er hat ihr weit Schlimmeres angefan. Jetzt hat sie sich revanchiert, und wenn sie so nebenbei diese Brillanten-Grandma blamiert, wird es ihr nur recht sein. Soll sie toben wie ein Fischweib, sie wird an ihrer Stelle die Reise um die Welt mit Giorgio fortsetzen.

Ihr Zorn ist verraucht, Sie kann wieder geordnet denken.

Auf einmal weiß sie, was sie zu tun hat: Aus der Kränkung heraus wird sie zum Angriff antreten. Sie braucht einen gerissenen Anwalt und überlegt, wen sie mit der Wahrnehmung ihrer Interessen betreuen könnte. Wen könnte sie wählen? Eigentlich müßte Carlotta nach München fahren, aber sie hat keine Lust, sich jetzt, da diese schweinischen Geschichten im Verlag passiert sind, dem Gespött auszusetzen, statt ihre Beziehung zu Giorgio fortzusetzen.

Wenn sie an einen erreichbaren und mit allen Wassern gewaschenen Advokaten denkt, fällt ihr automatisch Grevelnich ein, der Ex-Politiker, einer der weiß, was sich mit Kellerleichen anfangen läßt.

Carlotta ruft ihn an. Der Anwalt ist gleich selbst in der Leitung. »Gnädigste«, begrüßt er sie, »wie ich mich freue, Ihre Stimme zu hören.«

Um das Palaver abzuwürgen, kommt sie gleich zur Sache und fragt Grevenich, ob er sie bei ihrer beabsichtigten Scheidung vertreten wolle.

»Sie wollen sich von Ihrem Mann trennen, Gnädigste?« fragt er hellwach. »Ich praktiziere ja kaum noch – aber ich hätte Sie furchtbar gern vertreten, leider kommen Sie einen halben Tag zu spät.«

»Wieso?« unterbricht ihn Carlotta.

»Es ist mir peinlich, aber ich kann es Ihnen nicht verschweigen«, antwortet er zögernd. »Ich vertrete bereits Ihren Mann. Aber ich bin gern bereit, Ihnen einen tüchtigen Kollegen zu empfehlen.«

»Ich verzichte«, erwidert die Anruferin kalt. »Ich kann Ihnen nur sagen«, keift sie ordinär, »daß Sie mit diesem Mandanten barfuß in die Scheiße getreten sind.«

»Wir wollen doch unnötige Komplikationen vermeiden«, fährt er mit salbungsvoller Stimme fort. »Ich bin dafür, daß wir uns in Ruhe zusammensetzen und …«

»Mit einem solchen Schwein wie Hans-Georg setze ich mich nie mehr an einen Tisch«, entgegnet Carlotta. »Ein Kerl, der reif ist fürs Zuchthaus!«

»Aber, aber, Gnädigste!« wiegelt der Jurist ab. »Ich weiß, es gibt da ein paar – sagen wir – unschöne Punkte in der Vergangenheit Ihres Mannes, aber in solche sind Sie – entschuldigen Sie bitte – als seine Teilhaberin und Mitwisserin selbst verstrickt und … ‹‹

»Unerhört!« stoppt sie ihn.

»Lassen Sie mich bitte ausreden, Gnädigste! Außerdem sind einige – einige Geschichten Ihres Mannes verjährt oder nicht mehr beweisbar.«

»Meinen Sie?« höhnt Carlotta. »Ich hätte Sie nicht für so naiv gehalten, Herr Grevenich. Es gibt auch noch Zeugen, und zum Teil sogar sehr prominente – zum Beispiel Henry Kamossa.«

»Was hat er mit Ihrem Mann zu tun?« fragt Grevenich ein wenig zu hastig.

»Hat Ihnen Hans-Georg nichts über den Zweieinhalb-Millionen-Deal mit dem Finanzminister – unter Kamossas Patronat – erzählt? Was meinen Sie, wie sich die Presse darauf freut, wenn ich diesen Machtklotz in den Zeugenstand zitiere.«

»Er wird nicht erscheinen«, erwidert der Jurist erschrokken. »Und ich würde Ihnen dringend raten, einen Mann wie ihn nicht in Ihre Scheidung hineinzuziehen. Mein Gott, Sie schlagen ja tief unter die Gürtellinie, Gnädigste!«

»Noch tiefer«, versetzt Carlotta. »Ich werde Hans-Georg dahin treten, wo es am meisten schmerzt«, setzt sie hinzu und knallt den Hörer auf die Gabel.

Sie hat alle Trümpfe in der Hand und noch einige Joker im Ärmel, und sie ist entschlossen, sie hemmungslos auszuspielen.

VI

Den nächsten Tag läßt der Frühling in München ausfallen. Der Wind schneidet sich an den Ecken der Häuser. Es riecht nach Moder und Müll. Immer wieder fegen Böen durch die Straßen und fauchen den Passanten Sand in die Augen. Wenigstens bleiben ihnen so die zahlreichen Wahlkampfplakate mit den geschönten Politikergesichtern und den verlogenen Parolen erspart.

Nach einer langen Nacht und drei Stunden Schlaf ist Schmeißer, Kamossas Spürhund, schon wieder auf den Beinen. Er hat sich durch das Studium von Archivmaterial auf den umstrittenen Enthüllungspublizisten Peter Raguse vorbereitet wie auf ein Examen. Er kennt seine Arbeitsweise, seine Lebensumstände. So weiß Schmeißer, daß der Mann im zweiten Stock eines Altbaus in Schwabings Isabellastraße wohnt, ein typischer Nachtarbeifer ist, der lange in den Vormittag hinein schläft und dann in einem Straßencafé an der Ecke ein spätes Frühstück einnimmt.

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