Will Berthold - Nach mir komm ich

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Traumvillen, Hochseeyachten, Partys und Exzesse ohne Ende: Die Superreichen in den Steueroasen tun und lassen, wonach ihnen der Sinn steht. So auch Henry Kamossa, der so etwas wie den charismatischen Mittelpunkt dieser internationalen Szene darstellt. Kamossa scheint zu besitzen, was ein Mensch sich nur wünschen kann. Er kennt keine Skrupel und keine Spielregeln, und reitet auf einer Welle des Erfolgs durchs Leben. Bis jemand einen Mordanschlag auf ihn verübt. Denn offenbar verbirgt er ein dunkles Geheimnis, das er bisher gehütet hat wie seinen Augapfel. In der Stunde der Wahrheit bleibt ihm nichts anderes übrig, als sich den Schatten seiner Vergangenheit zu stellen, denn dort lauert jemand, der keine leeren Drohungen ausspricht: Er will Kamossa töten …-

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»… um mein Manuskript über sich selbst zu kaufen, das er nicht kennt, aber fürchtet.« Raguse lacht halblaut. »Ein dicker Hund.«

»Eine offene Pokerpartie mit klarer Vorgabe«, entgegnet der Spürhund. »Ich will Sie hereinlegen, und Sie möchten mich begaunern.«

»Sie sind mir nicht sympathisch, aber Sie sind auch nicht dumm. Am widerwärtigsten sind mir Hohlköpfe«, stellt Raguse fest. »Wie war doch gleich Ihr Name?«

»Roland Schmeißer.«

»Das stellt ja alles klar.« Der Mann mit den struppigen Haaren liefert gleich Proben seines Wissens. »Sie sind Kamossas Hausschnüffler. Sie haben seinerzeit die pikanten Umstände des Flugzeugabsturzes vertuscht, Sie haben bei einer von Kamossas Ehescheidungen die Hauptrolle gespielt, Sie haben für ihn das Ding mit dem Nummernkonto in Zürich gedreht und diesen Abgeordneten«, – Raguse denkt einen Moment lang angestrengt nach –, »Grevenich – eingekauft und zum Überläufer gemacht. Wollen Sie noch mehr über sich hören?«

»Danke, das reicht.« Schmeißers verblüfftes Gesicht amüsiert den Ziegenbart. »Sie wollen mich hereinlegen«, erinnert ihn der Journalist. »Gut, fangen Sie endlich an.«

»Sie haben neue Wege beschritten und dabei Ihre Maske geändert. Sie haben keinen ernsthaften Versuch gemacht, Ihre Identität bei Doppelschmidt zu verbergen, sonst hätten Sie mit Sicherheit die richtige Verkleidung gefunden, zumal es sich bei dem Cheflektor mehr um einen sensiblen Theoretiker als um einen hartgesottenen Praktiker handelt. Sie nahmen mit Recht an, daß das Manuskript auf direktem Weg an Kronwein nach Ascona weitergereicht wird, wo sich zur Zeit auch Kamossa aufhält. Der Verleger, den Sie vermutlich in Ihrer Stoffsammlung ausgelassen haben, würde sich an Kamossa wenden und dadurch Reaktionen aüslösen, die Sie beabsichtigt haben. Sie haben uns – Kronwein, Kamossa und mich – dadurch gewissermaßen als Mannequins auf den Laufsteg geschickt und warten nun ab, was wir unternehmen werden, um es später zu veröffentlichen.« Er nickt Raguse zu. »Sie haben damit gerechnet, daß Sie von einem Verbindungsmann Kamossas aufgesucht werden. Vermutlich findet sich das Gespräch, das wir jetzt führen, später als Episode in Ihrem Buch wieder.«

»Gar nicht so dumm, dieser Gedanke.«

»Das war zunächst einmal Ihr Vorgehen. Bevor ich die erste Karte unseres Pokers ziehe, sollten Sie mir ein paar Fragen beantworten.« Da er nicht unterbrochen wird, fährt er fort: »Gibt es bereits ein endgültiges Manuskript?«

»Meine Arbeit ist etwa zu zwei Dritteln abgeschlossen. In höchstens, drei bis vier Monaten wird sie komplett vorliegen.«

Schmeißer nickt. »Es stand Ihnen bisher unveröffentlichtes Archivmaterial zur Verfügung – darüber hinaus haben Sie noch selbst recherchiert.«

»Allerdings. Und das war ziemlich kostspielig. Zum Beispiel bin ich nach New York geflogen, nur um mit der vierten Frau Kamossa zu sprechen.« Er bläst den Rauch aus. »Ich kann Ihnen sagen, es hat sich gelohnt.«

»Enttäuschte Frauen sind immer eine Fundgrube«, erwidert der Privatdetektiv. »Ich ziehe jetzt die erste Karte. Also: Optionsvorschuß 50 000 Mark. Nach Lieferung der ersten Hälfte des Manuskripts 100 000, bei Ablieferung des gesamten Werkes noch einmal 100 000 Mark Nichts Kleingedrucktes Änderungen nur mit dem Einverständnis des Autors. Falls das Buch nicht zum nächstmöglichen Termin erscheint – das wäre, falls Ihre Angaben stimmen, das Frühjahr nächsten Jahres –, fallen alle Rechte an Sie zurück,« Diesmal genießt der Unterhändler den verblüfften Gesichtsausdruck seines Gegenspielers.

»Das ist doch wohl Dampfgeplauder«, erwidert der Journalist dann.

»Keineswegs«, beteuert der Anbieter. »Sie können sofort eine Optionsvereinbarung machen, 50 000 Mark kassieren und dabei den Hauptvertrag festlegen, der Ihnen noch einmal 100 000 Mark bringt. Das wären 150 000 sofort auf die Hand. Weitere 100 000 Mark in zwei bis drei Monaten. Eine Viertelmillion also. Damit können Sie so viele Ermittlungen anstellen, wie Sie wollen, über uns oder über andere.« Er lotet Raguses Gesicht aus. »Der Pferdefuß bei der Sache ist, daß es keinen Pferdefuß gibt.«

»Also noch einmal«, erwidert der Journalist und wiederholt die Bedingungen.

»Entspricht genau meiner Offerte«, quittiert Kamossas Sendbote das Dacapo.

»Was hat eigentlich Ihr Auftraggeber davon?«

»Sie kennen doch diese Kapitalisten«, kontert der Schnüffler zynisch. »Sie schlagen sich noch das eigene Bein ab, wenn sie ein großes Geschäft wittern.« Sein Gesicht gerät vor Schadenfreude aus den Fugen. »Das haben Sie doch selbstgeschrieben.«

Das Café belebt sich mit Mittagsgästen; es bietet Eiligen, deren Arbeitsplätze in der Nähe liegen, ein preiswertes Menü. Fast alle Plätze sind jetzt besetzt. Ein vertrauliches Gespräch ist unmöglich geworden.

»Moment mal«, entschuldigt sich Raguse und betritt die Telefonzelle, um seinen Anwalt anzurufen, wie Schmeißer vermutet. Das Gespräch zieht sich in die Länge. Nach etwa sechs Minuten kommt der Ziegenbart zurück. »Gehn wir zu mir«, lädt er seinen Kontrahenten ein.

Schmeißer wirft einen Geldschein auf den Tisch und erhebt sich. Dann betreten sie das Haus, in dem Raguse wohnt, passieren die Anwaltskanzlei, gehen einen Stock höher. Das Arbeitszimmer ist mit Manuskripten übersät. Auf dem Tisch steht eine leere Kaffeekanne neben benutztem Geschirr. Der Aschenbecher quillt über. Der Journalist muß seinem Gast erst einen Stuhl freischaufeln.

Schmeißers Augen sind flinke Diebe, aber sie gehen leer aus. Raguse wühit unter seinen Papieren, zieht einen dikken Schnellhefter hervor.

»Das Manuskript«, sagt er und hält es dem Besucher vor wie einem Hund die Wurst, aber der Gefoppte schnappt nicht danach. »Es ist druckreif, auch wenn es noch ein paar Lücken aufweist. Sie könnten mir helfen, sie zu schließen.«

»Was mir an Ihnen gefällt, ist Ihre Bescheidenheit«, giftet Schmeißer. »Fragen Sie doch Herrn Kamossa.«

»Sie meinen, er würde mit mir sprechen?«

»Wenn ich mich dafür verwende, halt ich das durchaus für denkbar«, verheißt Schmeißer. »Wer sagt mir, daß die Katze im Sack keine Makulatur ist?«

»Halten Sie mich wirklich für so primitiv?« erwidert der aggressive Publizist. Er schlägt das Manuskript von hinten auf: »Wie ich Ihnen schon sagte: genau 168 Seiten«, stellt er fest und lacht unvermittelt, »Sie sollten mal Ihren schmachtenden Blick sehen.« Er blättert zum Deckblatt zurück.

»Lassen Sie mich doch wenigstens einen Blick hineinwerfen!«

»Wenn Sie mir versprechen, daß Sie Rechtsanwalt Endlich nichts sagen, dürfen Sie ein bißchen am Vorwort naschen.« Er entnimmt dem Schnellhefter die ersten beiden Blätter. »Aber schnell«, fordert Raguse und reicht ihm die Leseprobe.

Nach mir komm ich

Eine Kamossa-Biographie

Henry Kamossa, dieser Name klingt wie ein Markenzeichen des Erfolgs. Millionen von Menschen, die ihn nur aus Klatschberichten der Regenbogenpresse kennen, bewundern und beneiden diesen Macht-Moloch, ohne zu wissen, daß er eine Unzahl von Feinden hat, die ihn auf den Tod nicht ausstehen können.

Käme einer von ihnen auf den naheliegenden Gedanken, den Wirtschaftsgiganten umzubringen, würde er den Kriniirialfall des Jahrzehnts zünden und die Polizei in mindestens fünf Ländern und drei Kontinenten vor eine schier unlösbare Aufgabe stellen.

Ein berühmter Mann hat einmal gesagt, am Anfang eines großen Vermögens steht fast immer ein großes Verbrechen. Bei Kamossa sind es viele Delikte, die dieser Bericht schonungslos aufdecken wird, von den Uranfängen bis zur Gegenwart.

Nicht Bonn, sondern Frankfurt wäre heute die Bundeshauptstadt, hätte Kamossa nicht auf Wunsch einflußreicher Interessenten – an oberster Stelle der damalige Bundeskanzler – Abgeordnete einer bayerischen Partei gekauft und sich dafür mit Aufträgen in der kommenden Bundeshauptstadt entschädigen lassen. Man wußte um diese Vorgänge, keiner bewies sie – oder wollte sie beweisen –; wie immer versickerten Untersuchungen über Kamossa-Manipulationen im Sand.

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