Will Berthold - Nach mir komm ich

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Traumvillen, Hochseeyachten, Partys und Exzesse ohne Ende: Die Superreichen in den Steueroasen tun und lassen, wonach ihnen der Sinn steht. So auch Henry Kamossa, der so etwas wie den charismatischen Mittelpunkt dieser internationalen Szene darstellt. Kamossa scheint zu besitzen, was ein Mensch sich nur wünschen kann. Er kennt keine Skrupel und keine Spielregeln, und reitet auf einer Welle des Erfolgs durchs Leben. Bis jemand einen Mordanschlag auf ihn verübt. Denn offenbar verbirgt er ein dunkles Geheimnis, das er bisher gehütet hat wie seinen Augapfel. In der Stunde der Wahrheit bleibt ihm nichts anderes übrig, als sich den Schatten seiner Vergangenheit zu stellen, denn dort lauert jemand, der keine leeren Drohungen ausspricht: Er will Kamossa töten …-

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Der Konsul blinzelt in die Sonne, verfolgt, wie der junge Grams, von einem Motorboot geschleppt, sein Repertoire mit einem Trick-Ski vorführt. In Ufernähe ist das verboten, aber das kümmert Ferry nicht. Der Berufserbe – als Urinator verspottet – muß seine morgendliche Schlappe wieder auswetzen.

Ringsum herrscht babylonisches Sprachgewirr; am wenigsten parliert man italienisch, die Landessprache. Vor dem Verleger schmust ein junges Liebespaar und bringt ihn auf andere Gedanken. Dann stellt er fest, daß ihm vom Nebentisch ein rothaariges Mädchen zulächelt. Sicherheitshalber überzeugt er sich, daß es keinem anderen gilt.

»Kennen Sie mich denn nicht mehr, Herr Konsul?« ruft sie ihm zu. »Wir waren doch auf der Party – bei den Wildangers, Ich bin die Daisy.«

»Mein Gott, entschuldigen Sie!« schaltet Kronwein rasch. »Aber Sie sind ja inzwischen noch hübscher geworden.«

»Sie Schmeichler«, gurrt sie.

»Wie wär’s mit einem Pikkolo?«

Daisy zögert, nickt dann und kommt an den Tisch. Sie nimmt Grevenichs Stuhl ein. »Eigentlich sollte ich mich nicht mit Ihnen sehen lassen«, bemerkt sie. »Sie haben nicht den besten Ruf, Herr Kronwein.«

»Sie doch auch nicht«, erwidert er lachend und blödelt: »Ist der Ruf erst ruiniert, dann lebt sich’s völlig ungeniert.«

»Und Ihre Gattin?«

»Meine Ex-Gattin«, versetzt der Verleger grimmig. »Ich hab mich vor einer halben Stunde von ihr getrennt, und zwar für immer. Grevenich hab ich soeben als meinen Scheidungsanwalt verpflichtet.«

Solcherlei oder ähnliche Behauptungen hörte Daisy bisher von jedem verheirateten Mann in den besten Jahren, die den besseren folgen. Darauf fällt sie schon lange nicht mehr herein, aber irgendwie spürt die Gespielin der Berufserben und Kandidatin der Kapitalrentner, daß Kronweins Lamento nicht ganz aus der Luft gegriffen ist.

»Gratuliere«, antwortet sie dann. »Und wer ist die Glückliche?«

»Das ist noch offen.« Kronwein stößt mit der roten Daisy an und betrachtet sie dabei anzüglich. »Auf jeden Fall eine jüngere, liebenswertere und hübschere.« Er sucht ihren Blick und setzt hinzu: »Zum Beispiel eine wie Sie, Daisy.« Er sieht auf die Uhr. Er hat noch eineinhalb Stunden Zeit, um aus der Gelegenheit Kapital zu schlagen. Er nimmt mit den Augen einen Vorschuß, fühlt, wie er von einem wohligen Gefühl überspült wird. Die roten Haare des Mädchens erinnern ihn an eine mindestens zwanzig Jahre jüngere Carlotta. Ihre Augen sind etwas dunkler, dafür ist ihr Mund unbeschriebener. Kronweins Blick wandert tiefer, über den schönen Nacken in den freigiebigen Ausschnitt.

»Off limits, Herr Konsul!« Daisy klopft ihm lachend auf die Finger. »Außerdem hat meine Freundin Marion einen viel schöneren Busen als ich.«

»Ich bin bescheiden«, versetzt der Verleger. »Mir genügt schon Ihrer.«

Er sieht den jungen Kamossa auf den Tisch zukommen.

»Schon auf den Beinen, Daisy?« begrüßt er das Mädchen.

»Ich bin doch eine Sonnenanbeterin«, antwortet sie.

»Und eine Nachteule«, erwidert Patrick »Entschuldigen Sie, Herr Konsul«, verbeugt er sich höflich. »Mein Vater telefoniert hinter Ihnen her, er konnte Sie zu Hause nicht erreichen. Leider muß er die Einladung zum Mittagessen auf morgen verschieben, weil ihm heute etwas Dringendes in die Quere gekommen ist. Morgen also, am gleichen Ort zur gleichen Zeit«, wiederholt Patrick.

»Danke«, entgegnet der Verleger, würgt seine Verärgerung hinunter, zieht die durchhängende Unterlippe wieder hoch und lächelt dann seiner Begleiterin zu. »Eigentlich prima«, sagte er. »Mit Ihnen bin ich ja viel lieber zusammen als mit Freund Kamossa.«

»Nichts dagegen«, antwortet Daisy.

»Danach fahren wir zum Shopping nach Locarno«, macht der Kandidat sein Programm. »Suchen uns anschließend ein hübsches Grotto, um den Abend totzuschlagen. Später dann einen fashionablen Nightclub in Locarno und dann …«

»… schick ich Sie nach Hause«, unterbricht ihn Daisy lachend.

»Nein«, beteuert er, »heute nicht, morgen nicht, überhaupt nicht mehr.«

Sicherheitshalber ist Daisy nett zu dem Mann, aus dem sich vielleicht etwas machen läßt.

IV

Auf der Alpennordseite endet schlagartig das Schönwetter. Die Cessna muß sich durch das Gewölk pflügen und gerät in heftige Turbulenzen, aber Schmeißer, der wendige und mitunter auch windige z.b.V.-Agent, verläßt sich auf Robeller, einen erfahrenen Piloten, den Kamossa der Lufthansa abgeworben hat. Der 35jährige sieht wie ein moderner Wikinger aus, hat ein ebenmäßiges Gesicht mit Augen, die es gewohnt sind, in große Weiten zu blicken. Am frühen Nachmittag kurvt die Cessna über München-Riem. Bayerns Hauptstadt liegt unter einer dichten Wolkendecke, und Robeller wirkt auch dann noch gelassen, als ihm der Tower Platzrunden vorschreibt und er vierzig Minuten lang auf die Landeerlaubnis warten muß.

Der Pilot startet gleich wieder zum Rückflug.

Vereinbarungsgemäß wird der Mann mit dem Spezialauftrag von Lapinsky empfangen, dem Presse- und Werbechef der Münchener Kamossa-Vertretung. Entgegen ausdrücklicher Absprache begleitet Grawutke den Kontaktmann, der Statthalter des Konzerns in der Isarstadt. Der Ehrgeizling mit dem übertrieben gepflegten Aussehen schiebt sich geschäftig in den Vordergrund.

»Ich habe erfahren, daß Sie wegen eines schwierigen Auftrags nach München gekommen sind, und so möchte ich Ihnen meine Hilfe anbieten«, begrüßt er Schmeißer.

»Besten Dank, Herr Grawutke«, erwidert der Ankömmling. »Aber Sie nutzen mir am meisten, wenn Sie sich aus der Sache heraushalten.«

»Das würde ich mir an Ihrer Stelle überlegen«, entgegnet der Schönling. »Unterschätzen Sie meine Verbindungen nicht.«

Lapinsky hält sich aus der aufkeimenden Kontroverse heraus. Er steht hinter seinem um einen Kopf größeren Chef und lächelt schiefmundig. Er hat früher schon mit dem Spezialrechercheur zusammengearbeitet und weiß, wie er mit Grawutke umspringen wird.

»Falls ich Ihre Verbindungen brauche, werde ich sie in Anspruch nehmen«, wehrt der Privatdetektiv auch die zweite Anbiederung ab. »Aber danach sieht es nicht aus.« Schmeißer verfolgt, wie der Zorn den Vordrängier in Rage bringt. »Überlassen Sie die Sache bitte Lapinsky und mir.«

»Wissen Sie überhaupt, wer ich bin?« plustert sich Grawutke auf.

»Der Schwiegersohn des Konzernchefs«, antwortet der Privatdetektiv. »Aber Herr Kamossa ist nicht so familiär. Und solange Sie nicht auf seinem Stuhl sitzen, befolge ich ausschließlich seine Weisungen.«

»Wir sprechen uns noch«, droht der Münchener Statthalter, bevor er sich verärgert zurückzieht.

»Einen Freund haben Sie sich hier nicht gemacht«, stellt Lapinsky fest.

»Freundschaft gibt es nicht in meinem Metier«, erwidert der erfolgreiche Schnüffler. »Wie hat Grawutke erfahren, daß ich nach München komme?«

»Sehr einfach«, erklärt der Pressechef. »Er hat sich eine Abhöranlage einbauen lassen und vermutlich das Gespräch aus Ascona mitgehört.«

»Da hätten wir bereits die erste Panne«, entgegnet Schmeißer. »Machen Sie dem Mann klar, daß er fliegt, wenn er auch nur ein Wort über meine Anwesenheit in München verlauten läßt.«

»Bitte übernehmen Sie das an meiner Stelle«, erwidert Lapinsky. »Sie kann er ja nicht feuern.« Er setzt sich ans Steuer. »Wohin?« fragt er den neben ihm sitzenden Ankömmling.

»Richtung Innenstadt«, entgegnet der Akteur der Blitzaktion. »Also«, kommt er zur Sache, »ich brauch so rasch wie nur möglich Insider-Informationen über den Kronwein-Buchverlag. Ich muß sofort wissen, wie ein heißes Manuskript in die Hände des Lektorats gekommen ist und wer dahintersteckt. Sie haben sicher einen Informanten im Haus?«

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