Will Berthold - Nach mir komm ich

Здесь есть возможность читать онлайн «Will Berthold - Nach mir komm ich» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Nach mir komm ich: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Nach mir komm ich»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Traumvillen, Hochseeyachten, Partys und Exzesse ohne Ende: Die Superreichen in den Steueroasen tun und lassen, wonach ihnen der Sinn steht. So auch Henry Kamossa, der so etwas wie den charismatischen Mittelpunkt dieser internationalen Szene darstellt. Kamossa scheint zu besitzen, was ein Mensch sich nur wünschen kann. Er kennt keine Skrupel und keine Spielregeln, und reitet auf einer Welle des Erfolgs durchs Leben. Bis jemand einen Mordanschlag auf ihn verübt. Denn offenbar verbirgt er ein dunkles Geheimnis, das er bisher gehütet hat wie seinen Augapfel. In der Stunde der Wahrheit bleibt ihm nichts anderes übrig, als sich den Schatten seiner Vergangenheit zu stellen, denn dort lauert jemand, der keine leeren Drohungen ausspricht: Er will Kamossa töten …-

Nach mir komm ich — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Nach mir komm ich», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

»Du vielleicht«, gibt er ihr heraus. »Aber andere Damen haben mehr Mühe damit, meinen lächerlichen Minimax wieder herunterzukriegen.«

»I am the greatest«, kreischt sie scheppernd. »Cassius Schmäh als Cassius fuck.«

»Immerhin Weltmeister im Schwergewicht«, versetzt Kronwein.

»Es war einmal, so beginnen alle Märchen«, höhnt die Mitvierzigerin.

»Das ist nur natürlich«, fährt Kronwein fort. »Ein bekannter Mann hat einmal gesagt: ›Die Ehe ist eine Gemeinschaft zur Unterdrückung des Geschlechtstriebs‹.«

»Du Schwein«, erwidert sie, »du widerlicher Sexprotz, senil, doch mobil.«

»Vielleicht zu Hause«, räumt er ein. »Aber ich bin nun mal ein Verächter der Ehe.« Seine hängende Unterlippe spannt sich, wird gerade. »Ein Mann wie ich hat nur eine Alternative.« Erstaunt bemerkt Carlotta, daß er heute nicht vor ihr zurückweicht. »Jede zu heiraten oder keine.«

Im ersten Moment ist sie zu verblüfft, um zu reagieren. Dann verwandelt sich La Carota in La Furiosa: »Und was ist das?« fragt sie und schlägt ihm ein Schriftstück ins Gesicht. »Fünfzigtausend Mark für diese Tippse! Warum? Was hast du mit ihr angestellt?«

Der Verleger zieht den Kopf zurück, weicht einen halben Schritt zurück, aber sie schlägt mit den Schnüffelpapieren weiter auf ihn ein, bis sie auseinanderfallen; beflissen bückt er sich, um sie einzusammeln.

»Was hast du mit ihr getrieben?« bohrt sie weiter. »Warum kann sie dich erpressen?«

»Unsinn«, antwortet der Mißhandelte. »Frau Melber ist eine dreisprachige Chefsekretäin. Solche Leute kosten heutzutage sehr viel Geld. Sie hat ein paar Dinge herumgequatscht – deshalb mußte ich sie feuern.«

»Mit fünfzigtausend Mark Abfindung?«

»Es ist ein außergerichtlicher Vergleich. Ich wollte nicht, daß vor dem Arbeitsgericht Dinge zur Sprache kommen, die ich großenteils auch deinen Auftritten im Betrieb und deiner Unbeherrschtheit verdanke.« Kronwein atmet schwer. »Und vor allem deiner krankhaften Eifersucht«, setzt er hinzu.

»Lächerliche Ausflüchte!« Carlotta mustert ihn verächtlich. »Ich krieg das raus. Es ist wieder eine deiner miesen Weibergeschichten im Büro.«

»Schluß!« erwidert Kronwein. »Aus. Die Schmerzgrenze ist überschritten.« Er atmet schwer. »Wir werden uns trennen«, setzt er hinzu. »Ich werde unverzüglich die Scheidung einreichen, koste es, was es wolle.«

Carlotta lacht ihm ins Gesicht.

»Ich werde auch Mittel und Wege finden, dich aus meiner Verlagsgruppe zu entfernen, selbst wenn ich unsere Häuser bis unters Dach belasten und den letzten Stuhl verpfänden muß.«

»Besser würdest du wohl einen Irrenarzt in Mendrisio aufsuchen«, entgegnet sie kalt und tippt sich mit dem Finger an die Stirn. »Das ist billiger und nützlicher. Du willst dich von mir trennen? Du bleibst an mich gebunden, solange du lebst, du Schlappschwanz!«

»Ich werde dir ein faires Angebot machen«, antwortet Kronwein, mühsam beherrscht. »Ich möchte die Sache so lautlos wie möglich regeln. In deinem wie in meinem Interesse.«

»Du bist ja wirklich verrückt«, versetzt Carlotta.

»Wenn du im Gerichtssaal mit Dreck um dich werfen willst – na bitte, ich halt’s aus.«

»Über Leichen vorwärts!« spottet sie. »Gerichtssaal? Du bist wirklich ein Dummkopf. Meinst du, ich habe deine krummen Touren vergessen? Das gefälschte Testament? Den Steuerbeschiß? Die fingierten Anweisungen? Die manipulierten Abrechnungen?«

»Du willst mich also erpressen«, erwidert der Verleger.

»Nenn es, wie du willst. Zunächst möchte ich nur dein Gedächtnis auffrischen. Und dann wirst du bei mir zu Kreuz kriechen, und zwar auf dem Bauch.« In der Tür bleibt Carlotta stehen, dreht sich noch einmal um. »Mich loswerden?« höhnt sie. »Da müßtest du mich schon umbringen. Aber dazu bist du ja wohl zu feige.« Sie wirft die Tür zu.

Der Geschmähte droht k.o. zu gehen durch den Schlag unter die Gürtellinie. In Gedanken hat er Carlotta schon hundertmal ermordet, was nichts daran ändert, daß sie noch lebt. Er muß ihr alles zutrauen. Sie ist tatsächlich in der Lage, ihn ins Gefängnis zu bringen. Kronwein faßt sich mit der Hand in den Kragenausschnitt, als spüre er das Dressurband um den Hals.

Er geht an sein Versteck in der Schreibtischschublade, holt die Flasche Cognac heraus, gießt sich einen ordentlichen Schluck ein, kippt ihn in einem Zug. Der Alkohol wattiert seinen Zorn, aber er weiß nur zu gut, daß er sein Problem weder durch Alkohol noch durch Streit oder Haßausbrüche lösen kann. Es macht wenig Sinn, der Schlangengrube für Stunden oder Tage zu entgehen.

Er muß sie sprengen. Das ist ihm bisher immer mißlungen, weil er es nie ernsthaft gewagt hat.

Viel zu früh fährt Kronwein ins Dorf, versucht sich auf Kamossa einzustellen, aber seine Gedanken taumeln immer wieder zu Carlotta zurück. Er ist ein schlechter Fahrer und zudem zerstreut. Er bremst im letzten Moment, Beinahe hätte er eine Fußgängerin überfahren. Das hätte ihm an diesem Tag gerade noch gefehlt – es sei denn, die Frau hieße Carlotta.

Er findet eine Parklücke, zwängt mit großer Mühe seinen Jaguar hinein, steigt aus und durchschreitet die hübsche Parkanlage zwischen dem › Ascolago‹ und dem Schloßhotel, dem alten ›Castello dei Grilioni‹, dem falsche Zinnen aufgepfropft wurden wie dem Garten Eden die Steuerflüchtlinge.

Kronwein passiert blicklos die leuchtenden Blumenrabatten. Fast ganzjährig blüht und grünt die Tessiner Landschaft. Den frühen Mimosen und Forsythien folgen die Kamelien, Magnolien, Azaleen und der Rhododendron, der Ginster und im späten Sommer noch die Glyzinie.

Wenn die kalte Jahreszeit der Flora zusetzt, blüht zumindest noch der Klatsch, und der nicht nur zur Winterszeit. Die Wahlbürger der Prominenten-Oase begrüßen einander mit ›Buon Giorno‹ oder ›Buona Notte‹, aber – so spotten die Eingeweihten – die echte Ascona-Floskel müßte lauten: ›Wie geht’s mir?‹, da der Gesprächspartner immer besser weiß, wie es um den Begrüßten steht.

Ascona ist zu klein für Diskretion oder Geheimnisse. Die ausländischen Privilegierten der schweizerischen Sonnenstube – neben Nordschweizern, Italienern, Deutschen und Amerikanern, Engländern und Schweden auch ein paar Exoten – verkehren in den gleichen Cafés, speisen in denselben Restaurants und amüsieren sich in den nämlichen Nachtklubs. Wie in den Salons und in den Betten, bei den Friseuren und in den Schönheitswerkstätten so werden auch in den Lokalen Tag und Nacht Gerüchte gargekocht, Beobachtungen weitergegeben, ausgeschmückt oder erfunden – die Fama als Tausendfüßler.

Der Verleger schlendert unter den Platanen entlang. Er sieht, wie ihn in den Straßencafés auf der anderen Seite die Gäste erkennen, die Köpfe zusammenstecken und tuscheln. Kein Wunder. Die Szenen einer Ehe, die sich Carlotta und er ständig liefern, sind für die Tessiner Neubürger von höchstem Unterhaltungswert. Kronwein denkt an Carlotta, und der Magensaft gärt ihm im Mund.

Seiner Frau gegenüber ist er ohnmächtig, und das macht ihn rasend. Erstmals ist er entschlossen, den gordischen Knoten um jeden – fast um jeden – Preis zu zerschlagen. Er überlegt seine nächsten Schritte, erwägt, nach München zu reisen, um sich mehr um seinen Verlag zu kümmern und dabei die Scheidung vorzubereiten. Dann begreift er, wie nutzlos das wäre; Carlotta, die ihre Spitzel im Haus hat, würde es sofort erfahren, ihm nachfolgen, überall herumschnüffeln und dabei womöglich noch auf ganz andere Dinge stoßen als diese lästige Melber-Affäre.

Was tun? Der Verleger bleibt ratlos, sicher nur in einem: Daß er heute nicht in die häusliche Schlangengrube zurückkehren wird.

»Hallo, Kronwein!« ruft Grevenich über die Straße. Der frühere Abgeordnete des Bundestags erhebt sich und winkt: »Keine Lust auf einen Frühschoppen?«

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Nach mir komm ich»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Nach mir komm ich» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Nach mir komm ich»

Обсуждение, отзывы о книге «Nach mir komm ich» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x