Will Berthold - Nach mir komm ich

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Traumvillen, Hochseeyachten, Partys und Exzesse ohne Ende: Die Superreichen in den Steueroasen tun und lassen, wonach ihnen der Sinn steht. So auch Henry Kamossa, der so etwas wie den charismatischen Mittelpunkt dieser internationalen Szene darstellt. Kamossa scheint zu besitzen, was ein Mensch sich nur wünschen kann. Er kennt keine Skrupel und keine Spielregeln, und reitet auf einer Welle des Erfolgs durchs Leben. Bis jemand einen Mordanschlag auf ihn verübt. Denn offenbar verbirgt er ein dunkles Geheimnis, das er bisher gehütet hat wie seinen Augapfel. In der Stunde der Wahrheit bleibt ihm nichts anderes übrig, als sich den Schatten seiner Vergangenheit zu stellen, denn dort lauert jemand, der keine leeren Drohungen ausspricht: Er will Kamossa töten …-

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Der Verleger sieht auf die Uhr. Er hat noch reichlich Zeit bis zu seiner Verabredung mit Henry Kamossa. »Keine schlechte Idee«, entschließt er sich und geht auf die andere Straßenseite.

Die Piazza ist bereits seit Stunden überfüllt. Im ›Al Pontile‹ sitzen die Gäste dicht gedrängt, aber für einen Mann wie Kronwein wird immer ein Stuhl herbeigeschafft. Sie sitzen in der letzten Reihe, mit dem Rücken zur Wand, abgeschirmt gegen den Straßenlärm, sicher vor Zuhörern.

»Was trinken Sie?« lädt ihn Grevenich ein.

»Zunächst einmal einen ›Rémy-Martin«, erwidert der Verleger.

»Cognac am Morgen, Kummer und Sorgen«, albert der Frankfurter Rechtsanwalt. »Wie kann man nur an einem solchen Tag eine so saure Miene zeigen?« bemerkt der Ex-Politiker.

»Ich hab einen fürchterlichen Auftritt mit meiner Frau hinter mir«, versetzt der Verleger nach kurzem Zögern.

»Das Allerneueste«, erwidert der massive Mann mit der fettigen Stimme lachend. Im Parlament war er ein Hinterbänkler, der über Nacht bekannt wurde, als er von der Regierungspartei in die Opposition übertrat und ihr dadurch in einem Länderparlament die knappste Mehrheit verschaffte. Man munkelte hinter vorgehaltener Hand, daß bei dem politischen Gesinnungswandel Kamossas Geld die Hauptrolle gespielt habe, aber es gab keine Beweise dafür, auch wenn sich Grevenich ein Jahr später eine Tessiner Villa leisten konnte.

»Wollen Sie sich wieder mal scheiden lassen?« fragt der Anwalt belustigt.

»Diesmal ist es mir ernst«, erwidert Kronwein. »Ich muß sehen, wie ich das schaffe.«

»In Ihrem Fall geht das natürlich nicht auf Armenrecht«, spottet Grevenich. »Wenn Sie sich wirklich schlüssig sind, rufen Sie mich an. Ich berate Sie gern. Kostenlos. Nichts ist aussichtslos«, tröstet er seinen Vielleicht-Mandanten. »Etwas geht immer.«

»Sie haben Erfahrung mit schwierigen Scheidungsprozessen?«

»Wovon lebte ein Anwalt Ihrer Meinung nach, bevor er Abgeordneter wurde?« entgegnet der Rundliche.

»Sagen Sie mir bitte, wie man eine Frau los wird, die man zu zwanzig Prozent am Unternehmen beteiligt hat?«

»Da gibt es schon Möglichkeiten«, versetzt der Jurist. »Sie könnten zum Beispiel Ihre Verlagsgruppe umgliedern und Ihrer Frau dabei ein Fünftel als selbständigen Teil abtreten.«

»Dazu bräuchte ich ihr Einverständnis – aber daran ist nicht zu denken.«

»Dann müssen Sie eine saftige Kapitalerhöhung vornehmen, bei der Ihrer Geschäfts- und Ehepartnerin, die Luft ausgeht.«

»Daran hab ich auch schon gedacht.«

»Das heißt natürlich opfern, nicht spenden«, erklärt Grevenich und lacht wie über einen guten Witz. »Seit wann ist Ihre Frau Teilhaberin?« Er wird wieder ernsthaft.

»Das war mein Hochzeitsgeschenk vor fünfzehn Jahren.«

»Die Morgengabe. Und Ihre Frau weiß Bescheid über Ihre geschäftlichen Aktivitäten?«

»Wie sollte ich das verhindern?« antwortet Kronwein kleinlaut.

»Vermutlich kennt sie auch Geschäfte, die Sie schon vor Ihrer Eheschließung praktiziert haben?«

»Auch das, fürchte ich …«

»Schlimm. Sie stehen also unter Pression«, erwidert der Scheidungs-Spezialist. »Ihre Frau droht Ihnen mit ihrem Wissen?«

»So ungefähr.«

»Nun nehmen die Gerichte eine rachsüchtige Frau nicht so schrecklich ernst«, doziert Grevenich. »Es sei denn, sie hätte Beweise. Wie sieht’s denn damit aus?«

»Teils, teils«, antwortet der Scheidungs-Anwärter.

»Dann wäre also zunächst zu überprüfen, wieweit strafrechtliche Vorgänge bereits verjährt sind – einen Mord werden Sie schon nicht begangen haben, Kronwein.«

»Sie Witzbold«, entgegnet der Konsul. »Sie meinen also, ich …«

»Ich weiß«, versetzt der Pykniker großmütig. »Wer wie Sie in den Gründerjahren ganz nach oben kommen wollte, hat häufig Dreck am Stecken.«

Er winkt das Serviermädchen herbei, ordert neue Getränke. »Ich hab mich zwar schon weitgehend zurückgezogen, aber meine Praxis, geführt von meinem Sozius, besteht weiterhin. Ich will mich nicht aufdrängen, doch wenn Sie wollen, übernehme ich Ihren Fall. Dann freilich nicht mehr aus reiner Freundschaft.«

»Betrachten Sie mich als Ihren Klienten«, entgegnet Kronwein.

»Überschlafen Sie Ihren Vorsatz noch eine Nacht lang. Wenn Sie dann immer noch der gleichen Meinung sind, kommen Sie morgen früh zu mir ins Haus. Sagen wir ab neun Uhr.« Der Anwalt wechselt das Thema. »Haben Sie schon von der Sache mit Kamossa gehört?« fragt er und dämpft die Stimme. »Heute nacht sind in Ascona angebliche Fahndungsplakate angeklebt worden, auf denen Kamossa als Erpesser, Betrüger und Steuerhinterzieher hingestellt wird«, tratscht er. »Und Sie werden es nicht für möglich halten, Kronwein«, tuschelt Grevenich weiter, »sogar als Mordanstifter.«

»Woher wissen Sie das?«

»Unterschätzen Sie mich nicht. Ich hab noch immer allerbeste Verbindungen«, prahlt er, obwohl ihm in Wirklichkeit seine Tessiner Zugehfrau den morgendlichen Spuk hinterbracht hat. »Es schadet Kamossa sicher nicht«, fügt er hinzu.

Die Feststellung klingt wie eine Frage.

»Warum sollte ihn ein dummer Bubenstreich erschüttern?« antwortet der Verleger. »Der Mann sitzt fest im Sattel – nicht in einem, sondern mindestens in einem halben Dutzend.«

»Aber Kamossa hat zur Zeit keine besonders gute Presse. Die Grams-Geschichte wirft Wellen.« Grevenich deutet auf einige Zeitungen, die am Tisch liegen. »Die ›Frankfurter‹ spricht sogar von einem Anschlag auf die freie Marktwirtschaft.«

»So ein Blödsinn«, antwortet der Verleger. »Die Marktwirtschaft ist so frei, wie eine Hure keusch ist.« Er lacht trocken. »Am Sonntag vielleicht.«

»Sehr hart formuliert«, sagt der frühere Volksvertreter und lacht gezwungen. »Aber wenn das so weitergeht mit der Konzentration in der Wirtschaft, haben Sie nicht so unrecht. Ich bin froh, daß ich politisch nicht mehr aktiv tätig bin und mit diesen Dingen nichts zu tun habe.«

»Aber Sie hatten mit Kamossa zu tun«, erinnert ihn Kronwein.

»Sie doch auch«, schießt Grevenich zurück.

»Richtig«, bestätigt der Konsul. »Dann wissen wir beide, daß dieser Ausnahme-Mensch unangreifbar ist. Wer ihn angreift, läuft auf eine Tretmine und fliegt in die Luft.«

»Vorsicht!« warnt der Überläufer a. D. und das Thema wechselnd. »Schräg hinter uns sitzt die Juwelen-Olga.«

Die Demi-Matrone ist die erfolgreichste der Asconeser Millionen-Witwen, die ihre artigen Verjüngungs-Jünglinge vorführen wie niedliche Schoßhunde. Ihr Begleiter ist kein professioneller Playboy – das beweist er schon durch den Arbeitskittel, den er zu ihrem Ärger trägt. Trotz zweier Weltreisen, die er mit seinen Jahrzehnte älteren Begleiterinnen absolviert hat, gibt er die ererbte Kunst- und Bauschreinerei nicht auf, um kein bloßer Lustknecht der Liebe zu werden. Giorgio, der die Welt kennenlernte, ist eine Lokal-Größe. Er sieht blendend aus, ein athletischer Typ mit vorteilhaft geschnittenen dunklen Haaren und leuchtenden Augen von einem ganz bestimmten Blau. Die Kobaltblitze, die er verschießt, gelten den Damen und gehen selten daneben, doch die Juwelen-Olga hütet Giorgio so penibel wie ihren Besitz.

»Jetzt ist es passiert«, erkennt Grevenich, der aus dem Augenwinkel feststellt, daß sich die Juwelen-Olga auf ihren Tisch zuschiebt.

»Die Herren plaudern so angeregt«, sagt sie im rheinischen Dialekt. »Gibt’s was Neues?«

»Gar nichts«, antwortet der Anwalt. »Oder wissen Sie etwas, Gnädigste?«

»Sie kommen doch am Samstag zu meiner Party?«

»Wenn ich dann noch in Ascona bin, folge ich gern Ihrer Einladung«, antwortet der Verleger.

Von Grevenich ist ohnedies bekannt, daß er nie eine Veranstaltung ausläßt. »Ich muß leider nach Hause«, entschuldigt sich der Ex-Politiker, zahlt, geht und überläßt Kronwein seinen Überlegungen.

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