F. C. Phillips - Die verhängnisvolle Phryne

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Der junge Mr. Leigh, Maler der romantischen Schule, ist seit Jahren Untermieter des älteren Junggesellen Doktor Tholozan. Leigh wird von seinen weiblichen Modellen und Kundinnen angehimmelt, aber der Ästhet und Idealist zeigt sich von deren Reizen und Betörungsversuchen unbeeindruckt – er will sich nicht verlieben, bis er für ein Bild «dieses Ideal, von dem wir alle träumen» gefunden hat. Das von ihm geplante Großgemälde hat bereits einen Titel – «Phryne vor ihren Richtern» –, aber noch fehlt das taugliche weibliche Modell. Phryne, diese berühmte Hetäre der griechischen Antike, soll sich, so geht die Legende, vor ihren Richtern entkleidet und sie dadurch zwar nicht von ihrer Unschuld, aber doch von ihrer Schönheit derart überzeugt haben, dass der Eindruck genügte, um einen sofortigen Freispruch zu erwirken. Als Tholozan dem jungen Künstler nun ahnungslos eine Fotografie seiner künftigen Frau Helene Montuy zeigt, beginnt ein furchtbares Drama von fast antiken Dimensionen seinen Lauf zu nehmen. Denn Leigh glaubt, sein Ideal nun endlich gefunden zu haben, und das beileibe nicht nur als Künstler … Ein gleichermaßen amüsanter wie anrührend-tragischer Roman aus dem 19. Jahrhundert.-

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Nach der Preisverteilung, dem grossen jährlichen Ereignis ihres jungen Lebens, sahen die Mädchen alle rot und aufgeregt aus. Es war wohl nicht eine unter sämtlichen Schülerinnen, die nicht mindestens ein rot gebundenes Buch mit Goldschnitt empfangen hatte. Sie trugen alle ihre besten Kleider, und zwar weisse, eine Farbe, welche den kleinern wohl sehr gut stand, für die grössere Mehrzahl der Schülerinnen dagegen kaum recht passte, denn diese bestand naturgemäss aus, wie man es nennt, aufgeschossenen Mädchen, unglückseligen Geschöpfen, deren Füsse, Hände und Ellbogen, für jetzt wenigstens, ganz ungebührlich entwickelt waren.

Nur eins der jungen Mädchen bot einen auffallenden Gegensatz zu allen andern Pensionärinnen der Frau Pouilly dar. Sie allein unter der ganzen plappernden Schar konnte als anmutig bezeichnet werden. Ihr liebliches Antlitz trug einen gedankenvollen Ausdruck, und ihre grossen, klaren und offnen blauen Augen blickten träumerisch ins Leben. Ihr Haar war, wie das ihrer Gefährtinnen, den strengen Vorschriften der Anstalt entsprechend, sehr einfach geordnet, aber sie mochte ihre üppigen blonden Zöpfe noch so fest flechten und drehen, es kamen immer wieder hier und da widerspenstige kleine Löckchen zum Vorschein. Prachtvolles Haar war es, und seine Menge war überreich, aber nicht diese war seine hervorragendste Eigenschaft. An Helene Montuys Haar war das bemerkenswerteste seine Farbe, es war, was die Franzosen blond cendré nennen. In England sieht man diese Farbe kaum jemals, und selbst in Frankreich ist sie sehr selten. Ihre glücklichen Besitzerinnen sind unabänderlich tief schwärmerischer und meist etwas schwermütiger Gemütsart. Dass Fräulein Montuy ein romantisches und ein herzensgutes und fröhliches Mädchen war, konnte man auf den ersten Blick sehen, denn auf ihrem Schoss sass der Verzug und Plagegeist der Anstalt, ein Kind von sieben Jahren, mit Grübchen in den Wangen, das mit Entzücken die Bilder in einem der zahlreichen rotgebundenen Bücher betrachtete, die Fräulein Montuy als Preise zugefallen waren, und dessen Blätter das ältere Mädchen sorgsam umwandte.

„Es ist wie ein Traum, Helene. Wirst du wirklich morgen Doktor Tholozans, des grossen Doktor Tholozan Frau? Und in Paris wirst du leben, in dem lieben, wundervollen, entzückenden Paris, von dem ich träume, das ich aber noch nie gesehen habe? O, wie sehr beneide ich dich, wie beneiden wir alle dich!“ sagte ein niedliches, zigeunerbraunes Mädchen an ihrer Seite.

Helene lächelte. „Ich bin zwei Jahre älter, als du, Kind. Ich bin ja neunzehn, ganz furchtbar alt, wie ein Patriarch. — Aber sei unbesorgt, Luise, du wirst auch noch an die Reihe kommen.“

Die beiden Mädchen verliessen die schwätzende Schar in dem grossen Schulsaal und traten durch die offne Thür in den kleinen, sauber gehaltenen Garten.

„Du bist gewiss überglücklich,“ fuhr die jüngere Schülerin fort, während sie ihren Arm um den schlanken Leib ihrer Gefährtin legte.

„Ich bin Doktor Tholozan ausserordentlich dankbar, denn ich bin doch schliesslich nur eine vermögenslose Waise. Ich habe es nicht gemacht, wie der Esel, liebe Luise, ich habe nicht lange zwischen den sprichwörtlichen Heubündeln geschwankt. Ich war überrascht und erstaunt, Luise, aber über meinen Entschluss war ich keinen Augenblick im Unklaren. Wenn du zwischen zwei Uebeln die Wahl hast, Liebste, dann wähle stets das kleinste. Ich hatte die Wahl, wahrscheinlich für den Rest meines Lebens hier bei Madame Pouilly zu bleiben, Butterbrote zu schneiden und zu streichen, Aufsätze zu korrigieren, den ganzen Morgen Tonleitern mit den Kleinen zu üben, während meine Abende der widerwärtigen Beschäftigung, ihre schauerlichen Strümpfe zu stopfen und die vierteljährigen Rechnungen aufzustellen, gewidmet sein würden, dies, — oder Doktor Tholozans Frau zu werden.“

„Hat er seinen Antrag hübsch gemacht, Helene? War er sehr verliebt?“

„Ach, meine Liebe, er hat mich sehr deutlich fühlen lassen, dass er mir ein Opfer bringt. Er war höflich, aber kalt, schrecklich kalt. ‚Mademoiselle,‘ sagte er, ‚bitte, nehmen Sie Platz,‘ und dabei stellte er mir einen Stuhl hin, als ob ich eine Kaiserin wäre. ‚Sie sind kein Kind mehr, Mademoiselle, und die Zeit ist gekommen, wo Sie das Recht haben, von mir eine Erklärung über Ihre Stellung in der Welt und Ihre Aussichten für die Zukunft zu erwarten. Meine liebe junge Dame,‘ fuhr er fort, ‚meine Vormundschaft war die Erfüllung eines thörichten, einem sterbenden Freunde gegebenen Versprechens; ich war leider, einst — ein Schwärmer. Ja,‘ fuhr er fort, ‚ich war einst so einfältig, ein gefühlvoller Schwärmer zu sein, aber das ist lange her. Ihr Vermögen, mein Kind, bestand nur aus Ihres Vaters Schulden. Wenn es Ihnen gefällt, so können Sie als Madame Pouillys Hilfslehrerin hier bleiben,‘ mich überlief unwillkürlich ein Schauder. ‚Ich muss zugeben, dass diese Aussicht nicht verlockend ist,‘ fuhr der Doktor fort. ‚Wäre ich verheiratet, so würde ich Ihnen mit Freuden bei mir eine Heimat anbieten, allein so, wie die Verhältnisse nun einmal sind, wäre das bei Ihrem Alter unmöglich; ein so alter Hagestolz ich auch bin, es würde nicht schicklich sein. Ich habe Ihnen aber noch einen andern Vorschlag zu machen. Sie brauchen nicht zu erschrecken. Ich bin etwa sechzig und zwar auf der Schattenseite der sechzig, wie ich wohl zu bemerken bitte, nicht auf der sonnigen. Es wäre eine Unwahrheit, Mademoiselle, wenn ich sagte, ich liebte Sie.‘ Hier errötete ich furchtbar. ‚Das ist eine schlechte Gewohnheit, mein Kind, gegen die anzukämpfen Sie wohlthun werden. Ich liebe Sie nicht,‘ wiederholte er, wobei er sogar noch einen besondern Nachdruck auf das Wort ‚nicht‘ legte, ‚trotzdem bin ich bereit, Sie zu meiner Frau zu machen. Verstehen Sie mich indes nicht falsch. Ich biete Ihnen dies keineswegs aus Pflichtgefühl oder Freundschaft für Ihren verstorbenen Herrn Vater an, sondern lediglich als einen Ausweg aus einer unangenehmen Lage‘“

„O Helene, das hat er doch gewiss nur gesagt, um dich auf die Probe zu stellen.“

„Unterbrich mich nicht, Liebe. Doktor Tholozan und ich sind sehr nüchterne Leute, gewohnt, den Thatsachen ins Gesicht zu sehen,“ bei diesen Worten zuckten ihre Lippen sichtbar. „‚Meine liebe junge Dame,‘ fuhr er fort, ‚meine Berufstätigkeit wirft eine gute Einnahme ab; ich wohne in einem grossen Haus, das mein Eigentum ist und wohl seine hunderttausend Franken wert sein mag. Geld habe ich aber nicht gespart. Wenn Sie es für der Mühe wert erachten, um eines Kapitals willen, welches Ihnen den erbärmlichen Betrag von fünftausend Franken jährlich einbringen wird, meine Frau zu werden, will ich Ihnen mein Haus nach meinem Tode vermachen. Allein Sie dürfen nicht ausser acht lassen, dass der Vertrag zwei Seiten hat, denn es ist ein Vertrag, nichts mehr und nichts weniger. Zunächst kommt in Betracht, dass ich ein sehr alter Mann werden kann, und das ist an sich schon ein ungünstiger Umstand für Sie. Jedenfalls erwarte ich von meiner Frau, dass sie meinen Freunden die Ehren des Hauses erweist, dass sie mir in den Augen der Welt Anerkennung verschafft, mir niemals ungehorsam ist, mir nie Schande und vor allen Dingen mich nie lächerlich macht.‘ ‚Doktor Tholozan,‘ sagte ich. ‚Halten Sie ein, Mademoiselle, keine übereilte Antwort! Mit Ihrer Erlaubnis werde ich in Madame Pouillys allerliebsten Garten gehen und eine Cigarette rauchen; das wird Ihnen Zeit geben, sich die Sache zu überlegen, und dann werde ich kommen, um mir Ihre Antwort zu holen.‘ Mein Vormund stand auf, hob die Spitzen meiner Finger zu seinen Lippen empor, ging dann nach einer tiefen Verbeugung in den Garten und überliess mich meinen Gedanken.“

„O, Helene, wie grässlich!“ rief ihre Vertraute. „Dein Vormund ist ein schlechter Mensch, ein ganz schlechter Mensch!“

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