F. C. Phillips - Die verhängnisvolle Phryne

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Der junge Mr. Leigh, Maler der romantischen Schule, ist seit Jahren Untermieter des älteren Junggesellen Doktor Tholozan. Leigh wird von seinen weiblichen Modellen und Kundinnen angehimmelt, aber der Ästhet und Idealist zeigt sich von deren Reizen und Betörungsversuchen unbeeindruckt – er will sich nicht verlieben, bis er für ein Bild «dieses Ideal, von dem wir alle träumen» gefunden hat. Das von ihm geplante Großgemälde hat bereits einen Titel – «Phryne vor ihren Richtern» –, aber noch fehlt das taugliche weibliche Modell. Phryne, diese berühmte Hetäre der griechischen Antike, soll sich, so geht die Legende, vor ihren Richtern entkleidet und sie dadurch zwar nicht von ihrer Unschuld, aber doch von ihrer Schönheit derart überzeugt haben, dass der Eindruck genügte, um einen sofortigen Freispruch zu erwirken. Als Tholozan dem jungen Künstler nun ahnungslos eine Fotografie seiner künftigen Frau Helene Montuy zeigt, beginnt ein furchtbares Drama von fast antiken Dimensionen seinen Lauf zu nehmen. Denn Leigh glaubt, sein Ideal nun endlich gefunden zu haben, und das beileibe nicht nur als Künstler … Ein gleichermaßen amüsanter wie anrührend-tragischer Roman aus dem 19. Jahrhundert.-

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Doktor Tholozans Behauptung, der selige Pichon sei als Millionär gestorben, war keineswegs übertrieben. Dieser hatte Fräulein Sophie Plon wegen ihrer unleugbaren Schönheit geheiratet, das heisst, er hatte einen herrlichen Teint, ein Paar strahlender, lachender Augen und ein Köpfchen, dessen Haare bis zu den Füssen der jungen Dame reichten, gegen sein Vermögen eingetauscht, und er hatte damit kein schlechtes Geschäft gemacht. Wo er mit seiner jungen Frau erschien, wurden die so erhandelten Güter allgemein bewundert. Allein der alte Herr sollte sich seines Triumphs nicht lange erfreuen. Sechs Monate nach der Hochzeit starb Herr Pichon und hinterliess alles, was er besass, bis zum letzten Pfennig seiner jungen Witwe. Während der ersten drei Monate war ihr Gram schrecklich anzusehen. Bei der blossen Erwähnung des seligen Pichon brach sie in Thränen aus. Sie hatte auf einer der schönsten Stellen des Père-la-chaise einen ungeheuren Sarkophag von weissem Marmor, ohne Rücksicht auf Kosten, errichten lassen. Ihr Vetter, Doktor Tholozan, hatte auf ihren Wunsch eine pomphafte lateinische Grabschrift verfasst, die in Buchstaben von vergoldeter Bronze an dem Sarkophag angebracht war. Die Witwe hatte sehr geschmackvolle und sehr tiefe Trauer angelegt und war täglich zur Messe gegangen, bis sie mit der Unbeständigkeit der weiblichen Natur die Trauer plötzlich wieder abgelegt hatte, weil der junge Leigh, — der als Künstler und folglich als Sachverständiger sprach — in einem schwachen Augenblick gesagt hatte, dass Schwarz ihr nicht gut stände. Schon am nächsten Tage erschien Frau Pichon in einem entzückenden Anzug in der blassesten Lavendelfarbe im Atelier, — denn da sie, wie erwähnt, eine nahe Verwandte des Doktors war, so verbrachte sie einen grossen Teil ihrer Zeit in dessen Haus. Sie vertrieb sich die Langeweile dadurch, dass sie dem jungen Maler als „Niobe, in Thränen schwimmend“ sass. Er hatte eben eine Studie von ihr als „Sigismonda, die in tiefer Trauer die goldene Kapsel betrachtet, die das Herz ihres Guiscardo umschliesst“, vollendet.

„Ah, Monsieur George,“ rief sie, als sie heute unerwartet in das Atelier des jungen Mannes trat, „Sie dürfen nicht schlecht von mir denken, weil ich das hässliche Schwarz abgelegt habe. Ich habe es nur aus Pflichtgefühl gethan, Monsieur George. Man muss es ertragen, schön zu sein, und ich habe meinen Empfindungen lediglich im Interesse der Kunst Gewalt angethan — und um Ihretwillen, lieber Monsieur George,“ fügte sie mit einem kleinen Seufzer hinzu. „Ich fühlte, dass es meine Pflicht sei, alles fernzuhalten, was Ihre göttlichen Eingebungen stören könnte. Me voici! Wie gefalle ich Ihnen?“ und dabei machte die strahlende Erscheinung einen kleinen Knix.

„Liebe Madame Pichon, Sie sind reizend, immer reizend, natürlich! Aber auf Ehre, wie eine Niobe sehen Sie weniger aus, als je.“

„Sie wollen doch nicht, dass ich immer Niobe bin, wie, lieber Monsieur George?“ fragte die junge Witwe mit einem allerliebsten Schmollen, und dabei funkelte etwas in ihren Augen, das möglicherweise eine Thräne war, das aber entschieden mehr wie ein Blick des Triumphs aussah. „Es ist mir einerlei, was Sie sagen,“ fügte sie schnippisch hinzu. „Niobe hätte doch auch nicht ewig weinen können.“

„Aber bedenken Sie doch, sie hat zwölf Kinder verloren, liebe Madame.“

„Zwölf!“ rief die Dame entsetzt. „Dann war’s mit ihrer Schönheit auch vorbei, und sie muss eine höchst langweilige Person, wenn nicht geradezu unanständig gewesen sein. Und ich muss sagen, ich kann es keineswegs als eine Schmeichelei Ihrerseits betrachten, dass Sie mich zum Modell für ein Frauenzimmer wählen, das zwölf Kinder gehabt hat.“

„Ah, Madame,“ erwiderte der Maler, sich entschuldigend, „für mich sind Sie die lebende Verkörperung untröstlichen Schmerzes gewesen.“

„In meinem Haar kann ich aber doch keinenfalls Schmerz zum Ausdruck bringen, und heute wollten Sie ja das Haar malen, nicht wahr, Monsieur George? Wird’s so gehen?“ fuhr sie fort, während sie sich träge in einen grossen Stuhl fallen liess und eine Stellung annahm, wie jemand, der sich photographieren lassen will. Frau Pichon war eine Dame, die ihre Reize ins beste Licht zu stellen wusste, denn sie war auf die Eroberung des Malers erpicht und fest entschlossen, ihn zu heiraten. Sie hatte kein Mittel unversucht gelassen, ihm alles, was ihre Persönlichkeit anziehend machte, vor Augen zu bringen. Bis jetzt aber hatte der junge Leigh noch durch kein Zeichen verraten, dass sich eine wärmere Empfindung in ihm rege; sie hatte ihm gesagt, wie reich, wie einsam, wie elend sie sei, aber alles vergeblich.

„Ah, liebe Madame,“ sagte Leigh, „ich darf es nicht wagen, Sie zu bitten, mir Ihre Zeit dadurch zu opfern, dass Sie mir für das Haar sitzen; das reizende Antlitz genügt vollständig für meinen Zweck.“

Frau Pichons Fuss, der für einen strengen Richter vielleicht etwas zu sehr in die Augen fiel, klopfte ärgerlich auf den Teppich, als sie diese schrecklich nüchterne Antwort des Malers hörte. „Und bitte, mein Herr, weshalb nicht?“

„Also erstens, liebe Madame Pichon, weil das Haar der Niobe aufgelöst und wirr sein muss, und es hiesse wirklich Ihre Güte auf eine allzuharte Probe stellen, wenn ich Sie bitten wollte, diese herrlichen Flechten aufzulösen.“

„Monsieur Leigh, es gibt nichts, was ich nicht um der Kunst willen zu thun bereit wäre. Sie machen sich nur über mich lustig; Sie sind gerade wie andre Männer. Männer sind immer sarkastisch und grausam,“ fügte die junge Witwe mit einem leisen Seufzer hinzu. „Ich weiss sehr wohl, was Sie sagen wollen. Sie bilden sich ein, dass das, was Sie in Ihrer grausamen, spöttischen Weise meine ‚herrlichen Flechten‘ nennen, nicht mein eignes Haar sei. Ich werde Sie sofort überzeugen. Hier, Monsieur George, und da! und da! und da!“ Und ehe der erstaunte Maler wusste, wie ihm geschah, hatte die entrüstete Kunstenthusiastin alle Kämme und Haarnadeln herausgerissen, und die wallenden kastanienbraunen Locken sanken in überreichen Wellen hernieder.

„Es ist alles eignes Wachstum,“ rief die Dame, wirklich gereizt. „Und nun vernehmen Sie Ihre Strafe. Ich verurteile Sie dazu, es nach Ihrem Belieben zu ordnen. Ich wiederhole, Monsieur George, es gibt kein Opfer, das ich nicht bringen würde, wenn ich die Kunst dadurch fördern kann.“

Der junge Maler errötete, aber er konnte weiter nichts thun, als gehorchen. Er trat auf die Erhöhung, auf der die Dame sass, und mit Fingern, die wie unter elektrischen Schlägen zuckten, ordnete er geschickt den üppigen Haarwuchs der Witwe des seligen Herrn Pichon. Als er sich darauf hinter seine Staffelei geflüchtet hatte, hielt er sich einige Minuten dort verborgen. In diesem interessanten Augenblick trat der Hauswirt des Malers und Vetter der Dame ins Zimmer.

„Bon jour, Sophie,“ begann Doktor Tholozan mit leichtem Nicken und liess dann ein leichtes Kichern hören. „Du nimmst wirklich den berufsmässigen Modellen das Brot vom Munde.“

„Sei ruhig, Felix; wenn nur ein einziges Haar verschoben wird, geht die ganze Wirkung verloren. Ich bin der personifizierte Jammer.“

„Das weiss ganz Paris,“ entgegnete er. „Ja, die Aehnlichkeit ist verblüffend, Liebste. Du bist augenscheinlich das Original der ‚Dame mit der Mähne‘, der Zauberin, die uns als Reklame eines amerikanischen Haarwuchsmittels in zwanzigfacher Lebensgrösse anlächelt. Leigh, ich gratuliere, wahrhaftig, ich gratuliere euch beiden.“

„Felix, ich schäme mich deiner,“ sagte die Dame. „Es gibt wirklich nichts, was deinem Witz heilig ist. Ich bin Niobe, mein Herr!“ fügte sie würdevoll hinzu.

„O, sehr möglich, meine Liebe, sehr möglich. Alles, was dir gefällt. Vom Standpunkt des Arztes aus möchte ich sagen, du seiest die Göttin der Gesundheit. Aber ich will nicht länger stören. Adieu, Niobe, leb’ wohl, Galatea, au revoir, Pygmalion, wir treffen uns beim Diner,“ und er verschwand diskret.

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