F. C. Phillips - Die verhängnisvolle Phryne

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Der junge Mr. Leigh, Maler der romantischen Schule, ist seit Jahren Untermieter des älteren Junggesellen Doktor Tholozan. Leigh wird von seinen weiblichen Modellen und Kundinnen angehimmelt, aber der Ästhet und Idealist zeigt sich von deren Reizen und Betörungsversuchen unbeeindruckt – er will sich nicht verlieben, bis er für ein Bild «dieses Ideal, von dem wir alle träumen» gefunden hat. Das von ihm geplante Großgemälde hat bereits einen Titel – «Phryne vor ihren Richtern» –, aber noch fehlt das taugliche weibliche Modell. Phryne, diese berühmte Hetäre der griechischen Antike, soll sich, so geht die Legende, vor ihren Richtern entkleidet und sie dadurch zwar nicht von ihrer Unschuld, aber doch von ihrer Schönheit derart überzeugt haben, dass der Eindruck genügte, um einen sofortigen Freispruch zu erwirken. Als Tholozan dem jungen Künstler nun ahnungslos eine Fotografie seiner künftigen Frau Helene Montuy zeigt, beginnt ein furchtbares Drama von fast antiken Dimensionen seinen Lauf zu nehmen. Denn Leigh glaubt, sein Ideal nun endlich gefunden zu haben, und das beileibe nicht nur als Künstler … Ein gleichermaßen amüsanter wie anrührend-tragischer Roman aus dem 19. Jahrhundert.-

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„Das ist wieder ganz Felix,“ sagte die Dame. „Wir waren so hübsch im Zug, und es war so gemütlich,“ fügte sie, wie ein Kätzchen schnurrend, hinzu, „da muss er hereinkommen und uns beide aus der Stimmung bringen, und er hat mich veranlasst, meinen Kopf zu drehen und aus der richtigen Stellung zu kommen. Ich bin ernstlich böse auf Felix. Was würde er wohl denken, wenn ich während seiner Sprechstunde in sein Konsultationszimmer käme, das möcht’ ich wohl wissen? Sie müssen wieder alles in Ordnung bringen,“ fuhr sie kokett fort, und der Künstler kam, errötend wie eine Päonie, aus seinem zeitweiligen Versteck hervor.

„O, ich weiss, was Sie gern thun möchten,“ fuhr die Dame fort. „Sie vergehen vor Verlangen zu rauchen. Ich bin ganz fest überzeugt, wenn ich ein gewöhnliches Modell wäre, würden Sie ohne Umstände rauchen. Tabaksrauch ist mir nicht im geringsten unangenehm, wahrhaftig, ich bin daran gewöhnt, denn der selige Pichon rauchte vom Morgen bis zum Abend. Sie werden ganz entsetzt sein, wenn ich Ihnen ein Geheimnis anvertraue. Er hat mich das Rauchen auch gelehrt, und sogar, eine Cigarette zu drehen. O, lassen Sie mich Ihnen eine Cigarette machen, ich kenne keinen grösseren Spass,“ und Niobe machte sich daran, mit ihren zierlichen Fingern einen kleinen weissen Cylinder aus türkischem Tabak zu drehen, denn sie hatte die dazu nötigen Materialien, zum Gebrauche bereit, auf einem grossen eichenen Tisch in der Nähe der Staffelei entdeckt. Als sie damit fertig war, überreichte sie Leigh ihr Machwerk mit einem gefälligen Knix und hielt ihm ein brennendes Streichhölzchen vor; dann drehte sie gewandt eine zweite Cigarette, und sich behaglich in den grossen Lehnstuhl kauernd, begann sie mit augenscheinlichem Genuss zu rauchen. „Sind Ihnen Unterbrechungen nicht sehr verhasst, Monsieur Leigh?“ fragte sie nachdenklich.

„In Ihrer Gesellschaft, Madame, müssen sie das jedem sein.“

„O, natürlich! Etwas andres konnten Sie ja gar nicht sagen, Monsieur George. Ob’s wohl wirklich Ihr Ernst ist?“

„Ehrlichkeit ist eine meiner wenigen Tugenden, Madame. Sie ist mir ost genug sehr nachteilig gewesen. Das Hässliche und Abstossende kann ich nicht malen, denn es ist mir die Gabe versagt, es zu mildern, ich bin faktisch eine Art unbarmherziger menschlicher Camera und — ich male die Leute so, wie mein Auge sie mir zeigt, und nicht so, wie sie gern aussehen möchten. Ich kann die Pfeffernüsse nicht vergolden, und ich kann nicht schmeicheln. Ich wollte, ich könnte es. Ich bin viel zu aufrichtig, Madame Pichon. Betrachten Sie sich zum Beispiel ’mal dies,“ dabei zog der junge Mann ein Bild hervor, welches, gegen die Wand gekehrt, neben der Staffelei stand. Es war ein grinsendes Porträt, und es zeigte so viel Frechheit und Verworfenheit, wie man sich im Angesichte eines anscheinend jungen und hübschen Weibes nur denken kann. „Das ist Mademoiselle Saint Ventadour vom Palais Royal,“ sagte Leigh. „Sie stellte mir den Antrag, sie als ‚Comédie‘ zu malen. Alle Welt hält sie für sehr bezaubernd und anziehend, mit einem Wort, sie ist jetzt Mode. Ich kann nichts Anziehendes an ihr finden, für mich ist sie weiter nichts, als eine grinsende Larve.“ Frau Pichon lächelte beifällig. „In einem schwachen Augenblick nahm ich den Auftrag an. Sie kam mit einer sehr achtbar aussehenden Mama hierher, die alle drei Minuten eine Prise nahm.“

„Schrecklich!“ rief Frau Pichon. „Ich bedaure Sie aufrichtig, Sie armer Monsieur George.“

„O, das ist noch nichts im Vergleich mit dem, was noch kommt. Ich hatte ihr nicht gestattet, das Bild zu sehen. Am Schluss der dritten Sitzung bestand sie aber darauf, und es war nichts zu machen. Ich drehte also die Staffelei herum, und wenn ich jemals ein wütendes Weibsbild gesehen habe, so war es da. Anfänglich war sie sprachlos, dann wurde sie totenblass, ballte die Fäuste und stampfte mit dem Fusse. ‚Herr!‘ schrie sie mit ihrer schrillen, durchdringenden Stimme — denn das Weib sprach, nicht die Schauspielerin — ‚ich hatte Sie beauftragt, mich als Muse des Schauspiels zu idealisieren, Sie aber haben eine nichtswürdige, erbärmliche und infame Karikatur gemacht. Sie haben mich als‘ — und hier schluchzte sie bitterlich — ‚als — ein leichtfertiges Frauenzimmer dargestellt, Monsieur Leigh. Aber ich werde mich rächen, ich bin nicht ganz ohne Freunde! Sie werden Sie in den Zeitungen herunterreissen, sie sollen Sie vernichten, verderben! Komm, Mama. Lass uns das Atelier dieses erbärmlichen Menschen verlassen, der sich nicht scheut, ein schutzloses junges Mädchen‘ (sie ist wenigstens vierzig) ‚zu beschimpfen.‘ Mit einer entrüsteten Handbewegung warf sie eine schöne Vase von alter Fayence auf den Boden, die natürlich in tausend Stücke zerschellte, und dann verliess sie das Atelier. Sie sehen also, welche Verlegenheiten mir meine Ehrlichkeit bereitet hat, denn ich habe sie so gemalt, wie ich sie sah. Sie ist ein leichtfertiges Frauenzimmer, wenigstens in meinen Augen.“

„Drehen Sie das Bild wieder herum,“ sagte die Witwe mit einem hübschen Zusammenschauern, „ich fürchte mich davor. Aber Ihre Erzählung erinnert mich daran, dass ich die Niobe auch noch nicht gesehen habe. Sagen Sie mir, Monsieur Leigh,“ und sie legte die Hand bittend auf den Arm des Malers, „Sie haben doch nicht auch ein leichtfertiges Frauenzimmer aus mir gemacht?“

Leigh würde wohl kaum so bereit gewesen sein, seine Staffelei umzudrehen, wenn die noch unvollendete Niobe nicht ein wirklich gutes Bild gewesen wäre. Es war in der That reizend; Frau Pichon war entzückt und klatschte in beinahe kindischem Jubel in die Hände. Und doch hatte der Maler seinem hübschen Modell nur Gerechtigkeit widerfahren lassen. Allerdings war es das Bild eines schönen Weibes in Thränen, aber wenn die Niobe dort auf der Leinwand Mutter von zwölf Kindern war, so sah man ihr ein dementsprechendes Alter nicht an. Der Künstler hatte die junge Witwe etwas idealisiert und aus einem Kinde dieser Erde eine Art weinenden Engel gemacht. Die grossen schwarzen Augen blitzten den Beschauer mit einem sehnsüchtig liebenden Blick an, der freilich den Ausdruck, mit dem die hübsche Frau Pichon Doktor Tholozans Mieter gewöhnlich ansah, getreu wiedergab. Er konnte ihr den Namen Niobe oder die Peri am Himmelsthor oder irgend eine andre romantische Bezeichnung geben. Man sah zwar ein Weib in Thränen, aber diese machten den Eindruck, als ob sie weder sehr bitter seien, noch sehr schwierig zu trocknen. Niobe war in der That so unleugbar hübsch, dass jeder gewöhnliche Beschauer Anstoss an dieser Auffassung einer Niobe genommen haben würde.

„Und Sie behaupten, dass Sie niemals schmeicheln, Monsieur? Sagen Sie mir ’mal ernstlich, gefällt’s Ihnen — mein Porträt, denn es ist mein Porträt? O, Monsieur George!“ rief die junge Witwe aufspringend. „Wie kann ich Ihnen danken?“ und sie ergriff seine beiden Hände.

Es ist immer eine verfängliche Lage für einen jungen Mann, wenn eine hübsche Frau ihn bei beiden Händen fasst, ihm mit überschwenglichen Worten dankt und ihn mit liebeglühenden Augen anblickt. Das sind Erfahrungen, welche gewöhnliche Männer nicht häufig machen, aber Künstler sind bevorzugte Leute. Wäre Leigh ein gewöhnlicher junger Mann gewesen, so würde er sofort auf die Kniee gestürzt sein und Frau Pichon Herz und Hand angetragen haben. Eine bessre Gelegenheit konnte sich ihm schwerlich bieten. Frau Pichon wäre jedenfalls selig und Doktor Tholozan ganz einverstanden gewesen, und die Gesellschaft würde in beifallspendendem Chor in ihre wohlbeschuhten Hände geklatscht haben. Leighs zahlreiche Freunde unter dem leichtlebigen Künstlervölkchen würden ihm zustimmend den Rücken fast wund geklopft und ihn einen „verfluchten Kerl“ genannt haben. Aber Künstler sind eben keine gewöhnlichen Menschen. George Leigh hielt der hübschen Frau Pichon Hände ruhig fest, versäumte es aber, deren begeisterten Druck zu erwidern, und machte nur einige hervorragend alberne Redensarten. Es war kein Blick der Liebe, womit er ihr ins Gesicht starrte und in ihre grossen, träumerischen schwarzen Augen sah, sondern nur eine Art künstlerischer Bewunderung. Frau Pichon hatte das Gefühl, als ob sie mit kaltem Wasser begossen würde und als ob etwas in ihrer Kehle emporstiege, als er statt der erwarteten Liebeserklärung einfach hervorstotterte: „Nein, Madame, ich bin nicht damit zufrieden. Ihre Augen gehen über meine Kräfte. Wenn Sie mir noch eine Viertelstunde gewähren können, will ich versuchen, ob ich mit dem Haar zustande komme.“

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