Rudolf Stratz - Kinder der Zeit

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Eine heitere Liebesgeschichte im Berlin der Zwischenkriegszeit.Gerade hat Asta von Oderwolff noch Schwäne gefüttert, als sie von einer wütenden Volksmasse mit roten Fahnen fast überrannt wird. Astas Retter in der Not wird ein gut aussehender Leutnant, der sie wohlbehalten nach Berlin, zu ihren Eltern, bringt – und kurz darauf auch ein Zimmer bei ihren Eltern bezieht. Weil Leutnant Felleitner nicht erkennt, wie sehr Asta sich in ihn verliebt hat, beschließt sie schließlich das Heiratsangebot eines reichen Geschäftsmann anzunehmen… Wird es ein Happy End für Asta und Leutnant Felleitner geben? -

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Dr. Bartuschke, sass, als der Bruder gegangen, noch eine Weile still in Gedanken. Das immer tiefere Dämmern um ihn beruhigte seine Nerven. Er gähnte gereizt. Er schlürfte durch das Zimmer. Er stand vornübergebeugt, die Hände in den Taschen, vor seinem grossen Bücherschrank. Da drinnen wimmelte die Welt der Ausgestossenen — der geisteskranken Verbrecher, der Epileptiker und Degenerierten, der Minderwertigen, der Willenshörigen, der Anormalen und bedingt Zurechnungsfähigen. Er sah seine Lieblinge an. Befann sich. Seufzte. Knipste Licht. Schlug träumerisch ein paar Töne auf dem Klavier . . . Parsifal . . . durch Mitleid wissend, der reine Tor . . .

„Nu klopft er drinnen noch die Kreuzpolka“, sagte im Vorraum Fräulein Zwicknagel entrüstet zu dem jungen Mann. „Und wir kriegen hier bei die Kälte die Eisbeine jratis! Sie haben sich wohl mit dem Vize jezankt, dass der Susemihl nicht mehr heizt? Organisiert euch doch gegen die Hauspaschas — die Blutsaujer . . .“ Aber da klappte innen der Klavierdeckel. Der bleiche Schreiberjüngling öffnete die Tür: „Herr Doktor lässt bitten.“

Alwine Zwicknagel trat bescheiden lächelnd unter dem wippenden Federhut, fliederfarben wie der Frühling, ganz schwach veilchenduftend von dem Sträusschen an ihrer Brust, mit einer anmutigen Köpschenneigung über die Schwelle. Draussen, vom Norden her, knatterten unausgesetzt Schüsse. Die Fensterscheiben, vor denen die Nacht stockfinster dunkelte, klirrten leise. Dr. Bartuschte kam aufgeregt auf die junge Dame zu.

„Ich mache mir die grössten Vorwürfe!“ sagte er. „Ich halte Sie hier fest. Inzwischen geht das widerwärtige, sinnlose, blöde Geknalle wieder los! Sie müssen doch nach Hause!“

„Ich find’ schon durch, Herr Doktor!“

„Das Schiessen kommt wahrhaftig näher!“ Dr. Bartuschke lauschte nervös. „Wenn sie nur nicht wieder drüben am Polizeipräsidium . . .“

„Ich bin mit Spreewasser jetauft, Herr Doktor! Ich fürchte mich nich!“

„So? Na — mir sind Schüsse grässlich! Weniger die Gefahr als der Lärm! Namentlich diese albernen Handgranaten!. Der Krach geht mir jedesmal durch Mark und Bein!“ Gotthold Bartuschke winkte matt und blass mit der Hand. „Setzen Sie sich, Fräulein Zwicknagel!“

Alwine nahm zierlich Platz, kreuzte neckisch die kleinen Füsse in den netten Lackschuhen und schaute Dr. Bartuschke gewinnend an. Der sass nicht, sondern lief unbehaglich durch das Zimmer. Draussen, in der Novembernacht, wurde es plötzlich ganz still. Die Kleine, die sittig nur auf dem Lederrand des mächtigen Klubsessels sass, tröstete ihn.

„Sehen Sie, da verpusten sich die Brüder schon! Is alles nich so schlimm, Herr Doktor!“

Gotthold Bartuschke blieb aufgeregt vor ihr stehen. Er fragte unvermittelt — gedämpft und warnend:

„Also Sie wollen zu mir?“

„Ich möchte was Besonderes, Herr Doktor!“ Alwine Zwicknagel legte die elegant behandschuhten Finger ineinander und hob das Kindergesicht mit sanftem Augenaufschlag zu ihm empor. „Immer nur tippen: . . . ,Und überlassen Ihnen fünfzig Fass loco Magdeburg und dienen Ihnen tieferstehend mit Nota’ — da liegt keine Musitze drin! Da lernt man nichts zu. Bei Ihnen aber . . .“

„Bei mir . . .?“ Dr. Bartuschke fixierte sie wild und warf dann einen erbitterten Blick in den Wandspiegel, als sähe er da in seinem Ebenbild einen persönlichen Feind. „Wissen Sie, dass ich ein ganz nervöser Mensch bin?“

„Ich passe mich schon an, Herr Doktor! Das ist jerade meine Forsche!“

„. . . dass ich . . . dass ich manchmal, wenn’s mich so kribbelt, die Wände hinaufgehe!“

„Jeh ich mit, Herr Doktor!“ beruhigte die Kleine.

Gotthold Bartuschke lachte plötzlich belustigt. Die trübe Stimmung verflog.

„Mein Bruder sagt, Sie feien mit allen Hunden gehetzt, Fräulein!“

„Sehr schmeichelhaft, Herr Doktor! Is wirklich alles da: Sehr rasche Auffassungsjabe . . . Selbständige Kraft . . . Wie ich da sitze, deichsel’ ich zur Not den Betrieb allein! Wenn ich erst Herr Doktors Wünsche näher begriffen habe, dann is Herr Doktor aus allem Ärger mit der Korrespondenz heraus. Nehm’ ich Ihnen alles ab!“

„Aus dem Ärger ’raus — ach — das wär’ ein Segen!“ Dr. Bartuschke lief wieder jäh verstört durch das Zimmer. „Augenblicklich bin ich zum Beispiel ohne jede Hilfe!“

„Irässlich!“

„Was hab’ ich mit Ihrer Vorgängerin für Tänze gehabt!“ Bartuschke schlug wütend mit der Faust auf den Tisch. „Das war keine Sekretärin! Das war eine Natter!“

„Jotte doch!“

„Ich verlange lebendige Teilnahme!“ schrie Dr. Bartuschke. „Mitgehen mit meinen Ideen! Feuer! Wärme! Verständnis!“ . . .

„Inniges Verständnis! . . . Finden Sie bei mir, Herr Doktor!“

„Dieses Fräulein Kandel . . . häh . . . der war ja alles piepe! Verbockt! Verbiestert!“

„In so ’ner Stellung. . .“

„Erschöpft hat sie mich mit ihrem passiven Widerstand! Ich bin mal so und mal so! Glauben Sie, die hätte meine Stimmungen sich zu eigen gemacht — feinfühlig die Note des Augenblicks in sich aufgenommen? Wie eine Kuh hat sie dagesessen und gegähnt, wenn beim Diktieren alles in mir stürmte — wie eine Kuh. . .“

„Die hatte wohl Nebenluft!“ sagte die kleine Berlinerin empört.

„Und beim Stenographieren infam still vor sich hingelächelt und mich ganz aus dem Konzept gebracht . . . Lieber ein Kübel kaltes Wasser über den Kopf als dieser ironische Gedankenmord bei einem nervösen Menschen wie mir!“

„Ich will nichts gegen Ihre verflossene Kraft sagen.“ Das hübsche Fräulein Zwicknagel schüttelte ergriffen den ondulierten braunen Kopf. ,,Aber es jibt Menschen — das sind manchmal zu komische Leute!“

„Ich bin Idealist! Ich verlange Idealismus!“

„Hab’ ich. Für drei, Herr Doktor — und ’s bleibt noch ’n Rest!“

„Sinn für die Not und Grösse der Zeit! Ein warmes Herz! Liebe zu den Menschen! Wer das nicht hat, der soll es bei mir lernen!“

„Da soll man doch froh sein,“ sagte Fräulein Zwicknagel andächtig und mit braun glänzenden Augen, „dass man bei einem so edelgesinnten Mann wie Herrn Doktor mal was anderes hört wie die ollen Schiebungen!“

,,Nicht wahr? Wir müssen ’raus aus dem Sumpf!“

„Unsereins weiss das ja nicht so! Das sagt einem ja niemand!“ Das Gesichtchen der hübschen kleinen Berlinerin leuchtete in heiligem Eifer. „Rings um einen reden sie nur vom Jeschäft. Immer nur, dass einer den anderen neppt. Und dann erzählen sie die neuesten Witze von der Börse, und dann poussieren sie! Bildung — die kann man da lange suchen! Es wird einem oft ganz weh zumut. Man möchte doch mal höher hinauf!“

„Empor!“ sagte Gotthold Bartuschke. Er stand ernst mit gekreuzten Armen und sprach zu Fräulein Zwicknagel vertrauensvoll wie zu einem alten Freund. „Das steckt in jedem Menschen! Das muss man erwecken! Jetzt ist es wach! Will nur geführt sein! Den rechten Weg!“

„Wird Herr Doktor schon machen!“

„Wenn es nur glückt, Kind . . . wenn es nur glückt!“

„Herrn Doktor schon! Herr Doktor sind ja so angesehen . . . so berühmt . . .“

„Wirklich?“ fragte Gotthold Bartuschke lebhaft und freudig überrascht. „Bei wem denn so ungefähr? . . . Können Sie mir das sagen?“

„Überall wo man so hinkommt! Von dem Herrn Doktor spricht jeder mit unjekünstelter Hochachtung!“

„Das freut mich, zu hören!“

„Ich habe doch Herrn Doktor gleich jekannt, wie ich nur den Namen hörte! Unjelogen! Das kann Ihr Herr Bruder bezeugen!“

„Freilich! Freilich! Und das ist ja der schönste Lohn . . .“ Gotthold Bartuschke ging bewegt durch das Zimmer. Draussen hämmerten wieder fern die Schüsse.

„Überall ist Unrecht!“ murmelte er, auf und ab schreitend, halb zu sich, halb zu Fräulein Zwicknagel, die mäuschenstill, in gespannter Aufmerksamkeit, dasass. „Die Menschen von heute sind krank . . . durch gegenseitige Lieblosigkeit . . . Die Welt entsteht aus Liebe . . . Die Welt besteht durch Liebe . . . Sie erhält sich nur durch Liebe . . . Was kripeln Sie denn da heimlich?“ herrschte er erbittert das Fräulein im Sessel an. „Was machen Sie denn da für eine seelenlose Nebenbeschäftigung, während ich . . .? Fangen Sie auch schon an wie das Fräulein Kandel?“

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