Rudolf Stratz - Kinder der Zeit

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Eine heitere Liebesgeschichte im Berlin der Zwischenkriegszeit.Gerade hat Asta von Oderwolff noch Schwäne gefüttert, als sie von einer wütenden Volksmasse mit roten Fahnen fast überrannt wird. Astas Retter in der Not wird ein gut aussehender Leutnant, der sie wohlbehalten nach Berlin, zu ihren Eltern, bringt – und kurz darauf auch ein Zimmer bei ihren Eltern bezieht. Weil Leutnant Felleitner nicht erkennt, wie sehr Asta sich in ihn verliebt hat, beschließt sie schließlich das Heiratsangebot eines reichen Geschäftsmann anzunehmen… Wird es ein Happy End für Asta und Leutnant Felleitner geben? -

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„Ihr könnt einen verrückt machen — alle zusammen!“ Herrgott, ja . . . Es wurde schon dunkel. Für sechs Menschen zugleich denken! Keiner half. Das Geld in den Schub! Kerze auf den Vorplatz! Hahn in der Backewanne auf! Aber Trinkwasser? „Minna — holen Sie ’mal Wasser — drüben am Brunnen, wo früher der Droschkenhalteplatz war!“

„In der Dusterkeit? Nee!“

„Ich komm’ mit!“ Beide, Fräulein und Mädchen, stiefelten, jede in einer Hand einen Krug, auf die Strasse . . . „Minna! Stellen Sie sich bloss nicht so etepetete an! Dann pump’ ich schon lieber höchsteigenhändig!“ Die Hofdame a. D. schwang rüstig den Schwengel. Schleppte die Wasserlast mit ins Haus zurück. Alwine Zwicknagel, die Portierstochter, stand rein zufällig unter dem Tor und lächelte maliziös.

„Guten Abend, Fräulein von Oberwolff!“

„’n Abend, liebes Fräulein!“ sagte Asta frisch und atemlos und lachte heiter. Nur um Gottes willen nicht so tun, als sei Wassertragen etwas Besonderes. „Was ist denn mit dem Lift los?“

„Geht nicht! Vater streikt!“

„Na — denn die Treppe ’rauf! Was geschafft werden muss, wird geschafft! Amüsiert Sie das so furchtbar, Fräulein Zwicknagel? Scheuen Sie sich denn vor einer ehrlichen Arbeit? Hab’ ich noch nicht bemerkt! Sie sind doch immer auf den Beinen!“

„Wird’ ich Ihnen jleich beweisen!“ sagte die Kleine, in plötzlicher Berliner Entschlossenheit und fasste mit Asta zusammen den Henkel der Kanne. Kameradschaftlich, ein paarmal verpustend, stiegen sie nach oben, das maulende Mädchen hinterher. „Danke schön, liebes Fräulein Zwicknagel!“ Portiers- und Generalstochter schüttelten sich lachend die nassen Hände. Im Flur schlug sich Asta mit der flachen Hand vor die Stirn.

„Der Herd ist ja auch kalt. Kein Tee. Nichts da. Minna, ich hol’ noch rasch ’ne Büchse norwegischen Fischpudding aus dem Schuhladen! Neulich hab’ ich doch irgendwo ’mal Wein gesehen . . . richtig . . . in dem Seifengeschäft . . . wo die billigen Klubsessel standen . . .“

Sie tappte, zurückkehrend, durch den nun stockfinsteren Vorraum, tastete mit der Hand nach dem Kleiderhaken. Leer. Die Besucher weg. Aber ein neu dahingehängter Offizierssäbel schaukelte und klirrte. Ach so! Na ja. Das war nicht für sie, das galt Jo . . .

In dem kalten, riesigen Berliner Zimmer zitterte der Lichtpunkt eines Kerzenstümpfchens. Um das Glühwürmchen herum sass die Familie Oderwolff, eingewickelt und eingemummt, wie eine Gesellschaft von Nordpolfahrern in Winternacht. Frau von Oderwolff spann ein Garn aus alten Zeiten: „Die gute Zwickel — die hättet ihr damals sehen sollen . . . Wann war das nur? . . . Noch ehe die dreizehnten Husaren von Frankfurt nach Diedenhofen kamen. Da stand ich mit ihr in Magdeburg zusammen. Die Regimentsquadrille nach dem Kaisermanöver . . . Sechzehn Paare . . . In friderizianischer Uniform . . . Wir Damen gepudert und im Dreispitz . . .“

„Guten Tag, Herr von Nemerow!“ sagte Asta dazwischen. Die Töchter hörten kaum noch zu, wenn Mama ihre Garnisonerinnerungen aus der Steinzeit auskramte. Sie reichte einem jungen, sich erhebenden feldgrauen Hauptmann die Hand, über die er ritterlich seinen schnurrbärtigen energischen Soldatenkopf zum Kuss neigte. Das Stearinlicht überflackerte in seinem sich straff und elastisch aufrichtenden Umriss ein Bild der alten Armee. Er knipste seine Taschenlaterne an, um Jo nach hinten zu geleiten und ihr beim Heranholen des Tischgeschirrs zu leuchten.

„Ein schönes Paar . . .“, sprach die Exzellenz, wohlgefällig hinterher, in mütterlichen Gedanken. Ihre Jüngste stützte den Kopf in die Kinderhand und den Ellbogen auf die Tischplatte.

„Soviel Geld gibt’s gar nicht, wie er nicht hat“, verkündete sie. „Und die Jo ’nen Groschen weniger!“

„Effi — wo schnappst du denn diese entsetzlichen Redensarten auf?“

„Fliegen ’rum wie die Motten, Mama!“

„Und lümmle dich nicht so hin! Manieren wie ein Strassenjunge! Papa . . . Die Kinder verwildern in einer Art . . .“

Der General hörte nicht zu. Er strich sich mit der Hand über die in Gramfurchen gealterte Stirn und musterte seine Aelteste:

,,Wein, Asta? . . . Was soll denn das Liebesmahl?“

„Unser Biedermeier ist fort mit Schaden, Papa!“

„Mit Schaden? Ich hab’ doch strengstens befohlen: Nicht unter zehntausend! Anständig wollen wir in Geschäften sein. Aber —“

„Na — dann war ich unanständig!“ Asta half Jo den Tisch decken. „Wieviel? Sag’ ich nicht! Morgen auf die Bank!“

„Ich habe gestern auch verkauft!“ versetzte plötzlich Joachim von Nemerow. Eine allgemeine Bewegung.

„Wasser-Bärschwitz?“

Der junge Hauptmann nickte.

„Oder eigentlich: der Gläubigerausschuss hat’s verkauft. Es gehörte ja kein Ziegel auf dem Dach mehr mir! Ich muss es nur der Form wegen nächste Woche übergeben.“

„Wer sind die Käufer?“

„. . . Schieber! Vater und zwei Söhne. Ja — zweihundert Jahre haben wir die olle Klitsche gehabt!“

„Da hätt’ ich aber doch um jeden Preis, lieber Nemerow . . .“

„Ich hab’s schon oft gesagt, Exzellenz: Mein Vater war ein eminent guter Landwirt und konnt’ es nicht mehr schaffen! Wie er dies Frühjahr — nachdem mein dritter Bruder gefallen war, den Schlaganfall bekam, da trat schon einen Tag nach seinem Begräbnis die Zwangsverwaltung zusammen. Denn es war einfach nischt mehr da . . . Und ich draussen im Feld. Ich bin Soldat. Ich hab’ die Landwirtschaft nicht gelernt! Eh’ ich über Jahr und Tag ’ne Rübe von ’ner Kartoffel unterscheiden kann, geht in Wasser-Bärschwitz alles vor die Hunde. Solange warten die Leute auch gar nicht!“

Joachim von Nemerows regelmässiges, in festen Linien geschnittenes Gesicht war sehr ruhig in dem darüber spielenden Flackerschein der Kerze.

„Ich bleibe Soldat! Ich bin jetzt im Freikorps Windeck. Ich krieg’ bestimmt nachher eine Anstellung in einer regelmässigen Formation. Ja — die schönen, alten Regimenter werden es nicht sein!“ Er wandte sich an die Generalin, die bekümmert und missbilligend das Haupt schüttelte. „Darauf kommt’s jetzt auch nicht an, sondern dass wir den Kopf oben behalten und unsere verfluchte Pflicht und Schuldigkeit tun! Dann müsst’ es doch mit dem Teufel zugehen, wenn wir Deutschland nicht wieder hochbrächten! Vergnüglich wird die Zeit nicht. Wir werden gehörig die Zähne zusammenbeissen und auf viele Dinge im Leben verzichten müssen!“

„Dabei gähnt die Jo . . .“

„Sie will nur filmen!“ schrie Effi rachsüchtig. „Und ich darf erst mit achtzehn . . .“

„Liebe Viola . . .“ Der Hauptmann von Nemerow war der einzige im Kreis, der Jo Oderwolff bei ihrem rechten Namen nannte. Er bewahrte eine vielsagende, hoffnungsstille Zurückhaltung. Nur in der Stimme schwang tief und gedämpft ein inniger Unterton. „Wir haben uns ja schon oft darüber unterhalten . . .“

„Gott . . . ja . . .“, sprach die schöne Jo müde und dehnte die Arme. „Das ist ja alles wahnsinnig langweilig! Was hat man dann schliesslich vom Leben?“

Draussen rauschte der Regen auf die stockdunklen Strassen. Keine Laterne. Alle Häuser tot, mit schwarzen Fensterhöhlen. Kein Tritt eines Menschen auf dem triefenden Pflaster. Pechfinstere Nacht über Berlin. Hundekälte im Zimmer. Noch ein Zoll Kerze. In einer Stunde — um halb neun — musste alles in die Klappe — der Reihe nach, mit dem letzten Stück Licht. Die anderen sassen inzwischen im Dunkeln und holten es sich dann wieder ab.

„Natürlich, bei den Kriegsgewinnlern drüben sind die Fenster hell!“ Effi presste die Nase an die Scheibe des Vorzimmers. „Die haben Petroleum . . .“

„Bei dem Käseschieber . . .?“

„Ach wo! Der hat viel zu viel Angst um seine Speisekammer . . . ’n Märchen soll die sein . . . sagen sie unten im Grünkram! Nein, das junge Ehepaar darüber! Er war doch in der Etappe in Rumänien. Sie trinkt Aether . . . Ach Gott . . . ach Gott . . . ach Gott — da schaut doch . . . Da drüben tanzen sie! Hurra!“

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