Rudolf Stratz - Die Hand der Fatme

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Die junge Yvonne Roland hat sich auf eigene Faust auf eine gefährliche Reise nach Südtunesien begeben, um ihren Bruder Gaston zu retten, der als Soldat dort zurückgeblieben ist und jetzt, krank und dem Tod nahe, im Krankenhaus der Oase El-Ariana liegt. Dabei wird sie von ihrem Verlobten Hugo Wallot verfolgt, der ihr die Reise eigentlich strengstens verboten hat und sie nun zurückholen will. Kurz vorm Ziel lernt sie einen geheimnisvollen Fremden kennen, Sidi Frank, genannt «Der Jäger», den ein unglückliches Schicksal nun ruhelos durch die Wüste und über die Salzseen Nordafrikas ziehen lässt. Er schenkt ihr ein seltsames Amulett, das ein Araber verloren hat und das seinem Träger stets Glück bringen soll: Die Hand der Fatme. Und Glück kann Yvonne gebrauchen. Denn sobald Hugo Wallot sie aufgestöbert hat und sie nun merkt, dass sie für Sidi Frank viel mehr empfindet als für ihren so kreuzbraven und biederen Verlobten, überstürzen sich die Ereignisse und die Hand der Fatme scheint Yvonne zunächst einmal nur Aufregung zu bringen … Stratz' stimmungsvoller nordafrikanischer Liebes- und Abenteuerroman überzeugt nicht zuletzt auch durch seine gelungenen Landschaftsbeschreibungen.-

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Sie lachte ihn an und schlug mit der flachen Hand auf das Bett. Er musste auch lachen. Dabei hatten die beiden Geschwister noch nasse Wimpern. Da ging die Türe auf. Der lange Sergeant, derselbe, der ihr vorhin den Eintritt verwehrt hatte, kam geschäftig herein, den Krankenrapportzettel und das Fieberthermometer in der Hand und rief: „Roland ... gleich kommt der Arzt!“

Jetzt erst bemerkte er Yvonne und blieb stehen. „Um Gottes willen, Madame, Sie hier? Wie sind Sie denn hier hereingekommen?“

„Ich bin über die Mauer geflogen, Monsieur!“ sagte sie sanftmütig.

„Aber das ist verboten.“

„Ja — das weiss ich!“

„Ich meine, es ist verboten, sich hier bei den Kranken aufzuhalten! Sie müssen sofort weg! Wenn der Arzt Sie sieht ...“

„Ach, er wird schon schrecklichere Dinge im Leben gesehen haben!“

Der Sergeant musste lachen. „Das glaube ich selbst, Madame! Aber mich trifft die Schuld.“

„Ich werde Sie entschuldigen.“

„Gut, Madame! Ich muss Rapport erstatten!“ erklärte der lange Unteroffizier und ging. Dabei zuckte ein verstohlenes Lächeln unter seinem aufgestutzten Schnurrbärtchen.

Ihr Bruder berührte sie am Arm. „Rasch Yvonne ... ehe die alle da ’reinkommen ... am Ende schickt dich der Doktor doch weg ... vielleicht sehen wir uns erst morgen wieder ... erzähle mir doch noch schnell von deinem Bräutigam ... du bist verlobt, sagst du ... wie ist denn das gekommen?“

„Gott“, sagte Yvonne, den Kopf ein wenig abwendend, und ihr schmales, verfinstertes Gesicht zeigte nicht gerade das stille Glück einer Braut. „Er ist ein sehr stattlicher Mensch — überall in der Welt herumgekommen, hat sehr viel gesehen und erlebt — dadurch hat er mir imponiert — er ist auch gut fünfzehn Jahre älter als ich — schon nicht mehr sehr weit von den Vierzig — und ich, in meiner Ahnungslosigkeit, ich sag’ noch: ‚Sie haben’s gut, Hugo Wallot ... Sie sind überall auf der Erde zu Hause. Und unsereins — das steckt in solch einem Winkel und kann nicht heraus!‘ Da sah er mich so merkwürdig an — aber er hat nichts darauf erwidert! Aber ein paar Tage später — da machte er seinen Besuch. Mich hat er dabei eigentlich kaum angesehen ... aber trotzdem, wie er weg war — das Geschrei und Gelaufe von all den Tanten und Basen kannst du dir denken ... ‚Der kommt wieder!‘ trompeteten sie der armen Mama rechts und links ins Ohr! ‚Pass nur auf! Der hält um Yvonne an!‘ Und richtig — nach kaum vierzehn Tagen hat er’s getan!“

„Und da hast du eben ‚Ja‘ gesagt, Yvonne?“

„Zuerst wollt’ ich nicht!“

„Und schliesslich hast du ihn doch genommen?“

Yvonne Roland war aufgesprungen und schritt in dem Zimmer hin und her. „Ach, da haben sie mir in den Ohren gelegen, Gaston — die Persönlichkeit — das viele Geld — die Stellung — die Aussicht auf eine grosse Karriere ... rein verrückt und krank haben sie mich damit gemacht, und da hab’ ich denn eines schönen Tages erst ein Stündchen geweint und dann ‚Ja‘ gesagt ...“

„Aber hör mal, Yvonne“, meinte der kleine Soldat im Bett nachdenklich. „Sosehr scheinst du ihn aber wirklich nicht zu lieben!“

Yvonne Roland zuckte die Schultern. „Ich weiss nicht, Gaston! Später kam dann eine Zeit — da hatt’ ich ihn wirklich gern — da gewöhnte ich mich an ihn und fügte mich ihm — er ist ja auch soviel älter und klüger als ich — da kam dein Brief an mich. Dass er mir da verbieten wollte — das hat ihn mir wieder ganz fremd gemacht. Ich hab’ förmlich Furcht vor seiner Strenge gehabt und behalten.“

Sie schaute vor sich hin. Ihr hübsches Gesicht war sehr ernst, fast traurig. Vom Hof her klangen Fusstritte und Männerstimmen durcheinander.

„Das ist der Doktor!“ sagte Gaston Roland aufgeregt und ein wenig ängstlich. „Das wird schön! Am Ende versteckst du dich doch noch, Yvonne!“

„Wo denn, um Gottes willen?“

„Das Zimmer gegenüber, auf der anderen Seite vom Flur, das ist leer. Es ist für Frauen reserviert — wenn eine von den paar Europäerinnen in der Oase plötzlich krank werden sollte ...“

„Ach — jetzt weiss ich schon, was ich tu’!“ sagte Yvonne Roland. Sie regte sich nicht von der Stelle, bis der Arzt eintrat, gefolgt von einem ganzen Schwarm weisse Schürzen tragender, eifriger, seine Anweisungen mit Bleistift notierender Lazarettgehilfen und Krankenwärter, unter ihnen der lange Sergeant, der seinen Vorgesetzten mit ein paar Flüsterworten auf den Eindringling aufmerksam machte.

Er hatte dabei ein dienstlich ernstes Gesicht, aber es zwinkerte ihm doch merkwürdig in den Augen, und der Doktor, ein kleiner, dicker, strammer Herr mit schwarzem Knebelbärtchen und breiten Schultern, gab sich gar nicht erst Mühe, die Würde seines Berufes zu wahren. Für ihn gewann alles, was irgendwie mit einer hübschen Frau zu tun hatte, sofort einen heiteren Anstrich. Es wäre philiströs gewesen, sich da auf den Strengen hinauszuspielen.

Er wischte sich seine kleine Hand an der Schürze ab und reichte sie dann Yvonne. „Ich gratuliere Ihnen, Madame! Diese Zitadelle, in der wir uns befinden, ist, wie Ihnen vielleicht bekannt, von dem byzantinischen Feldherrn Belisar erbaut. Sie hat seitdem unzähligen Feinden Widerstand geleistet. Sarazenen, Araber, Türken haben sie nicht zu bezwingen vermocht. Sie sind der erste Angreifer, der, noch dazu am hellen Morgen, über die Mauer gestiegen ist!“

„Ja — der Sergeant kann nichts dafür!“ sagte Yvonne Roland schnell. Sie wollte dem gutmütigen, langen Burschen keine Ungelegenheiten bereiten.

„Und darf man fragen, was Sie hier suchen, Madame?“ fuhr der Doktor, komisch finster die buschigen Augenbrauen runzelnd, fort.

„Ärztliche Hilfe — weiter nichts!“

„Wa — was?“

Yvonne Roland legte die Hand in das Genick und sagte dann: „Ich hab’ mir einen furchtbaren Sonnenstich zugezogen. Das brennt so heftig! Und da doch das Zimmer für die Frauen nebenan leer ist, da könnte ich doch gleich dableiben und, wenn es mir wieder besser geht, meinen Bruder pflegen helfen.“

Der rundliche kleine, stämmige Arzt schaute im Kreis seiner Getreuen umher und sagte, vergnügt sich die Hände reibend, als hätte er einen sehr guten Witz gehört: „Sie kennt nicht einmal die Symptome des Sonnenstichs! Sie steht da und flunkert und flunkert — und ... notieren Sie, Sergeant: ‚Die Kranke erhält wegen nervöser Schwindelanfälle bis auf weiteres Aufnahme und die Erlaubnis, ihren Bruder zu besuchen!‘ Es ist doch auch wirklich Ihr Bruder, Madame?“

„Nun, natürlich!“ sagte Yvonne erbittert und wurde ein wenig rot.

„Und da er sich Roland nennt, heissen Sie wohl ebenso?“

Sie nickte. In kurzem war die Tabelle ausgefüllt, wonach Yvonne Roland, zweiundzwanzig Jahre alt, katholisch, ohne Beruf, aus Strassburg gebürtig, sich als Insassin des Militärlazaretts der Oase El-Ariana betrachten durfte.

Nun streckte sie dankbar dem Doktor die Hand hin, und der schüttelte sie und lachte dazu aus voller Kehle dröhnend und schrie zu dem Bett hin: „Roland ... jetzt werden Sie gesund!“

„Jawohl!“ kam es von dort gehorsam zurück, und der Doktor nickte und sagte im Weggehen zu seiner neuen Patientin: „Eigentlich fehlt ihm nichts mehr! Den Typhus hat er glücklich hinter sich. Es ist nur die Schwäche. Wir kriegen ihn nicht hoch. Die Lebenskraft fehlt. Da müssen Sie jetzt helfen und ein bisschen davon hergeben. Mir scheint, Sie haben genug!“

Er lachte noch einmal, trocknete sich den Schweiss von der Stirne, denn es fing schon wieder an, glühend heiss zu werden, und der Himmel draussen zeigte ein tiefes Blau, und rief: „Auf Wiedersehen!“ Er setzte, halb im Trab, seinen Rundgang fort. Die anderen folgten ihm, vergnüglich grinsend und auf Yvonne zurückblickend. Nur ein blasses, zahnlückiges Weib blieb übrig und trat näher. Das war die Wärterin des Frauengemachs. Sie lud Yvonne Roland ein, ihr zu folgen und sich nebenan ein Bett auszusuchen und häuslich einzurichten. Der Kranke brauche jetzt ohnedies etwas Ruhe!

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