Rudolf Stratz - Die Hand der Fatme

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Die junge Yvonne Roland hat sich auf eigene Faust auf eine gefährliche Reise nach Südtunesien begeben, um ihren Bruder Gaston zu retten, der als Soldat dort zurückgeblieben ist und jetzt, krank und dem Tod nahe, im Krankenhaus der Oase El-Ariana liegt. Dabei wird sie von ihrem Verlobten Hugo Wallot verfolgt, der ihr die Reise eigentlich strengstens verboten hat und sie nun zurückholen will. Kurz vorm Ziel lernt sie einen geheimnisvollen Fremden kennen, Sidi Frank, genannt «Der Jäger», den ein unglückliches Schicksal nun ruhelos durch die Wüste und über die Salzseen Nordafrikas ziehen lässt. Er schenkt ihr ein seltsames Amulett, das ein Araber verloren hat und das seinem Träger stets Glück bringen soll: Die Hand der Fatme. Und Glück kann Yvonne gebrauchen. Denn sobald Hugo Wallot sie aufgestöbert hat und sie nun merkt, dass sie für Sidi Frank viel mehr empfindet als für ihren so kreuzbraven und biederen Verlobten, überstürzen sich die Ereignisse und die Hand der Fatme scheint Yvonne zunächst einmal nur Aufregung zu bringen … Stratz' stimmungsvoller nordafrikanischer Liebes- und Abenteuerroman überzeugt nicht zuletzt auch durch seine gelungenen Landschaftsbeschreibungen.-

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„Von Ali Stambuli oder wie dieser türkische Mensch heisst?“

Er schaute erstaunt auf. „Es ist kein Türke. Der Mann soll aus Strassburg kommen und allerdings solch ein levantinisches Individuum als Dolmetscher mit sich führen. Vor einer Stunde ist er in dem Hof vom ‚Seefahrer Sindbad‘ abgestiegen — das Pferd ganz nass und in den Flanken voll Blut von den Sporen ... der Mufti hat es mir eben mitgeteilt und hinzugefügt, es sei recht traurig, dass wir Ungläubigen doch immer solche Eile hätten! Wir kämen doch alle zusammen — Moslim — Christen — noch zeitig genug zu Tode ...“

„Und wie hat denn dieser Mensch aus Strassburg ausgeschaut?“

„Das hat mir der Mufti nicht mehr verraten können. Er wurde plötzlich abgerufen, zum Kadi, dem Oasenrichter. Wahrscheinlich kann sich das Eingeborenengericht wieder über irgendeine knifflige Koranstelle nicht einigen. Da muss er helfen!“

Sie ging, ohne es zu wissen, immer rascher, als wollte sie so schnell wie möglich der in ihrem Rücken liegenden Schenke und allem, was darin war, entfliehen. Dabei schaute sie zu Boden, in Sorgen und zweifelnde Gedanken verloren. Ein paarmal schüttelte sie, wie um die zu verscheuchen, energisch den hübschen bräunlichen Kopf, dessen Wangen jetzt auffallend blass geworden waren. Aber sie sprach nichts, und auch er drängte sich nicht in ihr Schweigen. Nur einmal fragte er gedämpft: „Wollen Sie vielleicht lieber allein weitergehen?“ Aber sie wehrte erschrocken ab, und so schritten sie zusammen zur Zitadelle und hinter ihr in den Palmenwald.

Da war ein kleiner See. Das tiefe Blau des Abendhimmels spiegelte sich in ihm zurück, das gelbe Lehmgeklüft seiner Ränder verdoppelte sich im Widerschein seiner Flut, die hohen Kronen der Dattelbäume lugten neugierig über die matt schimmernde Fläche, und in ihr lebte und spritzte und lachte und prustete es von badenden Araberjungen. Ihre geschmeidigen braunen Körper hoben sich bronzefarben, von unzähligen feinen Luftbläschen umperlt, in hurtigen Schwimmstössen aus dem Wasser ab. Sie umkreisten ein gewaltsam in die Schwemme gebrachtes Kamel, das jetzt in feierlicher Ergebenheit in dem Schlamm des Bodens kniete und nur den blöden Kopf und den langen Hals, dräuend wie der Anfang einer Urweltschlange, aus den Fluten erhob. Daneben ritten ein paar Burschen ihre Pferde in das kühlende Nass, andere sassen da und spülten sich den Staub ab und tranken dasselbe Wasser aus der hohlen Hand und zogen, reihenweise am Ufer kauernd, die Wäschestücke hin und her. Und wo nur von dem Teich die Wasseradern ausstrahlten und sich in Mengen von grossen und kleinen Bächen im geheimnisvollen Dämmern des Palmenhains verloren, blinkten neue weisse und bunte Gewänder im Schatten und wuschen sich Greis, Mann und Kind und stillten ihren Durst, ehe der Abendgesang der Muezzin drüben von den weissen Türmen zur Moschee und zum Gebet rief. Und über ihnen kräuselte ein leiser Abendhauch die fahlgrünen, von der Glut des Sonnenuntergangs vergoldeten Wipfel, über denen ferne in gespenstischer Öde die kahlen Steinhügel der Wüste grellgelb flammten.

Das waren jetzt nicht mehr, wie bisher, nur die stämmigen, bastreichen und gerippten Palmen, zwischen deren zerschlissenen Blätterhäuptern hoch oben die braunen Dattelbündel in fusslangen Trauben herabhingen — nicht mehr nur das einförmige feine Silbergrau des Ölwalds. Dazwischen sprosste und grünte und blühte es überall, wo das Wasser den toten Stein und Sand belebt hatte, in verschwenderischer, lachender, inmitten der grimmen, ringsum hereingrinsenden Öde doppelt märchenhafter Üppigkeit. Für jeden Tropfen, den die Erde aufgenommen, gab sie einen Halm und unterbrach das satte Schattengrün der Matten mir unzähligen rotflammenden Mohnblumen. Sie umhüllte das Lehmgemäuer mit nicht endenden, blütenübersäten Hecken wilder Rosen, aus denen phantastisches Schlingwerk im Klettergerank und wehenden grünen Schleiern hinauf zu den Bäumen stieg, zu dem rosa Lorbeer, dem gefürchteten Wasservergifter und Fieberbringer, den nur noch hier und dort die Axt der Eingeborenen verschont hatte, zu dem tiefdunklen, über und über von der Pracht scharlachroter Sterne überflammten Granatlaub, zu den haushoch ragenden riesigen Aprikosenbäumen, dem Nuss- und Pfirsichgeäst. Dazwischen breiteten, förmlich kleine Wäldchen für sich, die hundertjährigen Feigenbäume ihre dichtbelaubten, schattenreichen, früchteschweren Äste wie segenspendende Arme über das Zittergelb kleiner, von Agavenhecken umzäunter, von blauen Blumen durchleuchteter Haferfelder am Boden, und über alles andere hin schimmerten in tiefem Dunkel die Orangenhaine, vom untersten Ast bis zum Wipfel mit Hunderten und Taufenden von goldenen Monden ihrer Apfelsinen wie von Lichtern am Weihnachtsbaum besteckt. Im frostigen Hellgelb seiner Blätter und Früchte stand der hochragende Zitronenbaum daneben, beinahe weiss — geisterhaft unter dem blauen Himmel wie ein Gespenst am lichten Tag, um die schwarzen Türme der Zypressen schlang sich wilder Wein und spielte in tändelnden Ranken mit den blutfarbenen Korallen unter ihm, den Fruchtknospen an dem unwirschen, graugrünen Gestachel der mannshohen Kaktushecken, und fächelte über das schwärzliche Schilf der Sumpfstellen, und da, wo die Mittagsglut am heissesten brannte und doch das Laubdach wieder Schatten spendete, da entfalteten sich die mächtigen Büschel der Bananenstauden, und oben aus ihrem langen, schmalen Blattgefieder schauten tellergrosse, himmelblaue Blumensonnen geheimnisvoll wie in einer Märchenwelt auf den Wanderer herab.

Es war eine eigene Luft in dieser schwülen, bunten Wüsteninsel, voll von einer süssen Fäulnis, vom Duft der Blumen und der Ausdünstung des stehenden Wassers. In allen Büschen und Hecken zitterte es von jubilierendem Vogelgezwitscher durch das sanfte Plätschern der rinnenden Bäche, das stärkere Brausen der über Palmstammwehren in kleinen, schäumenden Wellen sich stürzenden Fluten. Überall, von nah und fern, klang halblauter, trällernd langgezogener, seltsam sehnsüchtiger Gesang aus den Kronen der Dattelbäume. Dort schimmerten rote Kopftücher und weisse Hemden. Araber hantierten da noch in luftiger Höhe, Männer und Knaben. Andere, Vornehme, lustwandelten in ihren umzäunten Grundstücken im Innern der Oase unter den Palmen oder lagen plaudernd beisammen im Grase. Weithin schimmerten das Grün und Zimtbraun, das Goldgelb und Taubengrau ihrer kostbaren, seidengestickten Gewänder. Viele hatten ihr Söhnchen, ihr liebstes Spielzeug, auf dem Arm und liebkosten es in träumerischem, leidenschaftslosem Gespräch. Ein jeder war mit frischen Blumen geschmückt bis herab zum Geringsten, der da sein mit Grünfutter beladenes Eselchen vor sich her in die heimische Hütte trieb, bis zu den kleinen braunen Hütekindern, die, flink durch den Staub springend, ihre Rinder, das einzige Vieh, das in der Oase selbst weiden durfte, nach dem Ausgang der Palmenwälder lenkten. Dort draussen, jenseits der finsteren grauen Hochburg, über den schneeigen, vom Abendgold verklärten Dächern, mahnten jetzt die Tempelrufer. Allah ist Allah! Der Abend ist da. Die Sonne sinkt. Die Sorge ruht. Bald glitzern die Sterne. Es naht das Dunkel. Es kommt das Vergessen — die Erlösung von Leid und Not. Überall ist das grosse Schweigen: der Frieden ist da — der heilige Hirtenfrieden der Wüste von Anbeginn und Ewigkeit bis auf unsere Tage ...

Tiefer und tiefer waren Sidi Frank und seine Begleiterin in das Innere der Oase gegangen. Sie sprach fast nichts. Sie wollte nur schauen. Er störte sie nicht. Er blickte nur zuweilen von der Seite mit einem halben Lächeln, das sein düsteres, in Wildnis und Einsamkeit abwehrend streng gewordenes Gesicht seltsam erhellte, auf sie hinüber, während sie da neben ihm ging.

„Ach — das ist ja gar nicht wahr!“ sagte sie endlich, als eben ein kleines Negerbüblein auf einem Esel vorbeigetrabt war und beide durch seinen fröhlichen Gruss: „Bon jour, Sidi!“ aufgeweckt hatte, „— das ist wie ein Wunder so schön!“

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