Artur Hermann Landsberger - Um den Sohn

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Peter Reinhart hat in Schottland sein Examen bestanden, eine glänzende Zukunft steht dem fröhlichen jungen Mann bevor. Nur eine Sache könnte seiner Karriere schaden. Seine Mutter, die Geheimrätin Reinhart, nimmt die Dinge in die Hand und schreibt an Aenne Hoffmann: « Wertes Fräulein! Ich habe bisher stillschweigend die Beziehungen zwischen Ihnen und meinem Sohn geduldet. Indessen scheint es mir jetzt, wo mit bestandenem Referendarexamen die Studentenzeit hinter ihm liegt …, an der Zeit, dass sie sich trennen». Mit dem beigelegten Scheck glaubt sie, die nicht standesgemäße Beziehung beendet zu haben. Doch sie hat nicht mit der Standfestigkeit der Verliebten gerechnet. Selbst auf den nachdrücklichen Wunsch der Familie, sich für ein Jahr zu trennen und jeden Kontakt abzubrechen, lassen die beiden sich ein im Wissen, dass auch diese Prüfung ihre Liebe übersteht. Während Peter nach Südafrika geschickt wird, zerstören Intrigen der Reinhardts so nach und nach Aennes Leben – bis sie eines Tages vor der Geheimrätin steht … Das bewegende Buch findet in Landsbergers Roman «Wie Satan starb» seine Fortsetzung.

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Ihr werdet es mir, die ich schon in Eurer Schuld stehe, hoffentlich verzeihen, wenn ich Euch, in Sorge um meinen Sohn, nun auch noch um diesen Liebesdienst bitte.

Grüsse mir meinen Bruder herzlich und sei selbst umarmt von Deiner treuen Schwägerin

Julie.

P. S. Den Brief Peters an mich, den ich ihm mit gleicher Post, und zwar bestimmter, als es mein Gefühl verlangt, beantworte, lege ich bei.

Frau Geheimrat Reinhart

an ihren Sohn.

Mein lieber Junge!

Eine andere Mutter würde Dir auf Deine Zeilen antworten: „wähle zwischen ihr und mir!“ und würde vielleicht unter Berufung auf Deinen Vater auf Dich einzuwirken suchen. Beides liegt mir fern. Denn ich kann nicht glauben, dass Du so verblendet bist, wie es nach Deinen Zeilen scheint. Nur eins, lieber Peter, verbiete ich Dir: den Namen Deines Vaters in Zusammenhang mit dieser Geschichte zu bringen, die ich, nimm es mir nicht übel — nicht anders als die groteske Verirrung eines verliebten Studenten bezeichnen und — soll sich das Bild, das ich von Dir im Herzen trage, nicht ins Gegenteil kehren — nicht ernst nehmen kann.

Du wirst von mir nicht erwarten, dass ich mich über absolut indiskutable Dinge mit Dir in einen Briefwechsel einlasse. Ich wünsche, von der ganzen Geschichte nun nichts mehr zu hören, es sei denn, dass Du mir sagst: sie ist zu Ende.

In Liebe

Deine Mutter.

William Wolff

an Frau Geheimrat Reinhart.

Liebe Julie!

Wir haben Deinen Jungen, der sich bisher in jeder Beziehung als vollendeter Gentleman gezeigt hat, bereits so lieb gewonnen, als wenn es unser eigener wäre. Daraus wirst Du schon schliessen können, wie sehr uns Dein Brief erregt hat. Wir haben es nicht glauben wollen, dass dieser wohlerzogene, ungewöhnlich gescheite und sympathische Mensch imstande wäre, eine Geschmacklosigkeit wie diese zu begehen. Leider belehrte uns Dein Brief eines Schlechteren.

Ich habe ihm nun, wie Du es wünschtest, in diesen Tagen verschiedentlich auf den Zahn gefühlt, und wir haben mehrmals stundenlang miteinander geplaudert. — Ja, liebe Julie, es wird mir schwer, aber sagen muss ich es Dir doch, dass ich den Eindruck gewonnen habe, als wenn Dein Sohn sich auf schiefer Bahn bewegt. Er entwikkelt Ansichten, die man von Söhnen unserer Kreise glücklicherweise sonst nicht zu hören bekommt. Er verwechselt, scheint mir, Christentum mit Sozialismus. Er verwirft jede Wertung des Menschen nach Geburt, Kinderstube, Erfolg und Stellung! Ihm ist die Gesinnung alles, und er legt sich sein Christentum aus, wie’s ihm passt.

Es soll mich daher nicht wundern, wenn er aus seiner Aventüre mit diesem Frauenzimmer Verpflichtungen herleitet, die Dir unbequem werden, zum mindesten aber Dich eine Stange Gold kosten können.

Er macht Unterschiede, deren Feinheit verblüfft und die man in jenen Volksschichten, wenn überhaupt, dann höchstens materiell wertet. Er unterscheidet bescholtene und unbescholtene Mädchen und treibt den Wahnsinn so weit, zu behaupten, es gebe nur eine Frauenehre, und wenn ein Unterschied überhaupt existiere, dann sei es der, dass das gefallene Mädchen der Gesellschaft noch unter dem gefallenen Mädchen aus dem Volke stehe!

Du kannst Dir denken, wie verblüfft ich war. Und da ich mit meinem Urteil nicht zurückhielt und solche Ansichten für verrückt erklärte, so machte er auch noch den Versuch, mich von der Richtigkeit seiner Wahnidee zu überzeugen.

Seine Beweisführung ist für die Vorstellungen, in denen er lebt, zu charakteristisch, als dass ich sie Dir vorenthalten dürfte.

Also höre! Er sagt: Das Mädchen aus dem Volke, das als Kind schon ohne Aufsicht auf der Strasse spielt, sei, kaum erwachsen in den Betrieben, in denen es arbeitet, in ganz anderer Weise der Verführung ausgesetzt als das junge Mädchen der Gesellschaft, bei dem jeder Schritt von Mutter und Gouvernante bewacht wird.

Auch sei sich das junge Mädchen der Gesellschaft infolge seiner Erziehung und Bildung ganz anders der Tragweite seines „Falls“ bewusst und vermöge daher a priori dem Verführer einen ganz anderen inneren Widerstand entgegenzusetzen als das Mädchen aus dem Volke, das schon im zarten Alter die Scheu vor Dingen verlöre, die jenes nie zu sehen bekommt.

So sei das Proletarierkind — ohne Erziehung, ohne Vorbild, ohne Aufsicht, ohne gesellschaftliche Rücksicht — ein leicht erlegbares Wild, das oft noch die Not dem Verführer geradezu in die Arme treibt. Während das junge Mädchen der Gesellschaft selbst erst mit List alle möglichen Hindernisse wegräumen müsse, nur um dem Verführer überhaupt die Möglichkeit zu schaffen, seine Kunst zu üben!

So etwa Dein Sohn!

„Aber Junge! Das Menschenmaterial ist doch ein ganz anderes!“ schrie ich empört und erhielt als Antwort: „Nein! In der Stunde der Geburt sind sie alle gleich!“ —

Ja, liebe Julie, bei derart verschrobenen Ansichten bekommt Dein Junge es auch fertig, die Person, die er da am Halse hat, am Ende für anständig zu erklären und sie Dir eines Tages als Schwiegertochter zu präsentieren. Nach dem, was er mir da entwickelt hat — ich habe Dir natürlich nur das Wesentlichste berichtet — halte ich das durchaus für möglich.

Da sieht man wieder mal, wie wenig man sich im gesellschaftlichen Verkehr kennen lernt. Hättest Du uns nicht die Direktiven gegeben, wir wären doch nie auf solche Dinge, die unseren Kreisen gottlob ja auch völlig fern liegen, zu sprechen gekommen.

Du, liebe Julie, wirst ja nun wissen, was Du zu tun hast. Dass Dein Sohn noch lange bei uns bleibt, glaube ich nicht. Die Welten, in denen wir leben, sind denn doch zu verschieden.

Das kann natürlich an unseren Gefühlen für Dich nichts ändern, die gleich herzlich sind und bleiben. Auch in Thereses Namen grüsst Dich in Liebe

Dein Bruder William.

Telegramm Frau Reinharts

an ihren Sohn.

Ich fahre, da erholungsbedürftig, heute abend Ostende Plage Hotel, wo Dich bestimmt erwarte. Du fährst am besten noch heute und sorgst für gutes Logis.

Deine Mama.

Frau Reinhart

an ihren Bruder in Edinburgh.

Lieber William!

Mein Telegramm, das ich sofort nach der Lektüre Deines Briefes an Peter sandte, hat Euch, noch vor Empfang dieser Zeilen, von der Gegenwart meines Sohnes befreit.

Ich bin die letzte, die seine Ideen billigt oder verteidigt. Aber ich weiss auch, dass die Jugend, die gern durch Leidenschaft ersetzt, was ihr an Erfahrung mangelt, sich aus überspanntem Ehrgefühl mit Vorliebe auf die Seite der Schwachen und Unterdrückten schlägt.

Dieser Zug — du nennst ihn ja wohl verrückt oder gar sozialistisch — schwindet, wie alle Illusionen der Jugend, sobald die praktische Vernunft erwacht, von selbst. Ihn zu bekämpfen ist eine Pflicht, der ich mich im Interesse meines Kindes nicht entziehen werde.

Aber ich spreche Euch, wie jedem anderen das Recht ab, daraus kränkende Schlüsse auf den Charakter meines Sohnes zu ziehen, über den ich heute wie immer schützend meine Hände breite. Ich kenne sein gutes Herz und weiss, dass er bei allem, was er tut, das Gute will. Mag er, was die Wirkung angeht, noch so oft daneben hauen und gegen das verstossen, was man heute gerade Moral nennt.

Ja, ich gestehe, dass es selbst mir nicht immer leicht fällt, ihren Gesetzen zu folgen, die — seien wir uns selbst gegenüber doch ehrlich! — längst nicht von der Ethik, sondern von der Zweckmässigkeit bestimmt werden.

Ueber das moralische Unbehagen, das die unreife, weil unzweckmässige Weltauffassung meines Sohnes bei Euch auslöst, kann ich — verzeiht mir! — daher nur lachen.

Um ein „nützliches Mitglied der Gesellschaft“ aus ihm zu machen, ist es meine Pflicht, ihn zu dieser „zweckmässigen Weltauffassung“ zu erziehen und — wenn es sein muss — zu zwingen. Ich werde mich dieser Pflicht nicht entziehen. Aber ich bin mir dabei jeden Augenblick bewusst, dass ich meinen Jungen damit wohl vorwärtsbringen, nicht aber bessern kann, denn durch seine Euch entwickelten Ideen — obschon ich sie mit leidenschaftlichem Eifer bekämpfen werde — habe ich meinen Jungen, den mir Gott erhalte, wenn möglich noch lieber gewonnen.

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