Artur Hermann Landsberger - Um den Sohn

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Peter Reinhart hat in Schottland sein Examen bestanden, eine glänzende Zukunft steht dem fröhlichen jungen Mann bevor. Nur eine Sache könnte seiner Karriere schaden. Seine Mutter, die Geheimrätin Reinhart, nimmt die Dinge in die Hand und schreibt an Aenne Hoffmann: « Wertes Fräulein! Ich habe bisher stillschweigend die Beziehungen zwischen Ihnen und meinem Sohn geduldet. Indessen scheint es mir jetzt, wo mit bestandenem Referendarexamen die Studentenzeit hinter ihm liegt …, an der Zeit, dass sie sich trennen». Mit dem beigelegten Scheck glaubt sie, die nicht standesgemäße Beziehung beendet zu haben. Doch sie hat nicht mit der Standfestigkeit der Verliebten gerechnet. Selbst auf den nachdrücklichen Wunsch der Familie, sich für ein Jahr zu trennen und jeden Kontakt abzubrechen, lassen die beiden sich ein im Wissen, dass auch diese Prüfung ihre Liebe übersteht. Während Peter nach Südafrika geschickt wird, zerstören Intrigen der Reinhardts so nach und nach Aennes Leben – bis sie eines Tages vor der Geheimrätin steht … Das bewegende Buch findet in Landsbergers Roman «Wie Satan starb» seine Fortsetzung.

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Die allgemein moderne Klage- und Anklageliteratur äussert sich auch in dem Weinen und Lachen, in dem Stöhnen und in den Satiren und Ironien, — in den tragischen, komödischen und possierlich-possenhaften Zügen und Merkmalen der Berliner Romane Artur Landsbergers. Wie eine tolle, wirre, wüste und wilde Orgie, etwa wie eine Teufelsmesse rauscht und kreischt, lacht und fiebert in ihnen Berlin W. W. am Auge des Lesers vorüber: barbarisch-jung, protzig, mit erst noch hungrig-verlangenden Sinnen, groben Nerven und hysterisch, senil, übersättigt, verfaulend, geil. Mehr ein Berlin bei Nacht, — als ein Berlin bei Tag, mehr des Genusses, als der Arbeit. Es glüht in den Augen Hilde Simons und Lu, der Kokotten und bricht als Tingeltangeleuse Agnes in die Dichter- und Künstlerehen und Heime ein, schwebt als die Harpyie über allen Lebenstischen, sie beschmutzend und verpestend. Mit seinen erotisch-sexuellen, gierigen Krallen greift es schmeichelnd und streichelnd und vergiftend, syphilisierend an Seele und Leib. Es ist eine Atmosphäre, und man kann sich ihr nicht entziehen, wie man sich der Luft nicht entziehen kann. Es ist unsere Kultur, mit und in der wir, durch die wir sind. Selbstverständlich nicht nur die von Berlin. Allerweltskultur, Erdseele sogar für alle Wedekinder. Ebensosehr Pariser, Londoner, New-Yorker, Chikagoer und Budapester, Bukarester Kultur.

Zuletzt eine vieltausendjährige, deren letztes und innerstes Wesen nichts als eine allgemeine Prostitution ist. Ueber ihr schwebt als göttliche Dreieinigkeit die Einheit der Idee, — das Götzenidol einer Priester- und Gelehrtenkaste, — die Einheit des Schwertes, der Fetisch einer Kriegerkaste, und der Trug der Händler: die Einheit des Geldes. Eine heilige Dreifaltigkeit, auf der alle Staaten und Gemeinschaften begründet sind. Doch auch die ewige Bedingung allen Haders, aller Kriege, gegenseitiger Unterdrückungen, Ausbeutungen und Entwürdigungen, welche die Menschen notwendig wider einander aufbringen muss, so dass der gesellige Mensch zum ungeselligsten der Wesen wird und in seinen Staaten, wie Spinoza sagt, jeder des Anderen Feind ist. In den satirisch-tragischen Grotesken Landsbergers taumelt diese Kultur gegenseitiger geistiger und materieller Verelendigungen an unseren Augen vorüber.

Wie sehr sie mit ihren Dirnen- und Kokottenhänden auch in die Seele und das Leben eines Landsberger und eines Wedekind hineingegriffen haben, und dass sie an ihren Orgientischen wacker mitgezecht haben, das liegt ja auf der Hand. Selbstbekenntnis- und Selbstenthüllungsschriften, aus eigensten Erfahrungen und Erlebnissen geschrieben, ganz gewiss. Aus Lazaretten, aus Wunden, aus Kämpfen geboren sind ihr Roman, ihr Drama gewachsen. Prometheidenlos aller Künstler. Man kann sie nicht schildern, nicht gestalten, wenn man sie nicht mitgekostet und erfahren hat und ihre Geier an der eigenen Leber hat fressen lassen.

Bei Wedekind ist diese Kultur ganz auch zur Lebenstragödie geworden, dass er als ihr Opfer fiel und die Selbstmörderwaffe gegen sich erhob. Ein tiefst von ihr Verstrickter, ein tiefst Leidender, von ihren Furien Gehetzter. Da wird das Kunstwerk grösser, tiefer, schneidender. Die Tragik schreit heisser herauf, schriller, dämonischer gellt das Lachen, Hohn, Hass, Wut, Spott zucken in blutigeren Farben auf. Der bessere Lebenskünstler ist Artur Landsberger. So an Herzen und Nieren ist sie ihm nicht gegangen, wie dem Mitstreiter. Als Mensch hat er sie leichter überwunden und ist mit ihr fertiger geworden und von dem Joch und der Gewalt der Lulu-Erdseele hat er so sich nicht unterdrücken und unterwerfen lassen, wie Frank Wedekind, ein Belasteter von Anfang an, von Blut und Wiege her. Humaner, urbaner, fröhlicher, munterer geht er durch sie dahin, und will kein fanatischer Besserer und Bekehrer, Prophet und Erneuerer sein, mehr Schilderer und Darsteller, Beobachter nur und Historiograph. Er schreibt sie in seinen Romanen und Erzählungen sich auch von der Seele herunter, und was er persönlich-menschlich von ihr erlitten hat, die Wunden, die ihre Teufelshände ihm gekratzt haben, bringt er zum Verharschen. Aus den Tyranninnen, die ihm die Simsonlocken scheren wollten, werden Romanheldinnen, Erinnerungen, die nur noch als Phantasien und Illusionen an ihm vorüberziehen, aber er ist auch frei von ihnen geworden und wird nur nicht in die Versuchung kommen, ihren Schatten mit einer Selbstmordwaffe nachzuspringen. Sie haben ihm die Locken nicht scheren können. Als Mensch hat er das Psychopathisch-Unbelastete voraus, die gesündere Konstitution, und die ganze innere Erregung, der hochgradige leidenschaftliche Subjektivismus der Wedekindschen Kunst wird bei Artur Landsberger zur kühleren, überlegenen, uninteressierten, unbefangenen Objektivität. Wedekind, der Mitspieler, der Akteur in unserer Kulturtragödie, der sie ganz als eigenste Angelegenheit erlebt, als Krankheit und Wolf, die an ihm fressen, wird an ihr zum Dramatiker, der in die Abgründe, in die Motive und die Ursache herabsteigt, und sich selbst auf den Seziertisch legt. Landsberger kann ihr gegenüberstehen, als Erzähler mit allen dessen Drängen ins Weite und Breite, der sie als ein buntes äusseres Geschehen, als reiche Bilderwelt an sich vorüberziehen lässt, als eine Angelegenheit der anderen, mit um so grösserer Ruhe, um so besserer Heiterkeit auch, je weniger man sie mitmacht, je freier man von ihr wurde, je mehr man sie als Schauspiel und Komödie, als der Anderen Narrheit und Dummheit schauen, beklagen und belächeln und kritisieren kann.

Ein geborener Erzähler, der zu spannen weiss, mit all den naiven, elementaren Instinkten eines echten und rechten Fabulisten, der, den bunten Farbenteppich der Begebenheiten, Geschehnisse aufrollend, gerade das tut, was das allgemeinste, ursprünglichste allermenschlichste Kunstbedürfnis, der breitesten Volksmassen, jedermanns Bedürfnis ist. Plauder- und Unterhaltungslust, Hörfreude. Kunst dem Volke! Volkskunst! Als geborener Erzähler ist Landsberger auch der geborene Kunstpopulisator, dem alles darauf ankommt, ankommen muss, dem es schönster Sieg und Triumph ist, wenn er nicht eine stille kleine Gemeinde, sondern als epischer Dränger ins Weite und Breite auch weiteste und breiteste Volksmassen zu seinen Füssen sieht, ein einzig Volk von lauter Kunstdilettanten und Kunstlaien nur, zu denen man auch nur als Dilettant sprechen kann. Mit höchster und berechtigtster Genugtuung darf auch Landsberger darauf hinweisen, dass er erreicht hat, was eine Kunst, wie die seine, auch in erster Linie erreichen will, — gelesen zu werden, und freudig-fröhlich sich preisen, weil er ein gelesenster Autor ist, — Tatsachen, Ziffern reden lassen. Eine halbe Million Menschen haben seine Romane schon gekauft. Das ergibt Millionen Leser. Die künstlerischen Paradieseskinder aber sind daheim nur unter diesen Massen, den Laien, den Dilettanten, den rein nur Geniessenden, den Empfangenden, den völlig noch Empfänglichen. Den höchsten Kunstrausch, die seligsten künstlerischen Entzückungen und Ekstasen haben wir nur dann erfahren, als wir noch wie dieses Volk und wie diese Kinder waren, recht kritiklos die wunderbaren schönen Geschichten lasen und in die Welt der Kunst als in die süsseste Märchenwelt hineinsahen, die Finger in die Ohren gestopft, fiebernd und gierig die Seiten verschlangen und alles glaubten, alles für wahr hielten. Die Tore gerade dieser seligen, naiven Paradieseswelt, der Kunst Urland und Kinderreich schliessen sich, wenn man Kunstkenner und Wissender, Kunstgelehrter wird, und nicht mehr nur ein Kunstempfangender und Beschenkter, elementarer Geniesser ist, sondern auch Kunstproduzent und Kunstarbeiter selber, und dabei auch Schweiss schwitzen muss. Wenn man dann immer auch etwas zum Eduard Hanslick wird, der nur zu wahr, zu richtig von sich, von uns Kritikern sagt: Wir sitzen da, auch vor den höchsten Offenbarungen, und stochern uns mit dem Zahnstocher im Mund. Verwundert sehen wir die Naiven, die dabei so jubeln, so weinen und lachen können. Da aber wird es auch zur Aufgabe, dass wir nicht so verknöchern und nicht so Uebersättigte werden, uns trotzdem die frischen Sinne bewahren und uns immer wieder zu verjüngen suchen, und möglichst reiche Reste der Naivität, der Kindheit und Unschuld und der paradiesischen Lüste retten und bewahren, — einen Dilettantismus, der durch alle höchsten, tiefsten und echtesten Kunstwerke als verborgenster Unterstrom fliesst.

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