Inger Frimansson - Gute Nacht, mein Geliebter - Psychothriller

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Gute Nacht, mein Geliebter - Psychothriller: краткое содержание, описание и аннотация

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Ein glückloses Ende für ein glückloses Leben? Justine Dalvik ist eine exzentrische Frau. Als sie dann endlich die Liebe ihres Lebens kennenlernt, geschehen um sie herum erschreckende Dinge: Ihr Geliebter verschwindet plötzlich auf einer Urlaubsreise, eine Mitreisende kommt ums Leben und eine alte Schulfreundin löst sich in Luft auf. Die Spuren führen zu Justine selbst, doch ist sie wirklich die Täterin? Oder versucht jemand, ihr neugefundenes Glück zu zerstören?-

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Manchmal, wenn er im Ausland war, ging sie in sein Büro und betrachtete die Fotografie. Sie war im Freien aufgenommen worden, in Hässelby, wo er erst vor kurzem ein Haus gekauft hatte. Man konnte einen Dachgiebel erkennen. Flora wusste genau, wo das Haus lag.

Sven erzählte ihr oft von den Mühen des Gemüseanbaus. Er war auf dem Karlaväg, mitten in der Stadt aufgewachsen und hatte nur wenig Erfahrung mit Gartenarbeit, er zeigte ihr seine Handflächen. Einmal klagte er über die Himbeersträucher, sie schienen von einer seltsamen Krankheit befallen worden zu sein.

Flora bat ihn, sie zu beschreiben.

»Nun ja, es sind solche braunlila Flächen auf den Blättern und den Zweigen, die aufplatzen und dann grau gesprenkelt werden. Himbeeren wachsen auch keine, sie vertrocknen einfach. Ich finde es so traurig, wir wollten doch auf dem Balkon sitzen, meine Frau und ich, und frische Himbeeren mit Sahne essen.«

Sie wusste sofort, was los war.

»Rutenkrankheit«, sagte sie und es wurde ihr innerlich warm. »Es ist eine Pilzkrankheit, und leider muss ich dir mitteilen, dass es die schlimmste Krankheit ist, die einen Himbeerbestand befallen kann.«

Ihr Chef starrte sie an.

»Doch, es stimmt«, sagte sie voller Eifer. »Du musst alles wegschneiden und verbrennen, was angegriffen aussieht. Anschließend kannst du Kupferkalk und Kupfersulfat spritzen.«

»Zum Teufel, was du alles weißt!«

Er fluchte selten, jetzt tat er es.

»Du vergisst, dass meine Eltern eine Gärtnerei haben. Ich bin mit Kupfersulfat groß geworden.«

Er lachte und umarmte sie. Das war ungewöhnlich. Körperliche Berührungen waren zwischen ihnen fast nie vorgekommen.

Noch zweimal kam es dazu. Eines Abends arbeiteten sie länger, es wurde ziemlich spät. Flora setzte einen Tee auf und schmierte ein paar Butterbrote. Als sie das Tablett auf seinem Tisch abstellte, legte er ihr den Arm um die Taille, zog ihn aber unverzüglich wieder zurück. Sie begriff, dass er gedacht hatte, er wäre zu Hause. Er war müde. Er wurde rot.

Das zweite Mal passierte es auf einem von der Belegschaft auf einer Insel organisierten Krebsessen. Sie wurden betrunken, sowohl Sven als auch sie, keiner von ihnen war es gewohnt, Schnaps zu trinken. Sie saßen in dieser Nacht eine Weile zusammen auf einem Felsen und hielten einander an den Händen. Mehr war es nicht.

Als Svens Frau starb, war er sehr stark. Schon am nächsten Tag kehrte er in sein Büro zurück. Das Mädchen hatte er bei seinen Eltern gelassen. Er war verändert, aber nur äußerlich, schien an einem einzigen Tag mehrere Kilo an Gewicht verloren zu haben. Ansonsten war er wie immer. Ein bisschen still, ein bisschen traurig.

Flora stellte ihm einen Topf mit blauen Usambaraveilchen ans Fenster. Blau war die Farbe der Hoffnung und des Trostes. Sie wusste nicht, ob er es überhaupt merkte. Sie fragte, ob es etwas gebe, was sie tun könne. Da wandte er ihr das Gesicht zu, aber ohne sie zu sehen.

Nach der Beerdigung begann er, von seinem Kind zu sprechen. Das Mädchen hieß Justine. Sie war in einem schwierigen Alter, und dass sie ihre Mutter verloren hatte, machte die Sache nicht besser.

»Meine Eltern kommen nicht mit ihr zurecht«, sagte er, »sie haben sich nie besonders für Kinder interessiert. Außerdem ist mein Vater herzkrank.«

Flora hörte geduldig zu. Die ganze Zeit saß sie da und hörte zu und versuchte gerade dadurch zu trösten, versuchte, nicht aufdringlich zu wirken, nicht mit zu vielen Ratschlägen zu kommen.

Das erste Jahr löste er das Problem mit Haushaltshilfen, die sich um das Haus und das Kind kümmern sollten. Manchmal sprach er davon, das Haus zu verkaufen, aber seine Frau lag auf dem Friedhof von Hässelby begraben, und mehrmals in der Woche ging er dorthin.

»Glaubst du, sie würde wollen, dass ich es verkaufe?«, wollte er von ihr wissen. »Sie hat dieses Haus so sehr gemocht, ihr zuliebe haben wir es gekauft.«

Er hatte Probleme, seine Haushaltshilfen zu halten. Vielleicht war es zu einsam dort unten am Seeufer? Vielleicht fühlten sie sich isoliert?

Dass es an dem Mädchen liegen könnte, dieser Gedanke kam seinem armen, verstörten Gehirn nie.

5. KAPITEL

Die Bäume lösten sich aus dem Nebel, wurden schwarz, bekamen Kontur. Es war Morgen. Justine hatte die ganze Nacht in einem Sessel sitzend geschlafen, sie war durstig und zwischen den Schulterblättern völlig verspannt. Auf die gleiche Art wie dort, und doch wieder ganz anders. Dort: Sie konnte sich noch gut an die Erleichterung erinnern, die sie empfunden hatte, als sie endlich die Konturen erahnen konnte. Die kompakte tropische Dunkelheit hatte begonnen, sich zu bewegen, war auf dem Rückzug. Sie lag mit weit aufgerissenen Augen da und beobachtete, wie alles Schritt für Schritt wiederkehrte, die Stämme, die Blätter, wie sie in den Tag hineinwuchsen und Form annahmen. Erleichterung breitete sich in ihr aus, ihre Glieder entspannten sich. Sie hatte die ganze Nacht wach gelegen. Jetzt sank sie in einen kurzen Schlaf, während die anderen schon langsam begannen, sich in ihren Schlafsäcken zu räkeln.

Justine ging die Treppe hinab, hielt sich am Geländer fest wie eine müde und gealterte Frau. Ja, wie sich Flora zwischen den Etagen auf und ab geschleppt hatte, bevor sie ins Heim kam. Freiwillig wäre sie nie gegangen. Aber nach dem Anfall hatte sie keine Kraft mehr.

Unten lag die Küche im Dunkeln. Sie machte das Licht über dem Herd an und setzte einen Topf mit Wasser auf. Ihr Kleid war zerknittert, sie musste geschwitzt haben, während sie schlief. Sie hatte nicht gemerkt, dass die Nacht hereinbrach.

War es so, wenn man starb?

An die Wand gelehnt trank sie ihren Tee in langsamen Schlucken, spitzte ihre Ohren auf der Suche nach eventuellen Geräuschen. Empfand eine plötzliche Sehnsucht, ein Bedürfnis nach Worten, nach etwas anderem als dieser Stille. Sie rief den Vogel. Er saß vermutlich auf seinem Ast und schlief, den Kopf nach hinten gedreht und den Schnabel in die grauen Federn gebohrt. Er kam nicht, antwortete auch nicht, saß irgendwo in der Stille und erinnerte sich an seinen Ursprung.

Das Haus war daraus gemauert: aus kühler und brütender Stille. Wie eine Isolierung. Sie saß in den Steinen, im Kellergemäuer, saß in den Wänden, nicht einmal der Sonnenglut eines Augusttages gelang es, das Helle, Lebendige hervorzulocken.

Dort, im Dschungel. Dort existierte keine Stille. Überall lebte, kroch, pfiff und rieselte es, das Rascheln aus Laubschichten, in denen der Prozess endlos weiterging, ein knabberndes, dampfendes Vermodern, Millionen kleiner, schlemmender Kiefer, die niemals satt zu bekommen waren, die Schreie und das Rauschen des Regens, das Heulen einer Säge.

Sie hatte Nathan gefragt.

»Stehen die hier draußen im Dschungel mit einer Kreissäge. Ist es das, was man die Bedrohung der Regenwälder nennt?«

Er antwortete nicht, zwang sie, sich zu wiederholen. Erst dann drehte er sich um, und seine Augen waren so verändert, wie sie es seit Kuala Lumpur waren, wo Martina zu ihrer Gruppe gestoßen war.

Es war ein Insekt. Ein Insekt, das dieses ziehende Geräusch auslösen konnte, das ihr durch Mark und Bein ging und sie frieren ließ, obwohl es heiß war.

Martina ... Sie war im Grunde auch nicht viel mehr als ein Insekt gewesen. So musste sie das sehen. Auf Insekten setzt man seinen Absatz und zermatscht sie. Insekten wie sie, Martina, haben es nicht besser verdient. So musste sie es sehen, genau so.

Sie selbst war wie das Haus, aus Stille gemacht und gemauert.

So als bräuchten die Worte Zeit, um Form anzunehmen, um ihren Weg in ihr und aus ihr heraus zu finden.

Es hatte dazu geführt, dass die Menschen die Geduld verloren.

Niemand hatte Lust, auf Worte zu warten.

Einige sahen es als ein Zeichen von Schüchternheit, andere als ein Zeichen von Überheblichkeit. Genau dieses Wort, überheblich, hatte ihre Lehrerin für sie gebraucht, schon nach wenigen Wochen Unterricht. An diesem Morgen, als sie daran dachte, wurde sie von Schwindel erfasst, sank in die Hocke, den Kopf zwischen die Knie gesenkt:

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