Hans Leip - Aber die Liebe

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Auf der Atlantiküberfahrt an Bord eines Containerschiffes berichtet ein Passagier aus seinem Leben. Es handelt sich bei ihm um den Exportkaufmann Bojer Toppendrall, der in Hamburg als Schnitzer von Galionsfiguren begonnen hatte. Er erzählt von seiner Kindheit, seinen Eltern, seiner Schwester, von der Werkstatt nahe dem alten Hamburger Hafen, von Gesellen und Galionsfiguren, von ersten Freunden und erster Liebschaft, von der Begegnung mit bekannten norddeutschen Künstlern wie Alfred Lichtwark und dem jungen Ernst Barlach. Und von seiner nie endenden Liebe zu Rischa Möller. Und mit seinen Beobachtungen und Weisheiten verzaubert Herr Toppendrall alias Hans Leip wieder einmal seine Leser.-

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Im Städtchen Buxtehude gegenüber Blankenese fand sich als Kapitänsvermächtnis eine »Leda«, geschnitzt als ein Bauernmädchen, das, den Rock raffend, entschlossen dem Andrang der Wogen und des Schwanes entgegensieht.

Die Nymphe des berühmten britischen Teeklippers »Cutty Sark«, also die des zu kurzen Hemdes, anno 1869 auf schottischer Werft geboren, die Urahne des Minirocks, stammte aus einem Hexengedicht des im Rausche jung gestorbenen Dichters Eures weiteren Heimatlandes, Robert Burns.

Eine ähnliche Ehrung aus deutscher Literatur, Mister Bit, ist mir nicht geläufig.

Aus dem Reigen der Meerfrauen hat sich meine Vaterstadt die schöne »Kybele« übereignet, die der Besteller nicht abgeholt. Wahrscheinlich hat niemals ein Spritzer Gischt sie bereift, und vielleicht stammt sie aus der Hand meines Urgroßvaters eben nach anno 1800. Ihre Patin ist die kleinasiatische Frühlingsmutter, eine Waldnymphe, dem Holze hold. Als Galione war sie bei puritanischen Reedern beliebt, hatte sie doch dem Jüngling Attis Keuschheit auferlegt. Er brach das Versprechen. Ihre Vorwürfe trieben ihn zur Selbstentmannung. Welche Warnung für den Seefahrer und – betreffs der Vorwürfe – für die Seemannsfrauen und Bräute!

Besagte Göttin reitet gewöhnlich auf einem Löwen. Diese Hamburgerin trägt ihn als Schoßpudel im Arm. Und ihr phallisches Zepter des Altertums mildert sich ebenfalls und wird zum stützenden Speer. Dem Ausdruck und dem Kostüm nach könnte es eine Erinnerung sein, Mister Bit, an Eure Lady Hamilton, die anno 1800 zu Hamburg im Hotel König von England, wo sie mit Lord Nelson und ihrem Gatten William abgestiegen war, ihre klassischen Attitüden vorführte. Den so schmächtigen als großen Seehelden wie auch den alternden Sir William überragte sie an Höhe und Fülle und hatte aus beiden rechte Korybanten gemacht, wie unser Domherr Meyer andächtig augenzwinkernd notierte.

Den Helden und den Heroinen

wird Lob gezollt, solang sie nicht

sich abseits der Moral bedienen,

obschon es menschlich für sie spricht.

Da wir beim Klassischen waren, will ich doch gleich noch die männliche Galione erwähnen, die auf der Ulrichswerft zu Vegesack der eisernen Bark »Schiller« 1879 vorgeheftet wurde. Der gute Segler gehörte dem Bremer Reeder Wätjen und fuhr sozusagen unter dem geheimen Motto aus dem Gedicht »Der Spaziergang«: Unübersehbar ergißt sich vor meinen Augen die Ferne ... Dabei ist das Meer nicht gemeint, aber in der Originalschreibung »ergißt« statt »ergießt« fließt ungewollt merkwürdig das seemännische »gissen« hinein, die Vokabel für Entfernungsschätzung auf See.

Und schließlich brandet es doch etwas, wenn auch nur im Gemüt des Dichters, der weder Tells Alpen noch den Schauplatz der Taucherballade persönlich gekannt hat und dennoch, eben dennoch mehr davon wußte und aussagen konnte als die meisten der Lokalkenner: Ins Unendliche reißt es ihn hin, die Küste entschwindet ...

Die wackere Bark machte viele flotte Reisen, aber auf Kurs von Tönning gen Melbourne in Charter von Sloman & Co, Hamburg, geriet sie anno 1906 bei schwerem Novembersturm vor Kap Dungeneß auf die Klippen, konnte aber zehn Tage darauf nach London abgeschleppt werden, kam dann an den Norddeutschen Lloyd und wurde 1912 bei Ritscher in Hamburg-Moorburg zum Kohlenleichter umgebaut, der in Bremerhaven bis in die dreißiger Jahre Dienste tat. Die Galione war auf der Umbauwerft verblieben. Der Sportsegler Tietgen kaufte sie 1915 und ließ sie 1919 im Hamburger Jachthafen aufstellen.

Von dort geriet sie in Erbschaft nach Oevelgönne. Das war 1941. Die Farben zur Auffrischung waren knapp, deshalb wurde sie erst mal völlig in Kalkweiß gehüllt und bei sonstigem Platzmangel in dem soweit geräumigen »stillen Örtchen« untergebracht. Als ich dort gelegentlich ahnungslos die Tür öffnete – es war zudem schon dämmerig –, durchfuhr mich ein gelinder Schreck; ich glaubte wahrhaftig an ein Gespenst. Großer Schiller! Dir blieb nichts erspart.

Und die Mithüterin und Lotsentochter, die kühne Seglerin Hanna Meyer, war ungehemmt genug, aus dem »Venuswagen« des Meisters zu zitieren: Wo noch kein Europasegler brauste/kein Kolumb noch steuerte, kein/Kortez siegte, kein Pizarro hauste ...

Gemeint hatte der Poet natürlich das verlorene Paradies, die Insel eines unzerstörbaren Friedens. Und ich meine, es ist diese nie erreichte Küste, nach der alle die tausend Galionen, die je den Salzschaum geschmeckt, auch die, denen ich mit zum Leben verholfen, auf Ausguck standen. Gönnen wir ihnen ein sanftes Verständnis, wo immer wir ihnen noch begegnen in ihren Altersheimen und Snug Harbors. Wir waren betrübt, als der schmucke Rahsegler »Seute Deern« mit seiner Galione von der Hamburger Hafenkante auf anscheinend Nimmerwiedersehen verschwand. Er hatte eine Weile sich als phantastische Jugendherberge bewährt. Aber eines Tages lief er über Holland still in Bremerhaven ein und wird dort bleiben, gehegt und bewundert als ein antiquares Museumsstück.

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