Jim Bradford - Für immer beste Freunde

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Eines Samstagmorgens beobachtet Jim Bradford in einem Diner einen kleinen Junge, der sein Ohr fest an ein schwarzes Radiogerät mit verbogener Antenne presst. Lange, weiße Plastikschienen bedecken seine Beine. Diese Begegnung verändert gleich zwei Leben, das von Jim Bradford und das von HK, der seine Tage in dem Diner verbringen muss, in dem seine Oma arbeitet.
Jim wird unwiederstehlich von diesem seltsamen Kind angezogen, das trotz mehrfacher Behinderungen und einem Leben voller Hindernisse voller Neugier ist auf das Leben. Er wird zu HKs Freund und Mentor und zeigt ihm die Welt. Und HK erklärt sie ihm und lehrt ihn das Staunen.

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Bei meinen Wochenendbesuchen vertiefte sich unsere Freundschaft und ich lernte die ganze Bandbreite seines emotionalen Spektrums kennen. Eines Samstagnachmittags erlebte ich eine Szene, wie sie vermutlich viele arbeitende Elternteile schon durchgemacht haben. Sich vor einer langen Dienstreise voneinander verabschieden und trennen zu müssen, kann brutal sein, vor allem für kleine Kinder. Manchmal lösen solche Abschiede einen emotionalen Zusammenbruch von tragischem Ausmaß aus.

Jedes Mal, wenn ich die Imbissstube verließ, umarmte ich HK fest und sagte ihm, wie sehr ich unsere gemeinsame Zeit genossen hatte. Er erwiderte diese Geste jedes Mal, aber an diesem Nachmittag schlang er seine kleinen Arme um meinen Hals und bat mich unter Tränen, nicht wegzufahren. Seine plötzliche, verzweifelte Reaktion war kaum auszuhalten und mir schossen die Tränen in die Augen. Er war untröstlich – und zwar so sehr, dass es für die Gäste an den Nachbartischen schon störend wurde. Er machte eine so herzzerreißende Szene, dass Pearl hinter ihrer Kasse hervorkommen und mir zu Hilfe eilen musste. Sie versprach ihm geduldig, dass ich nicht für immer fortging: »Mr Bradford muss jetzt los, aber er kommt bald wieder und besucht dich.«

Pearls Schicht war beinahe um, daher blieb ich noch so lange bei ihm, bis sie Feierabend hatte. Auf dem Weg nach draußen nahm ich seine linke Hand und begleitete ihn zu Pearls Pick-up, der hinter der Imbissstube parkte. Ich öffnete die Tür, hob seine knapp 25 Kilo auf den Beifahrersitz und schnallte ihn an. Da endlich ebbte seine Verzweiflung ab, als versichere ihm das Klickgeräusch, dass nicht nur seine Sicherheit gewährleistet war, sondern auch der Bestand unserer Freundschaft.

In der darauffolgenden Woche wollte Pearl mir unbedingt erklären, was hinter seinem Trotzanfall stand. »Bevor HK Sie kennenlernte, ist jeder, den er im Restaurant kennenlernte – oder überhaupt jeder –, der ihm auch nur ein Mindestmaß an Aufmerksamkeit schenkte, plötzlich verschwunden und nie wieder aufgetaucht. Dazu zählen auch sein Vater und sein Großvater. Jetzt sind Sie sein bester Freund und ich glaube, er hat Angst, dass ihm mit Ihnen eines Tages dasselbe passiert.«

Das half mir, den traumatischen Vorfall zu verstehen, aber es löschte nicht die Erinnerung daran, wie ich mich gefühlt hatte, als er mich nicht gehen lassen wollte. Bis heute ist es auffällig, dass das Wort »Tschüss« in seinem Wortschatz fehlt. Seine Standardantwort beim Verabschieden lautet stattdessen immer: »Mach’s gut!«

Nun hatte ich in gewisser Weise den Boden unter den Füßen verloren. Es kam nicht infrage, die Sorge meines kleinen Kumpels, dass ich mich irgendwann von ihm abwenden könnte, auch noch zu bestätigen. Ich konnte mich nicht mehr von ihm zurückziehen, ebenso wenig wie ich meine amerikanische Staatsbürgerschaft hätte aufgeben können. Mein Dilemma war nur, dass ich bereits eine wunderbare und treue Familie hatte, die ich liebte. Ich bat um Gottes Führung und suchte von ganzem Herzen nach Antworten.

Oberflächlich betrachtet könnte man diese aufkeimende Freundschaft zweifellos ein wenig ungewöhnlich finden. Das war auch die ausdrückliche Meinung einer Person, die viel mehr war als nur eine gelegentliche Beobachterin. Als HK und ich immer vertrauter miteinander wurden, stellte meine Frau meine Zurechnungsfähigkeit infrage und hatte mehr als nur ein paar kleinere Einwände. Sie sah einen 56-jährigen Mann und Vater zweier erwachsener Töchter, der sich von Herzen auf das nächste Treffen mit einem neunjährigen Jungen freute, der mehrfach behindert und weder sein Sohn noch ein anderer Verwandter war. Brenda wusste, dass ich tagsüber oft an ihn dachte. Auch unser Freundeskreis hörte häufig Geschichten über HK; kein Ereignis war zu klein, um es ihnen zu erzählen. Ich konnte einfach nicht aufhören, jedem von ihm zu berichten, der es hören wollte. Brenda nahm wachsam meine zunehmende Versessenheit wahr und gab mir zu verstehen, dass ich sehr schnell eine viel zu enge Beziehung zu diesem süßen Fratz aufgebaut hatte.

Meine ständige Beschäftigung mit HK hatte Auswirkungen auf unsere Ehe und unsere Freundschaften. Sie ließ nur wenig Freiraum für irgendjemanden oder irgendetwas sonst – Brenda und unsere Freunde eingeschlossen. Ihre extrovertierte Persönlichkeit sehnte sich nach gemeinsamen Wochenenden als Paar, Kartenspielen mit Freunden, Bootstouren und gesellschaftlichen Ereignissen. Als ich ihr Anliegen hörte – und ihr vor allem zuhörte – sah ich ein, dass ihr Vorwurf berechtigt war. Es musste sich etwas ändern. Brenda und ich brauchten gemeinsame Zeiten und dazu gehörten auch Unternehmungen mit Freunden. Deshalb beschlossen wir, uns an den Freitagabenden Zeit füreinander zu nehmen.

[ Zum Inhaltsverzeichnis ]

5

DIE WUNDERVOLLE PEARL UND IHR STAMMBAUM

Pearl Derryberry – Grammy, wie HK sie nennt – beteiligte sich in ihren Pausen gelegentlich an unseren Tischgesprächen. Nach und nach erfuhr ich wichtige Teile der Familiengeschichte von HK und seiner Oma. Freunde und Bekannte konnten sie an einer Hand abzählen. Ihr nicht vorhandenes soziales Netz bestand aus zufälligen Gesprächen mit Stammgästen.

Ich bin sicher, dass Pearl unsere sporadische Gemeinschaft ebenso sehr genoss wie HK. Sie hatte herzzerreißende Geschichten eines ganzen Lebens zu erzählen, aber niemanden, der sie hören wollte. Sie war eine hervorragende Erzählerin und ich ein aufmerksamer Zuhörer. Oft reichten ihre Geschichten in die Zeit ihrer eigenen Kindheit zurück oder nahmen eine düstere Wendung, wenn sie »den Unfall« erwähnte – ein Ereignis, das offenbar alles verändert hatte. Als ihr Vertrauen wuchs, redete meistens sie, während ich zuhörte und die Puzzleteile ihrer Geschichte zusammenfügte. Sie erzählte Trauriges über ihre Eltern, über ihre eigene verheerende Ehe und ihre beiden Söhne. Ich lauschte ihren Kindheitserinnerungen auf der Farm, erfuhr von ihren letzten Arbeitsstellen und hörte eine ganze Geschichtensammlung über HK. Natürlich fragte ich mich, was HKs Eltern zugestoßen war, und als an einem Samstagnachmittag die Mittagsgäste gegangen waren und Pearl eine lange Pause bevorstand, kam der Zeitpunkt, an dem sie die Bombe platzen ließ, auf die ich schon lange gewartet hatte. Es war still in der Imbissstube und sie hatte einen aufmerksamen Zuhörer vor sich.

Ich lauschte ihrer bewegenden Erzählung. Zum Teil konnte sie die Geschichte aus ihrer eigenen Erinnerung wiedergeben, andere Teile hatte sie sich aus den Bruchstücken zusammengereimt, die ihr Sohn William im Laufe der Zeit erzählt hatte. Auch sie kannte noch immer nicht alle Einzelheiten des Geschehens, da sie selbst nicht dabei gewesen war, aber das hielt sie nicht davon ab, alles detailliert zu schildern.

Als Einzelkind und »Landei« wusste Pearl, was harte Arbeit bedeutete, vor allem wenn ihr Vater Hilfe auf der Farm benötigte. Sie konnte es gar nicht erwarten, das triste Landleben in Maury County in Tennessee hinter sich zu lassen und eine bessere Zukunft in der Großstadt Nashville zu beginnen. Sie war eine ausgezeichnete Schülerin und entwickelte sich zu einer kleinen, stämmigen Frau, deren Proportionen zwar perfekt für die Landwirtschaft waren, dabei allerdings weniger attraktiv für das andere Geschlecht.

Sie erzählte von der Rastlosigkeit, die die Gene ihres Familienstammbaums von der Wurzel bis zur Krone durchzog. Entgegen des vehementen Einspruchs ihrer Eltern brannte sie mit dem ersten Mann durch, mit dem sie je zusammen war – John –, und ging prompt mit 19 Jahren in Illinois die Ehe ein. Schon damals war sie sich ihrer Gutgläubigkeit bewusst und dass sie für Männer leichte Beute war. Beim Nachdenken über ihre falschen Entscheidungen im Leben gebrauchte sie eine interessante philosophische Formulierung: »Ich habe mit 19 einen Kredit aufgenommen, für den ich noch immer Zinsen zahle.« Man könnte es »Pearls Perle der Weisheit« nennen.

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