Jim Bradford - Für immer beste Freunde

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Eines Samstagmorgens beobachtet Jim Bradford in einem Diner einen kleinen Junge, der sein Ohr fest an ein schwarzes Radiogerät mit verbogener Antenne presst. Lange, weiße Plastikschienen bedecken seine Beine. Diese Begegnung verändert gleich zwei Leben, das von Jim Bradford und das von HK, der seine Tage in dem Diner verbringen muss, in dem seine Oma arbeitet.
Jim wird unwiederstehlich von diesem seltsamen Kind angezogen, das trotz mehrfacher Behinderungen und einem Leben voller Hindernisse voller Neugier ist auf das Leben. Er wird zu HKs Freund und Mentor und zeigt ihm die Welt. Und HK erklärt sie ihm und lehrt ihn das Staunen.

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Wir hatten viel zu tun, aber nahmen uns Zeit, einmal pro Woche mit langjährigen Freunden Tennis zu spielen. Der Tennis- und Schwimmverein befand sich nur zwei Straßen weiter und zog uns als Familie jeden Sommer magnetisch an. In unserer Siedlung herrschte an den meisten Tagen praktisch keinerlei Verkehr, sodass Spaziergänger, Jogger, Fahrradfahrer und Mütter mit Kinderwagen die ganze Straße für sich allein hatten. Alle Hunde waren angeleint. In unserem idyllischen Vorort ohne Kriminalität hätte sich jeder Hilfssheriff wohlgefühlt.

Unser Lebensstil war schlicht und in keiner Weise ausschweifend. Wir fuhren ältere, gut gepflegte Autos. Unser Alltag drehte sich um die Gemeinde, wo man uns, wie so oft in den Südstaaten, mindestens dreimal pro Woche antraf, bei besonderen Anlässen auch häufiger. Ich hielt mich in jeglicher Hinsicht für völlig gewöhnlich, nicht besser und nicht schlechter als unsere Freunde und Nachbarn. Aber zweifellos hatte Gott unsere Familie reich gesegnet.

Mit sieben Grad Celsius war der 16. Oktober 1999 in meiner kleinen Ecke vom Paradies ein für diese Jahreszeit ungewöhnlich kühler Samstag. Vermutlich sehnte ich mich deswegen an diesem Morgen plötzlich nach einer heißen Tasse Kaffee. Normalerweise begrenze ich meine tägliche Koffeinzufuhr auf eine Tasse und dieses Maß hatte ich dank »Goldenem M« bereits erreicht. Aber heute war es anders, heute brauchte ich mehr.

Unser morgendliches Tennismatch war zu Ende und meine Gedanken schweiften zur langen Liste meiner samstäglichen Pflichten. Daher verabschiedete ich mich rasch von meinen Tennispartnern. Ohne nachzudenken, nahm ich den zeit- und streckenmäßig längsten Rückweg nach Brentwood. Ich fuhr langsam und betrachtete die charmanten, alten Anwesen entlang des Tyne Boulevard. Mein gemütliches Tempo und die charakteristische Radiostimme von Moderator Garrison Keillor verstärkten mein Verlangen nach Kaffee und so bog ich südlich in die Hillsboro Street ein. Starbucks erschien als blinkende Vision vor meinem inneren Auge.

Ich fuhr weitere fünf Kilometer und bog wie immer nach Osten in den Old Hickory Boulevard ein. An der Kreuzung Franklin Road war die Entscheidung eigentlich klar: rechts abbiegen, anderthalb Kilometer zum Starbucks fahren und zwei Dollar für eine Tasse Kaffee zahlen. Seltsamerweise bog ich spontan und ohne nachzudenken nach links ab und fuhr einen kurzen Weg über eine schmale Eisenbahnbrücke zu einer kleinen Imbissstube am Stadtrand von Brentwood. Bei Mrs Winner’s Chicken & Biscuits gab es vor allem frittiertes Hühnerfleisch, aber man konnte hier auch frühstücken. Ich hatte dort schon ein, zwei Mal etwas gegessen, kann mich aber nicht daran erinnern, dass ich jemals nur für einen Kaffee dorthin gefahren wäre.

Auf den kleinen Parkplatz passten nur wenige Autos, aber glücklicherweise fand ich einen Platz direkt gegenüber vom Eingang. Ich zog den Schlüssel aus dem Zündschloss und huschte eilig nach drinnen in die Wärme, denn ein unablässiger Nordwind sorgte an diesem wolkenverhangenen Tag dafür, dass die gefühlte Temperatur noch niedriger war.

Zu meiner Überraschung war ich an diesem Samstagmorgen der einzige Gast, der sich etwas zum Mitnehmen holte. Als ich auf die Kassiererin zulief, fiel mir ein kleiner Junge auf, der allein an einem Fenstertisch saß. Ich wandte den Blick von ihm ab und konzentrierte mich auf meine Bestellung. Eine bunte Speisekarte hing hinter der Theke. Ein weiteres Schild über dem Eistee-Spender verkündete: »Maxwell-House-Kaffee hier! Lecker bis zum letzten Tropfen.«

»Ich hätte gerne eine Tasse Kaffee«, sagte ich.

»Sind Sie über 55?«, war die Antwort.

Eine reichlich merkwürdige Frage, dachte ich. Ich möchte schließlich keinen Alkohol kaufen, für den ich auf Volljährigkeit überprüft werden müsste. Dann erinnerte ich mich an Brendas häufige Bemerkungen, dass ich ein Hörgerät bräuchte, und fragte mich, ob ich sie richtig verstanden hatte. Etwas verwundert drehte ich mich um und sah nach, ob sie womöglich mit einer Person hinter mir gesprochen hatte. Aber ich war tatsächlich der einzige Kunde in der ansonsten leeren Imbissstube und sagte kleinlaut: »Ja.«

Die Bedienung, ein kleine, untersetzte Dame in meinem Alter mit kurzem, grauem Haar, erklärte mir, dass ich ab einem Alter von 55 Jahren laut Restaurantordnung zu den Senioren zähle. Die Zugehörigkeit zu diesem nicht allzu exklusiven Verein berechtige mich, so erläuterte sie mir, eine Tasse Kaffee für 25 Cent zu erwerben – plus Umsatzsteuer also satte 27 Cent! Ich erwog kurz, meine Zugehörigkeit doch zu leugnen, um mir mein jugendliches Selbstbild nicht zu zerstören, entschied dann aber, dass es an der Zeit wäre, nicht länger mit einer Illusion zu leben. Ich bedankte mich bei ihr und bezahlte meine erste Tasse Seniorenkaffee.

Der Duft von frisch gebrühtem Kaffee und heißen Buttermilchbrötchen wehte durch die Imbissstube. Als ich mich umwandte und gehen wollte, blieb mein Blick erneut an der kleinen Silhouette hängen, die ich vor zwei Minuten flüchtig wahrgenommen hatte. Von hier aus konnte ich deutlich erkennen, dass es sich um einen kleinen Jungen handelte. Er aß nichts. Beim näheren Hinsehen erkannte ich, dass sein Kopf auf einem schwarzen Plastikradio mit silbernen Knöpfen und kaputter Antenne ruhte. Drei Streifen Klebeband hielten das Batteriefach an seinem Platz. Neugierig betrachtete ich die langen, weißen Plastikschienen an seinen Beinen. Selbst aus der Distanz konnte ich erkennen, dass dieser Junge Probleme hatte.

[ Zum Inhaltsverzeichnis ]

2

DER KLEINE TASCHENDIEB

Ich kann gar nicht genau sagen, warum, aber der Anblick dieses kleinen Jungen weckte ganz tiefe Gefühle in mir. Obwohl ich nie jemanden mit Behinderung persönlich kennengelernt hatte, waren mir behinderte Kinder in der Öffentlichkeit immer aufgefallen. Aber ich hatte nie den Mut gehabt, sie oder ihre Begleiter anzusprechen. Zuerst hatte ich immer Mitleid empfunden, dann Erleichterung und schließlich Dankbarkeit für meine gesunde Familie. Heute führten meine Gedanken mich in eine andere Richtung, die gar nicht typisch für mich war. Statt wie so viele Male zuvor einfach weiterzugehen, spürte ich diesmal einen leichten Drang, zu diesem kleinen Jungen hinzugehen.

Ich warf mein Rührstäbchen in den nächsten Mülleimer, und als ich mich umdrehte, sah ich eine weitere Imbissangestellte. Eine schmächtige junge Frau mit feuerroten Haaren stand hinter der Theke und füllte Plastikgeschirr in einen großen Pappkarton. Laut Namensschild an ihrem roten T-Shirt, auf dem ein großes, gelbes Huhn prangte, hieß sie Helen.

»Helen, wer ist der kleine Junge an dem Tisch dort drüben?«, fragte ich zögerlich.

Sie lächelte und erwiderte: »Ach, das ist HK; er ist unser kleiner Liebling, Pearls Enkel.«

»Und wer ist Pearl?«, hakte ich nach.

»Unsere Kassiererin«, sagte Helen und deutete auf die lächelnde Dame am anderen Ende der Theke – die Dame, die mir soeben meinen ersten Seniorenkaffee eingeschenkt hatte. Es ging mich ganz und gar nichts an, aber der Anblick des Jungen, der da allein in der leeren Imbissstube saß und Radio hörte, irritierte mich und ich musste mehr erfahren.

»Was macht denn ihr Enkel hier?«, fragte ich Helen leise.

»HK lebt bei Pearl. Sie hat am Wochenende niemanden, der auf ihn aufpasst, deshalb kommt er immer mit«, gab sie geduldig zurück.

»Und wie lange sitzt er dann da?«

»Ach, meist nur von acht bis fünf.«

Ohne nachzudenken stieß ich aus: »Sie machen wohl Witze! Er sitzt da jeden Tag neun Stunden lang?«

Helens Blick und ihre Antwort waren gereizt: »Wenn Pearl in der Woche arbeitet, geht er zur Schule; er sitzt da also nicht jeden Tag!«

Ihr nächster Satz traf mich völlig unerwartet und bis ins Mark: »Er ist blind und hat Kinderlähmung.«

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